Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Woher kommen die Kongresse?

Frage: Woher kommen die Kongresse? Gibt es in der Geschichte historische Fakten, die belegen, dass die Kabbalisten Tausende von Menschen versammelt haben und solche Veranstaltungen durchgeführt haben? Oder ist das etwas Neues in dieser Methode?

Antwort: Es gibt nichts Neues, wir erfinden nichts. Die Kabbala ist auf den Gesetzen der Höheren Welt aufgebaut, deswegen müssen wir alles, was wir tun, in Übereinstimmung mit den Gesetzen der Höheren Welt tun. Andernfalls können wir uns Schaden zufügen.

Ähnliche Kongresse wurden im alten Israel veranstaltet, damals als sich das Volk in der Offenbarung der Höheren Welt befand.

Dreimal im Jahr, zu Sukkot, Pessach und Shawuot, mussten die Kabbalisten zum Jerusalemer Tempel kommen und zusammen mit allen am Studium und den Mahlzeiten teilnehmen. Dorthin kamen auch jeden Tag und zur jeder Zeit Menschen, die dort studiert und gegessen haben. Das wurde als eine sehr gute Handlung angesehen. Man könnte sagen, dass es als eine vom Schöpfer gesegnete Handlung angesehen wurde.

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Nicht höher und nicht tiefer, sondern auf einer Augenhöhe mit allen

Am häufigsten werden wir bei der Arbeit durch den Stolz durcheinander gebracht und bestochen, der uns denken lässt: „Ich werde herrschen, ich werde regieren“. Das macht sich in der primitivsten Form bemerkbar, wie es auch in der normalen Welt üblich ist, wenn der Mensch den anderen keine Chance gibt, versucht, sie zu hintergehen, nicht bereit ist, sich mit allen auf einer Augenhöhe zu bewegen.

Wir brauchen jedoch offene Verhältnisse, bei denen wir versuchen, weder tiefer noch höher als die anderen zu sein. Denn tiefer zu sein, ist auch nicht gut, das bedeutet nicht, Freunde zu sein. Und höher zu sein, bedeutet selbstverständlich auch keine Beziehung unter Freunden.

Wir müssen absolut gleichberechtigt sein – also aufhören, uns selbst wahrzunehmen! Ich nehme mich selbst wahr, wenn ich mich tiefer oder höher befinde, wenn ich jedoch auf einer Augenhöhe mit den anderen bin, nehme ich nicht mich selbst, sondern nur die Verbindung zwischen uns allen wahr und schwimme mit diesem Strom.

Eine solche Empfindung sollten wir fortwährend haben. Manchmal empfinden wir so etwas während der Kongresse, verschiedener Treffen, besonderer Veranstaltungen – wir müssen es jedoch ständig aufrechterhalten. Denn genau dieses Gefühl der Verbindung zwischen uns soll sich in das Licht und die Enthüllung des Schöpfers verwandeln.

Noch ist es einfach ein Gefühl, dass wir miteinander verbunden sind – das ist lediglich der Aufbau des Gefäßes. Doch letztendlich wird dieses Gefäß den Zustand des Gebens erreichen, und dann werden wir in ihm das Licht wahrnehmen können.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 20.09.2011

Über die virtuellen Kongresse und die reale Verbindung

Frage: Im Vorfeld des Kongresses in Moskau haben Sie gesagt, dass es für uns an der Zeit wäre, uns an die virtuellen Kongresse zu gewöhnen und eine noch größere Verbindung zu spüren, während wir uns vor den Bildschirmen befinden. Was bedeutet das nun genau?

Meine Antwort: Ein Kongress bedeutet einen Ruck nach vorne. Doch abgesehen von solchen Ruckbewegungen müssen wir jeden Tag Verbindung untereinander halten, wobei sie sich ständig verstärken sollte. Mit Hilfe von Kongressen erschaffen wir Impulse zur Vereinigung, und in der Zeit zwischen den Kongressen brauchen wir eine ständige Verbindung, die von Tag zu Tag stärker werden sollte.

Es gibt keinen anderen Ausweg, wir müssen zu einer „runden“, globalen, integralen Welt kommen. Das sind nicht einfach nur Worte. Wir dürfen die Verbindung nach drei Kongresstagen nicht unterbrechen – die Verbindung muss an die Tagesordnung der gesamten Welt gesetzt werden. Das ist das, was von uns verlangt wird.

Aus diesem Grund müssen wir gegenseitige Beziehungen zwischen uns aufbauen, die uns ermöglichen werden, die Verbindung sogar virtuell zu halten, ohne einander sehen und hören zu können. Genau dafür wurde das Internet erschaffen, um der gesamten Welt zu helfen, durch gemeinsame Verbindung vereint zu werden, von der materiellen, virtuellen Verbindung zu der spirituellen Verbindung überzugehen. Und wir müssen dieses Mittel nutzen.

Deshalb vermute ich, dass unsere nächsten Kongresse nicht sehr groß sein werden, für 1000 bis 2000 Freunde, die aus der jeweiligen Region zusammenkommen. Und alle anderen werden virtuell daran teilnehmen, was absolut kein Hindernis für sie sein wird. Im Gegenteil: alle befinden sich in einem gemeinsamen Zustand, und die „virtuellen“ Teilnehmer spüren nicht die geringste Schwäche bei der Verbindung mit den Teilnehmern vor Ort.

Das wird uns die Möglichkeit geben, mehrere Kongresse im Jahr zu veranstalten, außerdem werden wir jeden Tag im Jahr eine untrennbare Verbindung halten können. Wir sollten damit aufhören, viel Geld für zwei große Kongresse im Jahr auszugeben, nach denen wir wieder in den gewohnten Zustand zurückfallen. Ich möchte den Akzent vom physischen auf den virtuellen Kongress, und weiter auf die tägliche innere Verbindung verlagern. Es ist sehr wichtig.

Ansonsten werden wir keinen Ort der Enthüllung des Schöpfers zwischen uns erschaffen können.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 18.04.2011

Ich bin kein Zauberer, nur ein Zauberlehrling

Eine Frage, die ich erhielt: Können kabbalistische Kongresse dazu beitragen, die Welt auf den Weg des Lichts, auf den Weg der Zeitbeschleunigung (Achishena) zu bringen?

Meine Antwort: Zweifellos rufen wir durch solche Handlungen wie kabbalistische Kongresse Korrekturen in der Welt hervor. Durch jegliche Versuche, uns zu verbinden, mit dem Ziel, die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, der höheren Kraft zu erreichen, zu dem Geben und der Nächstenliebe zu kommen, werden wir selbst und mit uns zusammen die gesamte Welt korrigiert.

Deshalb laden wir alle ein, Ende Januar am europäischen Kongress in Berlin sowie Ende dieser Woche an einem großen Treffen in der Arava teilzunehmen!

Besonders die Menschen in Europa müssen spüren, dass die Situation von Tag zu Tag ernsthafter wird. Aus diesem Grund sollten wir uns verbinden und den „Guten und Gutes tuenden“ ein wenig näher an diese Welt heranziehen! Solange wir noch am Lernen sind, dürfen wir das sogar auf egoistische Art und Weise tun…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“ vom 23.12.2010

Schlafsucht als Diagnose

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist schon seid einigen Wochen so, als ob ein Nebel auf mich runter gestiegen ist, vernebelnd die Jahre der Unterrichte. Die Wörter spreche ich mit Mühe aus. Wenn die Gruppe nicht wäre, würde ich schon längst nicht mehr hier sein. Keine Anstrengungen können mich da raus holen. Was soll ich machen?

Meine Antwort: Das ist das Merkmal dessen, dass du qualitative Anstrengungen vollbracht hast. Offenbar, hast du bei den Kongressen und unseren gemeinsamen Zuständen mitgewirkt, bekamst ein großes Licht und siehst jetzt in diesem Licht, dass du noch nicht würdig bist, die Eigenschaft des Gebens in dir aufzudecken. Deine Verlangen (Kelim) brauchen noch kein Geben, sie lehnen es unbewusst ab.

Also, es gibt solche Zustände wie: der Nebel, die Müdigkeit, die Verwirrung, die Hilflosigkeit, die Unlust. Es ist alles klar, außer eins: warum kann ich mir über diese Empfindung, über diese gedankliche Betäubung, keinen vernünftigen Bericht über den laufenden Zustand erstatten? Warum kann ich mich nicht davon lösen und feststellen, was mit mir geschieht? Genauso stellt der Arzt die Diagnose seines Patienten fest.

Wenn du dich sehr gut kontrollierst, dann wirst du sehen, dass du dich im richtigen Zustand befindest, an der richtigen Station des spirituellen Pfad. Denn es wird gesagt, in der Spiritualität wird nicht herunter gelassen, sondern nur rauf gehoben.
Jedoch wie viel Zeit vergeht, während du aufwachst aus dem Winterschlaf? Das hängt nur allein von dir ab. Verkürzt du deine Zeit? Dein Zustand ist günstig für das Weiterkommen, aber du solltest so schnell wie möglich weiter voranschreiten.

Allerdings sind nach dem Kongress alle in so eine Art „Lethargie“ versunken.

Aus einem Sohar-Unterricht, „Das Vorwort“, 8.12.2010

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Die Umsetzung

Wir haben eine ernsthafte Vorbereitung hinter uns. Alles Andere können wir erst während der Umsetzung erreichen. Es gibt nichts mehr zu erklären, zu tun oder sogar zu veröffentlichen.

Wir sind vollgepumpt mit dem, was man „Vorbereitung auf die Vorbereitung“ nennen kann. Nun wird es Zeit für die reale, praktische Vorbereitung auf den Eintritt in die spirituelle Welt.

Der gesamte Lehrstoff wurde mehrmals durchgenommen, Bücher wurden herausgegeben, Kongresse finden einer nach dem anderen statt. Was die Gruppe auch macht, wenn sie nicht mit der praktischen Umsetzung beginnt, fangen wir an, abzusteigen.

Ohne eine wahre, innere Handlung werden wir lediglich äußere kosmetische Veränderungen vornehmen, die uns nur schaden werden.

Denn wir sind nicht mehr allein: wir haben zahlreiche „Kinder“ – die Gruppen in Israel und auf der ganzen Welt.

Wir müssen Verantwortung ihnen gegenüber spüren, wir sind verpflichtet, heute die Höhere Kraft an uns heranzuziehen, um uns richtig um sie zu kümmern und ein Beispiel für die gesamte Menschheit zu sein, um ihr zu zeigen, was ihr spirituelles Zentrum bedeutet.

All das kann nur durch die Kraft der Bürgschaft zwischen uns verwirklicht werden, wenn wir eine Entscheidung treffen: „Wir werden tun und wir werden hören!“ Wir müssen damit anfangen, die Einheit umzusetzen, und in ihr wird sich die höhere Kraft offenbaren.

Die nächste Stufe scheint uns viel zu hoch, viel zu weit zu sein – in Wirklichkeit ist sie viel höher und viel weiter, als wir denken. Denn sie ist unserer Natur entgegengesetzt.

Doch wir müssen ihre Bedingung akzeptieren und versuchen, sie mit aller Kraft durch die gemeinsame Attacke zu erfüllen. Und nun bereiten wir uns darauf vor, dies auf dem Kongress umzusetzen.

Hier kann es keine Kompromisse und keine Nachsicht geben. Denn uns wird die Verantwortung für sehr viele Gruppen übertragen. Ihr seht und spürt noch nicht, was für eine ernsthafte, brennende, ideologieträchtige, schreiende Frage das ist.

Wir haben den Boden vorbereitet, nun können unsere Samen überall tiefe, kräftige Wurzeln schlagen. So lasst uns das tun, was zu tun ist!

Aus dem Gespräch über die Bürgschaft vom 15.10.2010

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