Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kommunikation'

Der Trend zur globalen Kommunikation

Frage: Welche internen Veränderungen haben sich in unserer Kommunikation seit den 90er Jahren ergeben?

Antwort: Wir haben untereinander einen völlig anderen Kommunikationsraum betreten und fühlen uns wie andere Menschen. Während früher die Kommunikation über Telefon, Funkgeräte usw. erfolgte, erlebt man die heutige Verbindung nicht zwischen Menschen, sondern zwischen digitalen Medien und das ist ein ganz anderes Gefühl. Mir ist es aus diesem Grund egal, welche Person mir schreibt, wichtig ist nur, wie ich sie wahrnehme.

Frage: Früher hat man sein Dorf praktisch nicht verlassen und nur mit ein paar Menschen kommuniziert, heute ist man im Laufe seines Lebens mit Tausenden von Menschen in Kontakt. Warum gibt es diesen Trend?

Antwort: Es ist der Prozess dazu, dass wir uns als eine Familie spüren müssen, als eine miteinander verbundene Gesellschaft, die nicht anders existieren kann. Das ist ein Prozess der vollständigen Interaktion zwischen uns. Obwohl diese Interaktion immer noch egoistisch ist, führt sie uns zu der Erkenntnis, dass wir eine andere Art der Kommunikation finden müssen.

Frage: Ich werde also mit Milliarden von Menschen in Kontakt treten? Werde ich sie persönlich kennen?

Antwort: Es wird eine globale Kommunikation sein. Sie muss gut sein, sonst bringen wir uns gegenseitig um. Wir beginnen zu verstehen, wie sehr die Lüge uns alle in diesem System schadet.

Aus dem TV-Programm „Die Zeit des Post-Coronavirus“, 21.05.2020.

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Wie virtuelle Verbindung uns und unsere Welt prägt

Es gibt ein Leben vor und nach der globalen Corona-Pandemie. Die Umstellung der physischen Welt in die virtuelle zeigt uns unsere Zukunft. Arbeit, Freunde, Studium und sogar unser gesellschaftliches Zusammenleben wird zur neuen virtuellen Umgebung. Doch wie wirkt das auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, unsere Gefühle und unsere Leistungsfähigkeit? Wenn wir die neue Technologie für die Verbesserung und Intensivierung unserer menschlichen Verbindung nutzen, wird es sich positiv auf unser Leben auswirken.

Eine aktuelle Studie der Stanford Universität besagt, dass rund 42% der US-Arbeitskräfte, durch die Maßnahmen des Social Distancing, virtuell arbeiten. Damit entwickelt sich Amerika zu einer „working-from-home“-Wirtschaft. Die Schockwellen der Pandemie erschüttern weiterhin die ganze Welt und werden unsere Denkweise für immer verändern. Der gewohnte Lebensstil steht nun still und der Blick auf den Bildschirm ersetzt den persönlichen Kontakt. Ohne die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten wäre die Welt in eine erschütternde globale Phase der Isolation geraten.

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Renaissance der Liebe

Eine große Zahl von Büchern ist über die Liebe geschrieben worden, viele Filme wurden gedreht, viel Forschung betrieben. Die Liebe aber, bleibt ein Rätsel. Und es ist zunehmend schwieriger, eine funktionierende Beziehung zum anderen Geschlecht aufzubauen.

Selbst wenn ein Funke zwischen zwei Menschen überspringt, beginnen die Liebenden nach einiger Zeit an der Wahrheit und Stärke ihrer Gefühle zu zweifeln.

In der Natur ist alles viel einfacher. Tiere bilden zu einem gegebenen Zeitpunkt Paare, indem sie anhand klarer Zeichen einen Partner nach einem einzigen Kriterium auswählen: gesunden und überlebensfähigen Nachwuchs. Dafür am besten geeignet ist, wer stärker, jünger oder höher im Rang ist. Die Natur lässt hier keinen Raum für Fehler.  

Bei den Menschen ist das viel verwirrender und problematischer. Einerseits sind wir in der Lage, uns über den tierischen Algorithmus zu erheben, andererseits können wir aber auch tiefer fallen, weil wir nicht einmal in der Lage sind, unsere Beziehung auch nur auf dem Niveau von Tieren aufrechtzuerhalten. Tiere machen keine Fehler. Wir hingegen irren zunehmend, je weiter wir uns entwickeln.

Daher ist es von Vorteil, zu verstehen, wie wir uns über das tierische Niveau erheben können. 

Wozu hat die Natur das so eingerichtet? Denn es ist ein starker Instinkt: das sexuelle Bedürfnis folgt unmittelbar dem Bedürfnis nach Nahrung. Ohne Nahrung kann ein Mensch nicht leben. Ist Nahrung vorhanden, eilt er sofort los, um einen Partner und Sex zu finden.

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Neujahrsvorsätze

Auf meiner Facebook-Seite veröffentlicht:  Michael Laitman  vom 29.12.19

Ein neues Jahr hat angefangen und die Welt begrüßt ein neues Jahrzehnt. Das Jahr 2019 hat uns auf positive Weise die Augen geöffnet und uns eine Reihe von Erkenntnissen über unser Leben und unsere Zukunft als menschliche Gesellschaft gebracht. 

Wir haben gelernt, wie grundsätzlich jedes System auf der Welt daran scheitert, uns glücklicher zu machen. Außerdem wurden wir reifer und kamen dem Verständnis näher, dass wir die Welt nur ändern können, wenn wir uns selbst ändern.

Während wir in das Jahr 2020 steuern, wie können wir dabei das Blatt wenden und unser Leben effektiv verbessern? Wie können wir Ziele festlegen, die sowohl wertvoll als auch erreichbar sind?

Der Zustand unserer Welt

Zweifellos war einer der lautesten Weckrufe, dass etwas mit dem Planeten nicht stimmt, der Ruf wegen der ökologischen Störungen katastrophalen Ausmaßes. Wir haben erkannt, dass es nicht ausreicht, weniger Bäume zu verbrennen oder Veganer zu werden, um den globalen Umweltherausforderungen zu begegnen. Es wurde klarer, dass uns ein solcher Weg fehlt, weil es an einer Herangehensweise an die Ursache der Probleme mangelt, nämlich an dem menschlichen Ego: unserer selbstsüchtigen und ausbeuterischen Haltung gegenüber unserer Umgebung.

„Je stärker unsere Beziehungen zu anderen sind, desto glücklicher sind wir.“

Fehlinformationen waren im vergangenen Jahr ebenfalls weit verbreitet. Wir haben gesehen, wie die Medien unser Weltbild beeinflussen, und das nicht unbedingt zu unserem Vorteil, da sie normalerweise von interessierten Parteien kontrolliert werden, die bestimmte Agenden vorantreiben möchten, die zu ihrem eigenen Vorteil sind. Geld kann Platzierungen in Medienkanälen und sozialen Medien kaufen, und jeder, der genug davon hat, kann die öffentliche Meinung gemäß seinen Interessen manipulieren.

Die heutigen Medienplattformen verbessern unsere Kommunikation nicht, sondern im Gegenteil: Sie positionieren Menschen in Opposition zueinander und bewirken dadurch ständige Reibungen unter ihnen. Im Wesentlichen arbeiten sie zu unserem Nachteil, vielmehr als zu unserem Vorteil.

Auf sozialer Ebene unternehmen wir keine Schritte, um eine verbindungsfördernde Bildung zu fördern, die darauf abzielt, in unserem immer komplexer werdenden Netz pluralistischer Verbindungen ein harmonisches Gleichgewicht zu finden. Im Gegenteil, anstatt immer mehr positive Vorbilder und Beispiele von Menschen zu zeigen, die in einer Zeit zunehmender sozialer Spaltung freundschaftliche Beziehungen aufbauen, sind die Menschen jetzt mehr der Gewalt in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie sowie in den Bereichen Kunst, Kultur und Medien ausgesetzt.

Scheidungen haben weiter zugenommen. Es gibt auch eine steigende Anzahl von einsamen Menschen, bis zu dem Punkt, wo Einsamkeit als eine Epidemie angesehen wird.

Wir sehen auch, wie Kinder von Jahr zu Jahr weniger von ihren Eltern abhängig werden. Einerseits ist ihre wachsende Unabhängigkeit etwas Positives, andererseits erhöht sie den wirtschaftlichen Druck auf die neue Generation, die es schwer hat, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Die AI Revolution hat gezeigt, wie schnell Maschinen in vielen Bereichen Menschen ersetzen und viele Berufe in Händen der Menschen aussterben lassen.

Der Tourismus ist nach wie vor eine geschäftige Branche, in die die ganze Welt eingebunden ist. Ich glaube jedoch, dass er sich im kommenden Jahr aus verschiedenen Gründen verlangsamen wird, einschließlich wirtschaftlicher Schwierigkeiten und auch, weil sich die Wünsche der Menschen ständig ändern. Was in der Vergangenheit attraktiv und besonders war, wird zur Routine, und sein Geschmack verblasst und verliert an Bedeutung.

Die Menschheit hat ihre materiellen Quellen der Befriedigung, die nur kurzlebiges Vergnügen bereiten, überschritten. Es ist ein nie endendes Rennen, neuen Quellen der Zufriedenheit hinterher zu jagen, sobald die alten gesättigt sind. Wir werden dann irgendwann zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren und im gleichen Anfangszustand der Unzufriedenheit enden, sogar unglücklicher als zuvor.

Lohnende und erfüllende Lösungen

In unserem gegenwärtigen Zustand empfinden wir eher negative Gefühle wie Leere und Einsamkeit, weil wir erkannt haben, dass im Grunde alles, was wir als Menschen bis heute erreicht haben, zwecklos und bedeutungslos ist, da es keine dauerhafte Befriedigung bietet. Das ist der Grund, warum wir mit der Entwicklung der Gesellschaften und den immer höheren Anforderungen an das Leben, im kommenden Jahr mit einem höheren Ausmaß an Depressionen und Drogenabhängigkeit rechnen können. Die Regierungen werden sogar den Konsum bestimmter psychoaktiver Substanzen fördern, da sie dem Zweck dienen, die Massen ruhig zu halten.

Immer mehr Unglück und Probleme in der menschlichen Gesellschaft werden die Frage verschärfen, warum es uns nicht gelingt, eine authentische und dauerhafte Form des Glücks zu erreichen. In diesem Punkt erklärt die Weisheit der Kabbala, dass wir, sobald wir in unserer gegenwärtigen Form der Entwicklung eine Sackgasse erreicht haben, erkennen, dass die Lösung in uns selbst gefunden werden kann, indem wir unsere individualistische und egoistische Natur verändern, die uns und unserer Umwelt schadet, und sie transformieren in eine vernetzte Realität der Zusammenarbeit und Fürsorge für andere.

Kurz gesagt, je stärker unsere Beziehungen zu anderen sind, desto glücklicher sind wir.

Daher besteht der wichtigste Vorsatz für das Neue Jahr darin, in die einzige Quelle wahrer Zufriedenheit zu investieren, eine Quelle, die durch positive menschliche Verbindungen in unserer kollektiven Einheit gefunden werden kann, in der sich jede Person äußerlich darauf konzentriert, Freundschaften aufzubauen und der Gesellschaft zu nutzen. 

Wenn sich unser Verlangen außerhalb von uns selbst darauf konzentriert, anderen zu geben, dann werden wir uns nicht mehr leer fühlen. In einem solchen Zustand der Verbindung werden wir in der Lage sein, ein schönes und vollkommenes Leben ohne Leiden zu führen. Diese Quelle der Erfüllung ist grenzenlos und nicht nur für das Neue Jahr relevant, sondern für unser gesamtes Leben.

Wie man Erfüllung erreicht, die man nicht kaufen kann?

Der Artikel wurde in KabNet veröffentlicht: Wie man Erfüllung erreicht, die man nicht kaufen kann?

Wir kaufen das Gefühl von Selbstbewusstsein. Es unterbricht unser Empfinden der Einsamkeit und Leere. Die Befriedigung durch Kaufen erweckt einen Gefühlskick von Erneuerung und Glück. Dies rechtfertigt wirklich jeden Cent.

Rückwirkend, bei der Monatsrechnung, stellen wir schnell fest, dass die meisten unserer Einkäufe nicht realen Bedürfnissen entsprangen, sondern wettbewerbsorientierten sozialen Bedürfnissen. Diese “schwebten” sozusagen „in der Luft“ und überwältigten uns in Form einer momentanen Leidenschaft. Ohne sozialen Druck würde unser Kaufbegehren abnehmen.

Allerdings gibt es kein Problem mit dem Einkaufen selbst. Es ist großartig, Menschen zu sehen, wenn sie eine gemeinsame Aktivität genießen. Dadurch lernen sie, wie die menschliche Gesellschaft ihnen ein Gefühl von Freude und Erbauung vermittelt.

Doch neben den materiellen Verlangen, auf tieferer Ebene, drücken diese “Einkaufsurlaube”, die Sehnsucht nach zwischenmenschlicher Kommunikation aus: einer verbogenen Neigung zur Verbindung in jedem Menschen. Diese Neigung wird wach, sobald sich die Möglichkeit ergibt, eine kollektive Aktivität auszuführen, die wir gemeinsam genießen können.

Wie die Statistiken uns zeigen, werden innerhalb weniger Tage oder Wochen die meisten Waren zurückgegeben, gelagert oder weggeworfen.  Die Herausforderung der gemeinsamen Anstrengung bleibt im Gedächtnis der Menschen eingeprägt.

Deshalb können wir nur hoffen, dass die kommenden Einkaufs fokussierten Tage einen positiven Eindruck in uns prägen, indem wir erkennen, dass wir unsere Verbindung stärken müssen. Dann können wir mit Recht behaupten, dass wir die Kultur des Konsums in den Dienst der Menschheit gestellt haben und nicht umgekehrt.

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Die 10%ige Minderheit verändert die Welt

Frage: Könnten die zehn Prozent der Bevölkerung, die ähnliche Ansichten vertreten, den Rest der Gesellschaft auf ihre Seite ziehen? Wie effektiv kann die öffentliche Meinung, die nicht synchron, durch Mundpropaganda, Gerüchte und Kommunikation in sozialen Netzwerken gebildet wird, Medienpropaganda entgegenwirken, die vorgefasste und synchronisierte Informationen verbreitet?

Meine Antwort (nach Forschungsergebnissen italienischer Soziologen): Die Mundpropaganda verfügt über eine gute Ausgangsimmunität gegen den Propaganda-Virus (vorgefasste Informationen).

Frage: Kann die Mundpropaganda des Volkes den medialen Manipulatoren, die durch die herrschende Gruppierung monopolisiert sind, also dem Fernsehen entgegenwirken?

Antwort (nach Forschungsergebnissen italienischer Soziologen): Je passiver das Publikum ist (Menschen, die keine grundsätzliche Meinung vertreten), desto größer ist die Zerstreuung der öffentlichen Meinung; die Gerüchte haben mehr Chancen, sich gegen die „Zombi-Kiste“ zu behaupten.

Frage: Wo ist die Grenze, hinter der die unkontrollierte Verbreitung beginnt?

Antwort (nach Forschungsergebnissen italienischer Soziologen): Solange die Zahl der Menschen, die einer Idee folgen, nicht mehr als zehn Prozent übersteigt, gibt es keine sichtbaren Fortschritte bei der Verbreitung ihrer Ideen. Sobald aber die 10%-Marke geknackt wird, verbreitet sich die Idee im virtuellen Netzwerk wie ein Lauffeuer.

Als Beispiel für einen solchen „Phasenübergang“ führen die Autoren die jüngsten Entwicklungen in Tunesien und Ägypten an, wo der gesellschaftliche Konsens, in dem lange Zeit keine nennenswerten Fortschritte zu sehen waren, sich in nur einer Woche verändert hat.

Und es ist nicht wichtig, von welcher Position im Netz die Verbreitung der neuen Idee ihren Anfang genommen hat (von einer gesellschaftlichen Größe oder von einem gewöhnlichen Teilnehmer mit wenigen Verbindungen). Für erfolgreiche Auswirkungen auf die Gesellschaft ist ausreichend, wenn im Prinzip einer von zehn, unabhängig vom sozialen Status, dabei ist. Wenn es weniger sind, wird diese „besondere Meinung“ nicht die Grenzen der unmittelbaren Umgebung verlassen.

Wer steht dem Lehrer am nächsten?

Morgenunterricht aus Moskau

Frage: Was bedeutet die Nähe zum Rav und die Überlieferung von Mund zu Mund?

Meine Antwort: Die Nähe zum Rav bedeutet nicht, dass der Mensch ihm physisch nahe steht – das spielt keine Rolle. Die Nähe zum Rav bedeutet, dass der Mensch spürt, dass der Lehrer alles, was er hat, an ihn weitergeben kann und will, doch nur in dem Maße, in dem der Mensch sich selbst dafür öffnet. Denn beim Kontakt, bei der Kommunikation, ist eine Übereinstimmung zwischen demjenigen, der weitergibt, und demjenigen, der empfängt, notwendig.

Das bedeutet zum einen, dass der Glaube daran, dass Rav ständig weitergibt und dass es etwas gibt, was von ihm empfangen werden kann, vom Schüler abhängt, und zum anderen, dass der Schüler verstehen muss, dass er nur in dem Ausmaß seiner Empfindlichkeit gegenüber dem, was vom Rav ausgeht, empfangen kann.

Im Großen und Ganzen hängt natürlich alles vom Schüler ab. Nur vom Schüler! Vom Lehrer hängt praktisch nichts ab. Andererseits muss der Schüler vollkommen auf das Empfangen eingestellt sein. Was bedeutet auf das Empfangen? Auf die Übereinstimmung. Das heißt, seine Gedanken, Gefühle und Ausrichtungen müssen wenigstens geringfügig mit denen des Lehrers übereinstimmen, wenigstens zu einem Prozent. Er muss von ihm empfangen wollen, er muss auf die gleiche Wellenlänge eingestellt sein. Und dann wird er es können.

Das Studium besteht aus zwei Teilen:

1. „Von Mund zu Ohr“ – verbale Kommunikation, wenn ich mit dem Mund spreche und der Schüler durch das Ohr wahrnimmt.

2. „Von Mund zu Mund“ – mit „Mund“ ist der gemeinsame Schirm gemeint, der sich im Mund des spirituellen Parzuf befindet.

Wenn wir also auf die Weise kommunizieren, dass der Schüler nicht auf einer Stufe mit dem Lehrer sein will oder es noch nicht kann, dann hört er. Er kann hören, ohne es zu wollen, ohne sich besonders anzustrengen, er kann sogar gegen den Lehrer sein – und er wird ihn doch in gewisser Weise verstehen.

Es ist noch kein gemeinsamer Schirm, kein gemeinsames Bestreben, keine gemeinsame Verbindung, bei der sie wenigstens zu einem Prozent verbunden sind. Wenn sie verbunden sind, empfängt er in dem Maße dieser Verbindung Informationen von Mund zu Mund, d.h. in dem Maße dieses Schirms, dieses Bestrebens. Das ist das, was angestrebt werden sollte. Es ist die Arbeit am eigenen Egoismus, die nicht einfach, jedoch möglich ist, und dann fließt alles, was der Lehrer hat, zum Schüler über.

Frage: Haben Sie die Möglichkeit, zu wählen, wer Ihnen nah stehen soll und wer nicht?

Meine Antwort: Es hängt nicht vom Lehrer ab, wer ihm nah stehen soll und wer nicht. Derjenige, der sich auf die Stufe des Schülers stellt, ist auch ein Schüler. Manchmal möchte der Lehrer sehr, dass bestimmte Menschen zu seinen Schülern werden, weil sie bestimmte Veranlagungen haben und über sie die Idee vielleicht schneller und deutlicher an die Menschheit weitergegeben werden kann, doch diese Menschen sind dazu nicht fähig, nutzen diese Möglichkeit nicht – und verpassen so die Chance.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 16.06.2011

Treffen bei der UNESCO und der UNO

In letzter Zeit haben wir rege Beziehungen mit der UNO, insbesondere mit der UNESCO, während unserer Treffen in Paris, Moskau und New York hergestellt.

Im vergangenen Monat habe ich mich in Frankreich mit der Generaldirektorin der UNESCO, Frau Irina Bokowa, getroffen.

Als Präsident und Gründer des Ashlag-Forschungsinstituts (ARI – Ashlag Research Institute) habe ich zusammen mit den anderen Delegationsmitgliedern einen Plan der neuen Methode der globalen Erziehung, die allgemeine Gesetze der integralen Welt nutzt, zur Durchsicht vorgelegt.

Ich wurde von den Mitgliedern des Direktorenrats des ARI-Instituts begleitet: Norma Livne, Rachel Laitman, Leonid Makaron, Seth Bogner.

Frau Bokowa hat unsere Prinzipien bezüglich des neuen Bildungssystems, welches die heutigen Kinder auf ein vollwertiges Leben in der höchstdynamischen globalen Welt vorbereitet, mit großem Verständnis aufgenommen.

Nach diesem Treffen haben wir eine Einladung zur Präsentation des Weltberichts „Bildung für alle“ auf dem alljährlichen Treffen der UNESCO erhalten. Diese Präsentation hat im März 2011 in der Columbia University stattgefunden.

Unsere Freunde Seth Bogner, Rachel Laitman und Norma Livne haben die Gelegenheit bekommen, unseren Standpunkt bezüglich der Methoden der Bildungsverbesserung dem israelischen UN-Botschafter, Herrn Meron Reuven, sowie der Generaldirektorin der UNESCO, Frau Irina Bokowa, vorzustellen.

Dieses Ereignis wurde von der UN-Untergeneralsekretärin und Exekutivdirektorin Michelle Bachelet durchgeführt.

In Moskau haben die Vertreter des ARI-Instituts Eli Vinokur, Leonid Makaron, Anatoli Uljanov und Leonid Ilizarov aktiv an der UNESCO-Konferenz „Die Beteiligung der Jugendlichen an den sozialen Transformationen: Initiative und Mitwirkung“ teilgenommen.

Außerdem wurde unsere Teilnahme an den bevorstehenden Ereignissen besprochen. Die von uns auf dieser Konferenz vorgestellten Materialien werden in Kürze in einem Sammelband der UNESCO erscheinen.

Am 11. März haben unsere Vertreter Leonid Makaron und Seth Bogner an der Konferenz „Friedensherstellung: Rekonsolidierung mit Hilfe von Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation“ teilgenommen, die im UN-Hauptquartier in New York stattgefunden hat. Unsere Materialien werden im Bericht veröffentlicht; weitere Schritte wurden besprochen.

Dieses Forum wurde vom UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und der Generaldirektorin der UNESCO eröffnet. Die höchste Ebene dieses Dialogs wurde vertreten durch den Prinzen Turki al-Faisal aus Saudi-Arabien, den Nobelpreisträger für Physiologie Günter Blobel u. a.

Eine erfolgreiche Teilnahme an allen diesen Veranstaltungen trägt zu einem nachhaltigen Prozess der Zusammenarbeit im Bildungssystem zum Aufbau einer besseren Zukunft für die gesamte Menschheit bei.

Virtualität ist kein Hindernis

Eine Frage, die ich aus dem englischsprachigen Blog erhielt: Ich besuche regelmäßig die kabbalistische Internetseite, lese den Blog, Fragen-Antworten durch, schaue mir Videos an. Im realen Leben habe ich keine Freunde außer meinem Mann. Mit Menschen, die Kabbala studieren, habe ich nur virtuell Kontakt. Kann ich mich auf diese Weise der Gruppe anschließen?

Meine Antwort: Die wahre Grundlage der menschlichen Kommunikation ist in Wirklichkeit auch nicht physisch, sondern „virtuell“: die Menschen vereinen sich immer um ein gemeinsames Ziel herum. Je mehr sie vom Ziel ergriffen werden, desto stärker ist ihre Einheit. Wir sehen das sogar in unserer Welt.

Für diejenigen, die das verstehen, ist die „Virtualität“ der menschlichen Kommunikation in unserer Gemeinschaft, in den Gruppen, viele von denen weit voneinander entfernt lebende Menschen verbinden, nicht nur nicht störend, sondern im Gegenteil hilfreich für die Klärung von Kommunikationszielen, für das Bestreben danach, dieses Ziel stärker werden zu lassen, damit es möglichst viele Menschen erfasst. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, T.14

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Sprache der Kabbalisten ist die Sprache der Zweige

Die Sprache der Kabbalisten ist eine Sprache in vollem Sinne dieses Wortes, sie ist hinsichtlich Wurzel und Zweig, Ursache und Folge sehr genau. Ihr besonderer Vorzug ist die Tatsache, dass man in dieser Sprache auch vom kleinsten Detail ohne Einschränkungen sprechen kann. Mit ihrer Hilfe kann man sich direkt dem uns interessierenden Detail widmen, ohne es mit den ihm vorausgehenden oder nach ihm folgenden in Verbindung zu bringen.

Baal HaSulam. Die Lehre der Kabbala und deren Wesen

Kabbalisten haben einen umfangreichen Wortschatz, mit deren Hilfe ihre höchsten Erkenntnisse von einem zum anderen, von Generation zu Generation, mündlich und schriftlich weitergereicht werden, geschaffen. Und das gegenseitige Verständnis ist vollkommen ausreichend, weil diese Sprache über einen solchen Grad der Genauigkeit verfügt, wie es für die Kommunikation und Forschungen im Bereich dieser Wissenschaft notwendig ist. Das heißt, dass ein so exakter Rahmen erschaffen wurde, der es nicht erlaubt, sich zu irren, weil jeder Zweig seine natürliche Definition hat, die nur für ihn charakteristisch ist und deshalb mit absoluter Genauigkeit auf seine spirituelle Wurzel verweist.

Baal HaSulam. Das Wesen der wissenschaft der Kabbala

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