Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kollektiv'

Vorbereitung auf den integralen Unterricht

Frage: Wie kann man die Arbeit eines jeden Lehrers in der integralen Ausbildung am sichersten gestalten um eine effektive Verbreitung zu erreichen?

Antwort: Das Wichtigste bei der Arbeit mit Menschen ist es Anerkennung, Respekt und Empathie von der Gruppe zu bekommen.

Wir wollen das an den Orten, an denen wir integrale Erziehung und Bildung verbreiten, verwirklichen. Wir beginnen damit, ein Netz von Verbindungen zu knüpfen, damit die Menschen zusammen sind. Sie sollen verstehen, wie sie das Kollektiv verbessern können, wie viel bequemer, einfacher und froher sie dadurch sein können.

So können sie sich und die Atmosphäre, in der sie leben, gesünder gestalten und sich glücklich fühlen. Wir müssen diesen Zustand zunächst künstlich aufrechterhalten, bis wir ihn durch die innere Verbindung zwischen uns erreichen.

Zu diesem Zweck wird ein Verantwortlicher ernannt, der sich um die Teammitglieder kümmert, sie sollen einen ständigen Auftrieb erhalten, d. h. der Verantwortliche wählt bestimmte Texte und Clips aus, organisiert Telefonate zwischen ihnen während des Tages usw.

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Übergang vom Individualismus zur Gemeinschaft

Frage: Wissenschaftler glauben, dass es ratsam ist, in der Verwaltung ständig Konzepte, zusammen mit den neuesten Fortschritte der Wissenschaft, zu ändern. Ist dieser Ansatz, der eine ständige Transformation des Systems beinhaltet, aus kabbalistischer Sicht möglich?

Antwort: Er ist notwendig. Wir müssen uns erst von der Stufe einer individuellen Sichtweise zur Welt und zum Leben, zu einer Problemlösung, auf die Stufe der integralen Einstellung erheben.

Es soll jetzt ein Phasenübergang vom Individualismus, hin zur Gemeinschaft geben. Dazu müssen wir zuerst ein Kollektiv bilden, in dem sich, sagen wir, zehn Menschen als ein gemeinsames Ganzes fühlen.

Sie bekommen einen völlig anderen Blick auf die Natur, auf ihre Ziele, auf das Leben, auf alles. Sie verändern in sich den Algorithmus der Wahrnehmung und beginnen die Natur anders, als alle anderen, zu erleben. Es entsteht eine integrale Ebene des Denkens, dadurch entwickelt sich ein neuer Sinn, eine neue Art der Problemlösung.

Wenn wir uns auf diese Stufe erheben und spüren, dass die gesamte Natur und wir ein gemeinsames Ganzes sind, wenn wir die Natur richtig behandeln und unsere Probleme angemessen lösen, dann werden wir neue Managemententscheidungen treffen und eine neue Richtung einschlagen. Das Ziel ist eine stabile Integration.

Auf dieser neuen Stufe werden wir alle Elemente der Natur in unserem Bewusstsein verbinden. Die gesamte Menschheit schließt sich in dem Maß zusammen, so dass der anwachsende Egoismus uns in keiner seiner Erscheinungsformen spaltet, sondern wir uns über ihn verbinden können.

In der neuen Wahrnehmung der Wirklichkeit gibt es 125 Stufen, einer zunehmend integralen Interaktion.

Aus der Videokonferenz über die Verwaltungswissenschaft

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Worauf bezieht sich die Wahlfreiheit?

Frage: Was bedeutet Wahlfreiheit für den Menschen?

Antwort: Der Punkt ist, dass es auf weltlicher Ebene eine Wahlfreiheit gibt, die jedes Individuum betrifft. Wie sie das handhaben, ist ihre Sache.

Und es gibt die Wahlfreiheit die Menschen nutzen wollen, um in ein anderes System des Verstehens aufzusteigen. Das ist ein ganz anderer Bereich. Wir nennen es spirituell, da es nicht auf der Eigenschaft des Empfangens, sondern auf der Eigenschaft des Gebens aufgebaut ist.

Die Freiheit der Wahl besteht darin, dass der Mensch sich in eine Umgebung begibt, in der er sich solchen Einflüssen aussetzt, die ihm helfen, in sich eine Eigenschaft zu schaffen, die über seinem egoistischen Charakter liegt. Im Gegensatz zu seinem Egoismus wäre er in der Lage altruistisch zu handeln.

Wie ist das möglich, wenn Egoismus seine ganze Natur ist, es ist alles von ihm! Wir fangen hier an, in einem Kollektiv, in einer Gruppe zu arbeiten, dabei entsteht eine besondere Eigenschaft des Gebens (aus sich herauskommen über den eigenen Egoismus), die wir bekommen, wenn wir uns durch das Studium der Kabbala richtig entwickeln.

Dann beginnen wir zu spüren, dass wir uns tatsächlich über unsere gewöhnlichen, logischen, egoistischen Eigenschaften, Wünsche, Berechnungen und Handlungen erheben können. Wir handeln in einem völlig anderen Bereich – dort wo wir über das Egoistische hinaus handeln. Damit sind die Willensfreiheit und das Empfinden der Steuerung der Höheren Welt verbunden.

Das heißt, all dies hängt bereits von der Umgebung ab, mit der ein Mensch interagiert und durch die er sich einem besonderen Einfluss in der richtigen Umgebung aussetzt. In gewissem Sinne will er sich von unserer Welt abkoppeln, ihr nicht gehorchen.

Dadurch bekommt er die Möglichkeit die Eigenschaft, die wir  „Glauben über dem Verstand“ nennen, zu verstehen, zu begründen und zu fühlen. Dann, wenn er sich entwickelt, beginnt er, das zweite Kontrollsystem zu spüren, das nicht auf egoistischen Einflüssen, sondern auf Geben und Liebe aufgebaut ist.

Aus einem Gespräch mit Teilnehmern des Integralen Kursprojekts, 19.03.2021

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Neue Wahrnehmung – kollektives Bewusstsein

Die kollektive Wahrnehmung bringt einen Menschen auf eine andere Stufe. Sie besagt, dass man sich von sich selbst lösen und in das Kollektiv eintreten muss. Man muss alles, was im Kollektiv existiert als das Eigene hinnehmen. Versuche zu denken, zu handeln, Probleme zu lösen, die auf den Meinungen, den Wünschen und Zielen eines anderen basieren.

Versetzen Sie sich in dieses Bild und sehen Sie nach einer Weile, ob Sie zu sich selbst zurückkehren können, und wie weit Sie sich verändert haben.

Deshalb wird in der Kabbala der sogenannte „Zehner“ praktiziert. Hier verbinden sich zehn Menschen miteinander, um eine gemeinsame Basis für das Verlangen, das Ziel, den Gedanken zu organisieren, um eine Einheit zu werden.

Dazu muss sich jeder vor allen anderen annullieren und dann werden sie durch die gemeinsame Arbeit ein Ganzes werden. Das ist nicht einfach, das erfordert Zeit.

Es ist interessant zu beobachten, wie sie anfangen zu denken, zu überlegen und Fragen zu lösen. Jeder hat eine ganz andere Fähigkeit die Welt zur gleichen Zeit zu sehen, als die anderen. Es gibt aber auch eine integrale Wahrnehmung der Wirklichkeit.

Man kann eine Übung unter folgenden Bedingungen machen:

Man kann sich verbinden und dabei sehen, welcher Unterschied zwischen persönlicher und integraler Wahrnehmung besteht. Dies ist genau das, was die Kabbala praktiziert.

Sie empfiehlt, auf diese Weise zu interagieren, um nach und nach zu verstehen, was in unserem Bewusstsein existiert, wie es funktioniert, wie wir es auch anders betrachten können – nicht aus sich selbst heraus.

Aus der Fernsehsendung „Gemeinsam zur  Hauptsache“, 02.09.2018

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Covid geht noch nirgendwo hin

Nach mehr als einem Jahr des Kampfes mit Covid -19 sind die Impfstoffe verfügbar, doch die Verbreitung gewinnt an Fahrt. Es scheint, als ob wir endlich aus der Pandemie herauskommen, da viele Staaten einige oder alle Beschränkungen aufgehoben haben. Dennoch denke ich, dass wir ein wenig zu schnell zu voreiligen Schlüssen kommen. Wir sind uns immer noch nicht bewusst genug, wie wir miteinander umgehen sollten, und der rücksichtslose Wettlauf um die Aufhebung der Beschränkungen könnte eine sehr negative Reaktion hervorrufen.

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Der Leitfaden für das Leben online

Ob wir es wollen oder nicht, wir leben online. Das Zuhause Bleiben hat nach mehr als einem Jahr der Pandemie globale Ausmaße angenommen. Es ist nun offensichtlicher denn je, dass wir auf eine voneinander abhängige Art und Weise miteinander verbunden sind, dass wir uns durch verschiedene Online-Kommunikationswerkzeuge und -plattformen ständig gegenseitig beeinflussen. Wie können wir das Beste aus dieser neuen Realität schließen? Den größten Nutzen werden wir erzielen, wenn wir eine genaue „Brille“ aufsetzen, um die Natur unserer neuen Beziehungen zu untersuchen.

Die anhaltende Streichung von Arbeitsplätzen und Unternehmen als Folge der ausgedehnten COVID-19-Krise hat die Beschäftigung und den Lebensstil von Millionen von Amerikanern und Menschen auf der ganzen Welt verändert. Sie arbeiten jetzt virtuell, studieren, kommunizieren und pflegen soziale Kontakte. Es wird erwartet, dass das Online-Leben auch nach dem Ende der Gesundheitskrise ein dauerhafter Bestandteil unseres Lebensstils sein wird. Eine kürzlich durchgeführte Studie von Pew Research ergab, dass von den 71 % der Befragten, die Vollzeit von zu Hause aus arbeiten, 54 % dies auch dann noch tun wollen, wenn die Pandemie unter Kontrolle ist, wenn ihnen eine solche Option angeboten wird.

Da das, was wir als „normales“ Leben bezeichnen, vielleicht nie wieder vollständig zurückkehrt, tun wir gut daran, zu lernen, in der neuen Umgebung auf eine angemessene und sinnvolle Weise zu leben. Stellen Sie sich unsichtbare Fäden vor, die alle Herzen, alle Köpfe, alle Wünsche, alle Gedanken miteinander verbinden, eine Verbindung zwischen allem und jedem. Dieses Netzwerk von Verbindungen hat zwei mögliche Zustände: einen anfänglichen natürlichen Zustand und einen höheren Zustand, den wir durch proaktive Wahl und Anerkennung erreichen müssen.

Im ersten Zustand spüren die Individuen innerhalb des Netzwerks nur ihre eigenen Interessen und versuchen, andere zu benutzen, um ihre Wünsche zu erfüllen. Eine solche egozentrische Herangehensweise füllt die Netzwerk Atmosphäre mit einem negativen und destruktiven Gefühl von Wettbewerb, Kontrolle, Spaltung und Hass. Im Grunde schläft niemand ruhig; jeder leidet auf die eine oder andere Weise.

In der höheren Stufe beginnen die Individuen zu fühlen, dass sie Teile eines Kollektivs mit einem gemeinsamen Ziel sind und dass sie vollständig voneinander abhängig sind. Die Beziehung zwischen den Mitgliedern des Kollektivs basiert auf Gegenseitigkeit, Vollendung, Geben und Liebe. Die Definition von Erfolg im zweiten Szenario ist gemeinschaftlich, wobei jeder danach strebt, das Beste für andere zu tun.

Diese beiden Situationen sind völlig gegensätzlich. Die Welt, die im ersten Zustand empfunden wird, ist eine schwierige Welt, während sie im zweiten Zustand als eine schöne Welt empfunden wird. Wer ist es, der bestimmt, wo ich leben werde? Ich selbst, durch meine Einstellung gegenüber anderen!

Wenn ich mich zu allen durch eine egoistische Sichtweise der Selbstbefriedigung verhalte, lebe ich wie gewohnt in einer Welt, in der sich unsere Beziehungen von Tag zu Tag verschlechtern. Wenn es mir aber gelingt, eine Haltung zu entwickeln, die über meinem persönlichen Egoismus steht und die Belange der anderen, die nicht ich sind, mit einbezieht, wird sich mir eine umgekehrte Welt öffnen. Es wird sich eine höhere und positivere Welt zeigen. Der Grund dafür, dass ich sie jetzt nicht spüren kann, ist, dass ich noch nicht die Eigenschaften entwickelt habe, die nötig sind, um sie zu erfassen. Das ist in etwa so, wie Radiosendungen funktionieren. Meine innere Frequenz, auf die mein Empfänger eingestellt ist, bestimmt, welchen Sender ich höre.

Das Netzwerk, in dem wir leben, ist ein und dasselbe, die Verbindungen zwischen allen existieren bereits, ob wir sie spüren oder nicht. Wenn ich es schaffe, eine neue Art von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu entwickeln, ich andere mit Liebe und Rücksichtnahme behandle, werde ich anfangen zu fühlen, dass es in diesem Netzwerk von Beziehungen eine ewige und vollständige Kraftlinie gibt. Sie erfüllt mich mit Güte.

Diese Kraftquelle lenkt uns vollkommen und klärt unseren Verstand, um zu offenbaren, dass das Leben ein sehr erhabenes Ziel hat, das von niemandem und nichts behindert werden kann. Wenn wir diese veränderte Einstellung in unseren menschlichen Beziehungen in die Praxis umsetzen, wird sie unsere virtuelle Umgebung erhellen. Wir erkennen, dass jeder Moment unseres Lebens zu einer Gelegenheit wird, uns mit der Kraft der Liebe zu verbinden, die die gesamte Schöpfung auf eine Berührung hin erfüllt.

Kostenlose Bilder: Bild von Rolf Hassel auf Pixabay

Die Gesellschaft ist ein einzelner Mensch

Frage: Die Weisheit der Vielen sind schöne Worte. Wenn wir in Stadien auf grölende Menschenmassen treffen, die zu gewaltvollen Demonstrationen gehen, sehen wir, dass sie von den niedrigsten Instinkten gesteuert werden.

Gibt es eine Technik, wie man die potenziell vorhandene Weisheit, der Vielen nutzen und in eine positive Richtung lenken kann?

Antwort: Ich glaube, das ist nur möglich, wenn wir aus der Menge ein Bild des Einzelnen machen. Wir müssen gegensätzliche und weit voneinander entfernte Menschen, die sich in ihrem Charakter, Anspruch, Verständnis usw. gegenüberstehen, miteinander verbinden. Um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, müssen sie sich gegenseitig ausgleichen und ihren Egoismus zum Wohl der Verbindung einsetzen. Wenn ihre Verbindung solch eine Einheit erreicht, werden sie erfolgreich sein.

Gewöhnlich stoßen wir auf einen Widerspruch zwischen dem Individuum und der Gesellschaft: das Individuum über die Gesellschaft siegen zu lassen oder die Gesellschaft, die das Individuum unterdrückt. Hier müssen wir die Gesellschaft zu einem Menschen machen, der alle Elemente, jeder einzelnen Persönlichkeit enthält und das in sich, zu einem einzigen kollektiven Bild zusammenfasst.

Frage: Was bedeutet es, aus der Gesellschaft einen Menschen zu machen? Jeder Mensch ist individuell, mit unterschiedlichen Wünschen und Zielen.

Antwort: Wenn Menschen zusammenkommen, um ein Ziel zu erreichen, versuchen sie, alles, was es in jedem von ihnen steckt, zu nutzen, um dieses Ziel zu erreichen. Dann gibt es keinen Widerspruch zwischen ihnen. Sie verbinden sich miteinander und zwar nach einem sehr strengen Prinzip: über alle Widersprüche, sogar über den Hass hinweg, wird die Liebe siegen.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfähigkeiten“, 25.09.2020

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Entscheidung zwischen Himmel oder Hölle

Wir befinden uns in einer neuen Phase, in der wir langsam erkennen, dass dieser Ausnahmezustand länger zu unserem Leben gehören wird als wir dachten, vielleicht sogar für immer. Wir sind frustriert und erschöpft. Unsere Nerven liegen blank und können jederzeit reißen. Diese Anspannung drückt sich bei allen Menschen unterschiedlich aus und kommt ausschließlich in negativer Form durch vermehrte Anwendung von Gewalt, Protesten, Depressionen, Intoleranz und Extremismus, zu Vorschein. Hat die Menschheit etwa die Hoffnung verloren, sieht kein Ende am Horizont und ist deshalb zu allem fähig, nur um aus diesem trostlosen Zustand auszubrechen. Geht die Entwicklung in diese Richtung weiter, wird das zu Unruhen oder sogar zu Bürgerkriegen führen. Bleiben wir auf diesem Weg, wird unser Leben zur Hölle auf Erden werden.

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Masken und Freiheit

Die BRD steht, wie der Rest der Welt, im andauernden Krieg gegen einen unsichtbaren Feind, COVID-19. Die Verhinderungsstrategie seiner Ausbreitung durch die Verwendung von Gesichtsmasken ist gut sichtbar und spaltet durch diese prophylaktische Maßnahme die Öffentlichkeit in Gegner, Recht der freien Wahl und in Befürworter, um andere zu schützen, um die Übertragung der Pandemie einzudämmen. So hat uns das Virus eine beispielhafte Übung in gegenseitiger Verantwortung geliefert. Denn wir müssen uns alle darüber im Klaren sein, dass wir im selben Boot sitzen und die Berücksichtigung des kollektiven Wohlbefindens an die Stelle individueller Berechnungen treten muss.

„Einige empfinden, dass das Tragen von Masken als Freiheitsberaubung zu sehen ist – doch laut Gesundheitsminister Span, ermöglicht das Tragen einer Maske dem Bürger sich frei auf Straßen und in Geschäften zu bewegen. Studien beweisen, dass Geschichts- bzw. Mundschutz entscheidend dazu beigetragen haben, die Ausbreitung des Viruses einzudämmen. Andere Forscher wiederum sind der Meinung, das Masken als Schutz vor dem Virus nicht tauglich sind und das ist auch der Grund, warum sich viele Menschen dagegen sträuben Masken in öffentlichen Einrichtungen zu tragen. Und natürlich gibt es Menschen, die ordnungsgemäß den Ratschlägen der Politiker Folge leisten, während die Mehrheit verzweifelt irgendwo dazwischen steht.  Diese Unsicherheit verursacht ein allgemeines Gefühl der Hysterie.

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Wandel der universellen Bewertung

Wie kann ein normaler Mensch, der bis März 2020 einen Job, eine Karriere, ein Einkommen und eine Zukunftsperspektive hatte, jetzt akzeptieren, dass all dies in der Vergangenheit liegt und das Leben eine völlig andere Richtung einschlägt? Er will nicht damit einverstanden sein, er ist noch nicht bereit für dieses Bild, also muss man auf eine neue Art zu leben lernen.

Wir haben keine andere Wahl, denn es wird so kommen. Diese Veränderung hat bereits begonnen und wird immer mehr zur Realität in unserer Welt. Wir müssen die Bedeutung klären und in allen Massenmedien darüber diskutieren. Wenn wir diesen Wandel jetzt nicht akzeptieren, müssen wir ihn später unter viel härteren, kritischeren Bedingungen vollziehen, denn dieser Prozess setzt sich von selbst fort.

Wir sind alle unterschiedlich und viele sind nicht in der Lage, Veränderungen in diesem Tempo zu akzeptieren, weshalb so viele Konflikte entstehen. Man muss allen beibringen, einander mit Liebe und Verständnis zu begegnen. Wir sind mit einem gemeinsamen, nationalen und weltumfassenden Problem konfrontiert. Man kann sagen, dass dies nicht einmal ein Weltproblem ist, sondern eine globale Revolution mit universellem Maßstab.

Die Menschheit hat heute ihre größte Entwicklung erreicht und befindet sich in einem Wandel, den die Geschichte noch nicht gekannt hat. Bislang ist dies nur die erste Etappe. Von diesem materiellen Leben, das der Mensch vor Tausenden von Jahren mit der Jagd nach dem Mammut begann, bewegen wir uns auf ein neues Leben zu – kollektiv, sozial. Die Verbindung zwischen den Menschen wird die neue Struktur der Gesellschaft bestimmen.

Wir müssen dieses neue Leben verstehen lernen, aber auch unser altes Leben studieren, um zu begreifen, warum es uns zu dieser Grenze geführt hat. Es ist kein Zufall, sondern die Naturgesetze bestimmen die Entwicklungen die uns beeinflussen – es hängt nicht von uns ab. Es hängt aber von uns ab, wie wir diesen Zustand akzeptieren. Um weniger zu leiden, müssen wir uns bewusst darüber sein, was geschieht und müssen Hand in Hand mit der Natur zusammenarbeiten.

Dann kommen wir zu dem guten Leben, welches für uns vorgesehen ist. Schließlich führt uns die Natur ausschließlich zum Guten- allerdings nicht nach unseren üblichen Vorstellungen, wie dem Wohlbefinden von Reichtum und Macht, sondern zu einem ruhigen Leben, einem Leben voller Sinn, Inhalt und Erfüllung in der spirituellen, inneren Form.

Davon werden alle profitieren. Außerdem sollten wir verstehen, dass die Natur stärker ist als wir und uns auch weiterhin durch diesen Prozess führen wird. Leisten wir also lieber keinen Widerstand, sondern gehen zusammen mit der Natur.

Aus der Sendung „Globale Perspektiven“, 14.05.2020

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