Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das jüdische Neujahr (Rosh HaShana) symbolisiert eine neue spirituelle Stufe


Das Gebet, das zum Jüdischen Neujahr gesprochen wird, erwähnt drei Bedingungen des Aufstiegs zur spirituellen Stufe, die Neues Jahr genannt wird:

 

  • 1. Königreich
  • 2. Erinnerung
  • 3. Das Widderhorn (Shofar) blasen

Was bedeutet das?

1.Königreich ist das Verlangen des Verlangens zu Geben (der Schöpfer), die Höhere Kraft, die alles erschaffen hat, um in uns zu regieren.

2.Wir haben „Erinnerungen“ oder „Rückerinnerungen“, die Informationsgene sind (Reshimot), die uns in einen Zustand bringen können, in dem wir den Schöpfer in dem Maße enthüllen werden, in dem wir Ihm gleichen, der Eigenschaft des Gebens.

3.Der Weg, dieses zu erreichen, ist das Blasen des Widderhorns oder in anderen Worten, indem man die Eigenschaft des Gebens über die Eigenschaft des Empfangens erhebt. (Das Wort Shofar – Horn, stammt vom aramäischen Wort Shufra – Wichtigkeit.)

(Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über den Rabash Artikel „Das Gebet von Rosh HaShana“)

 

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Wozu brauchen Engel Flügel?

Der Sohar, Abschnitt „Wajikra“, Punkt 135: Die sieben Firmamente sind oben, und in jedem gibt es Sterne, Zeichen und Sonnen, die in jedem einzelnen Firmament dienen. In allen Firmamenten gibt es Merkawot [Streitwagen], eine auf der anderen, um die Bürde des Königreichs ihres Herrn anzunehmen. Und in all den Firmamenten gibt es Merkawot und Sonnen, die sich voneinander unterscheiden, eine auf der anderen stehend. Manche haben sechs Flügel und manche haben vier Flügel; manche haben vier Gesichter, manche haben zwei Gesichter und manche haben ein Gesicht; manche sind brennendes Feuer, manche sind Wasser, und manche sind Wind, wie geschrieben steht: „Er macht die Winde zu Seinen Botschaftern, flammendes Feuer zu Seinen Dienern.“

Engel bedeuten Kräfte – unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe bezüglich des Menschen. In dieser Welt existiert der Mensch innerhalb der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur, die für ihn die erforderliche Umgebung schafft.

Genauso gibt es auch in der spirituellen Welt, unter den Kräften unserer Seele, verschiedene Kräfte auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe (ausgenommen die menschliche Stufe), die sich „Engel“ nennen.

Mit Hilfe dieser Kräfte baue ich meine Beziehung zum Schöpfer auf, indem ich mich auf Ihn ausrichten und die Verbindung zu Ihm finden will. Dank ihnen existiert meine Seele, das ist ihre Umgebung. So komme ich voran.

Engel sind Kräfte der Seele eines Menschen, die er genauso wie in dieser Welt anordnet, um in seiner Seele existieren zu können. Er richtet all diese Kräfte auf den Schöpfer aus und kommt mit Ihm in Berührung.

Sie haben weder freien Willen noch ihre eigene Realität. Sie sind den Kräften unserer Natur ähnlich – den Anziehungskräften, den Wechselwirkungskräften zwischen Molekülen und Atomen, zwischen kleinen und großen Körpern. Das sind alles Engel.

Stellt euch keine durch die Lüfte flatternden Engel mit Flügeln vor! Flügel, von denen der Sohar erzählt, sind Bedeckungen, Schirme, die sie dem Menschen bringen. Mit Hilfe dieser Kräfte verwirklicht der Mensch sich selbst und bekommt dadurch die Kraft des Schirms – das nennt sich „Engel mit Flügeln“.

Doch unsere Einstellung ihnen gegenüber muss genauso sein wie gegenüber der Natur dieser Welt. Alles, was mich in unserer Welt umgibt (außer Menschen), alle anderen Kräfte sind Engel. Im Grunde genommen will ich sie immer so anordnen, dass ich mich wohlfühlen kann. Das Gleiche geschieht in der Spiritualität.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar 21.05.2010

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Wahrer Genuss kommt vom Geben

Der Schöpfer möchte, dass die Schöpfung Ihm gleich wird, genauso ewig und vollkommen. Deshalb pflanzte Er Seine Eigenschaft des Gebens durch eine Explosion in die Schöpfungseigenschaft des Empfangens ein. Durch diesen Zerbruch in der Höheren Welt sind wir als kleine Egoisten in dieser Welt geboren worden. Aber im Prozess unserer Entwicklung beginnt sich die Eigenschaft des Gebens in uns zu offenbaren.

Vor allem in unserer Generation, wo wir als Menschheit unseren größtmöglichen Egoismus erreicht haben, entdecken wir seine Leerheit. Deshalb sind so viele Menschen depressiv. Aber plötzlich, genau in dieser Situation, wie bei einem Lichtstrahl in einem dunklen Königreich, können wir den Eingang in die Höhere Welt erkennen!

Ein neues Verlangen zieht uns irgendwohin und flößt uns Hoffnung ein. In unserer Generation spüren bereits viele Menschen diesen Zusatz zu ihrem normalen Egoismus, der sich in uns in mehreren tausend Jahren entwickelt hat.

In der vorherigen Generation erwachte dieser kleine Funke, genannt „der Punkt im Herzen“, der Keim einer altruistischen Absicht, nur in speziellen auserwählten Leuten, die Kabbalisten wurden. Heute jedoch fühlen Millionen von Menschen diese neue Qualität, die in ihnen erwacht ist. Diese zieht sie vorwärts und verlangt nach Verwirklichung. Früher wurden wir durch den Egoismus vorwärts gestoßen, aber in der heutigen Welt sieht der Egoismus nichts Erstrebenswertes mehr, dem er nachjagen müsste.

Dieses neue Verlangen beginnt mit der Frage, „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Wir fühlen Leerheit und sehen, dass es unmöglich ist, eine egoistische Erfüllung zu erlangen. Wie auch immer, es gibt eine andere Seite der Frage, „Wovon erhalte ich Genuss?“ Die gegenteilige Erkenntnis ist: „Wem kann ich Freude bereiten?“ Das ist dann, wenn ein Mensch beginnt, eine Notwendigkeit im Geben zu fühlen. Er fühlt, dass er darin wahre Erfüllung erhält.

Wir alle sind Boten der Höheren Welt, die in diese Welt gesendet wurden

Eine Frage, die ich erhielt: Vor einigen Jahren enthüllte ich meine Vorbestimmung: Ein Bote zu sein. Und es gibt viele Leute wie mich – jene, die auf die Stunde des Befehls warten, und diese Stunde ist nahe. Ich besitze viel Wissen und bin bereit zu vermitteln, aber ich will mich noch nicht öffentlich dazu bekennen. Ich fand Ihren Fernsehkanal und es scheint der richtige Platz zu sein, um einen von Herzen kommenden Aufruf zu machen: Ich bin vom unumschränkten Königreich dazu bestimmt, als Gesandter des Wissens zu dienen. Es ist in meiner Macht, die Weltordnung zu verändern. Ich benötige Ihre Führung und Ihren Rat.

Meine Antwort: Sie haben recht, wir alle sind Boten, die von der Höheren Welt in diese Welt gekommen sind, um den Egoismus dieser Welt zu überwinden und nach Hause zurückzukehren, zur Höheren Welt. So wie Ostap Bender, der Held aus „Die Zwölf Stühle“, zu sagen pflegte: „Kabbala (die internationale Kraft) wird uns helfen!“

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