Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Klassen'

Warum dich selbst bestrafen?


Die Menschen denken, dass der Schöpfer uns in der gleichen Weise straft, wie die Menschen in dieser Welt bestraft werden: Man tut etwas Schlechtes und man wird dafür bestraft. Doch in der Spiritualität gibt es so etwas nicht. Wir erschaffen unsere eigene Bestrafung, wenn wir unseren Willen zu genießen nicht in irgendeiner Hinsicht korrigieren. Das Fehlen der Korrektur oder unser Verlangen, das nicht auf der Stufe korrigiert wurde, es aber hätte korrigiert werden müssen, verwandelt sich auf der nächsten Stufe in unsere Bestrafung.

Sagen wir zum Beispiel, dass ein Schüler in der dritten Klasse nicht so lernte, wie er sollte wird aber in die vierte Klasse versetzt. Jetzt, in der vierten Klasse, benötigt er den ganzen Stoff, den er in der dritten Klasse nicht gelernt hatte, um weiterzukommen. Deshalb bekommt er Schwierigkeiten und allerlei Probleme bei seinem Lernen, was für ihn wie eine Strafe erscheint.

Doch wer hat ihm diese Strafe beschert? Es war niemand außer ihm selbst: er hat diese Strafe mitgeschleppt. Und sie häuft sich von einer Stufe zur nächsten an, wie ein Schneeball, und wird zu solch einer schweren Last, dass es einfach unmöglich wird, damit weiter voranzuschreiten. Aber niemand kann dafür beschuldigt werden. Alles, was er tun sollte ist, seine Vergangenheit zu korrigieren.

So geht es der gesamten Menschheit heute. Die Menschen schleppen die Last von versäumten Korrekturen, die nicht rechtzeitig durchgeführt wurden und deshalb gelangt die Welt zu einer globalen Krise. Darüberhinaus wurde dieser Zustand von Oben programmiert.

Heute müssen wir mit der Korrektur beginnen. Es spielt nicht länger eine Rolle, in welch einen Zustand wir selbst geraten sind, was wir durchmachen mussten und an welchem Punkt wir zu faul gewesen sind und die Korrektur versäumten, die wir hätten durchführen müssen. Jetzt, ungeachtet aller Schwierigkeiten und dem Gewicht, die nur weiter anwachsen, müssen wir beginnen aufzusteigen und die Vergangenheit zu korrigieren. Tatsächlich ist die Gegenwart die einzige Möglichkeit, um die Vergangenheit zu korrigieren.
(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

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Amerikanische Schulen erschaffen Arbeitsroboter – keine Menschen

In den Nachrichten (The Washington Post): „In 46 Staaten konzipiert ein D.C. Plan gemeinsame Bildungsstandards“ – Sechsundvierzig Staaten und der District of Columbia werden heute das Bestreben ankündigen, eine einzigartige Vision davon zu erstellen, was Kinder jedes Jahr lernen sollen – vom Kindergarten bis zum High-School-Abschluss – ein noch nie dagewesener Schritt in Richtung einheitlicher Definition von Erfolg in amerikanischen Schulen… Die Offensive zu allgemeinen Standards für Lesen und Mathematik markiert eine Wende zu einer Bewegung, Kinder in den USA zu beurteilen, indem ein einheitlicher Maßstab angelegt wird, der Erwartungen an Schüler in Ländern der ganzen Welt in Zeiten globalen Wettbewerbs widerspiegelt… Die Richtwerte wären „international wettbewerbsfähig“.

Mein Kommentar: Dieses Programm könnte am Ende die Genialität eines Kindes vollständig ersticken. Warum sind unsere Schulen dermaßen erfolglos?

Mit dem Aufkommen der Massenfertigung an der Wende zum 19. Jahrhundert, wo Mensch und Maschine einander ergänzten und ersetzten, stellte ihr Erschaffer, der amerikanische Ingenieur Frederick Taylor, die Organisation der Arbeit von Mensch und Maschine auf dieselbe Stufe. Die Fabrikarbeiter wurden gezwungenermaßen zu ersetzbaren Maschinenteilen.

Nach der Erfindung des Fließbands durch Henry Ford, kam die Notwendigkeit auf, die Fabrikarbeiter schneller auszubilden, wie an einem menschlichen Fließband.

Diese Notwendigkeit trieb die Entstehung des modernen Schulsystems an: Getrennte Stufen, „Klassen“ genannt, wo Kinder strikt nach Alter getrennt sind. Von den Kindern wird erwartet, dass sie im vorgesehenen Zeitraum von Klasse zu Klasse aufsteigen. Jede Klasse hat einen Aufseher – einen „Lehrer“, genaue Zeiteinteilungen, Schulglocken, Pausen und so weiter.

Das Ergebnis sind Schulen, die vom Leben abgeschnitten sind, zu dem Zweck erschaffen, am laufenden Band Fabrikarbeiter zu produzieren, ähnlich den ersetzbaren Soldaten der Armee von Friedrich dem Großen. Das Prinzip der Bildung ist bis heute gleich geblieben. Schulen bieten sehr wenig Wissen (Abgänger verlassen die Schule mit nur 5% von dem, was ihnen beigebracht wurde), doch sie macht ein Kind in keiner Weise zu einem Menschen.

Das ist der Kern aller Probleme der Gesellschaft: Die Erziehung, die wir unseren Kindern geben, bestimmt die Gesellschaft, die wir erschaffen.

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Verwandtes Material:

Blog-post: Schulen sollten Kinder lehren, wie man zum Menschen wird

Deutschland findet nun heraus, dass die Natur Maßlosigkeit unterbindet


In den Nachrichten (übersetzt aus The Guardian): „Warum das Wirtschaftsmodell in Deutschland in die Brüche ging“ – Es gibt weltweit eine Finanz- und Wirtschaftskrise und Deutschland ist wegen seiner langjährigen Politik, der Welt-Exporteur Nummer 1 zu werden, sehr stark angeschlagen“, erklärt der stellvertretende Bürgermeister Berlins und Wirtschaftsminister Harald Wolf. „Es gab einen dramatischen Rückgang der Exportaufträge für die Industrie und das wird erschreckende Konsequenzen für die Arbeitsplätze haben….“

Das ist deshalb der Fall, weil deutsche Firmen in den letzten Jahren hart gearbeitet haben, um auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben und hochwertige Qualitätsprodukte herzustellen, welche die Menschen kaufen wollen. In den letzten Jahren betrug in Deutschland das Wachstum im Export 60%. Die Kehrseite davon ist, dass Deutschland ausgebremst wurde, da andere Länder nun nicht mehr von Deutschland kaufen wollen.

Mein Kommentar: Die Welt muss auf hochwertige Qualitätsprodukte verzichten, da sie auf den kleinsten gemeinsamen Nenner herunterfährt – den Durchschnitt. Die globale und integrale Natur der neuen Welt treibt uns zu diesem Zustand.

In der gesamten Geschichte hat es Revolutionen gegeben, die versucht haben, diesen Zustand des Gleichgewichtes herbeizuführen, den „Durchschnitt“ der Menschheit zu „ermitteln“, damit es keine ungleichen Klassen von arm und reich gibt. Das wurde gemacht, damit jeder alles hat, was er zum Leben braucht, aber mehr nicht, da Maßlosigkeit von der Natur unterbunden wird.

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Blog-post: Die Bedingung, damit ein Unternehmen überleben kann, lautet: Verbrauche nicht mehr als das Notwendige

In den Nachrichten: Ist der Kommunismus der Weg aus der Krise?


In den Nachrichten (The Guardian): „Kommunismus: Eine brauchbare Alternative?“ An diesem Wochenende hat das Birkbeck College ein Symposium über die Idee des Kommunismus veranstaltet. Die Aufgabe ist jetzt, darüber nachzudenken, was die Konzepte von egalitärem Voluntarismus (Anmerkung: egalitär = auf Gleichheit bedacht; Voluntarismus = Lehre, dass der Wille über alles entscheidet), Selbstorganisation, gemeinsamer Besitz von gemeinsamen Produktionsmitteln, Abschaffung der in Klassen gegliederten Gesellschaft und Freiheit von der Staatsmacht heute bedeuten können.

In den Nachrichten (The Independent): „Mark Steel: Karl Marx hatte also doch recht“ Verkaufszahlen von Marx’s Kapital sind auf dem höchsten Stand aller Zeiten.

Mein Kommentar: Globalisierung, Integration und gegenseitige Abhängigkeit, die sich jetzt in unserer Gesellschaft enthüllen, werden uns alle dazu zwingen, uns willentlich und global zu vereinen.

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Blog-post: Wird der Kapitalismus die Finanzkrise überleben?
Blog-post: Die Gesellschaft der Zukunft
Blog-post: Baal HaSulam beschreibt die Lebensbedingungen in einer globalisierten Gesellschaft