Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kern'

Die weibliche Unterstützung

Frage: Ende dieser Woche wird der Kongress in der Wüste Arava stattfinden. Dort werden Hunderte von Männern aus Israel ankommen, um zwischen sich die innere Kraft der Bürgschaft herauszukristallisieren und zu stärken, um den Kern für die Vereinigung auf dem Dezember-Kongress vorzubereiten. Wie ist es richtig zu machen?

Meine Antwort: Es ist tatsächlich wichtig, diesen besonderen inneren Kern, in dem sich alle Punkte verbinden werden, vorzubereiten. Dieser Kern wird vom passiveren Teil, von den Frauen aus Bnej Baruch (BB), umgeben. Und die breiteste Hülle stellt die Außenwelt dar.

Im inneren Kern (Kreis) werden alle unsere Freunde aus der ganzen Welt verbunden. Warum gerade die Männer? Weil es der Natur der Schöpfung entspricht: gerade sie (die Männer) erfordern die Korrektur, um die Liebe und die Einheit zu erreichen, während die Frauen auf andere Weise dazu kommen. Und dann, wenn wir den erwünschten Zustand erreichen werden, kann man dessen Empfindung an die anderen Menschen verbreiten.

Frage: Wie sollen die Frauen auf diesem Kongress die Männer unterstützen?

Meine Antwort: Sie sollen an unseren Erfolg denken. Wir brauchen diese gedankliche Unterstützung; ohne sie wird es sehr schwer sein. Genauso „sind die Söhne Israels dank den gerechten Frauen aus Ägypten ausgezogen“.

Die Frauen sind der mächtigste Teil des allgemeinen Systems, und ihre Unterstützung ist besonders notwendig. Wenn sich die Frau um ihren Mann sorgt, verleiht sie ihm dadurch die riesigen Kräfte, den riesigen Impuls, um ihre Erwartungen zu realisieren. Ohne die weibliche Unterstützung werden wir keinen Erfolg haben.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 16.11.2011

Wir schmieden den Kern der weltweiten Einheit

Frage: Wie können wir uns auf den Kongress in der Arava vorbereiten, um dort mit der richtigen Forderung anzukommen?

Meine Antwort: Wir wissen, dass die Korrektur der Welt schrittweise verläuft. Die Männer – diejenigen, die das wahre Verlangen nach Vereinigung verspüren und begreifen, dass die Bürgschaft nur in der Einheit zwischen uns möglich ist – müssen als erste die Korrektur vollziehen. Die Frauen schließen sich in einer weniger aktiven Form an.

Aus diesem Grund fahren wir an einen Ort, an dem wir nicht von fremden Gedanken und Verlangen gestört werden. Dort versuchen wir eine Attacke, die auf die Vereinigung gerichtet ist, zu starten. Ich möchte empfehlen, dass in allen unseren Zentren sich nur die Männer versammeln. Denn wenn die Männer auf der ganzen Welt jetzt versuchen, sich zu verbinden, wird das eine Vorbereitung auf den Kongress im Dezember.

Und später werden wir noch einen Vorbereitungsschritt machen – und werden bis Dezember mehr Kräfte sammeln, um jene Männer, die sich heute noch nicht mit uns an der spirituellen Arbeit beteiligen können, sowie Frauen aufnehmen zu können.

Im Moment bereiten wir den Kern vor, und im Dezember werden wir die äußeren Kreise vereinen. Denn das Ziel des Kongresses im Dezember ist es, den Teil der Menschheit, der mit uns zusammen daran teilnimmt, zur inneren Kraft werden zu lassen, die alle anderen zur Einheit und Bürgschaft erweckt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 15.11.2011

„Kapital“: Rückkehr zum noch nicht Gesagten

Baal HaSulam, Zeitung „Das Volk“: Das Gesetz der schrittweisen Entwicklung … gilt für das gesamte Universum, und darauf sind alle natürlichen Systeme aufgebaut, sowohl anorganische und organische, bis zum Menschengeschlecht mit all seinen Eigenschaften, sowohl geistigen als auch materiellen.

Die Rede ist über das Fundament, auf dem sich die Lehre von Karl Marx stützt. In der Tat studierte er die wirkenden Kräfte in der Natur. Denn die Wirtschaft – es ist ein Abdruck unserer Selbstsucht.

Uns verbinden vielerlei an Beziehungen, und wir wollen diese abwägen, abschätzen und regeln. Es ist in der Tora geschrieben: „Geht und verdient von einander.“ Um sich zu versorgen, erschaffen wir zwischen uns verschiedene Verbindungsarten – und diese werden, von der Wissenschaft, Namens „Ökonomie“ gemessen. Ihr Kriterium: Wie viel gibst du mir, und ich dir.

Mit Geld kann man nicht alles kaufen“, sagen wir so abfällig. Doch einen anderen Maßstab haben wir nicht. Wie können wir überprüfen, bis zum welchen Grad wir uns gegenseitig lieben oder hassen? Wenn wir unsere Beziehung in Gold, Silber oder der nationalen Währung, in Ampere oder Kilogramm messen könnten, wäre es wunderbar. Dann würden wir wissen, wie eine Gesellschaft aufzubauen ist, so dass der richtige Charakter der persönlichen und globalen Beziehungen in der Gesellschaft gegeben wäre. Aber das Problem liegt darin, dass solche Berechnungen nicht möglich sind – und erst heute stellt man das fest.

Die Menschheit hat immer wieder nach Kriterien gesucht, nach denen Gefühle und Gedanken, Liebe und Hass, Beziehungen zu Kindern, Nachbarn, Fremden zu beurteilen sind … Wir befinden uns im Netz der Kräfte, und das ist das Verlangen, welches ständig zwischen uns in Tausende von Vektoren und Richtungen gebrochen wird . Damit beschäftigen sich verschiedene Studienfächer, zum Beispiel Psychologie, Soziologie, und obwohl sie auf etwas basieren, haben wir trotzdem keine klaren Kriterien. Und deswegen leiden wir im Leben.

In der Tat, nicht alles wird in Geld gemessen, aber wenn man etwas messen kann, ist es gut und nützlich, hilft die Stärke und die Fähigkeiten des Menschen zu beurteilen. Ungeachtet der egoistischen Verzerrungen liegt darin ein gesunder Kern. Zum Beispiel, die Amerikaner sagen so: „Dieser Mann ist drei Millionen Dollar wert.“ Das Geld soll ein Maßstab sein, aber es ist bereits die Messung, und missachten sollte man das nicht. In der menschlichen Gesellschaft ist es sehr wichtig, alles zu bewerten.

Und deswegen verbirgt sich hinter den Werken von Marx eine tiefe Philosophie. Er schrieb nicht einfach so über das „Kapital“. Als die industrielle Entwicklung die Menschen aus Dörfern in die Städte nach sich zog, als die Beziehungen intensiver wurden, als die Hersteller damit begannen, die industrielle Technologie zu entwickeln, als breites Handeln aufkam – war es irgendwie möglich, die neuen Beziehungen zu messen. Marx hat eine erste Arbeit in diese Richtung geleistet. Wo er falsch gelegen hat – ist ein anderes Thema, aber sein Ansatz ist sehr tiefgreifend und umfangreich.

Wie können wir die Beziehungen zwischen uns messen – dieser Ansatz ist das Fundament der Wirtschaftwissenschaften. Man muss verstehen, wie wir uns selbst und andere mit Mitteln für den Lebensunterhalt versorgen, wie wir uns verbinden, um uns gegenseitig im eigenen Interesse zu füllen, wie verflochten das Netz unserer Beziehungen ist.

Wenn die Beziehungen zu wachsen beginnen, bedeutet das, dass in ihnen bald ein großer egoistischer Defekt aufgezeigt wird, welchen wir korrigieren müssen.

Und so geschah alles. Tausende von Jahren hat sich jeder um sich selbst und seine unmittelbare Umgebung gekümmert, ohne besondere Verbindung mit anderen. Aber dann begann die gegenseitige Beziehung stärker zu werden, vor allem durch das jüdische Volk, das aus der Vertreibung kam. In verschiedenen Ecken der Erde verstreut, behielt es seine Sprache und hielt den Kontakt zwischen den verschiedenen Gemeinden, und spannte neue Pfade durch die ganze Welt. Und schließlich, vor drei Jahrhunderten, begann die industrielle Revolution, begleitet von einem großen Handelsaufkommen auf internationaler Ebene.

Dieser Prozess ist auf die Korrektur gerichtet – auf die Tatsache, damit wir zu einem Ganzen werden und die geistige Welt sich in der richtigen Wechselbeziehung zwischen uns enthüllt. Allerdings müssen wir zunächst seine Verdorbenheit in der derzeitigen Phase an den Tag bringen. Wir entdecken zwischen uns den barbarischen Zustand des zerbrochenen Parzufs Adam Rishon – globale verhängnisvolle Beziehung, welche uns zum Untergang führt.

Auch im Altertum hat Adam dies zuerst enthüllt, und zwanzig Generationen später in Babylon erkannte die Menschheit zum ersten Mal die schrecklichen Fesseln, welche sie umwickelten.

Und so wollte Marx uns das Ausmaß unserer Beziehung aufzeigen und sie bemessen. Er stand gerade am Ursprung der modernen Industrie und des Handels, zu Beginn des Prozesses der Globalisierung, der uns zu einem einzigen globalen „Dorf“ verwandelt hat. Es ist kein Zufall, dass „Kapital“ heutzutage wieder so beliebt ist – wir kehren zur Pointe zurück und bewerten die Rolle von Marx aufs Neue. Seine Berechnungen baute er in den Manufakturen des 19. Jahrhunderts auf, die für ihn eine Art „Labor“ gewesen waren, und dennoch hat er eine richtige Tendenz aufgefangen, welche heute sehr schlimme Formen annimmt.

Innerlich global werden

Zuallererst müssen wir unser Paradigma, unsere Lebens- und Weltanschauung, ändern. Ich muss mich innerlich ändern, die „Boot-Diskette“, das Muster für die Bewertung meiner selbst, der Welt und der Gesellschaft erneuern. Ohne den Menschen zu ändern, werden wir die Welt nicht ändern können. Denn die Welt ist eine Kopie des Menschen.

Die menschliche Natur ist das Fundament, auf dem die Gesellschaft, die Umwelt, die Bildung, die Kultur, die Wirtschaft und alle anderen Lebensbereiche aufgebaut werden. Die Welt ist die äußerliche Projektion dessen, was sich im Inneren eines Menschen verbirgt. Aus diesem Grund soll gerade der Mensch geändert werden, nur darauf sollen alle Anstrengungen ausgerichtet werden.

Die Ursache liegt nicht in der Wirtschaft, nicht in der Industrie und nicht in der Bildung. Alles wird sich normalisieren, wenn der Mensch sich ändert. Und dafür muss er erzogen werden. Die Erziehung ist der Kern der inneren Umgestaltung des Menschen. Keine äußerlichen „heißen Umschläge“ werden helfen.

Vielleicht sollte man sich zu diesem Zweck an die UNO, an die UNESCO und an die Regierungen wenden mit der Erklärung, dass unsere einzige Aufgabe darin besteht, den Menschen zu ändern. Denn anderenfalls wird er die Welt nicht ändern können.

Das ist der Grund, warum die besten Köpfe der Menschheit heute nicht verstehen, wie man verfahren und was man ändern soll. Wir sind an einer Stufe angelangt, die von uns neue qualitative Veränderungen erfordert. Von nun an müssen wir in unserer Welt mit Hilfe eines Mittels namens „Bürgschaft“ agieren. Nur gemeinsam – alleine schaffst du es nicht.

Zum Beispiel im Fall eines Erfolges stellt der Mensch, der sein Geschäft eröffnet, fest, dass sein Gewerbe mit dem Gewerbe der ganzen Welt verbunden ist, und deshalb müssen diese auch berücksichtigt werden. Andernfalls wird der Erfolg ausbleiben.

Von nun an kannst du keinen einzigen Schritt machen, ohne das gesamte globale Systems zu berücksichtigen. Aus diesem Grund musst du selbst im Inneren global, vereint mit allen sein.

Aber ich bin nicht global. Was soll ich tun? Werde ich etwa keinen Erfolg haben? So ist es. Das ist ein unveränderliches Gesetz. Ohne die integrale gegenseitige Beziehung wird dir nichts gelingen. Schaue mal, wir tauchen bereits in eine Multikrise ein. Und es gibt nur einen Ausweg daraus – sich selbst zu ändern.

Wie kann ich mich ändern? Wie „formatiere“ ich mich selbst? Wie kann ich mich selbst einer Gehirnwäsche unterziehen? Wie deinstalliere ich die alte Software und wie installiere ich eine neue? Denn von nun an muss ich mit allen anderen ein gemeinsames Gefühl, einen gemeinsamen Verstand haben, damit meine Handlungen naturgemäß im Einklang mit dem

neuen Zustand sind. Meine eigene Natur muss sich ändern.

Die Umsetzung erfolgt durch das „Licht, das zur Quelle zurückführt“. Die Menschen werden es so oder so finden, vielleicht durch große Leiden, aber es gibt keine andere Wahl. Du musst dich ändern, damit die Welt sich ändert, und du hast die Mittel dazu.

Doch um dieses Licht erreichen zu können, musst du das Böse erkennen, um zu verstehen, was dir fehlt. „Ich muss mich ändern!“ Aber woher weißt du es? Und wie genau kannst du dich ändern? Hast du bereits ein ausformuliertes Verlangen? Noch nicht.

Und deshalb wurde dir ein Arbeitsfeld (die Gruppe) gegeben, ein Mittel (die Wissenschaft der Kabbala) und die Anleitung (der Lehrer). Bitte fang an zu handeln, schalte dich in das System der Bürgschaft ein, fang an, dieses System zu spielen, um den Mangel zu entdecken, den es zu korrigieren gilt. Dann wirst du etwas haben, womit du dich an das Licht wenden kannst, um korrigiert zu werden.

Du muss noch nicht einmal irgendwohin gehen: in dem Maße, in dem deine Verlangen eine Form annehmen und klarer werden, beginnt es von allein zu wirken. Schließlich befindest du dich in ihm, und deshalb funktioniert es entsprechend deinen Bemühungen. Sobald du etwas in dir aufgebaut hast, wirkt es sofort auf dich ein. Und so veränderst du dich nach und nach, selbst ohne jene Räder zu sehen, die sich in dir drehen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 13.07.2011

Die Welt ohne Grenzen

Eine Frage: Wenn es Frieden auf der Welt geben wird, dann wird überall eine und die gleiche Lebensqualität sein? In Moment reisen die Menschen in der ganzen Welt um Arbeit zu finden. Kann danach Jeder in seiner Heimat bleiben und gut leben?

Die Antwort: Wenn es auf der Welt Frieden geben wird, dann wird die ganze Welt verschwinden, denn die „Welt“ (Olam) bedeutet „Verborgenheit“ und es wird sie nicht mehr geben, alle werden zur der Welt der Unendlichkeit aufsteigen. Unsere heutige Empfindung der Realität wird verschwinden.

Aber noch befinden wir uns im Prozess der Korrektur und empfinden uns in unseren „Welt“, in der Verborgenheit, in der nicht korrigierten Wirklichkeit und der Unterschied der Lebensqualität der Menschen bleibt. Denn unsere Welt ist die Projektion der höheren Welt.

Wenn wir in der höheren Welt die Korrektur hervorrufen, Vereinigung mit dem Licht (Siwugim), dann werden in der Welt die Folgerungen wie das Leiden oder die Freude, empfunden.

Wenn wir in der Welt Azilut nur die positiven Prozesse hervorrufen, die Erläuterungen, wird der Prozess der Korrektur wie eine richtige Uhr ticken, und wir werden uns in unseren Welt auch gut fühlen.

Doch haben wir die Korrektur noch nicht beendet und deshalb existiert unsere Welt in unserer Wahrnehmung, und nicht alle ihre Teile sind gleich.

Wenn in unserer Welt der Frieden herrscht, so denke ich, wird der Mensch keine Abhängigkeit von seinem Lebensraum fühlen. Die Welt wird so vereint sein, alles in einem Gedanken. Und wird sich so ergänzen, dass jeder einen Platz nach seinen spirituellen Kräften finden kann, um auf die verschiedenen Teile unseren Planeten einwirken.

Denn unser Planet ist die Folgerung der höheren Kräften. Ich werde auf einmal fühlen, welcher Platz für mich am besten passt. Ich werde dahin ziehen, denn der Platz wird genau nach der spirituellen Erdkunde, zu dem Kern meiner Seele passen.

In der Zeit, in der Bewegung, im Raum werde ich nur solche Handlungen vollbringen, zu denen mich die höhere Kraft, welche meine Korrektur leitet, verpflichtet. Das heißt der Frieden und die Vollkommenheit.

Wenn wir uns der spirituellen Korrektur nähern, werden wir keine Kriege mehr um irgendwelche Gebiete führen! Jeder wird fühlen, wohin er gehört!

Alle Grenzen werden verschwinden und der Mensch wird übereinstimmend mit dem Kern seiner Seele leben, wie ein Elektron im Kraftfeld, der nach seinem Gleichgewicht strebt.

Nicht die Form, sondern der Kern

Eine Frage, die ich erhielt: Sollte ich die kabbalistischen Texte in Herbräisch lesen, auch wenn ich nichts verstehe?

Meine Antwort: Hier ist es wichtig, wie weit sich der Mensch mit der Idee selbst begeistern kann.

Deswegen ist es wert, das Buch in einer nicht verständlichen Sprache zu lesen. Er sollte gefühlsmäßig mit uns sein und nicht grammatikalisch.

Die geometrischen Formen der Buchstaben existieren nur in unserer Welt. Auf einer höheren Stufe ist es schon keine Geometrie mehr, sondern es sind Eigenschaften, die nichts mit dem Umriss der jetzigen Buchstaben zu tun haben. Dort gelangen die Konturen der Buchstaben in die Empfindung.

Wenn der Mensch also die hebräische Sprach nicht beherrscht, sollte er in jeder beliebigen Sprache den Unterricht anhören, welche ihm erlaubt in den Kern einzudringen.

Und überhaupt gehören diese Buchstaben nicht der hebräischen Sprache an, sondern repräsentieren die Symbole der zwei Kräfte Chassadim und Hochma, das Nehmen und das Geben, die sich miteinander auf verschiedene Art und Weise vereinen.

Auf Hebräisch ist der Buchstabe (ot, אות) auch ein Symbol. Vor uns sind nicht hebräische Buchstaben, sondern geometrische Formen, die verschiedene Verhältnisse und Zusammensetzungen der zwei Eigenschaften bezeichnen.


Aus einem Sohar-Unterricht. das Vorwort, 19.12.2010

Der Weg zum Palast des Schöpfers

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, den Zustand des spirituellen Aufstiegs zu schätzen?

Meine Antwort: Der Aufstieg ist ein Zustand, in dem ich alles, was mit mir geschieht, rechtfertigen kann – wenn ich Freunde und die Gruppe rechtfertigen kann, weil ich in ihnen Engel sehe, die mir helfen, meinen freien Willen umzusetzen und das Ziel zu erreichen.

Aus den Elementen dieses Zustandes kann ich mich selbst und meine Beziehung dem Schöpfer gegenüber, der sich innerhalb dieses Zustandes enthüllt, aufbauen.

Die Komponenten meines Zustandes sind die Gruppe, das Zuhause, die Arbeit, das Studium, die Gesundheit usw. Ich muss alles als zweitrangig bezüglich der Gruppe einordnen, ich muss alles zusammenpacken und mich damit in die Gruppe einordnen, obwohl sie nur eine Komponente von vielen ist.

Und in ihr kläre ich ebenfalls sehr viele Komponenten, bis ich mich nur für eine entscheide – das Verlangen, den Schöpfer zu erreichen.

Ich dringe in meiner Arbeit und in meinen Klärungen immer tiefer, zum Kern, durch, als ob ich von Weitem dem Königspalast immer näherkommen würde, bis ich ihn erreicht habe.

Ich richte mich immer mehr auf den Zielpunkt aus und überprüfe die Richtung, bis ich das Ziel erreicht habe.

Zuerst glaube ich, dass um mich herum eine ganze Welt existiert, und später sehe ich nur die Gruppe und verschiedene Situationen innerhalb der Gruppe, bis ich zu einem ganz einfachen Schema komme, dass alles um mich herum Engel, Kräfte, sind, die mich auf den Schöpfer ausrichten und mir helfen, zu Ihm zu kommen.

Was ist das für eine Gruppe – ist das die lokale Gruppe, die mir am nächsten steht, oder die Weltgruppe? Gruppe bedeutet alle Seelen. Wir fangen mit der ganzen Welt an und engen dann den Kreis ein.

Die Gruppe beginnt für mich mit den physischen Körpern, mit den mir bekannten Menschen weltweit, die ich als durch ein gemeinsames Ziel verbunden empfinde.

Das sind Menschen, die mich verstehen und fühlen, ich muss sie nicht von Angesicht kennen, es ist unwichtig. Doch in der spirituellen Welt befinden wir uns in einem gemeinsamen System. In dieser Welt müssen wir uns noch nicht einmal getroffen haben, doch in der spirituellen Welt sind wir vereint.

Das ist die rettende Möglichkeit – zweifelsohne sind wir miteinander verbunden, unterstützen einander und hängen voneinander ab.

Und das sind nicht nur Menschen, die in meiner Generation leben und sich im Moment in dem gleichen Zustand bezüglich des Schöpfers befinden, sondern auch alle Kabbalisten der Vergangenheit, angefangen mit Adam, der als erster vor 5770 Jahren den Schöpfer enthüllte und den freien Willen umsetzte.

Von diesem Moment an begann die Schöpfung, der Punkt des Verlangens, ihren Weg zur Erreichung der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Seit dem gehören alle Kabbalisten, die mit diesem Ziel verbunden sind, dem gleichen System an, unabhängig davon, auf welcher Stufe der Leiter sie sich befinden.

Und die Menschen, die in diesem System noch nicht aktiv arbeiten, gehören ebenfalls dazu, wir müssen sie nur erwecken.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 06.09.2010

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