Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kapitel'

Schwierigkeiten werden nur den Starken gegeben

Eine Frage, die ich erhielt: Es scheint, dass die Korrektur eine aktive Handlung ist, jedoch lesen wir nur den Sohar und das ist alles. Was haben wir hier zu bewältigen?

Meine Antwort: Alle Korrekturen werden vom Licht gemacht, nicht von dir. Du überwindest nur die fremden Gedanken, die dich an der Forderung nach den Offenbarungen des Schöpfers hindern, was für dich erforderlich ist, um wie Er zu werden.

Solltest du noch nicht mit fremdartigen Gedanken geplagt werden, während wir das Kapitel über die Flut im Sohar lesen, dann bist du noch nicht bereit, diese Gedanken zu überwinden. Wenn du ein rechtschaffener Mensch wirst, wirst du spüren, wie „das Wasser der Flut“ sich gegen deine Rechtschaffenheit erhebt und versucht, dich aus der Bahn zu werfen und dich in deinen Egoismus einzuhüllen.

Es lohnt sich, anzuhalten und darüber nachzudenken, warum diese störenden Gedanken nicht in dir entstehen. Das bedeutet nicht, dass du sie jetzt absichtlich aufspüren musst, aber wenn du versuchst, rechtschaffen zu sein, wirst du verstehen, wie sehr du noch ein Sünder bist.

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Eine Wand ist der einzige Ort, um eine Türe zu finden

Sohar, Kapitel „Komm zum Pharao“, Punkt 41: Dieses monströse Krokodil erscheint in der Quelle (Keter)des Nilflusses und wird immer kräftiger darin. Es schwimmt und gelangt bis zum Meer, Malchut de Azilut, wo es allerlei Arten von Fische verschlingt, welche Stufen innerhalb des Meeres darstellen und ihm untergeordnet sind. Es herrscht über sie und verschlingt sie. Sie werden in seinem Innern vervollständigt und es kehrt zum stillen Nil zurück.

Es ist sehr schwer für uns, sich diese Dinge in uns vorzustellen! Wo ist das Verlangen, das man „Nil“ nennt und wo ist das „Krokodil“ in mir – wo ist all dies? Wir wissen nicht, was wir über diese Eigenschaften denken und welches Bild wir uns vorstellen sollen, wenn wir über die 10 Sefirot, die 10 Flüsse (einer davon ist Keter und alle anderen sind unter ihm) und über alle Arten von Ungeheuern lesen.

Doch es spielt keine Rolle, dass wir darüber nichts Genaues sagen können. Es ist sogar besser, wenn wir uns kein Bild über den Sohar machen können. Es ist besser, als wenn wir uns etwas, das wir kennen, vorstellen würden, worüber wir bereits ein Konzept haben. Wenn wir über Moses, die Bundeslade, den Tempel, Pharao, Schafe, Kühe, usw, lesen, wissen wir nicht, was dies alles wirklich ist und deshalb stellen wir uns dies nur als Eigenschaften vor.

All diese Namen sind nicht von Bedeutung, da dahinter spirituelle Eigenschaften stehen, von welchen wir noch keine Ahnung haben. Wir versuchen, etwas zu lernen, das unmöglich zu begreifen ist.

Deshalb müssen wir verstehen, dass unsere Bemühungen niemals erfolgreich enden werden. Wir sollten uns darüber keine Illusionen machen. Vielmehr wird unser Erfolg kommen, wenn wir einer undurchdringlichen Wand gegenüber stehen und erkennen, dass wir nicht wissen, was die spirituellen Eigenschaften bedeuten, trotz aller Anstrengungen, die wir gemacht haben, um sie zu enthüllen.

Wenn wir das notwendige Maß an Anstrengung vervollständigen (genannt „Se´a„), wird unser Gefäß überfließen und die spirituelle Welt wird sich uns enthüllen, entsprechend dem Gesetz, „Ich habe mich bemüht und habe gefunden“ (Higati ve Matzati).