Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kampagne'

Greta Thunberg und aktuelle Lösung für Umweltprobleme

„Ihr habt meine Träume und meine Kindheit mit euren leeren Worten gestohlen. Dennoch gehöre ich noch zu den Glücklichen. Die Menschen leiden. Die Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Beginn eines Massensterbens, und alles worüber ihr reden könnt ist Geld und das Märchen des ewigen Wirtschaftswachstums. Wie könnt ihr es wagen!“

Greta Thunberg, die schwedische Umweltaktivistin, spricht auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in einem direkten, hartnäckigen und unbeirrtem Ton über den weltweiten Protest junger Menschen gegen die Vernachlässigung der Klimakrise. Dieses Mädchen, das im Alter von 11 Jahren an Depressionen litt und zu sprechen aufhörte, bei dem das Asperger-Syndrom,eine Zwangsstörung und selektiver Mutismus diagnostiziert wurden, führt heute als 16-Jährige eine globale Jugendbewegung gegen das Ignorieren der Klimakrise an.

Gretas Stimme ist zur Stimme von Umweltaktivisten auf der ganzen Welt geworden, und sie hat weltweit mehr als vier Millionen Menschen dazu bewegt, auf die Straße zu gehen. Aber diese bewegende Naivität nutzen viele als Gelegenheit, um ihre eigenen Interessen voranzutreiben. So funktionieren die Dinge in der egoistischen Welt, in der wir leben. Alles ist kalkuliert, interessenbasiert und zahlt sich letzten Endes für jemanden aus. Auch das farbenfrohe Plakat, das Greta auf den leeren Plätzen der Hauptstädte dieser Welt hochhält, gehört zur Kampagne.

Ich habe nichts gegen sie oder diejenigen, die hinter ihr stehen, einzuwenden. Ich persönlich hätte ihr den Friedensnobelpreis verliehen, für den sie kandidiert. Denn aufgrund der positiven Botschaften, die ihrem und einem Viertel der Menschheit gemeinsamen grünen Protest entspringen, beginnt vielleicht die Welt dem zuzustimmen, dass es hier ein ernstes Problem gibt, dass wir den Naturgewalten nicht entkommen können, dass die globale Erwärmung das Resultat einer Schwäche der Menschheit  und ein Großteil der Klimakrise  vom Menschen direkt oder indirekt verursacht ist.

Auf diese Weise werden zwei Arten der Natur offenbar: die global verbundene Natur und die egoistisch getrennte Natur, die ohne jegliche Wechselbeziehung zwischen den beiden bleibt. Auch ist es so, dass menschliche Verbindungen die Beziehung zwischen allen Teilen der Natur beeinflussen, weshalb wir uns in erster Linie an den Naturgesetzen ausrichten müssen.

Das gesamte Ökosystem funktioniert nach einem ganzheitlichen Prinzip der Wechselbeziehungen, und die Klimakrise, die den Menschen plagt, hat ihre Ursache allein im menschlichen Handeln. Sie ist jedoch nicht das Ergebnis dessen, was wir mit unseren Händen und Füssen tun oder welche Art von Nahrung wir zu uns nehmen. Solange unsere egoistische Natur ungezügelt und außer Kontrolle bleibt und sich in der UNO niemand wirklich ausser zum Schein, um das globale ökologische Gleichgewicht kümmert, können wir uns vom Planeten Erde verabschieden.

Die grundlegende und wichtigste Lösung, um die Natur ins Gleichgewicht zu bringen, liegt in der Stärkung positiver zwischenmenschlicher Verbindungen über das zunehmend wachsende Ego hinweg. Der negative Einfluss der Trennung zwischen uns durchdringt alle unbelebten, pflanzlichen und belebten Ebenen der Natur. Wie die Kabbalisten schrieben: „Der Mensch ist eine kleine Welt, die Welt ist ein großer Mann.“

Deshalb, liebe Greta, liegt das Heilmittel für die globalen Phänomene in der Art und Weise unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn wir wirklich gemeinsam eine Korrektur im zwischenmenschlichen Bereich fordern, werden wir Erfolg haben. Hierin bin ich mit dir einer Meinung.

Offener Brief an die G20: Wegbeschreibung aus der Krise


Ein offener Brief an die Führenden der G20 im Hinblick auf ihr Treffen am 2. April in London

Thema: Der Zustand der Welt

Liebe Führer der G20,

mein Name ist Michael Laitman, ich bin Professor für Ontologie, PhD in Philosophie und Kabbala sowie Master of Science in medizinischer Biokybernetik. Ich bin Gründer und Präsident von Bnei Baruch, eine in Israel gegründete internationale Organisation mit Zweigstellen in Nordamerika, Zentral- und Südamerika und Europa (Ost und West). Auf meiner Webseite www.kabbalah.info gebe ich einer Zuhörerschaft von 2 Millionen Menschen weltweit täglich kostenfreien Unterricht in Kabbala und Spiritualität. Der Unterricht wird simultan in sieben Sprachen übersetzt: Englisch, Spanisch, Hebräisch, Russisch, Französisch, Türkisch und Deutsch. Ich besitze auch den Fernsehkanal 66 beim israelischen Satelliten- und Fernsehprovider YES.

Ich schreibe Ihnen in ernster Sorge um die Zukunft der Welt. Der Grund, warum ich mich an Sie wende, liegt in meiner Überzeugung, dass Sie die einzigen sind, die eine sichere Welt garantieren können, in der alle Menschen ungeachtet ihrer Religion, Herkunft, Geschlecht oder Nationalität ein Leben in Frieden, Gesundheit und Unabhängigkeit führen können.

Ich möchte zunächst meine tiefsten Respekt und meine Bewunderung für Ihre Initiative zum Ausdruck bringen, durch die Sie sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene dafür einsetzen, diese mehrdimensionale Krise, der wir derzeit ausgeliefert sind, zu lösen. Wie Sie selber schon öfters in Ihren Ansprachen erwähnten, liegt die Einmaligkeit der heutigen Krise in der Globalisierung. Daher ist auch eine globale Lösung von Nöten. Doch bevor ich meinen Lösungsvorschlag präsentiere, möchte ich kurz auf die Ursachen der Krise eingehen.

Die Wurzel der Krise – das globale Ego

Wenn wir die Menschheitsgeschichte analysieren, wird offensichtlich, dass die Menschheit durch die Kraft des egoistischen Wunsches, welcher sich in uns seit Anbeginn der Zeit entwickelt, angetrieben wird. Mit der Entwicklung dieses Wunsches erfanden wir immer ausgefeiltere Methoden, ihn zu befriedigen.

Im 21. Jahrhundert aber änderten sich die Spielregeln. Wir wechselten von einer „persönlichen“ Entwicklung zu einem integralen System, in welchem alle Teile voneinander abhängig sind. Das Ego, welches unser Hauptantrieb war, wurde zu einem globalen Ego, welches uns alle in einem Teufelskreis verbindet. Von dem Moment an, als wir uns zu einem globalen und integralen System vereinten, wurden wie bei jedem anderen System in der Natur unsere Stärke und Zukunftsfähigkeit von dem gegenseitigen Verantwortungsgefühl aller Menschen abhängig.

Ein Problem wurde offensichtlich: Während unsere Beziehungen immer mehr in einander griffen, verhielten wir uns selbst aber nach wie vor egoistisch – daher die Krise.

Die Lösung – Bildung
Das geschlossene System der Zivilisation treibt uns dazu, die Wichtigkeit einer bewussten Beteiligung der gesamten Menschheit zu erkennen. Unsere gegenseitige Abhängigkeit nötigt uns dazu, dass wir alle dieses System verstehen und uns rücksichtsvoll den anderen gegenüber verhalten.

Daher setzt die Lösung der Krise eine Veränderung des Bewusstseins aller Menschen voraus. Jede Person muss erkennen, dass in einer globalisierten Welt das Schicksal des einzelnen in seiner Einstellung den anderen gegenüber liegt.

So wie wir ein Bildungssystem etabliert haben, das unsere Kinder auf das Leben vorbereitet, müssen wir nun ein globales System erschaffen, das erklärt, wie die Menschen ihr Leben in einer neuen globalisierten Welt leben sollen – entsprechend dem Prinzip aller Religionen „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Wenn wir so ein System etablieren, werden wir umgehend den Heilungsprozess der Gesellschaft spüren, denn wenn sich die Menschen der neuen Gesetze der Welt gewahr sind, werden sie sich zueinander auf neue Art und Weise verhalten, in Fürsorge.

Wir müssen die Wirtschaftssysteme und die politischen Systeme erneuern, denn alle anderen Systeme werden sich entsprechend unseres Bewusstseins der Verbundenheit bzw. unserer Vernetzung anpassen.

Wir sind mit einer facettenreichen globalen Krise konfrontiert. Daher benötigen wir eine globale Bildung, um richtig auf die diversen speziellen Krisen zu reagieren.

Der Arbeitplan

Weil die überwiegende Mehrheit der Menschen sich durch die öffentliche Meinung beeinflussen lässt, müssen wir, um den Fokus der Menschheit auf eine konstruktive Geisteshaltung zu verlagern und um ein neues Wertesystem zu erschaffen, die Kraft der Gesellschaft nutzen.

Daher schlage ich folgende Schritte vor:

  • Ein internationales unpolitisches Bildungszentrum zu etablieren, in dem sich berühmte Wissenschaftler der harten Wissenschaften und der politischen Wissenschaften der ganzen Welt versammeln. Diese Experten werden eine Vielfalt von erläuterndem Inhalt über den neuen Zustand der Welt entwickeln und mit den Medien zusammenarbeiten, um ihre Ansichten zu publizieren.
  • Eine Arbeitsgruppe bilden, die die Pläne zur Erhöhung des sozialen Bewusstseins auf der ganzen Welt fördern.
  • Bestimmen, dass jedes Medium Programme produziert, die die Menschen über unsere Vernetzung informieren und dies mindestens 30 Minuten täglich zur Hauptsendezeit.
  • Alle großen Werbeagenturen darüber in Kenntnis setzen, dass Werbungen, die einen negativen Effekt auf die Gesellschaft haben können, nicht im öffentlichen Radio und TV ausgestrahlt werden.
  • Zusätzlich sollten wir eine von den Regierungen unterstützte Kampagne starten, die aufklärende Informationen über das Ausmaß unserer Vernetzung bzw. Verbundenheit anbietet.
  • Jede Schule dazu verpflichten, in ihrem Lehrplan Hinweise zu den Regeln, die sich aus der neuen Gesellschaft ergeben, aufzunehmen. Damit einher sollte es einen täglichen Unterricht geben, in dem Studenten die menschlichen Beziehungen, die in einem globalisierten Zeitalter vorherrschen, diskutieren können.
  • Preise und andere finanzielle Zuwendungen für Produktionen in Literatur, Kunst, Kino, Theater und Journalismus entsprechend dem Ausmaß ihres Nutzens für die Gesellschaft vergeben.

Als Anführer der größten Länder könnten Sie die Institution einer globalen (Aus-)Bildung einführen, die die Welt so verzweifelt braucht.

Indem Sie das tun werden die Länder nicht nur ihre Sorge um die Menschheit beweisen sondern sie sogar vorantreiben.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Laitman

„Es gibt wahrscheinlich keinen Gott“, behauptet eine neue britische Anzeigenkampagne


In den Nachrichten (von BBC News): „Eine atheistische Anzeigenkampagne wurde auf Bussen quer durch Britannien gestartet“. Die Sponsoren der Kampagne waren außer sich über die maßlose religiöse Propaganda. Ihr Slogan lautet: „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Hört auf, euch Sorgen zu machen, und genießt euer Leben!“
Mein Kommentar: Es gab eine Zeit, da beruhigte die Religion die Menschen, indem sie ihnen psychologisches Wohlgefühl, Sicherheit und Hoffnung gab. Aber seit langem schon beutet die Religion die Menschen aus statt sie zu unterstützen. Der bürokratische Apparat, den sie geschaffen hat, geht sogar noch weiter.
Das Bestreben, das Denken ihrer Mitglieder zu beherrschen, definiert die heutige Religion. Sie ist ein politischer Machtfaktor. Es spielt keine Rolle, ob es einen Gott gibt oder nicht. Befreit zu sein vom Zwang psychologisch-religiöser Gehirnwäsche, ist bereits ein Weg zu innerem Frieden.
Die Kabbala sagt, dass es keine kommende Welt gibt (oder ein „Jenseits“, das nach unserem physischen Tod auf uns wartet). Es gibt nur das, was wir in dieser Welt enthüllen. Das, was man über die fünf physischen Sinne hinaus erreicht und enthüllt hat, wird man als Bewußtsein behalten – auch wenn der Körper mit seinen fünf Sinnen stirbt. Diese Wahrnehmung wird für immer bleiben, weil Geben und Liebe über dem Egoismus stehen und einen Menschen über Zeit, Raum und Bewegung hinausheben.
Die Stufen, die ein Mensch in diesem Universum erreichen kann, sind folgende:

Olam haSe – „Diese Welt“, die innerhalb des Egoismus wahrgenommen wird, auch Stufe von Malchut genannt.

Olam haBah – „Die kommende Welt“, in der Kabbala bekannt als die Stufe von Abba we Ima der Welt Azilut.“ Ein Kabbalist erreicht diese Stufe während seines Lebens. Und wer sie nicht erreicht, muss wiedergeboren werden.

Le Atid Lawo – „In der kommenden Zukunft“ ist die Stufe von Arich Anpin der Welt von Azilut. Sie sollte ebenfalls während dieses Lebens erreicht werden.

Gmar Tikun – „Das Ende der Korrektur“ (des Egoismus). Hier erreicht der Mensch „die Welt der Unendlichkeit“, in der alles unendlich korrigiert ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Ist Atheismus mit der Kabbala vereinbar?
Artikel: Erkenntnis der Einheit der Schöpfung

Obama wird sich ändern müssen – zusammen mit dem Leben

Nachrichten-Report: Ein Artikel mit dem Titel „2 Jahre nach dem Beginn der Kampagne – eine andere Welt„, der in der New York Times erschien, zeigt wie sehr sich die Welt damals, als Obama im Februar 2007 Präsidentschaftskandidat wurde, von der heutigen Welt unterschied. Das war vor der Wirtschaftskrise, und die Lage im Irak und Mittleren Osten befand sich ganz am Anfang. Der Artikel stellt die Frage „Hat sich Obama, während die Welt sich verändert hat, zusammen mit ihr verändert?“

Mein Kommentar: Das Leben wird ihn dazu zwingen, sich zu verändern. Ich wünsche ihm allerdings, dass er so schnell wie möglich durch diese Veränderung geht – schließlich ist er der Engel des Schöpfers.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum Herr Obama vom Studium der Kabbala profitieren kann
Blog-post: Obama: Chance auf Hoffnung oder eine neue Enttäuschung?