Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Mythen über die Kabbala, Teil 1

Höre auf Sarah

Frage: Menschen behaupten, dass es nur den Juden erlaubt was, die Kabbala zu studieren, stimmt das?

Meine Antwort: Ich habe eine andere Frage: Wer sind diese „Juden“? Ursprünglich wurden diejenigen, welche die Weisheit der Kabbala studierten, Juden genannt. Menschen, die sich um den Vorvater Abraham versammelten, nannten sich selbst Juden. Er brachte sie vom altertümlichen Babylon in das Land Canaan. Das Volk von Israel stammt von dieser Gruppe „Juden“ (Yehudim), entstanden von dem Wort „Einheit/Verbindung“ (Yehud) ab. Dies ist der ursprüngliche Sinn des Begriffs „Jude“, er meint jenen, der sich der Kabbala verpflichtet hat.

Frage: Was ist, wenn ein türkischer-Muslim die Kabbala studiert?

Meine Antwort: Es spielt keine Rolle, wer er ist. Es gab viele Stämme und verschiedene Gemeinschaften im historischem Babylon. Diejenigen, die sich Abraham anschlossen, wurden „Juden“. Im Wesentlichen gehört ein Jude keiner Nationalität an. Es kann einer Franzose sein und ein Jude sein/werden. Um eine Jude zu sein muss man nicht von bestimmten Eltern abstammen, sondern vielmehr einer Idee angehören, die das Bestreben hat, den Sinn des Lebens mit der Absicht sich zu entwickeln, zu finden.

Jude ist ein spiritueller Begriff, deshalb kann jeder Mensch ein Jude sein. Ein Franzose oder Deutscher, der sich der höheren Kraft zuwendet (dem Schöpfer, der Gut und Gutes tuend ist), dem nichts anderes bleibt, außer sich nach dieser Kraft, dem Gesetz von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu widmen, ist ein Jude. Dies wird als das Judentum (Yehudiut) bezeichnet.

Frage: Kann eine Frau Kabbala studieren? Gab es in der Vergangenheit kabbalistische Frauen?

Meine Antwort: Sicher! Alle jüdischen Urmütter und Prophetinnen waren Kabbalistinnen. Bis zu der Zerstörung des Tempels, besaßen Männer wie Frauen des israelischen Volkes spirituelle Kenntnisse. Sie lebten gleichzeitig in der Empfindung der zwei Welten in einer Gesamtheit.

Frage: Heißt das, dass es in der Kabbala keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt?

Meine Antwort: Es gibt einen Unterschied. Wie in unserer Welt gibt es zwischen Mann und Frau einen Unterschied betreffend die Wahrnehmung der Wirklichkeit und das Verhalten. Allerdings erfahren beide in Bezug auf die Höhere Kraft und das Schöpfungsziel die gleiche Lenkung. Jeder Mensch kann Kabbala studieren, unabhängig von seiner Nationalität und seinem Geschlecht. In früheren Jahrhunderten gab es Prophetinnen wie Huldah, Deborah, Miriam und die Urmütter der jüdischen Nation. Ihre spirituellen Stufen waren nicht geringer als die der Männer, sogar höher. Der Schöpfer sagte nicht grundlos zu Abraham „Höre auf das, was dir Sarah sagt“.

Aus dem israelischen Radioprogramm 103 FM, 28/2/16

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Gibt es Frauen hinter dem Machsom?

Eine Frage, die ich erhielt: Können Frauen den Machsom überqueren?

Meine Antwort: Daran gibt es keine Zweifel! In unserer Geschichte gab es viele Frauen, die sich in der spirituellen Welt befanden.

Unsere Stammmütter, Prophetinnen waren bis zu den letzten Generationen unter uns, und wir wollen hoffen, dass sich das in unserer Generation wiederholen lässt.

Frage: Waren die Prophetinnen ebenfalls Kabbalistinnen?

Meine Antwort: Ein Prophet ist jemand, der mit dem Schöpfer spricht, und der Schöpfer wird mit Hilfe der Wissenschaft der Kabbala enthüllt. Wenn man kein Kabbalist ist, ist es unmöglich, Prophet zu werden, die Stufe der Väter zu erreichen.

Alle Frauen, von denen du in der Tora liest, verfügen über spirituelle Erkenntnisse und die Wahrnehmung des Schöpfers. Zum Beispiel Batya, deren Name „Tochter des Schöpfers“ (Bat Yud-Hej) bedeutet. Einerseits ist sie die Tochter des Pharao, andererseits hat sie Moses großgezogen. Woher sind diese rechtschaffenen Frauen gekommen, die solche Männer großgezogen haben?

Wie sehr es uns auch vorkommen mag, dass alles dank Männern geschieht, entwickelt sich die Geschichte mit Hilfe von Frauen. Wir lernen in der Wissenschaft der Kabbala, dass die Verbindung zwischen den Stufen, zwischen dem vorherigen und darauffolgenden Zustand durch die Nukwa, durch die Malchut eines jeden Parzufs, einer jeden Stufe erfolgt.

Darum gebärt der weibliche Teil immer den nächsten Zustand, die Verbindung wird von einem weiblichen Teil an den anderen über den männlichen Teil weitergegeben. Das ist dem, was in unserer Welt geschieht, entgegengesetzt.

Frage: Und wie überqueren Frauen den Machsom? Genauso wie Männer oder auf eine andere Art und Weise? Die Männer verbinden sich in der Gruppe, in Liebe zu den Freunden, das bezieht sich aber nicht auf die Frauen.

Meine Antwort: Frauen erhalten jene Bürgschaft, die Männer erlangen, und außerdem die Kraft des Schirms. Ihre Verbindung kann nicht die gleiche wie bei den Männern sein, weil jede von ihnen selbständig handelt, sie haben eine andere Form der Verbindung als Männer.

Der männliche Teil kann also keine Verbindung zwischen den Stufen ohne den weiblichen Teil erreichen, der weibliche Teil kann sich ohne die Hilfe des männlichen Teils nicht verbinden. Und aus diesem Grund befindet sich der Schöpfer gerade zwischen dem männlichen und dem weiblichen Teil. Anders werden wir Ihn nicht enthüllen können.

Moses hat 600 Tausend Männer zwischen 20 und 60 Jahren aus Ägypten herausgeführt, alle anderen waren Greise, Frauen und Kinder, deren Anzahl das Fünffache von der Anzahl der Männer betrug und ohne die es unmöglich war, voranzukommen. Aus diesem Grund führt Kabbala zur Korrektur der Familie und garantiert gerade der Frau eine schöne Zukunft.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 14.10.2010

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