Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wenn die Verhüllung endet


Wenn ein Mensch alle erforderlichen Bedingungen befolgt: Er studiert die authentischen Kabbalabücher, hat den richtigen Lehrer und die richtige Umgebung und strengt sich an, dann beginnt seine Seele sich mit der spirituellen Welt zu verbinden. Diese Verbindung wird durch das Umgebende Licht hervorgerufen und es wirkt auf ihn, sodass er allmählich beginnt, neue Eindrücke zu bekommen. Diese Eindrücke werden mit der Zeit immer stärker, bis seine Wahrnehmung vom vagen Umgebenden Licht sich in eine klare Enthüllung vom offenbaren Inneren Licht verwandelt.

Obwohl ein Mensch mit einem Verlangen beginnt, das bloß ein Punkt des Strebens zum Schöpfer gewesen ist, beginnt er nun durch dieses Verlangen eine ganz neue Wirklichkeit zu spüren. In diesem neuen Sinn empfängt er das Licht, dass jetzt für ihn offenbar ist. Es ist aber das gleiche Umgebende Licht, dass ihm vorher in einer unmerklichen, verhüllten Weise geleuchtet hat.

Ein Mensch beginnt die Handlungen des Lichts zu erkennen und mit Ihm wie mit einem Partner zusammenzuarbeiten. Die Zeit der Verhüllung und der Vorbereitung geht nun zu Ende und ein Mensch fängt mit einer klaren Wahrnehmung der spirituellen Welt an zu handeln.
(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

 

Studierst du die Authentische Kabbala?


Wenn jemand Kabbalabücher studiert, dann macht er, obwohl er nichts davon, was in ihnen geschrieben steht, verstehen kann, innere Veränderungen durch und allmählich beginnt er zu spüren, was in den Büchern steht. Dies wird das Studieren der Wissenschaft Kabbala genannt. Er beginnt die Beziehungen zwischen der Erfüllung und dem Verlangen der Seele (die Lichter und die Kelim) zu erkennen, „Welt-Jahr-Seele“ und „eine gebrauchsfertige Wirklichkeit“.

Wenn er anfängt, diese Bücher zu studieren und sie durch seine Vorstellung im Innern zu betrachten, dann studiert er die Weisheit der Kabbala – die Wissenschaft darüber, wie man seine Seele erfüllt, wie man die spirituelle Welt und den Schöpfer enthüllt, indem man seine Eigenschaften Ihm angleicht. Wenn ein Mensch jedoch diese Bücher liest und obwohl er wirklich versucht und sich bemüht, jedoch trotzdem nicht in der Lage ist, die Handlungen des Schöpfers in seinem Innern zu spüren, bedeutet dies, dass er die Wissenschaft der Kabbala nicht studiert. Er bereitet sich nur darauf vor.

Doch wenn er überhaupt keine Absicht hat, die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen, dann hat er keine Verbindung zur Spiritualität oder zur Tora. Er ist nur mit Wissen verbunden, weil er nicht zur Tora strebt. Die Tora ist das Licht, das einen zur Quelle zurückführt und es wirkt auf einen, wenn man danach verlangt, dass das Licht einen korrigiert, da man spürt, dass man Korrektur braucht.

Wenn also ein Mensch einfach Kabbalabücher liest, bedeutet das nicht notwendigerweise, dass er die Kabbala studiert. Er wird vielleicht einfach die Weisheit studieren. Deshalb wird alles in Bezug auf denjenigen, der studiert, behandelt. Wenn ich mir ein Buch nehme, auf dessen Titelseite „Tora“ oder „Kabbala“ steht, bedeutet dies nicht notwendigerweise, dass ich sie studiere. Alles hängt von mir ab und davon, was ich von diesen Büchern erwarte.
(Vom 3. Teil der täglichen Morgenlektion über die „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“)

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Die wahre Freiheit liegt darin, schneller zu einem „Menschen“ zu werden


Die Gesellschaft gibt dem Menschen Verhaltensbeispiele, in welchen er sein Ego ausspielen kann. Und sie fragt ihn niemals, ob er nach diesen Mustern leben möchte oder nicht. Er wird an bestimmten Orten auf der Erde geboren, und diese Tatsache bestimmt dann seine allgemeinen kulturellen Werte, die ihm von Kindheit an weitergegeben werden. Ob er es will oder nicht – er verinnerlicht diese Werte und hält sie bis zum Ende seines Lebens bei. Dazu kommt noch, dass die Gesellschaft ihm Belohnungen aus einem zukünftigen Dasein verspricht, doch nur, um ihn auszunutzen. In dieser Hinsicht besitzt er keine freie Wahl, keine Freiheit.

Dann erwacht der „Punkt im Herzen“ eines Menschen und Ernüchterung über sein bisher gelebtes Leben stellt sich ein. Es ist so, als beginnt er sein Leben neu, als schlägt er eine neue Seite auf. All seine vorherigen Werte relativieren sich, verschwinden am Horizont und verlieren ihre Wichtigkeit. Seine bisherigen Verhaltensmuster werden in Frage gestellt, weil sie für ihn keine Belohnung oder Strafe mehr bereithalten. Das einzige, was ihm noch bleibt, sind die Dinge, ohne die er nicht leben kann.

Ein religiöser Mensch wird auch mit Zweifeln an der kommenden Welt konfrontiert. Die Umstände bringen ihn zur Gruppe und zu Kabbala Büchern, und zwingen ihn zur Entscheidung: Wie sehr möchte er Teil dieser Gesellschaft und dieses Weges werden? Er ist nicht frei, diesen Weg zu wählen, aber er kann die Geschwindigkeit bestimmen, mit der er vorankommen wird. Er legt fest, wie viel Energie er dort hineinstecken möchte und wie schnell er die korrekten Beispiele von dieser Umgebung annehmen will, um die neuen Werte zu übernehmen.

Daher besteht unsere einzige Wahl darin, wie sehr man Teil des gesamten Vorgangs werden will: Will man schneller oder langsamer vorankommen? Was dies betrifft, so hat der Mensch freie Wahl: Er wählt, schnell die neuen Beispiele und Muster, die ihm von der neuen Gesellschaft gegeben werden, aufzunehmen.

Und obwohl er nur die Geschwindigkeit, mit der er all das Neue übernimmt, bestimmen kann, stellt dies dennoch die wahre Freiheit dar. Weil dieses über dem egoistischen Wunsch zu genießen liegt. Und auf diese Weise fängt er an, sich in einen wahren Menschen zu verwandeln.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

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