Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Judentum'

Kabbala ist für die ganze Welt


Frage: Warum enthüllen Sie dieses ganze geheime Wissen für Nichtjuden?

Meine Antwort: Ich nehme an, sie sind mit den originalen Quellen vertraut: Die Artikel “Das Horn des Messias“ und “Die Bürgschaft” von Baal HaSulam.

Die gegenseitige Bürgschaft (Arvut) innerhalb einer einzigen Nation ist fähig die Korrektur der ganzen Welt herbeizuführen. Andererseits können nicht alle Nationen gleichzeitig diese Korrektur durchführen. Wie die Weisen sagen: Der Schöpfer bot die Tora allen Nationen an (durch Abraham im alten Babylon), aber wegen der Größe ihres Egoismus und ihrer Selbstliebe waren sie unfähig sie zu akzeptieren. Sie nahmen das Geschenk nicht an.

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Die innere „Religion“ der Seele

Baal HaSulam benutzt die Wörter „religiös“ und „profan“ in seinen Artikeln für gewöhnlich nicht in dem Sinne, wie das in unserer Welt üblich ist.

„Religiöser“ Mensch im kabbalistischen Gebrauch bedeutet keinen traditionellen Begriff, der eine der Weltreligionen meint: Judentum, Islam, Christentum oder alle möglichen Glaubensrichtungen.

Als „religiös“ gilt derjenige, der sich danach sehnt während seines Daseins in dieser Welt korrigiert zu werden und in die spirituelle Welt bis hin zur Welt der Unendlichkeit, bis hin zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer aufzusteigen.

Darin besteht das Ziel der Existenz eines jeden Menschen in dieser Welt, welches Baal HaSulam im Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ erklärt.

Doch manchmal meint er wirklich die traditionelle Religion, wenn er bestimmte Momente erklären möchte. Aus diesem Grund muss immer dem Kontext entnommen werden, wie seine Worte zu verstehen sind.

„Profane“ Menschen sind diejenigen, die sich nicht mit der eigenen Korrektur beschäftigen, sondern alles um der Belohnung willen, ob in dieser oder in der zukünftigen Welt, tun.

„Religiös“ ist derjenige, der sich bis zur Stufe des Schöpfers korrigiert und dafür die „Wahre Tora“, sprich die Wissenschaft der Kabbala benutzt. „Ich erschuf den bösen Trieb und die Tora als Mittel zu dessen Korrektur“.

Das heißt, du musst zuerst den egoistischen Trieb in dir enthüllen, und erst dann wirst du die „Tora“ zu dessen Korrektur brauchen, weil sie nur diesem Zweck dient.

Und dann wird dich ihr Licht, welches du infolge des korrekten Studiums enthüllst, zu seiner Quelle zurückführen, d.h., der böse Trieb wird sich in den guten verwandeln.

Dabei verändert sich das Verlangen selbst nicht – es verändert sich lediglich seine Absicht: von „für sich selbst“ zu „für den Nächsten“.

Aus den Unterricht nach dem Artikel „Exil und Erlösung“ vom 03.11.2010

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Befolgung religiöser Regeln ist in der Kabbala nicht erforderlich


Fragen, die ich bezüglich der Beachtung religiöser Regeln erhielt:

Frage: Ich praktiziere Tora und Mitzwot (Gebote) in meinem täglichen Leben und meine Ausübung ist oftmals mechanisch – nicht spirituell. Sie haben ausgeführt, dass Kabbala nichts mit Religion zu tun hat, jedoch scheint sie untrennbar mit der Tora verbunden zu sein.

Bitte geben Sie mir einen Rat, wie ich mich wieder mit den Mitzwot in jener Hinsicht beschäftigen kann, dass mein „Verlangen zu empfangen“ zu einem „Verlangen zu geben“ korrigiert wird. Dafür sind sie doch gemacht. Bitte erhellen Sie die Verbindung der Mitzwot zur Kabbala und die Bedeutung der Mitzwot für einen Juden.

Meine Antwort: Kabbala ist die Methode der Korrektur der Seele durch die Enthüllung des Schöpfers. Die Seele übt keine Verbindung mit dem Körper aus.

Wenn Sie den Grundsätzen des Judentums folgen wollen, ist das Ihre Sache. Ich persönlich halte diesen Rahmen aufrecht, denn es ist die Tradition jener Nation, zu der ich gehöre. Allerdings habe ich hunderte von tausend Studenten die keine Juden sind und die diesen Geboten nicht folgen. Das beeinträchtigt in keiner Weise deren spirituelle Entwicklung. Es steht geschrieben: „Alle werden Mich kennen, vom Geringsten bis zum Größten unter ihnen,“ und „Mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Menschen genannt werden.“ Das bedeutet, dass jedermann sich vereinigen wird, indem er den Schöpfer offenbart.

Kabbala wurde im alten Babylon für jedermann offenbart, und heute wird es wieder jedermann enthüllt. Trotzdem kann jeder Mensch seine eigene, äußere kulturelle Tradition praktizieren.

Frage: Wie können wir die 613 Gebote beachten, wenn wir keine Juden sind? Wo können wir die Auflistung dieser Gebote finden? Wie soll ich Shabbat und Feiertage befolgen? Soll ich zur Synagoge oder zu einem Kabbalazentrum gehen, um solche Ereignisse einzuhalten?

Meine Antwort: Die 613 Gebote sind die Korrektur der 613 Verlangen. Diese Verlangen werden lediglich in Ihrem Innern offenbart werden, nachdem Sie den Machsom (Barriere, die unsere Welt von der spirituellen Welt trennt) überquert haben. Sie gehören in keiner Weise zu irgendwelchen Aktivitäten in unserer Welt – sie sind Verlangen.

Religiöse Aktivitäten hingegen sind Traditionen und korrigieren nicht den Menschen oder seine Seele. Es ist nicht notwendig, sie zu beachten, um das Ziel der Schöpfung zu erreichen. Sie sind für den Fall da, wenn Sie mit der Kultur Ihres Volkes verbunden sein wollen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Gegensatz von Religion und Kabbala: Handlungen versus Absichten
Blog-post: Das einzige Gebot ist Gleichheit mit dem Schöpfer
Blog-post: Was ist der Machsom?
Kabbala Heute #4: Kabbala erklärt die Bibel
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel

Religion wird heutzutage durch Kabbala ersetzt


Zwei Fragen, die ich über Religion erhielt:

Frage (als Antwort auf den Beitrag „Warum die Religion gegen die Kabbala ist“): Genau deshalb habe ich das Christentum verlassen! Ich habe eine heftige Abneigung dagegen, dass einer Religion anzugehören, automatisch den Ausschluss anderer beinhaltet. Ich bin so glücklich Kabbala gefunden zu haben! Ich wusste nicht, dass etwas existiert, das die Einheit betont. Jedoch was ist mit dem Judentum? Das Judentum versucht nicht, Leute anderer Glaubensrichtungen zu bekehren und scheint auch nicht andere Religionen zu „verabscheuen.“

Meine Antwort: Kabbala ist die Methode, die den Menschen korrigiert und ihn dem Schöpfer angleicht, indem die Qualität von Geben und Liebe erlangt wird. Das hat absolut keine Beziehung zu irgendeiner Religion. Die Kabbala ist für alle und bringt keine Pflichten, Beschränkungen, Einhaltung religiöser Rituale etc. mit sich.

Frage: In einigen spirituellen Schriften wird Religion als positiver Weg beschrieben. In anderen wird Religion nicht als Weg zur Erleuchtung empfohlen. Ist Religion für einige Leute besser als für andere? Ist Religion gut oder schlecht?

Meine Antwort: Religion ist nur während jener Periode nützlich, während der der Schöpfer vor uns verborgen ist. Und selbst dann ist sie nur dazu gut, um den persönlichen Egoismus abzugrenzen. In unserer Generation wird Religion durch die Kabbala ersetzt und wird lediglich als sozialer, kultureller Rahmen übrigbleiben.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Religion ist lediglich ein kulturelles System in unserer Welt
Blog-post: Eine neue Studie sagt, dass wir geborene Gläubige sind
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Wissenschaft Kabbala

Die Religion ist lediglich ein kulturelles System in unserer Welt.

Eine Frage, die ich erhielt: Als Kabbala-Student ertappe ich mich dabei, meine Religion (Christentum) in Frage zu stellen, aber mein Vertrauen in Gott nimmt ständig zu. Ich möchte mein religiöses Leben nicht aufgeben, aber ich empfinde ein Drängen (einen Sog), zum Judentum zu konvertieren. Das ganze ist sehr ernst, wenn man es aus dem Standpunkt eines Christen betrachtet. Was denken Sie darüber?

Meine Antwort: Im Erreichen des Ziels der Schöpfung gibt es keine Beziehung zur Religion. Religionen sind nicht mehr als ein kulturelles System einer bestimmten Gesellschaft. In diesem Sinne können sie weiter existieren, aber alles was darüber liegt, kann nur durch das Studium der Kabbala erlangt werden. Das gilt für alle Menschen, ob religiös oder nicht.

Gewöhnlich geben Menschen die Religion auf, wenn sie beginnen, zur Natur bzw. zum Schöpfer zu gelangen. Später werden sie dann sehen, das Religion nichts weiter ist als ein System dieser Welt, ähnlich einem sozialen Verein, und sie sind bereit ihre Religion physisch zu befolgen.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Der wahre Ursprung der Religionen
Blog-post: Warum die Religion gegen die Kabbala ist
Blog-post: Der Unterschied zwischen spiritueller Korrektur und dem Einhalten der Rituale
Artikel: Unterschied der Kabbala von der Religion

Familien sollten zusammen bleiben

Zwei Fragen, die ich über Liebe, Heirat und Scheidung erhielt:

Frage: Ich habe von jemandem gehört, dass die sexuelle Beziehung eines Paares ein Hinweis auf ihren Stand in der spirituellen Welt darstellt. Umfragen zeigen aber, dass 65% der Menschen ihre Anziehung für ihren Partner nach zwei Jahren verlieren, obwohl einige von ihnen dennoch eine wunderbare Beziehung führen. Es scheint, dass 65% der Familien sich trotz Kinder trennen sollten, obwohl Scheidungen unsere Kinder kaputt machen!

Meine Antwort: Familien sollten zusammen bleiben und um dies zu erreichen, muss man Kompromisse eingehen, so viele wie möglich.

Frage: Meine Frau ist 14 Jahre jünger als ich. Sie ist keine Jüdin und war nie an Spiritualität interessiert, aber sie konvertierte zum Judentum, damit wir heiraten konnten. Wir haben einen zwei Jahre alten Sohn. Wir trennten uns wegen ihrer Sturheit: Sie denkt immer, sie habe Recht. Sie ist materialistisch und liebt alles was „glänzt“. Ich gab ihr alles was ich konnte, und sogar mehr, da ich im Moment am Rande des Ruins bin.

Trotzdem liebe ich sie immer noch und sie liebt mich auf ihre eigene Art, aber unsere Egos hindern uns daran, es wieder hinzukriegen. Zusätzlich habe ich Angst vor einer weiteren Scheidung. Trotz allem, sie lachen zu sehen, macht mich glücklich. Ist das Liebe oder befriedige ich nur mein eigenes Ego? Vielleicht wird mir Ihr Rat helfen.

Meine Antwort: Das Beste ist, das zu tun, was Sie vorher getan haben: Bleibt zusammen, in Liebe und mit eurem Sohn.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Beziehung des Menschen mit dem Schöpfer ist wie eine dramatische Liebesgeschichte
Blog-post: So einigen Sie sich mit ihrem Partner!
Artikel: „Wie baut man eine spirituelle Beziehung bzw. Partnerschaft auf ?“

Der wahre Ursprung der Religionen

Ich erhielt zwei Fragen darüber, wie die Religionen aus der Kabbala hervorgingen:

Frage: Wo ist der Beweis, dass alle Religionen sich aus der Kabbala entwickelten? Gibt es Quellen, außer den kabbalistischen, die das bestätigen?

Meine Antwort: Das ist eine historische Tatsache – lesen Sie irgendeines der Bücher, einschließlich der Tora, Das Buch Sohar und so weiter. Die Religionen entstanden vor 2000 Jahren als Folge des Abstiegs der Juden von der Stufe der Kabbala – der Stufe des Gebens und der Liebe. Ihr Fall von dieser Ebene führte zur Zerstörung des Tempels und der Entstehung der jüdischen Religion, die kam, um die Erkenntnis, die Erlangung und Wahrnehmung des Schöpfers und die Verbindung mit Ihm zu ersetzen.

Stattdessen glauben Menschen in der Religion an etwas, ohne wirklich die Dinge, an die sie glauben, wahrnehmen zu können. Folglich entstanden später andere Interpretationen dieser Religion – da niemand etwas klar erkennen kann und die Menschen nur Vermutungen anstellen! Auf diese Weise kamen die anderen Religionen zustande, obgleich sie sich selbst als neue Religionen oder neue Offenbarungen beschreiben.

Jedoch bevor all das anfing, nahmen die Juden die Eine regierende Kraft der Natur wahr – den Schöpfer. Dieses beschrieben sie in allen ihren heiligen Büchern wie der Mishna, dem Talmud, dem Buch Sohar, dem Tanach und anderen.

Frage: In einem Ihrer Artikel schrieben Sie, dass, nachdem die Juden von Israel ins Exil gingen, von den Griechen und Römern das Christentum gebracht und in der gesamten Welt vorherrschend wurde. Sie hoben ebenfalls hervor, dass es keine Religionen sind. Wenn dem so ist, was sind sie dann?

Meine Antwort: Ich denke nicht, dass Sie meinen Artikel richtig verstanden haben. Die drei Hauptreligionen – Judentum, Christentum und Islam – sind wirklich Religionen. Jedoch ging das Christentum nicht von den Griechen und Römern hervor. Es entstand in Israel unter den Juden nach der Zerstörung des Tempels und wurde später in der ganzen Welt verbreitet.

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Eine neue Studie sagt, dass wir geborene Gläubige sind


In den Nachrichten (New Scientist): „Geborene Gläubige: Wie durch Ihr Gehirn Gott erschaffen wird.“ Ein in der Wissenschaft veröffentlichtes Experiment, unterstützt die Idee, dass Religion eine natürliche Folge dessen ist, wie unser Gehirn arbeitet. …Menschen können zukünftige Ereignisse einschließlich ihres eigenen Todes vorausahnen.

„Sie müssen eine Lösung finden, sonst werden Sie überwältigt“ sagt Anthropologe Scott Atran von der Universität Michigan. Wenn natürliche Gehirnprozesse uns eine „Raus-aus-dem -Gefängnis-Karte“ (religiöser Glaube) geben, nehmen wir sie.

Meine Anmerkung: Alle Glaubenssysteme in der Welt (mehr als 3800) wurden von Menschen erfunden. Jedoch die drei Hauptreligionen – Judentum, Christentum und Islam – entstanden aus der Kabbala, als die Menschen Israels von der spirituellen Stufe (dem Empfinden des Schöpfers durch die Eigenschaft des Gebens und der Liebe) zur Stufe unserer Welt fielen (wo der Schöpfer wegen des grundlosen Hasses der Menschen zueinander verborgen ist). Weil die Menschen die Wahrnehmung des Schöpfers verloren haben, wurde der Tempel zerstört und die Juden aus ihrem Land verbannt, was vor 2000 Jahren geschah.

Als der Schöpfer verborgen wurde, wie auch die Kabbala, wurden die Wahrnehmung und das Verstehen des Schöpfers durch den Glauben an Ihn ersetzt. Das heißt, die Kabbala wurde durch die Religion – das Judentum – ersetzt. Und später entstanden noch zwei weitere Religionen oder Zweige aus dem Judentum: Christentum und Islam.

In unserer Zeit werden Leute wieder beginnen, den Schöpfer zu fühlen, indem sie die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erreichen werden. Deshalb werden alle Glaubenssysteme und Religionen verschwinden, weil geschrieben steht: „Denn sie werden Mich alle erkennen, vom Kleinsten von ihnen bis zum Größten“ (Yirmiyahu 31:33). Der Glaube und die Religionen werden nur als Traditionen bleiben.

Blog-post: Im modernen Zeitalter reicht die psychologische Unterstützung der Religion nicht mehr aus
Blog-post: Die spirituellen Wurzeln der drei Religionen
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
 
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Die spirituellen Wurzeln der drei Religionen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe nicht, warum es eine Aufspaltung in drei Religionen gibt. Wenn Gott Einer ist, warum haben wir diese Unterscheidungen?

Meine Antwort: Die Religionen wurden uns gegeben, damit wir uns während der Periode der Verborgenheit des Schöpfers entwickeln würden. Wenn der Schöpfer jedoch enthüllt ist, werden sie sich naturgemäß in nationale Traditionen umkehren, einer nationalen Kultur.

In der Spiritualität schreiten wir in Drei Linien voran. Diese Drei Linien werden in unserer Welt während der Periode der Verborgenheit als die drei Religionen reflektiert. Der Islam entspricht der Rechten Linie, das Christentum – der Linken Linie und das Judentum – der Mittleren Linie.

Dies hat auch eine Auswirkung darauf, wie ihre Kalender strukturiert sind: Der islamische Kalender ist lunar (basierend auf dem Mond), der christliche Kalender ist solar (basierend auf der Sonne) und der jüdische Kalender ist luni-solar (basierend auf beiden). Wie wussten die Menschen, welche Art von Kalender sie schaffen? Sie wussten es, weil alles in unserer Welt von den spirituellen Wurzeln kommt und die Handlungen der Menschen durch den Ausdruck dieser Wurzeln in unserer Welt bestimmt werden. (Jedoch handelt ein Kabbalist absichtlich in Übereinstimmung mit diesen, wohingegen die anderen dies unbewusst tun.)

Was alle anderen Lehren betrifft, werden sie nicht als Religionen betrachtet, sondern als Glaube oder Überzeugungen. Es gibt ungefähr 3.800 von ihnen in der Welt.

 
Blog-post: Lösung für den Konflikt der Zivilisationen
 
 
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Kabbala ist für alle!


Eine Frage, die ich erhielt: Nach einem Leben des Studierens und Suchens konvertierte ich vor fünf Jahren zum Judentum. In diesen vergangenen Jahren war ich von der Tora und ihrem Pardes eingeschüchtert. Nun bin ich aufgrund Ihrer Vorträge zu einer gefährlichen Frage gekommen. Wenn Bore Olam (der Schöpfer) sagt: „Meine Gedanken sind nicht deine Gedanken“ und die Weisen sagen, die Tora sei die Weisheit des Bore Olam, also seine Gedanken, bedeutet das, die Juden haben all das während der letzten tausend Jahre falsch verstanden und meine Suche hat mich in Wirklichkeit zum falschen Platz gebracht?

Meine Antwort: Der Mensch wurde von Beginn an egoistisch geschaffen. Seine Gedanken sind im Gegensatz zu den Gedanken des Schöpfers. Die kabbalistische Gruppe (Abrahams Studenten) wurde aufgrund ihres Strebens „das Volk Israel“ genannt. Isra-El – direkt zum (Ähnlichkeit mit dem) Schöpfer. So lebten sie, bis sie vom spirituellen Niveau des „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ in den Egoismus abfielen. Das wird die Zerstörung des Tempels genannt.

Seither existierte diese Gruppe im Exil vom spirituellen Niveau – im Egoismus und „unbegründeten Hass zueinander“. Anstatt zum Schöpfer zu gelangen, ist Er vor ihr verborgen. Anstatt direkter Kommunikation mit Ihm gibt es die Religion. Anstatt der gemeinsamen Handlung mit dem Schöpfer (Korrektur und Anheftung) führt sie auf dem Egoismus basierende mechanische „Gebote“ aus (Mizwot Anashim Melumeda – mechanische Handlungen, die uns von Kindheit an beigebracht und automatisch ausgeführt werden.)

Niemand trägt die Schuld an diesem Zustand der Nation – der Verderben musste geschehen. Aber heute (seit bereits fast 100 Jahren schon) sind wir verpflichtet, mit unserer eigenen Korrektur und dadurch aus dem Exil heraus zu kommen. Jene, die sich dem widersetzen, sind die Widersacher der Nation, der Welt und des Schöpfers.

Dazu sollten Sie gerade die Kabbala studieren. Es ist egal, welcher Religion Sie angehören. Kabbala ist für alle!

Verwandtes Material:
Blog-post: Tauche in die Wasser des Schenkens ein und du wirst rein werden
Baal HaSulam Artikel: Matan Torah (Gabe der Tora)
Baal HaSulam Artikel: Exil und Erlösung
Artikel: Erbe das Land