Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Geheimnisse der Höheren Lenkung „Eines innerhalb des Anderen“

Baal Sulam, „Grundlagen der Absicht“, S.59: … Malchut der Ersten Kontraktion verbirgt sich im „Unerkennbaren Kopf“ (RADLA), im verborgenen Sinne des „Eckpfeilers“, auf den die Bauleute verzichtet haben.

Darin besteht das Geheimnis der drei Köpfe, von denen das Buch Sohar schreibt, denn der erste Kopf, RADLA, wird als „Eines über dem Anderen“ korrigiert, und der Kopf von Arich Anpin wird als „Eines innerhalb des Anderen“ korrigiert.

Es gibt den Kopf des spirituellen Parzuf (Rosh), der das Licht abstößt und daher „Eines über dem Anderen“ heißt, und es gibt einen Kopf, der das Licht aufnimmt und es nach unten schickt, wie „Eines innerhalb des Anderen“.

Diese zwei Köpfe stehen an der Spitze der Welt Azilut und bringen einander durch ihre Arbeit ständig ins Gleichhewicht. Das definiert die Wurzel der gesamten Höheren Lenkung, die zu uns von dort hinabsteigt.

Malchut, von der es heißt: „Eines über dem Anderen“, ist von der Welt Azilut getrennt, und wir wissen nicht mehr, was dort geschieht. Die Erste Kontraktion (Zimzum Alef) ist uns unklar – das ist eine völlig andere Wellenlänge.

Wie mein Ohr, das Geräusche nur bis zur Frequenz von 20 Kilohertz empfangen kann – alles, was höher liegt, höre ich nicht mehr. Und die Erste Kontraktion arbeitet mit solchen „Kilohertz“, in solchen Wellenlängenbereichen, deren Existenz ich nicht einmal vermute – sie sind mir unbekannt und unklar.

Dort wirken so feine Eigenschaften des Willens zu genießen und des Willens zu geben und solche Klärungen dieser, dass wir das nicht einmal berühren. Wir verfügen nicht über die nötige Feinfühligkeit und Empfindlichkeit. Das heißt „Eines über dem Anderen“.

Es besteht eine umgekehrte Reihenfolge zwischen Lichtern und Verlangen, d.h. dem Verlangen der Malchut fehlt es am Licht von Keter – Jechida.

Hier aber läuft es darauf hinaus, dass das Licht Chochma in das Gefäß Keter aufsteigt, das Licht Bina – in das Gefäß von Chochma usw., bis das Licht, welches für die Malchut bestimmt ist, schließlich in das Gefäß von Jesod gelangt.

Von hier beginnt die Nichtübereinstimmung zwischen den Lichtern und den Wünschen, bei der alle Lichter nicht an ihren Plätzen sind.

Und Arich Anpin wird als „Eines innerhalb des Anderen“ korrigiert, d.h. das Licht Chochma erfüllt das Verlangen Keter. Deswegen nimmt das Verlangen Keter den Mangel wahr, indem es fühlt, dass es nicht durch sein Licht erfüllt wird – denn es ist das Licht einer niedrigeren Stufe, das Licht Chochma.

Man muss aber verstehen, dass kein anderes Licht in das Verlangen Keter eintreten kann, außer dem Licht, welches dafür bestimmt ist – ich kann nicht mit Augen hören oder mit Ohren sehen!

Es geht nur um das Maß des Lichtes, welches das Verlangen erfüllt – und das Maß des Lichtes im Verlangen Keter wird jetzt so wahrgenommen, als wäre es das Licht Chochma statt Keter.

Aus dem Unterricht zu „Beit Shaar haKavanot“, 18.11.2010

Lebendige Schöpfung des Großen Bildhauers

Der Sohar, Abschnitt „Wajigash“, Punkt 129: Wenn die Firmamente und die Tiere, d.h. Nukwa, korrigiert sind, so dass alles ein Merkawa [Streitwagen] für diesen Mann [Adam], Seir Anpin, ist, dann steht geschrieben: „Und Joseph bereitete seine Merkawa vor und stieg zu Goshen auf, um Israel, seinen Vater, zu treffen.“ Das ist ein Zadik [Rechtschaffener], Jessod von Seir Anpin, der „der Rechtschaffene Joseph“ genannt wird, der seine Merkawa, Nukwa, mit den Firmamenten und den Tieren verband und vereinigte.

Die Rede ist vom Verlangen, das vom Schöpfer erschaffen wurde und beginnt, sich an den Schöpfer, an Seine Handlungen, anzugleichen.

Der Schöpfer ist eine Art Quelle, die dem von ihr erschaffenen Verlangen zu genießen Seine Handlungen an ihm zeigt. Der Schöpfer beeinflusst es in allen möglichen Formen, und das Verlangen zu genießen nimmt sie wahr und beginnt, sich aus ihnen zu entwickeln.

Das Verlangen nimmt sie in Form von sechs Richtungen (vier Himmelsrichtungen und oben-unten), von verschiedenen Farben, Geschmäcken, Wärme, Kälte usw. wahr. Im Grunde genommen wirkt das Licht, das vom Schöpfer ausgeht, auf das Verlangen zu genießen ein, und daraufhin bekommt es diese Eindrücke.

In seinem Inneren gibt das Verlangen diesen Eindrücken verschiedene Namen, bestimmt alle möglichen Formen – entsprechend seinen Empfindungen. Mit anderen Worten, außerhalb des Verlangens zu genießen existieren diese Erscheinungen nicht. Wir wissen überhaupt nicht, was außerhalb des Verlangens passiert.

Man könnte sagen, dass es eine Art einfaches umgebendes Licht gibt. Doch wir können erst dann über die Erscheinungen reden, wenn sie sich bereits innerhalb des Verlangens befinden und es sie auf irgendeine Weise wahrnimmt.

Der Sohar erklärt uns den Aufbau des Systems: wie sich das Verlangen zu genießen vom Licht beeindrucken lässt und wie sich sein Aufbau dementsprechend bildet.

Denn wenn das Verlangen Eindrücke vom Licht bekommt, dann nimmt es jedes Mal eine besondere Form an und dadurch hinterlässt das Licht in ihm alle möglichen Abdrücke von sich. Das Verlangen zu genießen wird quasi zu einer lebendigen Statue mit einer riesigen Menge an äußeren und inneren Formen und Systemen.

Deshalb ist in der Schöpfung ein äußerst kompliziertes System enthalten und es geht gänzlich aus der Einwirkung des Lichts auf das Verlangen hervor. Es gibt einen direkten Einfluss des Schöpfers auf die Schöpfung – wenn die Schöpfung all diese Einwirkungen bekommt und in diesen Systemen von oben nach unten, direkt vom Schöpfer, geformt wird.

Es gibt aber auch eine Handlung, die dieser entgegengesetzt ist – als ob die Schöpfung sagen würde: „Stopp! Von hier und weiter fange ich an, diese Systeme selbst zu starten! Ich will Dir ähnlich werden!

Mir reicht es, ich habe alle Eindrücke, alle Reshimot bekommen. Jetzt will ich selbst arbeiten! Das ganze System, das Du in mir abgedruckt hast, will ich genauso, wie Du, starten! Ich will genauso, wie Du, geben können! Ich werde Dir geben!“ Und das ist bereits die Arbeit von unten nach oben.

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