Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Jerusalem'

9 Av – der Blick eines Insiders

Wir müssen uns untereinander vereinen, und wenn wir offenbaren, dass wir uns wirklich vereinen wollen, aber dazu nicht in der Lage sind, wird dies der Zustand des „zerbrochenen Jerusalem“ sein, der Zusammenbruch des Tempels. Wir wollen uns vereinen und wissen nicht, wie wir es tun sollen, und so weinen wir und bitten den Schöpfer, uns zu vereinen.

Wir weinen gerade deshalb, weil wir nicht in der Lage sind, uns zu vereinen, oder vielleicht sogar, weil wir nicht in der Lage sind, zu weinen und es zu bedauern, und wir sind nicht in der Lage, den Schöpfer um Hilfe zu bitten. Egal, wie viele Tränen wir vergießen, der Schöpfer antwortet uns nicht, denn unsere Bitte ist nicht echt, nicht aufrichtig. Und das nennt man „Jerusalem in Trümmern“.

Wenn wir auf diese Weise immer weiter fortschreiten, fließen am Ende Tränen der Verzweiflung, und dann flickt der Schöpfer das Band zwischen uns und offenbart sich darin. Und das bedeutet, dass wir zur Befreiung kommen.

Die Zerstörung liegt nur darin, dass es keine Verbindung zwischen uns gibt. Der Erste und der Zweite Tempel bedeuten, dass es schon damals eine innere Verbindung zwischen uns gab. Es geht nur um interne Kategorien, nicht um externe.

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Aus einer Unterrichtsstunde zum Thema „Das Zerbrechen als Chance zur Korrektur“, 07.08.2022

Der Dritte Tempel und das Kommen des Messias


Frage: Der Zweite Jüdische Tempel wurde unter Bedingungen gewaltsamen Widerstandes sowohl von ausländischen Feinden des Gottes Israels als auch von innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in Jerusalem erbaut. Wird nicht der Bau des Dritten Tempels (so bald wie möglich) mit Sicherheit das Kommen des Messias beschleunigen – des Mannes Gottes, der allein Frieden schaffen kann?

Meine Antwort: Es wird überhaupt nichts beschleunigen, sondern nur noch mehr Schaden anrichten. Und das, weil die Nation zuerst auf der spirituellen Ebene korrigiert werden muss, da dies die Bedeutung des Erbauens des Tempels ist (der gemeinsamen Seele, in welcher der Schöpfer enthüllt ist). Wir müssen den Tempel in unserem Inneren erbauen, durch die Erlangung brüderlicher Liebe, und innerhalb dieser Liebe werden wir den Schöpfer erreichen (die Gegenwart der Schechina), so wie geschrieben steht: „Bereitet einen Platz (das gemeinsame Verlangen) für Mich und Ich werde unter euch verweilen.“

Erst dann werden wir ein Symbol des Tempels aus Stein erbauen können. Der Messias ist kein Mensch, sondern eine Kraft, welche die gesamte Menschheit aus dem Egoismus herausreißt. Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Das Horn des Messias“, dass die Methode, den Messias in der Welt zu offenbaren, in der Verbreitung der Kabbala unter allen Nationen liegt. Und dies ist, was wir versuchen zu tun.

Es ist möglich, dass der Messias (die Kraft und Methode der Korrektur der Seelen) von einem Menschen repräsentiert wird – einem Lehrer, der durch sein Vorbild aufklären und führen wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
 
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Das Wunder von Chanukka

Frage: Auf Chanukka geschah ein Wunder, als eine Kerze, die nur einen Tag brennen konnte, acht Tage brannte. Was ist eine Kerze, ein Docht und ein Öl aus kabbalistischer Perspektive?

Antwort: Eine Kerze ist ein Fass, in dem Öl und ein Docht schwimmen. Dank dem Docht können wir das Öl anzünden, das den Docht hinaufsteigt und verbrennt. Getrennt werden das Öl und der Docht nicht brennen, aber wenn das Öl in den Docht eindringt, leuchtet die Kerze auf.

Der Docht verkörpert die Zurückweisung des Lichts. Das Öl stellt den Brennstoff dar, kann jedoch nicht von selbst verbrennen. Deshalb müssen wir verstehen, dass unser wachsender Egoismus durch unsere Arbeit in sein Gegenteil umgewandelt wird, wie es geschrieben steht: „Der böse Engel wird zum guten Engel“ oder „Der Engel des Todes wird zum Engel des Lebens.“

Die Makkabäer fanden das Ölfass, da sie versuchten, die Qualität der Liebe und des Gebens, die Verbindung zwischen ihnen zu erlangen und sie konnten es anzünden, weil sie großen Widerstand gegen jene Bevölkerungsgruppen empfanden, die sich mit den griechischen Götzen vereinigten und eine griechischen Tempel in Jerusalem bauten.

Der Krieg der Makkabäer war innerlich, nicht äußerlich wie bei den Griechen oder den Hellenisten innerhalb Israels. Als sie ihren egoistischen Widerstand überwanden, verwandelten sie ihren Ärger zwischen ihnen in den Docht im Öl und konnten ihn so anzünden.

Daher verkörpert das Ölfass mit einem Docht die spirituelle Arbeit der Person. Es bedeutet nichts, einfach ein Fass zu finden – Hauptsache, es anzünden zu können. Als sich die Makkabäer durch die Überwindung des Widerstands ihrer Egos vereinigten, stellte sich heraus, dass das Fass in der Lage war, den Docht in das Licht zu stecken. Mit anderen Worten, sie verwandelten ihren Egoismus und es begann, vom höherem Licht erleuchtet zu werden und ihre Seelen beleuchteten sich, beleuchtet vom Licht. Dies ist das Wunder von Chanukka.

Frage: Warum brannte die Kerze acht Tage anstatt eines?

Antwort:  Wenn Sie zum Zwecke der Liebe und des Gebens arbeiten, steigen Sie höher auf. Es gibt acht Sefirot von Malchut  bis Bina, acht Teile der Wünsche. Obwohl es nur eine Malchut gibt, erleuchtet der Widerstand, dh. der Glaube über die Vernunft, alle Sefirot bis zum höchsten – Bina.

Die Makkabäer konnten die wahre Qualität des Gebens erreichen, was Glaube über  Vernunft genannt wird. Die Vernunft ist in Malchut, während der Glaube – in Bina ist.

Der Aufstieg von Malchut nach Bina verkörpert das Wunder von Chanukka.

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Wir haben eine zweite Chance

Kongress in der Arava. Lektion 1

Natürlich habt ihr davon gehört, dass Ari einmal zu seinen Schülern sagte: „Wenn wir heute nach Jerusalem hochgehen, werden wir die Endkorrektur (Gmar Tikun) realisieren können. Lasst uns in einer Stunde zusammenkommen und hochgehen, diesen Weg fortsetzen!“

Doch als eine Stunde später die Schüler eintrafen, sagte der eine, dass er aus irgendeinem Grund nicht kann, und der andere aus einem anderen Grund, den dritten lässt die Frau nicht gehen, der nächste kann der Kinder wegen aufgrund von Krankheit oder wegen anderer Probleme nicht. Und so konnten sie nicht zum Zustand von Gmar Tikun aufsteigen.

Wir verstehen nicht, wie solche Hindernisse die Schüler von Ari aufhalten konnten – im Vergleich zum Zustand der Endkorrektur, den sie erreichen konnten?

Wir begreifen jedoch nicht, welche Hindernisse dem Menschen von oben in den Weg gestellt werden, damit er sich der Korrektur nähert.

Wir sind nicht die stärksten und nicht die außergewöhnlichsten – gerade wir sind die schwächsten von all den großen Generationen, die vor uns da waren. Wir leben jedoch in einer besonderen Zeit, und diese Zeit verlangt nach einer großen Korrektur, deren Realisierung möglich geworden ist! Und darum, selbst wenn wir dessen nicht würdig sind, nicht stark genug sind und nicht besonders gut verstehen, was wir tun, bringt uns die höhere Kraft dennoch zusammen und treibt uns an.

Deshalb dürfen wir nicht vergessen, dass uns auferlegt wurde, uns lediglich nach unseren Möglichkeiten zu bemühen! Und der Schöpfer ist derjenige, der diese Arbeit für uns beendet.

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in der Arava, 18.11.2011

Zum Gedenken an meinen Lehrer

Heute vor 20 Jahren ist mein Lehrer gestorben. Baruch Shalom Levi Ashlag ist der letzte große Kabbalist aus der Reihe der Weisen von Adam bis zur heutigen Zeit: Adam – Abraham – Moshe – Rashbi – Ari – Baal haSulam – Rabash und viele Tausende dazwischen.

Rabash hat einen großen Mut bewiesen, indem er die kabbalistische Methode an uns weiter gegeben hat, damit wir sie in dieser Generation an die ganze Welt herantragen können. Ohne seine Arbeit hätten wir diese Möglichkeit nicht gehabt. Ich habe gesehen, wie treu er diesem Prinzip folgte: die Enthüllung der Wissenschaft der Kabbala der Welt über allen anderen Berechnungen.

In den frühen Morgenstunden sind wir nach Jerusalem gefahren und haben sein Grab besucht. Natürlich ist dieser Ort für uns nicht mehr als ein Symbol, eine Tradition, und die Verbindung mit unserem Lehrer ist lebendig und fortdauernd. Wir alle hoffen darauf, zu seinen würdigen Söhnen zu werden, aus diesem Grund haben wir unsere Gruppe „Bnei Baruch“ genannt – Söhne von Baruch Ashlag.

Auszug aus der Fernsehsendung „Gespräche“. Gedenktag von Rabash.

Nach welchen Merkmalen kann man einen wahren Kabbalisten identifizieren

Aus einem Artikel von Baal HaSulam „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“: Bis König Salomon (Schlomo) nicht nach Jerusalem kam, konnte er Aschmodais, der sich für Salomo (Schlomo) ausgab, von seinem Thron nicht vertreiben.

So schauen auch die Weisen der Kabbala auf die philosophische Theologie und beklagen sich, dass die äußere Hülle ihrer Wissenschaft geklaut wurde. Sie wurde von Platos uns seine griechischen Vorgänger beim Studieren von Büchern der Propheten Israels erworben.

Sie haben die grundlegende Thesen der Weisheit Israels gestohlen und sie haben in die Kleidungen, die ihnen nicht gehören, gekleidet. Und bis heute saß die Theologie auf dem Thron von Kabbala, den sie erbte.

Die griechischen Philosophen lernten von den Propheten, die Kabbala war schon seit den Tagen Abrahams für alle geöffnet. Anderseits, konnten sie nicht auf die Höhe der spirituellen Erkenntnis aufsteigen, weil sie dafür einen enormen Aufwand benötigten. Deswegen nahm man nur den äußeren Teil dieser Wissenschaft – nicht um die Natur des Menschen zu korrigieren, sondern nur um das Wissens willen.

Erstes Zeichen, wie man einen Kabbalisten identifiziert – ist es notwendig zu wissen, wessen Schüler er ist. Es ist nicht möglich spirituelle Erkenntnis zu erlangen, ohne einen treuer Schüler, der einem wahren Kabbalisten nahe steht, zu sein.

Ein Schüler eines bekannten Kabbalisten zu sein, das ist noch keine Garantie des spirituellen Erfolges, aber zumindest ist dies die erste notwendige Voraussetzung, um ihn zu erreichen.

Zweites Zeichen von einem Kabbalisten ist die Technik, die er vorschlägt. Diese sollte nur auf die Korrektur des gesamten menschlichen Egoismus gerichtet sein.

Gerade darin besteht der Unterschied zwischen der antiken griechischen Philosophen (Religionen, Glaubensrichtungen, spirituellen Techniken, usw.), die nur die Außenhülle der Methode der Kabbala (Gespräche über die höheren Welten, die Zukunft der Welt, Belohnung und Bestrafung, usw.) genommen haben und begannen diese zu entwickeln und egoistisch zu missbrauchen, nicht zur Korrektur der menschlichen Natur, sondern nur um ihn zu manipulieren.

Dies sind die zwei wichtigsten Merkmale, die einen Kabbalisten von Nicht-Kabbalisten zu unterscheiden helfen.

Und nicht nur die Philosophie, sondern in der Regel auch jede Methode, einschließlich der Forschung, mit Hilfe dessen jeder Mensch hofft, die Welt zu verändern und ein besseres, korrigiertes und mehr oder weniger erträgliches Leben zu erreichen. Im Endeffekt erweisen sie alle ihre Falschheit.

Die Lüge muss nicht in den wissenschaftlichen Folgerungen sein – aber darin, dass man damit die Welt in Ordnung bringt und den Menschen glücklich macht. Und solange es sich nicht in voller Klarheit offenbart, werden gewöhnliche Menschen, die keinen besonderen Wunschstreben nach dem geistigen Erkenntnis verspüren, die Kabbala nicht ernst nehmen.

Also, ein Kabbalist kann nur derjenige sein, der unter einem anerkannten Kabbalisten gelernt hat. Und derjenige, der die Methode der Korrektur von Egoismus vorschlägt, und nicht alle Arten von „Wunder“ oder körperliche Handlungen, wofür man angeblich Belohnung oder Bestrafung von ganz Oben bekommt, verspricht. Das ist nicht die Religion und nicht die Glaubensrichtung, nicht die Philosophie oder Theologie oder gar die Naturwissenschaften unserer Welt – sondern eine Methode, die unseren Egoismus korrigiert, um die Einheit und die Liebe zu erreichen.

Und als Voraussetzung für eine breite Veröffentlichung dieser Methode – ist es notwendig, dass die Menschheit es endlich akzeptiert, dass für unsere Rettung andere Methoden untauglich sind.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“, 11.01.2011

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Wo ist der Schöpfer zu finden?

Frage: Manchmal sagen Sie, dass das Einzige, was man tun soll, sich an den Schöpfer anzukleben, und manchmal behaupten Sie, dass das Wichtigste, die Verbindung mit der Gruppe ist…
 
Meine Antwort: Dein Weg zum Schöpfer liegt durch die Gruppe. Sie ist ein Mittel, um Ihn zu erreichen.
 
Man sagt mir zum Beispiel, dass ich nach Jerusalem kommen soll, erklärt aber nicht, auf welchem Wege ich es machen kann: ob mit der Bahn, mit dem Bus, auf dem Wagen, auf dem Esel, oder zu Fuß.
 
Wir sagen auch: „Du bist verpflichtet, dich mit dem Schöpfer zu verbinden“. Dabei soll dir klar sein, dass du außerhalb der Gruppe den Schöpfer nicht finden wirst.
 
Denn du kannst Ihn nur als die Form enthüllen, die ins Material eingekleidet ist. Und wo befindet sich dieses Material? – In der Vereinigung zwischen allen. Dort, wo du zuerst den Hass und später die Einheit offenbaren wirst, die der Schöpfer heißt.
 
Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 05.01.2011
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Die Zeit der letzten Schlachten

Der Sohar, Abschnitt „BeShalach“, aus dem Punkt 311: Dem Schöpfer ist es bestimmt, all diese Könige, welche Israel und Jerusalem angegriffen haben, wieder zu beleben: Hadrian, Lupinus, Nebukadnezar, Sanherib und all die anderen Könige in der Welt, die sein Haus zerstört haben.

 

Er wird ihnen wieder Herrschaft geben, genauso wie zu Beginn und der Rest der Nationen wird sich mit ihnen versammeln und sie werden Krieg um Jerusalem führen.

Und der Schöpfer wird sie öffentlich rund um Jerusalem rächen, wie geschrieben steht: „Und also soll die Plage sein, womit der Ewige plagt all die Völker, die zu Felde gezogen sind wider Jerusalem“. Und das ist für die Zeit geschrieben, wenn der Messias kommt; dieses Lied ist ein ewiges Lied.

 

Es geht hier nicht um Zeiten, sondern um die umgebenden Lichter, die kommen und uns ein Zeitgefühl geben. Darum ist alles, was wir noch in der Zukunft, in einem großen Awiut (Stärke, Grobheit) des Verlangens, enthüllen müssen, die schweren Teile von Malchut. Sanherib, Nebukadnezar und andere, die ganz am Ende der Korrektur enthüllt werden.

Darum wird das als die „Zeit“, wenn der Messias kommt (Befreiung vom Egoismus), bezeichnet, wenn die allgemeine Korrektur, das Ergebnis aller Korrekturen, eintritt. Das ist die Korrektur der umgebenden Lichter (O“M) und der Kelim (Verlangen „Lew haEwen“), die bis dahin unmöglich korrigiert werden konnten und nun korrigiert werden.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 02.11.2010


Die mittlere Linie – in der Verbindung zwischen uns

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 442: Am Ende der Korrektur, wenn ganz Malchut korrigiert ist, wird der Siwug von GaR de GaR zurückkehren, das heisst, das hohe Jerusalem wird betreten-

Und dies erklärt: „Ich habe David, meinem Diener, geschworen;“ den Eid, dass Er nicht das hohe Jerusalem betreten wird, bis Israel Jerusalem unten betritt.

Man spricht hier über die Korrektur der drei Linien. Zwei Linien, zwei Kräfte erhalten wir von oben. Aber die Fähigkeit, die linke Linie abzuschneiden, die rechte heranzuziehen, die rechte und die linke Linien richtig in der mittleren Linie zu kombinieren – das alles erhalten wir entsprechend dem Modell, der Formel, die wir zwischen uns offenbaren.

Denn ich weiß nicht, was die Mittlere Linie ist. Sie wird mir nicht von oben gegeben, andernfalls hätte ich keine Möglichkeit, mich neu zu erschaffen, meine Suche zu verwirklichen, die Anstrengungen zu machen, die Enthüllengen zu erlangen.

Die Mittlere Linie ist etwas Unklares. Es wurden zwei Kräfte gegeben ! Man kann sowohl mit einer, als auch mit der anderen die Welt zerstören.

Wie kommt man also zum Zustand, in dem man die richtige Kombination von zwei Linien findet – im Schirm de-chirik, von unten nach oben? Wie beginnt man die Vereinigung dieser zwei entgegengesetzten Linien?

Hier erfolgt die Arbeit zwischen den Seelen, nur in der Verbindung zwischen ihnen ist es möglich, die richtige Kombination zu verwirklichen. Die rechte und die linke Linie existieren in Form der natürlichen Kräfte, und die mittlere Linie wird nur in der Verbindung zwischen den Seelen erschaffen.

Man kann sie als „die Gruppenpsychologie“ bezeichnen. Wir sollen also in der Verbindung die richtige Kombination, die richtige Vermischung dieser zwei Linien finden.

Die Prüfung unserer Arbeit besteht darin, die richtige Absicht für das Geben dem Schöpfer zu bilden, mit der folglich die Enthüllung geschieht – dann erreichen wir die mittlere Linie und bekommen die Möglichkeit, diese zwei Linien richtig zu verwenden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 27.09.2010

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Wie betritt man die Welt des Sohars

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 442: … Dies ist so, da seit dem Tag, an dem der Tempel unten zerstört wurde, der Schöpfer geschworen hat, dass er Jerusalem oben nicht betreten werde, bis Israel nicht Jerusalem unten betritt.

Es steht darüber geschrieben: „Ein heiliger Mann unter euch, der heilig ist und Ich werde nicht in eine Stadt kommen wird.“ Das heißt, obwohl es dort einen heiligen Mann unter euch gibt, werde Ich dennoch nicht in die Stadt kommen -Jerusalem oben- bis Israel in Jerusalem unten einzieht.

In der Kindheit wurde uns über allerlei Sachen erzählt, die wir nicht verstanden. Man erklärte uns jedoch mehrmals, was man denken oder machen muss.

Dasselbe macht man beim Sohar Lesen. Uns wird über etwas Verborgenes erzählt, worüber wir nichts wissen, was jedoch allmählich in uns übergeht.

Es ist die natürlichste Form der Ausbildung eines Menschen – unabhängig davon, in welcher Welt und was er studiert.

Denn für das neue Wissen und für die neuen Empfindungen hat er keine vorherige Vorbereitung, keine richtigen Instrumente, die Eigenschaften der Wahrnehmung (Kelim). Man muss die Vernunft und die Empfindungen entwickeln, um die neue Erscheinung wahrnehmen zu können, und später studieren, was sie darstellt.

Deshalb ist solche Etappe, wenn wir über etwas Unbekanntes lesen oder darüber einfach nur hören, die erste Stufe der Wahrnehmung, die man schätzen muss.

Genauso verhalten wir uns zu Kindern, auf natürliche Weise. Uns ist es klar, dass es so sein soll. Wir erklären ihnen mehrmals, bis sie es letztendlich verstehen.

Das Problem besteht darin, dass im Unterschied zu uns, das Kind ein Streben zur Erkenntnis hat, es möchte von uns lernen, den Erwachsenen in allem nachahmen, und in der geistigen Erziehung sollen wir solches Streben selbst erschaffen. Es ist nur mit Hilfe des Neides in der Gruppe möglich.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 27.09.2010

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