Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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„Ich“ und „nicht ich“

Frage aus dem Blog: Kann man sagen, dass das Licht des Schöpfers eine illusorische Grenze vor mir verbirgt, eine die mich von der Außenwelt trennt? Wenn man die Lücke zwischen „Ich“ und „nicht ich“ genau betrachtet, gibt es keine Trennung.
In welchem Alter bekommt man die Illusion, sich in „Ich“ und „nicht ich“ aufzuteilen? Geschieht das im Erziehungsprozess eines Kindes oder ist das von Geburt an in uns angelegt?
Antwort: Ich möchte nicht darüber sprechen, was der Embryo im Mutterleib empfindet. Das ist nur verwirrend und kann falsche Eindrücke hinterlassen. Ich glaube nicht, dass dies notwendig ist.
Je kleiner unser Egoismus ist, desto weiter ist der Raum um uns herum. Den kleinsten Egoismus hatten wir im Mutterleib.
Der universelle Egoismus, der zum Altruismus wird ist größer als wir selbst. Er manifestiert sich, wenn wir um uns herum eine Art Mutter-Natur aufbauen, mit der wir verschmelzen.

Unsere Realität treibt uns jetzt dazu an die ganze Natur, in der wir uns befinden, als etwas Integrales, Riesiges wahrzunehmen, als eine große Gebärmutter, in der wir uns entwickeln können.
Um dies umsetzen zu können, müssen wir zwischen uns eine vollständige Verbindung erreichen. Die ganze Menschheit muss ein einziger Organismus sein, ein Embryo, der sich in der Mutter-Natur befindet.
Wenn wir das erreichen, dann befinden wir uns in einem absolut komfortablen Zustand. Ein Zustand, in dem wir alles wissen. Es wird gesagt, dass „der Embryo im Mutterleib die Welt von einem zum anderen Ende sieht“- er sieht absolut alles. Das ganze Licht ist in ihm, durchdringt ihn und überschreitet alle Grenzen.
Diese Möglichkeit besteht nur, wenn wir uns gemeinsam als einen spirituellen Körper wahrnehmen, der sich in der spirituellen Natur befindet.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 05.09.2018

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Warum mögen die Menschen die Wolken anzuschauen

Nach dem Zimzum Bet (nach der zweiten Beschränkung) reiht sich jeder Höhere Parzuf mit seinem unteren Teil in den Unteren Parzuf ein: der untere Teil Bina taucht in S“A ein, der untere Teil S“A – in Malchut.

Deshalb ist der obere Teil jedes einzelnen Parzuf sichtbar, und sein unterer Teil ist innerhalb des Unteren verborgen.

So ist der Bau entsprechend Zimzum Bet, und wir befinden uns gerade in solcher Verbindung – jeder reiht sich mit seinem Teil in den anderen ein. Alle in allen!

Wir können uns optisch dieses holographische Bild nicht vorstellen, es gibt keinen Menschen, der sich in alle nicht einreihen würde, und es gibt niemanden, der in sich nicht alle, den Teil von jedem nicht beinhalten würde.

Wir bilden also ein Integralsystem, eine große Wolke, die keinen Anfang, kein Ende oder irgendwelche abgesonderte Teile hat, und alle sind in alle aufgenommen!

Es ist das, was Zimzum Bet mit uns macht, wenn sich Bina mit Malchut verbindet. Ob wir das wollen oder nicht, wir beeinflussen einander total.

Und wenn wir uns bewusst werden und die Folgerungen ausnutzen, um die Gedanken und die Wünsche der anderen richtig zu beeinflussen, dann werden wir die gegenseitige Bürgschaft und das Allgemeine Kli schnell erreichen.

Das System ist schon nach diesem Prinzip aufgebaut, die Frage ist, ob wir wollen, nach diesem Prinzip zu arbeiten. Darin ist der ganze Unterschied zwischen der Welt, wo wir uns jetzt befinden und der spirituellen Welt.

Unsere Welt ist so, wie wir sie sehen wollen! Und die spirituelle Welt entspricht vollständig dem Wunsch des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 25.11.2010