Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Höhere Welten'

Der Unterschied zwischen ungläubigen Menschen, religiösen Menschen und Kabbalisten

Ich erhielt folgende Frage: Religiöse Menschen, vor allem die, die religiös wurden, sagen, dass sie eine mächtige Kraft fühlen, das Glück des Lebens und Licht, welches Wunder vollbringt. Wie können sie all das fühlen, wenn das Licht nur durch das Studium der Kabbala und ähnlichen Aktivitäten enthüllt werden kann?

Meine Antwort: Wir entwickeln uns stetig von einer Generation zur nächsten, jeder Mensch in einem unterschiedlichen Tempo. Einige Menschen – die ungläubigen – geben sich zufrieden mit dem einfachen, domestizierten, weltlichen Leben. Andere brauchen mehr, eine Verbindung zu etwas Höherem, und die Hoffnung auf Belohnung – das sind die Religionen.

Es gibt auch die, die nichts Anderes brauchen, als das Erreichen des Höheren, diese heißen Kabbalisten. Kabbalisten sind Menschen, die den Schöpfer erreichen, wie geschrieben steht, „Kenne deinen Schöpfer, um mit ihm zu arbeiten“ (Da Hashem Elokeycha Ve Avdeu). In unseren Zeiten übersteigt der Egoismus die regulären, weltlichen Grenzen und beide, ungläubige und religiöse Menschen, beginnen sich leer zu fühlen. Dieses Gefühl der Leere wird Menschen von allen Wegen des Lebens – ungläubig, religiös und als was immer sich jemand bezeichnen will – zur Kabbala, der Wissenschaft der Erfüllung (durch das Licht des Schöpfers), führen.

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Gute Bücher wählt man mit dem Herzen

Die Israelische Buchwoche, ein Ereignis, an dem die meisten Städte und Außenbezirke Israels gemeinschaftliche Buch-Verkaufsausstellungen veranstalten, begann gestern und wird bis zum 7. Juni andauern.

Die gesamte Bnei Baruch-Organisation bereitet sich darauf vor, viele ihrer Leser zu treffen, sowie viele neue Gesichter bei diesem besonderen Ereignis zu sehen. Unsere Stände werden unsere gesamten Publikationen in allen verfügbaren Sprachen zeigen, inklusive Hebräisch und Englisch. Jeder, der sich zu dieser Zeit in Israel aufhält, kann sich darüber informieren, wo in seiner Region die Buchwoche veranstaltet wird und kommen, um sich an unserem Stand ein Geschenk abzuholen: ein Buch mit ausgewählten Artikeln, die von Autoren von Bnei Baruch im letzten Jahr verfasst wurden.

Geschichte aus Sicht der Kabbala

Eine Frage, die ich erhielt: Bitte erklären Sie, warum Fragen über Geschichte unangebracht sind. Etwas zu studieren, ohne seine Grundprinzipien zu kennen, wie seine Geschichte, ist ziemlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

Meine Antwort: Rabash lehrte mich, mich nicht mit Geschichte zu befassen, sondern mit tatsächlich erfahrener Errungenschaft. Warum von äußerlichen Phänomenen und Vorstellungen von Menschen ausgehen, wenn man fähig ist, diese selbst zu erlangen? Anfänger und jene, ohne einen Punkt im Herzen (d.h. Verlangen nach Spiritualität), werden allerdings von der Geschichte angezogen. Das gleiche gilt für das Studium der Kabbala: jemand, der einen Punkt im Herzen hat, studiert sie nicht, sondern zieht das Höhere Licht an, wohingegen jemand, der keinen Punkt im Herzen hat, sie wie eine Wissenschaft studiert und das gedruckte Material viel besser kennt als jemand, der dieses Material tatsächlich erlangte. Lesen Sie hierzu Baal HaSulam’s Kommentar über die Jerusalemer Kabbalisten.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin Kolumbianer und wie sie wohl wissen, scheint mein Land stets in einem Konfliktzustand zu sein. Warum leidet mein Land und seine Menschen? Es ist offensichtlich, dass die Menschen hier mehr leiden, als in anderen Ländern. Das lässt mich annehmen, dass mein Land eine Art Sonderauftrag hat – wie Israel.

Meine Antwort: Es ist besser, sich nicht in die Geschichte und andere Verwicklungen zu vertiefen oder etwas daraus zu entnehmen, sondern sich selbst zu korrigieren und indem man dies tut, sich selbst, sein Land und die Welt zu verbessern.

 

Brauchen Kabbalisten eine Armee?

Eine Frage die ich erhielt: Brauchen Kabbalisten eine Armee? König David hat gekämpft und dies hat ihn nicht davon abgehalten, zum Schöpfer zu gelangen. Sollte die israelische Armee eine Armee von Kabbalisten sein? Natürlich muss ein Krieg auf höheren Ebenen als der unserer Welt ausgefochten werden, doch wir sagen immer, dass wir bis Gmar Tikun (letzte Korrektur) auf alle körperlichen Gefahren angemessen reagieren müssen. Je mehr sich die Kabbala verbreitet, desto mehr Feinde wird sie anziehen, die wegen ihrer mysteriösen Kraft Angst vor ihr haben und sie hassen werden. Der Egoismus wird reagieren, um sich selbst mit allen Mitteln zu schützen. Müssen wir vielleicht eine kabbalistische „Miliz“ gründen?

Meine Antwort: Im Allgemeinen sollten alle Korrekturen auf der Ebene der Kräfte/Verlangen stattfinden. Wenn ein Mensch dies unterlässt oder sich vielmehr nicht korrigieren will und folglich seine Kommunikation mit dem Schöpfer, dem Licht, den Verlangen auf dieser Stufe, unterbricht, dann wird das selbe Licht ihn auf der Stufe beeinflussen, zu der er abgestiegen ist: unsere körperliche Stufe „unsere Welt“. Dann werden alle Kräfte, die er hätte korrigieren müssen, seine Feinde, wie Krankheiten und andere Plagen auf der Stufe unserer Welt. Folglich ist das Bedürfnis, sich gegenseitig auf der Stufe unserer Welt zu bekämpfen, eine Konsequenz der fehlenden Korrektur unseres Egos, des Fehlens der Erreichung von „Liebe deinen Nächsten“ und des Mangels, uns selbst in der richtigen Zeit zu korrigieren. Wenn wir darin erfolgreich gewesen wären, uns selbst zu korrigieren, dann hätten alle Kriege auf der Stufe der Kräfte stattgefunden. Kabbalisten haben ihre Kräfte und brauchen daher keine Armee als solches. Ich bin optimistisch darin, dass die Welt ihren Bedarf an uns sehen wird und uns nicht als Feinde ansehen wird.

Die Illuminaten kommen und holen dich… NICHT!

Eine Frage, die ich erhielt: Wir lernen, dass unsere Welt ein Spiegelbild der Höheren Welt ist – „Wie oben, so unten.“ Wir lernen auch, dass die ganze Unordnung unter uns eine Folge unseres sich entwickelnden Egoismus ist. Man braucht nur mal einen Blick auf die Welt und unsere jetzige Situation zu werfen, um zu verstehen, dass dies alles wahr ist. Gleichwohl sind geheime Theorien über Familien und Clans im Umlauf, die „Illuminaten“ genannt werden, die sich mit magischen Ritualen in Geheimgesellschaften beschäftigen. Ihr Hauptziel ist es nicht nur, die Weltherrschaft zu erlangen, sondern auch die Macht des Schöpfers. Ist daran irgendetwas Wahres?

Meine Antwort: Es gibt keine Geheimnisse oder Wunder in unserer Welt, egal wie sehr wir wollen mögen, dass es sie gibt. Wir wollen glauben, das die Welt in irgendeiner Weise magisch oder märchenhaft ist und interessanter als das, was wir sehen. Alles stützt sich jedoch auf strikte Naturgesetze. Jemand, der diese Gesetze kennt, ist in der Lage, die Grenzen der wahrnehmbaren Welt auszudehnen. Wir können zusätzliche Eigenschaften innerhalb von uns selbst entwickeln und spüren somit eine umfassendere Welt. Jedoch geschieht dies ebenfalls gemäß der physikalischen Gesetze der Gleichheit der Form.

Eine Frage, die ich erhielt: Alle diese Gespräche, die ich über Kabbala höre, bezüglich Wunder und Fähigkeiten, übernatürliche Ereignisse zu sehen – besagen diese Dinge, das jemand in Kabbala fortgeschritten ist?

Meine Antwort: Es gibt keine Wunder, Mystizismus oder irgendetwas, das Sie schrieben, in der Kabbala. Lesen Sie Baal HaSulam’s Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“ und andere. (siehe dazu den Abschnitt „Kabbala Quelltexte“ in der rechten Seitenleiste zu den Materialien von Baal HaSulam).

Schicksale großer Kabbalisten

Eine Frage, die ich erhielt: Die Geschichte der Kabbala zeigt, dass jene, die große spirituelle Errungenschaften erlangten, tragische Schicksale hatten. Wo sind die positiven Beispiele? Und wie kann dies Menschen anziehen, die bereits genug Elend in ihren Leben haben?

Meine Antwort: Das stimmt. Wenn wir von außerhalb auf die Schicksale von Kabbalisten sehen, stellen wir fest, dass sie verfolgt wurden, verurteilt, von Krankheit geplagt usw. – nicht weniger als andere Menschen. Wo in all dem sehen wir demnach die Hilfe des Schöpfers!?

Tatsache ist, dass ein Kabbalist sehr stark mit der gesamten Welt verbunden ist und die Leiden von jedem empfängt. Allerdings erhebt er die Leiden, die er empfindet, dann zum Schöpfer und empfängt ebenso die Entlohnung für jeden. Dadurch sieht er, wenn er die Leiden spürt, auch ihre Perspektive, die künftige Erlösung – genauso wie ein sehr hart arbeitender Mensch sich im voraus freut, da er weiß, dass er für seine Mühe eine große Belohnung erhalten wird. Aber wir, die wir von außen beobachten, sehen nur sein Leiden und seine Anstrengungen, wohingegen er in Wirklichkeit in allem die Präsenz und Gnade des Schöpfers spürt.

Wer sind die Kabbalisten von Jerusalem?

Eine Frage, die ich erhalten habe: Wer sind die „Kabbalisten von Jerusalem“, die sie in ihren Unterrichten öfter erwähnen?

Meine Anwort: Die Antwort erscheint in Baal HaSulam’s „Vorwort zum Buch ‘Mund des Weisen'“. Hier in einer von mir gekürzten Version:

Kabbalisten sagen, dass jeder verpflichtet ist, Kabbala zu studieren. Selbst wenn jemand jedes Detail der Tora gelernt hat und einer der größten Gerechten dieser Welt ist, aber nicht Kabbala studiert hat, muss er in diese Welt zurückkehren, um Kabbala zu studieren.

Dies deswegen, weil die enthüllte Tora nicht mehr als eine Vorbereitung darauf ist, den verborgenen Teil zu meistern, die Erreichung der Gleichheit mit dem Schöpfer. Wenn jemand dieses Ziel nicht erreicht hat, muss er zurückkommen und es erlangen. Deshalb ist das ganze Volk regelrecht dazu verpflichtet, Kabbala zu studieren, um dieses Ziel zu erreichen.

Unsere Generation steht am Beginn der vollkommenen Korrektur. Sie verzögert sich jedoch, weil die Leute das Studium der Kabbala ablehnen. Es gibt mehrere Gründe dafür: Die kabbalistische Sprache ist schwierig. Das Material dazu ist schlecht organisiert und die Leute sind unbelesen und mit Erfüllung auf der materialistischen Ebene beschäftigt. Um die Korrektur voranzutreiben, hat der Schöpfer die dazu benötigte Methode durch mich enthüllt.

Aber Licht wird erst durch die Dunkelheit offenbar und das ist geschehen, als ich von Warschau nach Jerusalem kam. Ich sah die Armut des Volkes, den Mangel an Erkenntnis und den Stolz der Verrückten, die behaupteten die Wissenschaft der Kabbala wäre absolut ohne Vernunft, Erkenntnis und Logik. Sie wäre nur eine Ansammlung von Worten, ohne jede verhüllte Bedeutung. Wörter, die nur geäußert werden sollten, wie sie geschrieben sind. Und wenn die Zahl derjenigen, die die wortgetreue Bedeutung der Texte studieren, zunehmen würde, würde der Messias kommen und die Korrektur abgeschlossen werden.

Ich habe mich mit diesen berühmten „Kabbalisten“ getroffen. Diese hatten viele Jahre damit verbracht, die Werke von ARI und den Sohar zu studieren. Sie wussten auswendig, was dort geschrieben steht! Ich fragte sie: Hat euer Lehrer die innere Essenz erreicht? Sie antworteten, neben dem Geschriebenen gäbe es keine innere Essenz und keiner aus der gesamten Kabbalistenreihe seit dem ARI hätte irgendetwas erreicht. Auch der ARI hätte die Höhere Welt nicht erreicht, sondern seine Erkenntnis vom Propheten Elijah erhalten, der ihm erschienen wäre und ihn gelehrt hätte. Elijah hätte den inneren Teil gekannt, weil er ein Engel wäre.

So wurde ich sehr zornig über sie und trennte mich für immer von ihnen.