Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Historie'

Ägyptische Pyramiden und Spirituelle Geographie


Zwei Fragen, die ich bezüglich spiritueller Beziehungen zu geographischen Orten erhalten habe:

Frage: Wie kamen die Pyramiden in Ägypten zustande und warum geschah dies gerade an diesem Ort? Wie war es möglich, die Pyramiden mit solch einer Präzision, ohne leistungsfähige Technologien, zu erbauen? Der erste und der zweite Tempel wurden zerstört, doch die Pyramiden stehen immer noch.

Meine Antwort: Nichts entsteht einfach aus der Luft oder von „oben“ und materialisiert sich aus dem Nichts. Die Pyramiden wurden von Menschen gebaut und sie stehen immer noch, da sie den allgemeinen Egoismus repräsentieren, der lebendig ist und stärker wird. Andererseits wurden die Tempel zerstört, da die nötige Masse an Menschen fehlt, die beide Welten wahrnimmt und diese verbindet. Wenn der Egoismus in Zukunft korrigiert wird, wird die allgemeine Seele, zusammen mit ihrem irdischen Symbol, dem Dritten Tempel, erscheinen. Doch nach der allgemeinen Korrektur der Menschheit, wird diese Welt anfangen, sich unserer Wahrnehmung zu entziehen.

Frage: Zum Unabhängigkeitstag von Israel habe ich eine Sendung gesehen, bei der Sie über die spirituelle Unabhängigkeit Israels gesprochen haben. Neben anderen Themen sprachen Sie von der spirituellen Geographie Israels. Doch leider haben Sie, zu meiner Überraschung, den Süden Israels, die Wüste Negev, überhaupt nicht angesprochen. Schließlich ist dies auch ein Teil der Nation. Bedeutet das, dass die spirituellen Kräfte nur den Teil Israels beeinflussen, der sich von Ramat HaGolan bis zum Toten Meer erstreckt?

Meine Antwort: Natürlich nicht. Die Wüste Negev war immer ein Teil von Israel, doch dieser Ort wird nur von minimalen spirituellen Kräften beeinflusst und folglich ist dieser Ort natürlich unbelebt. Mehr darüber finden Sie in Teil 16 von Talmud Eser Sefirot.

dl

Verwandtes Material:
Kabbalah Heute Artikel: Israel’s Spirituelle Geographie
Kabbalah für Fortgeschrittene: Lektion 10
KabbalaHeute: Erbe das Land
Chapter 1.6 in the book „The Path of Kabbalah: Landmarks“

Geschichte aus Sicht der Kabbala

Eine Frage, die ich erhielt: Bitte erklären Sie, warum Fragen über Geschichte unangebracht sind. Etwas zu studieren, ohne seine Grundprinzipien zu kennen, wie seine Geschichte, ist ziemlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

Meine Antwort: Rabash lehrte mich, mich nicht mit Geschichte zu befassen, sondern mit tatsächlich erfahrener Errungenschaft. Warum von äußerlichen Phänomenen und Vorstellungen von Menschen ausgehen, wenn man fähig ist, diese selbst zu erlangen? Anfänger und jene, ohne einen Punkt im Herzen (d.h. Verlangen nach Spiritualität), werden allerdings von der Geschichte angezogen. Das gleiche gilt für das Studium der Kabbala: jemand, der einen Punkt im Herzen hat, studiert sie nicht, sondern zieht das Höhere Licht an, wohingegen jemand, der keinen Punkt im Herzen hat, sie wie eine Wissenschaft studiert und das gedruckte Material viel besser kennt als jemand, der dieses Material tatsächlich erlangte. Lesen Sie hierzu Baal HaSulam’s Kommentar über die Jerusalemer Kabbalisten.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin Kolumbianer und wie sie wohl wissen, scheint mein Land stets in einem Konfliktzustand zu sein. Warum leidet mein Land und seine Menschen? Es ist offensichtlich, dass die Menschen hier mehr leiden, als in anderen Ländern. Das lässt mich annehmen, dass mein Land eine Art Sonderauftrag hat – wie Israel.

Meine Antwort: Es ist besser, sich nicht in die Geschichte und andere Verwicklungen zu vertiefen oder etwas daraus zu entnehmen, sondern sich selbst zu korrigieren und indem man dies tut, sich selbst, sein Land und die Welt zu verbessern.