Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Hindernisse'

Das Herz eines Großvaters

Als ich zum ersten Mal Großvater wurde und meinen Enkel zum ersten Mal sah, füllte sich mein Herz mit Liebe. Ich hielt ihn in meinen Armen, ich wollte mit ihm spielen, etwas für ihn tun, damit er sich gut fühlt. Ein solches Gefühl hatte ich bis dahin noch nie erlebt. 

Liebe ist der Grund, warum wir hier in dieser Welt sind, sie ist der Grund warum die Welt erschaffen wurde. Doch im Gegensatz zur natürlichen Liebe, wie zum Beispiel der instinktiven Liebe eines Großvaters zu seinem Enkelkind, gibt es unter Fremden eher natürlichen Widerstand, Entfremdung und Feindschaft als Liebe.

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Was ist die Größe des Schöpfers?

Zuerst muss ich versuchen zu fühlen, dass es für mich nichts anderes gibt, außer einer Kraft, die jeden Moment meines Lebens organisiert.

Es kann sein, dass ich umgekehrt erweckt werde, in dem ich durch Verführung von billigen Verlockungen dieser Welt mitgerissen werde und mir so gezeigt wird, wie getrennt ich von dieser Kraft und meinem Zehner bin. Ich stelle mir diese höhere Macht hinter allem vor, was geschieht und ich suche die ganze Zeit die Verbindung mit ihr- trotz aller Hindernisse.

Je größer die Hindernisse sind, hinter denen ich den Schöpfer offenbare, desto wichtiger wird der Schöpfer für mich. Die Störungen helfen mir, mich mehr um den Schöpfer zu bemühen. Es ist, als würde ich die Linse schärfen und den Schöpfer näher zu mir bringen. Je größer der Mangel und je nebulöser das Bild, desto mehr Mühe kostet es, sich vorzustellen, dass dies der Schöpfer tut.

Es stellt sich heraus, dass meine Welt mehr und mehr vom Schöpfer erfüllt wird, da ich sehe, wie er überall mit mir spielt und mich immer geschickter durcheinander bringt, bis die ganze Erde von seiner Herrlichkeit erfüllt ist.

Zusammen mit unseren Freunden bauen wir eine Linse, in deren Brennpunkt wir den Schöpfer offenbaren.

Aus dem Unterricht, 22.01.2021

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Um die Rabashartikel hören zu können

Baal HaSulam schreibt an seinen ersten Schüler und Sohn, Baruch Ashlag (RaBa“Sh: [Ra-bbi Ba-ruch Ash-lag]), Brief Nummer 38 aus dem Buch „Früchte der Weisheit“, dass man nicht mitten auf dem spirituellen Weg halten und aufgeben darf, bis man sein Ziel erreicht hat, braucht er die Kraft, um immer größere Hindernisse zu bewältigen.Und man kann sich nicht auf seine früheren Erfolge verlassen. Ganz im Gegenteil, alle gestrigen Leistungen werden zum neuen Verlangen, das den Menschen noch stärker zum Ziel hin stößt. Und das heißt nicht, das das gestern Erreichte seine Wunden heilen kann und ihm eine Erholung erlaubt.

Vielmehr muss er sich, bis er die Endkorrektur erreicht hat, darum kümmern, dass sein Verlangen zum Ziel jede Minute größer wird. Alles was er erreicht hat, verschwindet und der Mensch bleibt „nackt“, so muss er sich weiterentwickeln.

Es ist uns klar, dass Rabash eine riesige Arbeit durchgeführt hat, indem er ständig neben seinem Vater war und an allen Unterrichten teilgenommen hat.

Er war seinem Vater sehr ergeben, immer auf seiner Seite, in allen Familienstreits, die unter Verwandten von Baal HaSulam stattfanden, die teilweise gegen das Kabbalastudium gerichtet waren und sie von der Religionsgemeinschaft trennten.   

Rabash war ein erfolgreicher Schüler, der die spirituelle Enthüllung erreicht hat. Wir können nicht darüber entscheiden, welche Höhe er erreicht hat. Er ist zu gross, um uns zu erlauben, dies zu messen.

Man kann nur Vermutungen über die Größe seines Herzens und die Höhe seiner Stufe aufstellen, nach seinen Erklärungen unserer Zustände und der Notwendigkeit der Vereinigung.

Die Tiefe seiner Artikel und die praktische Bedeutung seiner Ratschläge haben wir noch nicht erkannt. Deshalb müssen wir uns weiter mit ihnen beschäftigen.

Das wichtigste in der Arbeit mit dem Artikel ist, 1) eine kurze Zusammenfassung des Artikels zu machen und 2) Schlüsse aus dieser Zusammenfassung zu ziehen. Ohne diese Arbeit kann der Artikel nicht als erlernt gelten.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam zu Rabash, 12.09.2010

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Sich über all sein Hab und Gut erheben

Aus der Vielfalt meiner Wahrnehmung muss ich das Wichtigste hervorheben – Die Vereinigung.

Ich prüfe mich selbst, in Bezug auf die Freunde in der Gruppe, nur in dem Maß in dem ich ihren Nutzen oder die Hindernisse für unsere Vereinigung erkenne.

Alles andere lasse ich erst einmal außer Acht. Ich bewerte meine Freunde „im Verstand“ und „über dem Verstand“.

Das bedeutet dass ich meine Logik nicht ausschalte, ich benutze sie, um mich selbst durch das Prisma der eigenen Meinung (Verlangen=Kelim) zu betrachten, zu sehen zu welcher Höhe ich die Gruppe in meinen Augen erheben muss, um den Freunden eine positive Bewertung geben zu können.

Ich weiß jedoch auch, dass meine Logik auf eine egoistische Art und Weise funktioniert, welche die Freunde immer auf die Seite der „Schuldner“ hinzufügt. Darum erhebe ich mich über diese Logik, um die Freunde jetzt schon als „vollkommene Gerechte“ zu sehen.Ist dies Wahrheit oder Lüge ?

Es gibt hierbei keine Wahrheit oder Lüge – alles hängt von meinem eigenen Urteil ab. Wenn ich durch meine Logik urteile, dann ist wirklich niemand gerecht auf dieser Welt, außer mir.

Ich rechtfertige nur mich selbst und noch diejenigen, die mir nahe stehen. Wenn ich aber über den Verstand gehe, dann nehme ich alle Freunde als Gerechte (als die, die Endkorrektur erreicht haben), und mich, als einzigen Sünder unter ihnen wahr.

Was bringt mir dieses Spiel? Denn sowohl das Eine wie auch das Andere ist keine Wahrheit, sondern eine Bedingtheit. Doch gibt mir dieses Spiel die Möglichkeit, mich ständig in beiden Zuständen aufzuhalten : über dem Wissen und im Wissen (über dem Egoismus und im Egoismus).

Auf diese Weise übe ich, bis sich genug Erfahrung angehäuft hat und ich zur wahren Bewertung gelange. Dann werde ich bereit sein, die Wahrheit zu sehen.

Je mehr Anstrengungen ich unternehme, umso schneller bereitet dieser Prozess mein Verlangen (meine Ansichten) auf die spirituelle Welt vor.

Dabei, werde ich sie nicht über dem Wissen wahrnehmen, sondern im Gegenteil, in den neuen Kelim, im Wissen. Und dann, jedes weitere Mal, werde ich wieder über den Verstand, den ich erlangt habe, gehen.

Denn jede weitere Stufe, ist in der Kraft des Gebens höher als die Vorausgegangene und deshalb entgegengesetzt. Der Mensch muss sich über sein Hab und Gut erheben. Alles scheint gut und richtig zu sein, denn auf dem Tisch stehen die wunderbarsten Gaben.

Aber nein, ich muss erstens einmal diese schönen Gaben verschmähen, um zu einer höheren Stufe des Gebens aufzusteigen, zweitens erscheint mir diese Stufe noch als Finsternis.

Jedes weitere Mal gehe ich über den Verstand, über momentane Fakten, und erlange die Eigenschaft von Bina, die immer im Gegensatz steht.

Auf einer neuen Stufe dann, herrscht Bina über Malchut. Doch später, in einem höheren Licht, nehme ich wahr, wie die Macht zu Malchut übergeht.

Dann bereite ich mich auf die nächste Stufe vor, und der Prozess wiederholt sich.

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Du bist für sieben Milliarden Kinder verantwortlich

Frage: Wie sollen die Menschen als Gesamtheit ein Verlangen nach Vereinigung aufbauen? Kann es außer dem Leiden etwas geben, das sie wachrüttelt?

Antwort: Wir befinden uns in einer absoluten und untrennbaren Verbindung untereinander, in einer vollkommenen gegenseitigen Bürgschaft. Dies ist ein natürlicher Zustand, der ohne unsere Zustimmung existiert, und wir haben auch keine Wahl.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Wohnung in einem Gebäude mit 50 weiteren Nachbarn gekauft und als Sie den Vertrag unterzeichneten, war Ihnen nicht bewusst, dass Sie sich in eine gegenseitige Bürgschaft zu Ihren Nachbarn begeben. Nun sind Sie für alles verantwortlich, was in diesen 50 weiteren Familien geschieht.

Dies bedeutet, dass wenn einer von ihnen ein Vergehen begeht, Sie dafür haftbar gemacht werden können und sogar an seiner statt ins Gefängnis geworfen werden. Sie werden für jeden Einzelnen verantwortlich gemacht. Das ist die Realität einer gegenseitigen Bürgschaft.

Die Menschheit muss sich bewusst werden, dass diese Vereinbarung einer absoluten, gegenseitigen Bürgschaft zurzeit Druck auf uns ausübt und dass jeder Mensch für den gesamten Planeten verantwortlich ist. Was aber können wir gegen dieses äußerst schwierige und unwiderrufliche Einverständnis tun? Für alle verantwortlich zu sein, ist schließlich unerträglich! Die Leute werden fühlen, dass es keine andere Wahl gibt, außer sich durch ihren eigenen Willen auf korrekte Art und Weise mit den anderen zu verbinden. Das Problem liegt jedoch darin, dass es uns nicht erlaubt sein wird , dies zu tun.

Selbst wenn wir ein Verständnis für die Notwendigkeit erkennen und den Willen zur Vereinigung haben und alle Regierungen auf ihren Treffen (wie den G-20) zustimmen, selbst dann wird jede einzelne Person, wie auch ganze Nationen feststellen, dass sie nicht in der Lage sind, sich zu vereinigen. Auch wenn jeder die Hoffnungslosigkeit des gegenwärtigen Zustandes erkennen wird, werden sie im gleichen Moment keine Möglichkeit haben, sich zu verbinden. Dies ist die Offenbarung einer über uns stehenden höheren Kraft.

Es scheint, als würde von oben jemand absichtlich Hindernisse erschaffen, um uns ins straucheln zu bringen und uns nicht erlauben, unsere Verlangen zu erfüllen, entgegen all unseren Anstrengungen und bar jeder Logik.

Und dann werden „sie aus ihrer Arbeit aufschreien“. Wenn dies der Fall ist, wird sich uns eine dritte Kraft enthüllen: Jemand der danach strebt, aus diesem Zustand herauszukommen, muss das Licht von der Quelle verwenden, um den Hass in sich durch Liebe zu ersetzen und beginne, das zu lieben, was er zuvor gehasst hat.

Wir sind uns nicht einmal bewusst, wie sehr wir momentan den Schöpfer hassen, wie getrennt wir von Ihm bezüglich unserer Eigenschaften sind! Es ist schwer vorstellbar, dass Liebe zu Ihm überhaupt möglich ist, nachdem Er es ist, der alles Schlechte in dieser Welt geschaffen und uns in diesen niederen Zustand versetzt hat.

Wir hassen ganz speziell Ihn und niemand anderen, denn „Es gibt nichts außer Ihn“. Und genau aus diesem Grund muss jede Person die Notwendigkeit in ihrer persönlichen Entwicklung erkennen. Wir müssen beginnen, alles in die komplett andere Richtung zu lenken und beginnen zu lieben.

 

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Hindernisse sind der Weg zur Erfüllung

Frage: Als ich informiert wurde, dass ein Kongress stattfinden wird, hatte ich nicht einmal den allerkleinsten Zweifel daran teilzunehmen. Nun aber, da der Kongress immer näher kommt, erlebe ich mehr und mehr Hindernisse, die mich davon abhalten wollen. In einem Moment war ich begeistert davon, zu dem Kongress zu fahren und im nächsten Moment war es gänzlich umgekehrt. Ich hatte keine Lust zu reisen; dies passiert immer wieder. Warum werden uns diese Hindernisse gegeben?

Antwort: Die Hindernisse sind davon abhängig, wie du sie wahrnimmst. Wenn du aber jedes Hindernis wie eine Belohnung betrachtest – jede kleine Störung – sei es nun ein Gedanke oder eine Verwirrung –  würde dieses Hindernis nicht völlig anders auf dich wirken? Es wär dein Werkzeug um das Gute, Unendliche, den perfekten Zustand zu erlangen. Es hängt nur davon ab, wie wir es betrachten.

Dir fehlt die Empfindung des „Es gibt nichts außer Ihm.“ Dass Er jedes Hindernis für dich platziert, da Er dir mehr Möglichkeiten zur Erfüllung geben will. Schwierigkeiten, Verzweiflung, diese zu überwinden, dies sind deine Anstrengungen, die du investierst, damit du danach auf dem Kongress mehr fühlen und mehr bekommen kannst. Deshalb musst du dem Schöpfer für die so genannten „Leiden“ danken, da du jetzt im Moment, dank ihrer, eine größere Erfüllung erleben und wahrnehmen kannst. [123586]

Auszug aus der vierten Lektion des virtuellen Kongresses in Moskau „ Einheit ohne Grenzen“ , 14/12/13

Wir haben eine zweite Chance

Kongress in der Arava. Lektion 1

Natürlich habt ihr davon gehört, dass Ari einmal zu seinen Schülern sagte: „Wenn wir heute nach Jerusalem hochgehen, werden wir die Endkorrektur (Gmar Tikun) realisieren können. Lasst uns in einer Stunde zusammenkommen und hochgehen, diesen Weg fortsetzen!“

Doch als eine Stunde später die Schüler eintrafen, sagte der eine, dass er aus irgendeinem Grund nicht kann, und der andere aus einem anderen Grund, den dritten lässt die Frau nicht gehen, der nächste kann der Kinder wegen aufgrund von Krankheit oder wegen anderer Probleme nicht. Und so konnten sie nicht zum Zustand von Gmar Tikun aufsteigen.

Wir verstehen nicht, wie solche Hindernisse die Schüler von Ari aufhalten konnten – im Vergleich zum Zustand der Endkorrektur, den sie erreichen konnten?

Wir begreifen jedoch nicht, welche Hindernisse dem Menschen von oben in den Weg gestellt werden, damit er sich der Korrektur nähert.

Wir sind nicht die stärksten und nicht die außergewöhnlichsten – gerade wir sind die schwächsten von all den großen Generationen, die vor uns da waren. Wir leben jedoch in einer besonderen Zeit, und diese Zeit verlangt nach einer großen Korrektur, deren Realisierung möglich geworden ist! Und darum, selbst wenn wir dessen nicht würdig sind, nicht stark genug sind und nicht besonders gut verstehen, was wir tun, bringt uns die höhere Kraft dennoch zusammen und treibt uns an.

Deshalb dürfen wir nicht vergessen, dass uns auferlegt wurde, uns lediglich nach unseren Möglichkeiten zu bemühen! Und der Schöpfer ist derjenige, der diese Arbeit für uns beendet.

Auszug aus der ersten Lektion des Kongresses in der Arava, 18.11.2011

Der Lohn für den Stau des Lichtes

Frage: Beeinflusst der Zustand einer Gruppe ihre Arbeit auf dem Gebiet der Verbreitung?

Meine Antwort: Ich mische mich nicht in die Angelegenheiten unserer Gruppen. Der Mensch formiert sich selbst, ich kann es nicht für ihn tun. Er trifft auf Verwirrung, Schwierigkeiten, seinen Stolz, sowie andere Eigenschaften, die vergrößert werden. Entweder versteht er den Weg richtig und überwindet die Hindernisse, oder eben nicht.

Im Notfall wird er sich nicht jetzt, sondern, sagen wir mal, in 50 Jahren korrigieren. Ich verhalte mich mit einer großen Geduld gegenüber dieser Entwicklung. Jede Gruppe bekommt das, was sie verdient, und für den Menschen gilt das Gleiche. Ich säe, aber die Sprossen hängen nicht von mir ab.

Selbstverständlich, der Zustand der Gruppe hat einen Einfluss auf die Arbeit in der Verbreitung. Alles nicht-Realisierte, das auf der gegebenen Ebene hätte realisiert werden können, kehrt wie ein Bumerang zurück, um das vielfache verstärkt. Weil die Gruppe die Möglichkeit bekommen, aber nicht realisiert hat.

Jeder von uns ist für die anderen verantwortlich. Ich nehme meinen Platz in dem gesamten Baum des Lebens ein, und ich bin verpflichtet, das Licht die Kette entlang nach unten weiter zu leiten. Von mir zweigen Läufe ab, über jene es fließen soll. Aber wenn es in mir zu einer Stauung kommt – trocknen die Läufe aus. Mir ist eine bestimmte Zeit (t) zur Weiterleitung des Lichts gegeben, aber ich habe die Aufgabe nicht erfüllt, und jetzt steht das ganze Licht, das für die von mir abgehende Kanäle bestimmt ist, im „Stau“, ohne dabei weiter nach unten zu gelangen.

Dadurch empfinde ich ihn als eine negative Kraft und muss den Preis dafür zahlen. Denn laut Programm, war ich verpflichtet mein Ventil zu öffnen, damit andere Leute mit der Vereinigung und Korrektur beginnen. Aber stattdessen habe ich damit begonnen persönliche Überlegungen aufzustellen, wurde stolz, und begann meiner Lust nach Macht nachzugeben….

Als Ergebnis wird diese Kraft des Stolzes und der Machtlust, durch jenes Licht zerschlagen, das sich an meiner Stelle gestaut hat und nicht in der Lage ist weiter zu gehen. Sein Druck (P) wird tätig, und bringt mich letzten Endes zur Explosion.

Der Preis für die Stauung ist sehr groß. Denn ich habe dem Licht den Weg zu vielen Menschen versperrt und habe ihnen die Verbindung mit ihm geraubt. Und in der Zwischenzeit, hätten sie es ebenfalls weiterleiten können. Vielleicht, habe ich Tausende und Millionen ohne Licht gelassen….

Und so geschieht es, dass wenn der Mensch es nicht auf eine gute Weise lernt, dann lernt er es auf eine schlechte Weise.

Auszug aus der 5 Lektion in Toronto, 17.09.2011

Die Welt, in der es „niemanden außer Ihm gibt“

Der Mensch ist in einem solchen Zustand erschaffen worden, in dem er glaubt, dass es auch andere Menschen gibt und er von einer riesigen Welt umgeben ist. Doch all das sind seine inneren Verlangen, die er noch nicht miteinander verbinden konnte, um endlich zu erkennen, dass es nur ihn gibt, der gegenüber dem Schöpfer steht.

Er soll aber alle Verzerrungen, Hindernisse, fremde Gedanken und Verlangen, scheinbar „zufällige“ Ereignisse, die ihm widerfahren, nicht auf die zahlreichen imaginären Quellen und Ursachen, die er wegen der Unvollkommenheit seiner Arbeit zu sehen scheint, beziehen, sondern nur auf den Schöpfer.

Genau darin besteht die innere Arbeit. Denn alles, was der Mensch nicht auf den Schöpfer bezieht, sondern anderen Kräften zuschreibt: anderen Menschen, allen möglichen Ursachen, dem Schicksal und sogar sich selbst – das alles wird als „Götzen“ (fremde Götter) bezeichnet. Weil er in diesem Fall glaubt, von etwas anderem außer dem Schöpfer abhängig zu sein, als würde es eine weitere Kraft geben, die als eine Quelle der Einwirkung, ob gut oder böse, fungieren könnte.

Wir müssen das Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“ realisieren – über allen Hindernissen, die uns absichtlich vom Weg abbringen, damit wir lernen, uns auf die einzige Kraft, auf die einzige Quelle einzustellen.

Und diese Arbeit wird in mehrere Aspekte, ja in mehrere Schritte unterteilt:

– Die Einzigkeit der Quelle feststellen: gibt es noch weitere Quellen oder ist Er die einzige?

– Die Natur der Quelle feststellen: ist Er gut oder böse?

– Die eigene Beziehung zu der Quelle feststellen: „um seiner selbst willen“ oder „um des Gebens willen“?

Die Arbeit in Bezug auf die Quelle führt der Mensch aus seinem persönlichen spirituellen Gefäß, Verlangen heraus – und zwar dadurch, dass er sich mit allen anderen verbindet und dann sich selbst als eine einzige Schöpfung wahrnimmt.

Außerdem verbindet er alle Kräfte, die auf ihn einwirken, alle unterschiedlichen Quellen zu einer einzigen Quelle. Es gibt also in dieser Arbeit mehrere Aspekte, abhängig davon, wie sich diese beiden – der Mensch und der Schöpfer – verbinden.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 07.07.2011

Eine Brücke in die spirituelle Welt

Frage: Gibt es besondere spirituelle Hindernisse, die bei der Vorbereitung auf solche großen Vereinigungen wie Kongresse im Voraus beachtet werden sollten?

Meine Antwort: Ganz gewiss! Ihr werdet euch in einer riesigen Menschenansammlung befinden – und werdet Auf- und Abstiege durchlaufen. Ihr werdet regelrecht angewidert von allen diesen Gesichtern, die euch umgeben, von dieser ganzen Versammlung.

Ihr werdet keine Lust haben, euch die Lektionen anzuhören. Alles wird euch dumm, unverständlich, unvernünftig und nicht ernsthaft vorkommen. Euch wird gar nicht danach sein, ihr werdet glauben, dass es in der Welt größere ernsthaftere Sachen gibt und wir hier so viel Zeit, so viele Mittel und Kräfte vergeuden.

Diese ganze Versammlung wird euch absichtlich immer sinnloser vorkommen. Euch wird eine Unmenge an negativen Gedanken durch den Kopf gehen. Und das ist sehr gut! Weil ihr gerade dann „über ihnen“ eine Brücke für die Verbindung mit allen Anwesenden schlagen könnt, allen Hindernissen zum Trotz.

Lasst euch nicht von Hindernissen unterkriegen, denkt daran, dass sie mit Absicht in euch entstehen, genau zu dieser Zeit. Und dann gewinnen eure Anstrengungen an Stärke, weil sie gegen diese Hindernisse gerichtet sind und von diesen Hindernissen ausgelöst werden. Darüber steht sehr viel in den kabbalistischen Büchern geschrieben.

Deshalb bereitet euch darauf vor, dass ihr sehr große Hindernisse haben werdet, und freut euch, wenn sie auftauchen! Das bedeutet, dass ihr euch über sie erheben und eine ernsthafte Verbindung mit der Umgebung durch den Austritt aus sich selbst, aus dem eigenen Egoismus erlangen könnt. Und letztendlich bedeutet das, dass nur noch einige solche Anstrengungen fehlen, bis die erste höhere Stufe deutlich zum Vorschein kommt.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.05.2011