Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Herzen'

Wir sind Aufklärer

Frage: Viele rufen weltweit zum Zusammenhalt und zur Fürsorge für den Nächsten auf. Wie können wir uns mit ihnen verbinden?

Meine Antwort: Wir verbinden uns nicht mit ihnen. Es gibt viele „tugendhafte“ Menschen, die ehrenamtlich in den Krankenhäusern arbeiten, den Bedürftigen helfen, sich an der Arbeit von wohltätigen Organisationen und Stiftungen beteiligen. Sie helfen den Menschen und das ist sehr gut. Wie Baal HaSulam schreibt und wie auch durch soziologische Studien bestätigt wird, sind 10% der Menschheit von dem altruistischen Verlangen durchdrungen.

Doch heute sind wir zum ersten Mal in der Geschichte an einem Wendepunkt angelangt, an dem der Mensch die Gesetze der Welt, in die er eintritt, studieren muss. Denn unsere Aufgabe besteht nicht in einer weiteren egoistischen Versüßung, nicht in den Almosen für die Armen und nicht in der kosmetischen Umverteilung der Ressourcen zugunsten von Unvermögenden. Nein, die Menschheit steht an der Schwelle einer qualitativ neuen Veränderung, bei der wir zu einer globalen, integralen Einheit gelangen müssen. Die Natur leuchtet uns bereits von vorne an, als würde sie sagen: „So müsst ihr jetzt aussehen – organisch zusammengewachsen, wie ein Mensch mit einem Herzen, ähnlich allen anderen Teilen von mir. Es reicht, sich wie ein Krebsgeschwür in mir auszubreiten“.

Niemand außer uns begreift den Sinn der Geschehnisse. Und darum müssen wir die Menschen unterrichten, wir sind eine Bildungseinrichtung, die über Gesetze der globalen Welt aufklärt.

Die gegenseitige Verbindung kommt bereits überall zum Vorschein, wir können uns nicht trennen, selbst wenn wir das wollten. Die einzige Möglichkeit, unsere Verbindung zu trennen, ist der Krieg, doch auch dieser würde nicht helfen, weil die inneren Bande nicht verschwinden können. Der Krieg würde sehr schnell zu Ende sein, und wir würden die Vereinigung fortsetzen müssen, jedoch unter viel schwereren Bedingungen.

Heute zerstört die Krise alle Bereiche der menschlichen Tätigkeit. Und in diesem Zustand sollten wir ein Sprungbrett, einen Punkt des Sprungs zur nächsten Stufe sehen. Die Evolution der Natur zwingt uns, zu einem neuen Abschnitt überzugehen.

Was wird denn unser Gewinn sein? Wir werden dadurch ein neues System gewinnen. Indem wir gemeinsam an der gegenseitigen Verbindung arbeiten, werden wir die innere Kraft der Natur, ihre inneren Mechanismen erkennen – und zur neuen Stufe des Daseins aufsteigen. Vor allem werden wir die heutigen Leiden und Probleme los, und darüber hinaus erreichen wir die nächste Dimension.

Es gibt keinen anderen Ausweg, die Natur verpflichtet uns dazu. Deshalb verteilen wir keine Geschenke an Feiertagen, das lassen wir andere Organisationen tun, sondern beschäftigen uns nur mit der neuen, integralen Erziehung. Genauso wie Kindergärten und Schulen die Kinder auf das Leben in unserer Welt vorbereiten, müssen wir jetzt die gesamte Menschheit auf das Leben in der Welt, die sich uns eröffnet hat und in der alle durch eine globale gegenseitige Verbindung vereint sind, vorbereiten.

Das höhere, vereinte, integrale System nähert sich unserem menschlichen System, das durch den Egoismus zerstört ist, und wenn sie aufeinanderprallen, wird es zu einer gewaltigen Explosion kommen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Ein Gebot“, 07.10.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Schamati“ – Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren

Die Schwierigkeit unserer Arbeit, welche vollständig auf die Aufhebung unseres Egos, sowie auf die gegenseitige Verbindung gerichtet ist, besteht darin, dass wir die Wichtigkeit dieser Arbeit nicht fühlen.

Ich ignoriere diese Wichtigkeit: „Warum soll ich mich verbinden? Mit wem?.“ Ich betrachte diese Menschen, ihre Gesichter und Charaktere und fühle kein Bedürfnis, mit ihnen vereint zu werden. Ich befinde mich in einer solchen Verhüllung, deren Realität mich von der Vereinigung abhält.

Deshalb raten die Kabbalisten die Umgebung, die Gruppe aufzubauen, damit uns darin die Wichtigkeit der Vereinigung, die Wichtigkeit der Liebe zu den Freunden offenbart wird. Diese Wichtigkeit ist ein Indikator für meine innere Arbeit und für unsere gegenseitige Verbindung. Und wenn ich nicht versuche, die Kraft, die Wichtigkeit der Vereinigung zu finden, dann können viele Jahre vergehen, bis ich den anderen Menschen näher komme, mich mit ihnen im Herzen verbinde. Auf diese Weise bekomme ich nichts und begreife kaum etwas.

Ich hörte viele Fragen von den Menschen, die mit uns schon lange studieren: „Ich studiere seit vielen Jahren. Was geschieht mit mir? Warum komme ich nicht voran?“. Ich habe ihnen nicht geantwortet, aber in Wirklichkeit wollte ich sagen: „Du befindest dich hier zehn Jahre?! Aber ich sehe dich so, als ob du erst jetzt gekommen wärst.

Hast du dich mit der Gruppe verbunden? Hast du versucht die Schechina aufzubauen, den Ort, an dem das höhere Licht offenbart wird? Hast du dich ums Gefäß gekümmert, worin die Enthüllung geschieht, über welches Du jetzt nachfragst? Es ist aber deine Aufgabe! Hast du sie gelöst? Warum zählst du dann die zehn Jahre auf? Möglicherweise gingst du im Laufe von diesen Jahren zurück, und nicht vorwärts?“

Der Mensch prüft sich nicht richtig, nicht nach den gemachten Bemühungen, sich mit den anderen Menschen zu verbinden, und zählt die Jahre nach dem gewöhnlichen Kalender auf, entsprechend der Erddrehung um die Achse und um die Sonne. Hat der Mensch sich wirklich mehrmals bemüht, um das Ziel zu erreichen? Er blieb doch ein solcher, wie er war, so dass kein einziges Jahr vergangen ist.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 25/9/11

Eine gute Niederschrift und Besiegelung“

*Unsere gesamte Arbeit liegt in der Niederschrift, schwarz auf weiß. Weiß : Olam Azilut. Schwarz: die niedrigste Stufe, in der gerade wir uns befinden, welche Olam Assya ist.
Derjenige der „schwarz auf weiß“ schreibt, prüft und misst sich selbst in Bezug zur Welt Azilut, indem er Adam in Azilut gleichen möchte und merkt, wie sehr er davon entfernt ist und sich weiter entwickelt.

*Unsere gesamte Arbeit liegt in der Enthüllung unseres gegensätzlichen Zustandes bezüglich der Korrektur, und diese Unterstützung dient der Enthüllung des richtigen Wunsches, in Azilut zu sein.
Wenn wir nach diesem Zustand streben und nicht unterwegs zerbrechen oder uns entspannen, bis wir dazu gelangen, unsere vollständige Stufe als entgegensetzt von Azilut zu enthüllen, so heißt das, dass wir die Niederschrift zu Ende geführt haben und wir unsere Form(Gestalt) für uns definiert haben.

*Nur in der gemeinsamen Verbindung miteinander können wir jeden Einzelnen zu einer guten Niederschrift führen, das bedeutet, dass all die Dinge, die wir oben erwähnen, wirklich umgesetzt werden. Indem wir einander ein neues Jahr und gute Besiegelung wünschen, so steckt in diesen Worten die höhere Kraft, da wir miteinander verbunden sind, sowohl in der gegenseitigen Vorbereitung als auch in richtigen Niederschrift.

*Der zukünftige Zustand, in welchem alle unsere Gedanken und Herzen eins sind und wir alle wie zu einem Mensch werden, indem wir in diese Richtung streben, schreiben wir die ganze Tora in unserem Herzen nieder.

*Der Höhere definiert sich aus einer verbundenen Gruppe, und ich befinde mich in ihr ohne mich von allen zu unterscheiden, in vollkommener Bürgschaft. Und finde darin die positive Kraft.

*Der Höhere kann sich niemals entwickeln, es sei denn zum Wohl des Niederen, welcher von ihm empfängt.
Parzufim, die sich verbinden und einander erfüllen, führen dazu, dass jeder Parzuf sich mit dem ganzen Licht der Weisheit (Or Chochma) füllt. Deshalb, wenn ich zusätzliches Wissen und Weisheit (Chochma) erlangen möchte, so kann ich das nur, wenn ich dieses meinem Nächsten gebe.

*Erkenntnis: Verbindung; sich in jemanden einkleiden zu können.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Während des Lesens der Tora: damit ist gemeint, wenn das Licht kommt, welches zum Guten zurückführt, wenn du dies mit Lesen korrigieren willst, so bist du verpflichtet, dich in einem vollkommenen (ausgeglichenen) Zustand zu befinden, dem Zustand angeglichen, über welchen du gerade liest. Du willst dich in die Verbindung mit den Freunden einschließen, dass dir dort der Sohar die Formen und Arten der Verbindung, beschreibt. Das ist was die Kabbalisten enthüllen, und nichts anderes.

Die Nation

*Mittels Enthüllung großer bitterer Fehler, die wir erfahren, wenn wir mit alten Methoden nach einer Lösung suchen, werden wir verstehen dass es hier eine neue, vollkommen andere Perspektive in der Menschheit, Familie, zwischen Eltern, Kindern, Ländern und 7 Milliarden Menschen auf der Erde gibt, die verpflichtet sind, in einem System zu existieren, unabhängig von allen Gegensätzen und Unterschieden.

*Die 1. Stufe der Korrektur beginnt damit, indem wir unseren Hass zu einander zügeln.

*Wenn es keine Verbindung unter den Menschen gibt, wird alles zerfallen. Und das ist jetzt dabei, sich zu offenbaren.

*Im Gegensatz zu vergangen Krisen wird die jetzige Krise uns nicht lehren zu zerfallen und uns zu trennen, sondern uns lehren, uns zu verbinden

*In der heutigen Welt werden nur einander ergänzende und nicht konkurrierende Systeme Erfolg haben.

*Es gibt keine frei Wahl für ACHaP (Volk) und es gibt keine freie Wahl für GALGALTAEJNAIM (Israel), sondern nur, wenn diese zwei Teile anfangen, sich miteinander zu verbinden. In der Verbindung finden sie die freie Wahl, im „mittleren Drittel von Tiferet“.

*GALGALTA-EJNAIJIM (Israel) hat ein doppelt so großes Problem, da sie die Krise nicht verspüren, weil sie nicht so sehr mit der Welt verbunden sind, welche sich in der Krise zwischen den ACHaPim (Völkern) ausdrückt. So erscheint uns, dass wir uns in einer guten Situation befinden, obwohl dem überhaupt nicht so ist. Wir sind sowohl für die Verbindung der Welt als auch für unsere Verbindung in der Gruppe, verantwortlich.

Ein besonderer Ort auf der Landkarte der Menschheit

Frage: Wir wissen, dass Israel eine Bestimmung und kein Stempel im Pass ist. Und dennoch: haben diejenigen, die im Staate Israel leben, eine Aufgabe?

Meine Antwort: Zukünftig soll dieses Land zu einer Art Symbol des Staates werden, der vollständig auf der Kraft des Gebens, der gegenseitigen Liebe, der Bürgschaft, den Prinzipien „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, „Was dir verhasst ist, das tue deinem Nächsten nicht an“, dem Zusammenschluss zu „einem Menschen mit einem Herzen“ aufgebaut ist.

Hier ist jener Ort und hier sind jene Bedingungen, die dafür am Besten geeignet sind. Aus diesem Grund, wenn ein Mensch der Spiritualität entgegenstrebt, zieht es ihn gewissermaßen auch hierher. Der Staat Israel kann unmöglich auf Madagaskar oder in Uganda errichtet werden. Hier wirkt das Gesetz von Wurzel und Zweig, und das muss beachtet werden.

Wir haben also keine andere Wahl. Wir sind hier und müssen hier den Staat des Gebens und der Liebe errichten und somit ein Beispiel für die ganze Welt sein. Nur auf diese Weise werden wir alle Feinde besiegen, Unabhängigkeit erlangen und neue Opfer vermeiden können.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Das Volk Israel“, 09.05.2011

Der Ort, an dem sich uns der Schöpfer enthüllt

Frage: Wir sagen, dass alles von der Vereinigung zwischen uns abhängt. Doch was stellt diese Vereinigung dar?

Meine Antwort: Wir beginnen unsere spirituelle Entwicklung an einem Punkt, der sich außerhalb der Spiritualität befindet. Und die ganze Zeit stehen wir auf diesem Punkt außerhalb der Spiritualität, der als „diese Welt“ bezeichnet wird, in der wir momentan existieren.

Warum? – Um unabhängig von der spirituellen Welt zu sein. Die spirituelle Welt ist wie eine riesige Sphäre, und wir befinden uns im Moment außerhalb, abseits von ihr. Und dann kann ich in sie hineintreten oder auch nicht. So, als wäre ich selbständig.

Wenn der Punkt im Herzen in mir erwacht, beginne ich, dieser Sphäre entgegenzustreben, obwohl ich mich noch nicht als einen winzigen Punkt neben dieser riesigen überwältigenden Sphäre, in die ich eintreten möchte, vorstelle. Ich werde jedoch von ihr angezogen.

Mit diesem Verlangen, mit diesem Bestreben nach der Spiritualität komme ich in irgendeine Gruppe. Was stellt diese Gruppe dar? Es sitzen Männer beisammen, studieren, sprechen miteinander, begeistern sich gegenseitig, diskutieren, singen, essen. Eine Art Klub – ziemlich merkwürdig, doch es gibt viele derartige Orte auf der Welt.

Ich betrachte die Gruppe als eine gewöhnliche Versammlung von Menschen in dieser Welt. Dann wird mir gesagt: „Du musst dich mit uns verbinden, dich der Gruppe anschließen, an allen Veranstaltungen teilnehmen, dich an allen Diensten beteiligen, bestimmte Aufgaben übernehmen, denn wir haben einen gemeinsamen Job“. Ich bin bereit, was bleibt mir auch anderes übrig… Denn ich sehe einen gewissen Nutzen darin.

Auf diese Weise verbinde ich mich mit diesen Jungs, weil ich verstehe, dass wir gemeinsam wahrscheinlich etwas erreichen werden. Außerdem sehe ich keinen anderen Ort, an dem ich das machen könnte, also füge ich mich.

Allmählich, im Laufe der Jahre, stelle ich fest, dass es an diesem Ort, an dem ich mich befinde, tatsächlich eine innere Verbindung existiert. Ich enthülle das nach einigen Jahren. Und diese Jahre sind nicht umsonst vergangen. Das sind die Jahre meiner inneren Arbeit, in denen das höhere Licht, ohne dass ich das spürte, auf mich einwirkte und eine Vielzahl an Handlungen mit einer Riesengeschwindigkeit in mir vollzog. Dann beginne ich zu hören… Was heißt „hören“? Ich beginne plötzlich auf die innere Verbindung zwischen uns – die Einheit in den Gefühlen und in den Herzen – zu achten, sie wertzuschätzen.

Die Zeit ist einfach gekommen – und ich beginne, mich von diesen Worten beeindrucken zu lassen, sie für wichtig zu halten. Das ist das Ergebnis des Lichts, welches diese ganzen Jahre an mir arbeitete und immer tiefer in mein Herz eindrang – und das Herz begann, auf diese Worte zu reagieren: „Vereinigung“, „Bürgschaft“, „Liebe“, „Geben“, „wie ein Mensch mit einem Herzen“. Ich beginne, innere Reaktionen auf diese Worte wahrzunehmen. Auf jedes Wort entsteht in mir eine bestimmte Reaktion, ich spüre den inneren Kern dieses Wortes.

Und so vergehen noch einige Monate, und noch mehr, und noch mehr… Denn dadurch korrigieren wir unsere Grundlagen – Malchut der Unendlichkeit in unserem Inneren. Bis ich tatsächlich beginne, mich meinen Freunden anzunähern. Ich betrachte sie bereits als Weggefährten auf meinem spirituellen Weg und erkenne, dass dieser Weg in unser Inneres, in unser inneres Zentrum, in unsere innere Verbindung führt. Und dort, wenn wir uns verbinden, ergründen wir alles.

Und wenn ich mir die spirituelle Welt früher als eine riesige Sphäre außerhalb von mir vorgestellt habe, wahrscheinlich irgendwo weit außerhalb des Universums, verbinde ich die Spiritualität jetzt immer mehr mit meiner inneren Empfindung, die sich in der Vereinigung zwischen uns enthüllt.

Diesen Ort gibt es jetzt noch nicht, doch wenn wir anfangen, uns untereinander zu verbinden, erschaffen wir eine neue Realität, die als „der Ort“ bezeichnet wird. Aus diesen gemeinsamen Verlangen werden wir den Ort erreichen, an dem sich uns der Schöpfer enthüllt.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, 24.04.2011

Was fehlt uns, um ausziehen zu können?

Frage: Was fehlt der Gruppe, um aus Ägypten (aus der egoistischen Knechtschaft) ausziehen zu können?

Meine Antwort: Uns fehlt die gegenseitige Fürsorge füreinander – das Gefühl, dass wir nicht ausziehen werden, wenn wir das nicht gemeinsam tun.

Ihr erinnert euch, zu welchen Bedingungen der Pharao sich bereit erklärte, Moshe (Moses) freizulassen: Zuerst erlaubte er ihm und einigen weiteren Menschen auszuziehen. Dann erklärte er sich bereit, einen Stamm Israels ziehen zu lassen. Danach sagte er, es sollen nur Männer gehen und Frauen und Kinder sollen bleiben. Doch Moshe war mit einer solchen Entscheidung nicht einverstanden. Dann sagte der Pharao, sie sollen gehen, aber ohne das Vieh. Auch damit gab sich Moshe nicht zufrieden.

So stritten sie sich, bis sie alles, was ihnen gehörte, und sogar das, was den Ägyptern gehörte, aus Ägypten mitgenommen haben. Wir durchlaufen einen ganzen Prozess, bis wir für den Auszug aus Ägypten bereit sind.

Das Wichtigste, was uns für den Auszug fehlt, ist die gegenseitige Fürsorge dafür, dass, wenn wir alle uns nicht umeinander sorgen, wir nicht ausziehen werden. Jeder muss sich um jeden sorgen, und von meinem Verlangen hängt ab, wie sehr sie sich sorgen werden. Mit meinem Herzen lasse ich die Herzen aller anderen entflammen. Ich muss mir Gedanken darüber machen, dass wir alle aufsteigen, jeder über seinen Egoismus, und uns über ihm mit unseren Punkten im Herzen verbinden. Jeder von uns soll ein riesiges Verlangen haben, sonst bohrt er ein Loch in unser gemeinsames Boot.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 10.04.2011

Was fehlt für die spirituelle Entwicklung von Männern?

Weltweiter WE! Kongress, New Jersey, 2. Lektion

Frage: Wenn wir versuchen, uns zu verbinden, verbinden sich die Punkte im Herzen der Frauen miteinander. Verbinden sich die Punkte im Herzen der Männer ebenfalls oder ist das unwichtig?

Meine Antwort: Alle Seele verbinden sich miteinander, weil wir alle eine gemeinsame Seele sind. In den Artikeln von Baal HaSulam ist die Rede davon, dass es in der Welt nur eine einzige Seele existiert, die aus einem männlichen und einem weiblichen Teil besteht. Und diese beiden Teile erschaffen untereinander eine solche Verbindung, die zur Entstehung eines neuen Lebens beiträgt.

In unserer Welt erschaffen Mann und Frau ihre Fortsetzung – Söhne und Töchter. Und in der spirituellen Welt, wenn wir uns miteinander verbinden, erschaffen wir unsere neue Stufe, die sogenannten „Sohn“ und „Tochter“. Also befindet sich der Schöpfer zwischen uns, wie geschrieben steht: „Mann und Frau und die Shechina zwischen ihnen“, letztendlich verbinden sich die drei – und werden zu einem Ganzen – und das wird zu unserer nächsten Stufe.

Frauen haben also die gleiche Aufgabe wie Männer, sogar eine größere, denn eine Frau verfügt über Chissaron (das unerfüllte Verlangen). Sie verpflichtet den Mann dazu, voranzukommen, aus dem Haus zu gehen, um Geld zu verdienen, die Familie zu ernähren, die Verantwortung zu übernehmen. Das Gleiche geschieht in der spirituellen Welt.

Aus diesem Grund hoffen wir, Männer, sehr, dass Frauen die Verantwortung für das Vorankommen von Männern übernehmen, aktiver werden und einen noch größeren Druck auf uns ausüben. Weil das Verlangen von dem weiblichen Teil kommt und von den Männern zur Realisierung gebracht wird, doch ohne das weibliche Verlangen kann es von der Seite der Männer keine Ausführung geben.

Das ist der Grund, warum Frauen ihre Kräfte vereinen müssen, um von den Männern nach einer realeren Verbindung zwischen ihnen zu verlangen, die auch für das weibliche Verlangen das Licht bringen wird. Auf diese Weise müssen wir zusammen arbeiten.

Auszug aus der 2. Lektion des WE! Kongresses in New Jersey, 01.04.2011

Der Schöpfer ist Zeuge unseres Bundes

Weltweiter WE! Kongress, New Jersey, 2. Lektion

Frage: Wie kann ich begreifen, dass ich meinen Freund liebe?

Meine Frage: Das geschieht, wenn ich vollkommen aufhöre, den Körper meines Freundes zu sehen, und spüre, dass unsere Gefühle (Herzen) und unser Verstand miteinander verbunden sind.

Am Anfang stellst du dir diese Verbindung nur vor, doch später geschieht das wirklich außerhalb von Körpern. Und in dieser Verbindung beginnen wir, die Anwesenheit des Schöpfers zu spüren.

Wenn du dich im Verstand und im Herzen mit dem Freund verbinden kannst und der Schöpfer sich zwischen euch befindet, dann wird dieser Zustand als Liebe zu ihm bezeichnet. Eine Bedingung kann ohne die andere nicht erfüllt werden – alle drei Komponenten müssen miteinander verbunden sein. Der Schöpfer wird zwischen uns enthüllt, als Zeuge dessen, dass wir tatsächlich miteinander verbunden sind.

Auszug aus der 2. Lektion des WE! Kongresses in New Jersey, 01.04.2011

Wie ein Samen, der in die Erde gepflanzt wird

Frage: Wie kann mich die Gruppe zwingen, nicht mit meinen inneren Anstrengungen aufzuhören?

Meine Antwort: Du musst völlig in die Gruppe eintauchen und dort das innere Netz der Verbindung zwischen allen enthüllen.

Stell dir vor, es gäbe ein gewisses System, welches als deine Umgebung bezeichnet wird und in welches du als dessen untrennbarer, integraler Teil eingebettet bist. Du bist von allen abhängig, und alle steuern dich voll und ganz: deine Gedanken, Verlangen, Absichten und Handlungen.

Doch du sehnst dich danach, in dieser absoluten, totalen Unterordnung den Anderen gegenüber zu sein, dich vollkommen in diesem inneren System zu verlieren und mit allen wie ein Mensch mit einem Herzen zu verschmelzen. Du bist dazu bereit, dich unter ihre Hypnose zu begeben.

Genauso begibt sich der Samen, der in die Erde gepflanzt wird, unter deren Einfluss und bekommt Kraft für sein Wachstum und seine Entwicklung, indem er sich von dieser Umgebung ernährt.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash, 11.03.2011

Was fordert die Natur von uns?

Frage: In unserer Welt gibt es viele Arten von Vereinigung. Welche Vereinigung fordert die Natur von uns?

Antwort: Die Natur fordert von uns, als ein Mann mit einem Herzen vereint zu sein, ein ganzes, globales, integrales Sytem, genau wie die Natur selbst.

Sie möchte, dass wir einander fühlen, die Bedürfnisse eines jeden in Gedanken und Verlangen fühlen und jeden mit dem versorgen was er oder sie möchte oder was ihnen fehlt. Sie möchte, dass wir jeden in kollektiver Einheit unterstützen.

Das wirft viele Fragen auf, doch letztlich ist es das, was die Natur von uns fordert. Die Natur möchte, dass wir ihr gleichen: eins sind. Schließlich ist sie selbst ein vereintes System.

In diesem System sollen wir kein Teil sein, der alle anderen stört, der aus der allgemeinen Perfektion heraus fällt und mit seiner Verdorbenheit auffällt. Wir sollen kein Krebsgeschwür sein, dass einen bei lebendigem Leibe auffrisst oder eine gebrochene Vorrichtung, die den Motor dazu bringt, abzuschalten oder zur Überhitzung führt. Wir müssen uns selbst in Übereinstimmung mit der Natur bringen, sodass wir uns in gleicher Geschwindigkeit mit ihr korrigieren können.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 16.03.2011, über die Prinzipien globaler Erziehung