Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Heirat'

Ein Dreieck der Liebe: Der Ehemann, die Ehefrau und die Schwiegermutter

Frage: Warum hat eine Frau immer Meinungsverschiedenheiten mit ihrer Schwiegermutter?

Meine Antwort: Beide Frauen haben ein großes Verlangen, über den gleichen Mann Macht auszuüben. Aus der Tora ist bekannt, dass es in der Vergangenheit anders herum war. Vor seiner Heirat brachte der Mann seine zukünftige Braut zum Haus seiner Eltern, zu seiner Mutter, wo sie in seiner vertrauten Umgebung „köcheln“ sollte. Auf diese Weise verstand die Frau die Persönlichkeit ihres zukünftigen Ehemannes und bekam von seiner Mutter alle Informationen über ihn, damit sie sich in der richtigen Weise mit ihm verband.

Ein Mann existiert zwischen zwei Frauen, seiner Mutter und seiner Ehefrau (die höhere, Bina und die untere, Malchut). Darum tendiert ein Mann auf natürliche Weise dazu, seine Frau in gewisser Weise als eine Mutter zu behandeln und oft sieht er in seiner Frau seine Mutter.

All das steigt tatsächlich aus der spirituellen Welt in unsere Welt hinab. Darum sollten Frauen ihren Ehemännern dies verzeihen.

Aus der „Einführenden Vortragreihe“, 8.03.2011, „Erreichen eines Gleichgewichtes“

Warum das Zusammenleben vor der Heirat schlecht für die Beziehung ist

In den Nachrichten (The Daily Mail): „Lebt vor der Heirat zusammen und ihr werdet euch viel eher scheiden lassen“ Paare, die ein Heim vor der Heirat gründen, werden sich eher scheiden lassen, als jene, die bis nach dem großen Tag warten… Eine Umfrage unter mehr als 1.000 verheirateten Männern und Frauen in den USA hat gezeigt, dass jene, die mit einem Liebhaber vor einer Bindung oder Heirat zusammengezogen waren, über erheblich schlechtere Ehen und einer größeren Wahrscheinlichkeit der Trennung berichteten… Psychologe Dr. Galena Rhodes sagte: „Es gibt einen Anteil an Personen, die vor der Bindung zusammenlebten und sich zu einer Heirat aufgrund anderer Gründe entschieden – weil sie bereits zusammen lebten und weniger, weil sie es wirklich wollten und sich für eine gemeinsame Zukunft entschieden.“

Mein Kommentar: Wenn ein Mensch eine dauerhafte Beziehung mit jemandem haben möchte, sollte er nicht versuchen, die Art der Beziehung, die sie haben, zu ändern. Wenn du mit jemanden eine Familie gründen willst und es das ist, was du willst, dann solltest du genau das tun. Die Menschen sollten familiäre Beziehungen nur als das betrachten, wofür die Natur sie bestimmt hat.

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Blog-post: Junge Erwachsene lehnen die Ehe wegen des globalen Egoismus, der enthüllt wird, ab

Die Folgen falscher Erziehung

In den Nachrichten (übersetzt aus Stuff): „Australien – eine Nation von ‚Muttersöhnchen‘ “ – Australische Mütter züchten eine Generation von „Muttersöhnchen“ heran, wie neue Daten enthüllen… Gesellschaftswissenschaftler Bernard Salt sagt, neue Zahlen von Australiens Statistikbüro stellen fest, dass 27 Prozent der Männer zwischen 20 und 34 Jahren immer noch bei ihren Eltern leben… „Eine Generation vorher verließen die Männer ihr Zuhause mit 18 und sorgten für sich selbst, managten ihren eigenen Haushalt und ihr eigenes Budget“, sagt Salt. „Wenn du mit 27 die Mami dazu hast, deine schmutzige Wäsche einzusammeln, wirst du niemals diese Fähigkeiten lernen.“

Mein Kommentar: Das Nichtvorhandensein einer richtigen Erziehung (was bedeutet, dass sie nicht organisiert wurde, wie es die Natur diktiert), kombiniert mit einem aggressiven Umfeld (unkorrigierter Egoismus), sind verantwortlich für das Resultat, dass Männer nicht unabhängig werden wollen. Was ist das Entscheidende, das Zuhause zu verlassen?

Trennung ist der Natur vollkommen entgegengesetzt! Jahrtausendelang verließen Männer, selbst nach der Heirat, ihre Eltern nicht. Woran es der heutigen Familie mangelt, ist nicht Unabhängigkeit, um eine neue Familie zu gründen, sondern dies in Übereinstimmung mit dem Rat der Älteren und einem geschlossenen Kreis von Angehörigen zu tun.

Die Natur befindet sich im Gegensatz zum heutigen Konzept der „unabhängigen“ Familieneinheit. Im Allgemeinen kann Korrektur nur in der Nähe zu anderen geschehen. In der Zukunft werden wir die natürlichen Beziehungen zwischen den Generationen wiedereinsetzen und dann werden unsere Männer und Frauen Familien gründen und Kinder haben wollen.

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Blog-post: Lehrt Eure Kinder richtig
Blog-post: Wie können wir unsere Kinder lehren?
Laitman Artikel: „Die spirituelle Erziehung“

Warum sind die meisten Israelis gegen die traditionellen Bräuche ihres Landes?


In den Nachrichten ( Haaretz): „Die Mehrheit ist für eine zivile Eheschließung“ Die große Mehrheit der jüdischen Gemeinschaft (65 Prozent) unterstützt eine zivile Eheschließung. Unter denen, die sich selbst als „traditionell“ bezeichnen, unterstützen etwas mehr als 50 Prozent die zivile Eheschließung. Unter den orthodoxen und ultra-orthodoxen Befragten waren 13 Prozent dafür. Unter den säkularen waren ungefähr 90 Prozent dafür.

Mein Kommentar: Das ist die Folge der gegnerischen Reaktion auf die religiöse Verordnung, welche in Israel die Heirat regelt und das Fehlen der richtigen konventionellen Erziehung, welche Liebe und Respekt für die Traditionen Israels fördert. Die Einstellung der Menschen gegenüber den jüdischen Traditionen würde sich sehr verbessern, wenn die Religion von der Regierung getrennt würde. Den Menschen Regeln zu geben und dabei gewaltsame Methoden anzuwenden, ist kein Weg, damit die Menschen die richtige Haltung zu ihren kulturellen Traditionen entwickeln!

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Artikel „Die Frauen in der modernen Welt – Die Perspektive der Kabbala“
Blog-post: Die Beziehung des Menschen mit dem Schöpfer ist wie eine dramatische Liebesgeschichte

Familien sollten zusammen bleiben

Zwei Fragen, die ich über Liebe, Heirat und Scheidung erhielt:

Frage: Ich habe von jemandem gehört, dass die sexuelle Beziehung eines Paares ein Hinweis auf ihren Stand in der spirituellen Welt darstellt. Umfragen zeigen aber, dass 65% der Menschen ihre Anziehung für ihren Partner nach zwei Jahren verlieren, obwohl einige von ihnen dennoch eine wunderbare Beziehung führen. Es scheint, dass 65% der Familien sich trotz Kinder trennen sollten, obwohl Scheidungen unsere Kinder kaputt machen!

Meine Antwort: Familien sollten zusammen bleiben und um dies zu erreichen, muss man Kompromisse eingehen, so viele wie möglich.

Frage: Meine Frau ist 14 Jahre jünger als ich. Sie ist keine Jüdin und war nie an Spiritualität interessiert, aber sie konvertierte zum Judentum, damit wir heiraten konnten. Wir haben einen zwei Jahre alten Sohn. Wir trennten uns wegen ihrer Sturheit: Sie denkt immer, sie habe Recht. Sie ist materialistisch und liebt alles was „glänzt“. Ich gab ihr alles was ich konnte, und sogar mehr, da ich im Moment am Rande des Ruins bin.

Trotzdem liebe ich sie immer noch und sie liebt mich auf ihre eigene Art, aber unsere Egos hindern uns daran, es wieder hinzukriegen. Zusätzlich habe ich Angst vor einer weiteren Scheidung. Trotz allem, sie lachen zu sehen, macht mich glücklich. Ist das Liebe oder befriedige ich nur mein eigenes Ego? Vielleicht wird mir Ihr Rat helfen.

Meine Antwort: Das Beste ist, das zu tun, was Sie vorher getan haben: Bleibt zusammen, in Liebe und mit eurem Sohn.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Beziehung des Menschen mit dem Schöpfer ist wie eine dramatische Liebesgeschichte
Blog-post: So einigen Sie sich mit ihrem Partner!
Artikel: „Wie baut man eine spirituelle Beziehung bzw. Partnerschaft auf ?“

Die Entwicklung der Reshimot in der Geschichte

Eine Frage, die ich erhielt: Bitte zeigen Sie mir praktisch, indem Sie Beispiele aus der Geschichte gebrauchen, wie Reshimot sich verändern.

Meine Antwort: Die periodische Veränderung unserer Einstellung zum Leben wird von den sich verändernden „Genen“ in uns vorgegeben (Reshimot, was vom Wort Roshem – „speichern“ auf Hebräisch – stammt). Die Stufen der Veränderung des Egoismus sind in jedem von uns von Anfang an gespeichert worden, als die gemeinsame Seele sich in viele Seelen teilte.

Reshimot werden in einer ansteigenden und aufeinanderfolgenden Anordnung in uns enthüllt: 0-1-2-3-4. Daher brachten die Reshimot in den Anfangsstadien ihrer Verwirklichung einen kleinen Egoismus in uns hervor; in diesen Lebenszyklen waren wir „naiv“ – Sklaven und Herren. Als dann fortgeschrittenere Reshimot in uns zum Vorschein kamen, als wir in den nächsten Epochen geboren wurden, verlangten wir danach, freier zu sein, Arbeiter (wie Vasallen oder Leibeigene) zu sein. Frauen wurden ohne ihre Zustimmung unter die Haube gebracht und das wurde als „richtig“ angesehen. Sie liebten ihre Ehemänner, weil ihr kleiner Egoismus ihnen nicht in die Quere kam. Das war die akzeptierte Norm.

Und als sich danach noch fortgeschrittenere Reshimot in uns äußerten, verlangten wir danach „freie“, bezahlte Arbeiter zu sein, und Arbeitgeber anstatt Herren. Wir wollten Freiheit und Gleichheit (einschließlich für Frauen), und so weiter.

Die Reshimot rufen Verlangen in uns hervor und die Verlangen fordern den Verstand heraus, zu bekommen, was wir verlangen. Heute können wir Nationen sehen, in denen in der gleichen Epoche unterschiedliche Reshimot zum Ausdruck kommen und somit leben wir nicht in einem einzigen kulturellen Bereich, sondern in unterschiedlichen Kulturen und Formationen. Die Globalisierung hat jedoch eine rasche Verwirklichung der Reshimot in jedem Einzelnen und in allen zusammen zur Folge.

In Bezug auf die Wahlmöglichkeit:

  • Ehe (freiwillig – aus Liebe oder erzwungen – die Braut stehlen, ein Lösegeld zahlen, auf Befehl des Vaters heiraten und so weiter),
  • Macht (zwangsweise – obgleich später akzeptiert und geliebt, wie in Russland bis heute; durch die Wahl; oder ererbt),
  • Wohnort (ortsgebunden sein, eine Wohnerlaubnis haben, ein Ausweissystem, sich frei bewegen können),
  • und entsprechend anderer Anzeichen kann man sagen, welche Reshimot sich in einer Nation oder einer Zivilisation verwirklichen.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir erheben das ganze Universum bis zum Schöpfer
Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns

 

Finde einen Partner unter denen, die dir ähnlich sind

Fragen, die ich über Männer und Frauen erhielt:

Frage: Wieso wünscht sich eine Frau, „die einzig Wahre“ zu sein und vom Schöpfer, nur sie alleine zu erreichen? Hat das eine spirituelle Wurzel? Ein Mann zeigt ebenso, dass er der einzige sein möchte: der Beste zu sein, der Stärkste, zu zeigen, dass er alles schaffen kann und so weiter.

Meine Antwort: Eine Frau will mit der Quelle verbunden sein, wobei ein Mann selbst zur Quelle werden möchte.

Frage: Die Hälfte der Zeit kann ich nur daran denken, Sex mit einer schönen Frau zu haben, die Kabbala studiert. Ist das normal?

Meine Antwort: Das wird Sie darin bestärken, Sich für Kabbala zu interessieren, damit sie Sie mögen wird. Aber dann werden Sie so viele neue und attraktive Dinge in der Kabbala entdecken, dass sich Ihre Aufmerksamkeit stattdessen darauf richten wird. Unterdessen bleibt die schöne Frau, aber eben als jemand, der sie begleitet und nicht als Hauptgrund für Ihr Studium.

Frage: Was wäre die beste Lösung für mich: einen Mann zu heiraten, der nicht nach Spiritualität verlangt oder alleine bleiben, bis der Schöpfer möchte, dass ich einen Partner im Leben finde?

Meine Antwort: Versuchen Sie, einen Partner unter denen zu finden, die Ihnen ähnlich sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen
Blog-post: Frau=Verlangen
Artikel: Wie baut man eine spirituelle Beziehung bzw. eine Partnerschaft auf
Auszug aus einem Gespräch: Sex ist die Grundlage für all userer Gedanken

Suchen Sie Liebe nicht in dieser Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten, dass Männer von Natur aus polygam sind und immer nach neuen Sensationen suchen. In der Vergangenheit hatte jeder Mann mehrere Frauen, und er konnte sich eine neue Frau kaufen, wann auch immer er wollte.
Liebe war nicht beteiligt und manchmal wussten Männer und Frauen nicht mal etwas voneinander, bevor sie geheiratet haben. Das ist auch der Grund, warum Männer heute betrügen, geschieden werden und neue Frauen finden.

Andererseits sprechen Sie über die geistige Ehe – Mann, Frau, und der Shechina zwischen ihnen. Wie es möglich ist, die Anwesenheit des Schöpfers zwischen einem Mann und einer Frau in der geistigen Ehe zu erreichen, wenn der moderne Mann immer neue Erfahrungen mit verschiedenen Frauen braucht (heute heißt das Betrügen)

Das ist sehr schmerzhaft und schwierig zu akzeptieren. Helfen Sie uns bitte, denn Frauen missverstehen das Verhalten von Männern. Warum ist das für uns so schwierig, die Tatsache zu akzeptieren, dass Männer immer von anderen Frauen angezogen werden? Tun Männer das wegen etwas Besonderem? Oder ist es natürlich für sie, ständig neue Frauen zu brauchen – und sind wir Frauen so unkorrigiert, dass wir einfach ihre Bedürfnisse nicht verstehen können?

Meine Antwort: Das ist der Fluch des Egoismus, in den wir vom spirituellen Niveau abgestiegen sind. Gott sagte zu den Frauen: „Dein Wunsch wird für Deinen Mann sein und er wird über Dich herrschen.“ So lautet mein Rat: Suche nicht nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Loyalität und Liebe in Heiratsbeziehungen. Sie waren von Anfang an nicht da und sie können nicht da sein – die Tora warnt dich davor. Hört auf, diese Unordnung in der materiellen Welt beseitigen zu wollen und strebt nach der Korrektur. Als Ergebnis werden Eure Beziehungen ebenfalls korrigiert.

Sie müssen verstehen, dass die egoistische Natur nicht geändert werden kann und jeder darunter leidet, bis man sich darüber erhebt. Sie sollten Ihre Sorgen vom materiellen Niveau auf das spirituelle Niveau übertragen, wo Sie begreifen, „Warum tat der Schöpfer das?“ Es dient dazu, Sie zur Korrektur zu führen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Polygamie – Eine Frage der Kultur
Kabbalablog: Mann, Frau und die Schlange zwischen ihnen
Interview mit Michael Laitman: Wie baut man eine spirituelle Beziehung bzw. Partnerschaft auf?
Unterschied der Geschlechter, Teil 1
Unterschied der Geschlechter, Teil 2
Interview mit Michael Laitman: Kabbala über Sex