Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was ist die Gematria?

Frage an ML: Was ist die Verbindung zwischen Kabbala und der Gematria? Zum Beispiel haben der Schöpfer und die Natur denselben numerischen Wert in der Gematria. Was ist Gematria und was beweist sie?

Meine Antwort: Sie ist kein Zahlenspiel wie viele Leute glauben. Kabbalisten verwenden die Gematria, um Zustände, Kräfte und Stufen, die die Seele durchmacht, zu beschreiben. Es gibt nichts Verborgenes darin und die Kabbalisten verwenden sie für keine anderen Zwecke. Die Gematria ist einfach eine Ausdrucksweise, die die Beziehungen zwischen Kräften und Phänomenen in den Höheren Welten beschreibt; und jemand, der darüber schreibt, ist eine Person, die solche Beziehungen entdeckt und beobachtet. Der „Schöpfer“ und die „Natur“ sind Ausdrücke, die die allumfassende generelle Kraft beschreiben.

Kabbala Akademie

Kabbala ist für die ganze Welt


Frage: Warum enthüllen Sie dieses ganze geheime Wissen für Nichtjuden?

Meine Antwort: Ich nehme an, sie sind mit den originalen Quellen vertraut: Die Artikel “Das Horn des Messias“ und “Die Bürgschaft” von Baal HaSulam.

Die gegenseitige Bürgschaft (Arvut) innerhalb einer einzigen Nation ist fähig die Korrektur der ganzen Welt herbeizuführen. Andererseits können nicht alle Nationen gleichzeitig diese Korrektur durchführen. Wie die Weisen sagen: Der Schöpfer bot die Tora allen Nationen an (durch Abraham im alten Babylon), aber wegen der Größe ihres Egoismus und ihrer Selbstliebe waren sie unfähig sie zu akzeptieren. Sie nahmen das Geschenk nicht an.

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Wann werden Deine Gebete erhört?


Jedes Konzept dieser Welt ist gemäß der Stufen des direkten Lichts in die vier Stufen des HaVaYaH unterteilt – in jeder Qualität, Einfluss, Definition und Unterteilung. Diese Unterscheidung kann auf die gesamte Wirklichkeit übertragen werden.

• Die Stufen 0-1-2-3-4 „Shoresh-Aleph-Bet-Gimel-Dalet,“

HaVaYaH „Die Spitze der Buchstaben Yod-Yod-Hey-Vav-Hey,“

Sefirot „Keter-Chochma-Bina-Seir Anpin-Malchut,“

• Die Sinne „Sehen-Hören-Riechen-Schmecken-Tasten“

ParzufimGalgalta-AB-SAG-MA-BON,“

• Die Welten „Adam Kadmon-Atzilut-Briah-Yetzira-Assiya,“

• Die Lichter „Yechida-Haya-Neshama-Ruach-Nefesh,“

• Die vier Elemente „Feuer-Luft-Wasser-Erde“…

Unser Gebet soll immer allgemein gehalten werden: Ein Gebet der Gesellschaft, für die Gesellschaft, ein Gebet von Vielen. Es soll alle Stufen und Abteilungen enthalten, das gesamte HaVaYaH. Wenn jemand nur um etwas fleht ist es kein Gebet. Seine Bitte muss sein Verstehen und sein Empfinden enthalten, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Falls er seine Bitte genauso ausrichtet ist das Gebet erwachsen und gereift und er wird eine Antwort erhalten.

Baal HaSulam´s Buch Beit Shaar HaKavanot repräsentiert diese genaue, allgemeine Herangehensweise, eine globale Sicht der Schöpfung und der gesamten Realität. Anstatt kleine, individuelle Elemente zu unterscheiden erklärt er wie man sie vereinigt. Talmud Eser Sefirot ist eine Analyse in welcher das gemeinsame Ganze in Teile aufgebrochen wird, während Beit Shaar HaKavanot die Synthese darstellt, in der die Teile wieder zusammengefügt werden.

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In der Einfachheit liegt die Genialität

Alles kommt von HaWaYaH (Yud-Hej-Waw-Hej) – dem gemeinsamen, einzig bestehenden System, und nimmt seinen Anfang in der Wurzel – in der Spitze des Yud (Kuzo shel Yud).

Das ist Keter, „Bestehendes aus dem Bestehenden“ (Jesh mi Jesh). Dort gibt es Licht und Verlangen (Kli), „Etwas aus dem Nichts“ (Jesh mi Ajn), die sich zusammen ausbreiten.
Das Licht wirkt auf das Verlangen ein, das dann verschiedene Formen annimmt, das heißt, das Verlangen zu genießen verändert ständig seine Eigenschaften entsprechend dem Licht.
Der Sohar erklärt, wie alle Eigenschaften aus dem Licht, welches das Verlangen zu genießen erschaffen hat, entstehen, „Etwas aus dem Nichts“, und wie das Licht an diesem Verlangen arbeitet.
Dies ist wahrhaft eine Entwicklungssymphonie: das Einwirken des Lichts auf das Verlangen, der Mangel an Erfüllung, der sich unter dem Einfluss des Lichts verändert, indem er verschiedene Formen und Eigenschaften annimmt und in sich Eigenschaften des Lichts und seine vorherigen Formen einschließt, welche die nachfolgenden Zustände noch mehrere Stufen später beeinflussen.
Der Sohar erklärt uns, wie aus nur zwei Kräften – dem Verlangen zu geben und dem Verlangen zu genießen – die gesamte Vielfalt der Schöpfung entsteht. Und all das ist unmittelbar mit uns verbunden, denn in unserer Welt gibt es auch nichts anderes außer zwei Kräften – schwarz und weiß, Eins und Null, Gut und Böse.
Ganz gleich, über welche Ebenen wir sprechen – die gesamte Schöpfung, unser ganzer Eindruck, all unsere Gefühlsformen und Bilder der Realitätswahrnehmung bestehen aus zwei Kräften.
Die Kabbalisten haben geschafft, diese zwei Kräfte sehr schön in Form von Buchstaben zu erklären. Wenn wir später diese Formen betrachten, werden sie zum Leben erweckt, mit Lebensgeist erfüllt.
An den Buchstaben beginnt man zu erkennen, wie diese Eigenschaften, der Schöpfer und die Schöpfung, miteinander verbunden sind, wie sie ineinander greifen und einander durchdringen, in welcher Richtung, auf welche Art und Weise, worin sie miteinander verschmelzen und worin noch nicht, welche Einschränkungen es gibt.
Uns fehlen die Worte, um diese Beziehungen auszudrücken. Doch der Buchstabe, das Symbol bietet dir ein Modell. Und indem du dieses Modell wahrnimmst, schaltest du in dir die Gesamtheit der Empfindungen, der Beziehungen und all dessen, was in einem Buchstaben enthalten ist, ein.
Und in einem Buchstaben gibt es alles. Er scheint nur eine einfache Form zu sein, doch diese Einfachheit schließt in sich tausende von vorherigen Formen ein, die er bei seinem Abstieg von oben nach unten angenommen hat.
In der Kabbala geht alles aus dringlicher Notwendigkeit hervor. An der Natur selbst, an der Struktur des Menschen und seiner Wahrnehmung haben die Kabbalisten erkannt, dass es keine andere Möglichkeit gibt, die Beziehung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung auszudrücken, als mithilfe von diesen Symbolen, Buchstaben.

 

Spannendes Abenteuer an Ort und Stelle

Es scheint, als ob der Sohar eine sehr einfache Geschichte erzählen würde, indem er immer wieder über ein und dasselbe spricht und es nur von unterschiedlichen Ebenen und Stufen aus, durch unterschiedliche Begriffe und Situationen erklärt.

Und ständig taucht die Frage auf: Warum kehrt er immer wieder zu den gleichen Sachen zurück? Wie lange kann man nur ein und dasselbe lesen?!

Wir begreifen aber nicht, dass, wenn der Mensch während des Lesens diese Zustände in sich drin durchlebt, das für ihn alles andere als ein und dasselbe ist. Jedes Mal ist das ein vollkommen anderes Abenteuer, selbst wenn darüber in den gleichen Worten erzählt wird, denn in der Realität gibt es nichts, außer der zehn Sefirot und drei Linien: d.h. vier Buchstaben des HaWaYaH mal drei Linien ergibt zwölf Teile.

Doch wenn sich in uns das Verlangen und der Schirm verändern, dann eröffnen sich uns ständig neue Eigenschaften: Klänge, Düfte, Geschmäcke.

Jedes Mal verändert sich das ganze Bild vom Anfang bis zum Ende, und jeden Tag erleben wir neue Eindrücke und Empfindungen.

Darum – mag es uns auch wie Wiederholungen vorkommen (und der erhalten gebliebene Sohar-Text beträgt nur ca. 5% des Originals) – bedeutet jede Seite und jedes Wort für diejenigen, die die spirituelle Erkenntnis bereits erlangt haben, ein vollkommen neues, sich nie wiederholendes Erlebnis.

Wollen wir hoffen, dass jeder von uns den Sohar so wahrnehmen können wird.

Aus dem Abendunterricht zum Buch Sohar, 13.05.2010

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“Lass mich gehen, denn der Tag bricht an”

Sohar, Kapitel VaYishalach Punkt 90:

„Lass mich gehen, denn der Tag bricht an“

Wenn der Schöpfer die Söhne Israels belebt und sie vom Exil erlöst, öffnet sich für sie eine schmale, kleine Tür zum Licht hin. Und danach öffnet sich ein anderes Tor für sie, breiter und größer als das Erste. Dies setzt sich solange fort, bis der Schöpfer die höheren Tore aufreißt, welche allen vier Winkeln der Erde gegenüber liegen.

Daher wird die Befreiung nicht auf einmal zu allen kommen, sondern wie eine Morgendämmerung, die nach und nach erblüht, bis der Tag anbricht.

Uns ist diese Erlösung garantiert – der Erwerb der Eigenschaft der Liebe und des Gebens, welche im Schöpfer existieren, was uns zur Anheftung an Ihn führen wird.

Und dies ist, was der Schöpfer an den Söhnen Israels tut… Israel steht für jeden, der sich dem Schöpfer annähern möchte, weil „IsraEl“ für „direkt zum Schöpfer“ steht, unabhängig von seiner physischen Abstammung. Schließlich spricht der Sohar zu allen „Babyloniern“ – zu uns allen… und den Gerechten unter ihnen. Dies bezieht sich auf jene, welche die Höhere Stufe enthüllen wollen, um den Schöpfer zu rechtfertigen, anstatt Ihn anzuklagen.

Er erlöst sie stufenweise, aber nicht auf einmal. Es ist wie bei einem Mann, der sein ganzes Leben in Dunkelheit verbracht hat. Wenn man ihm Licht bringen will, muss man zuerst einen kleinen dünnen Strahl, wie durch ein Schlüsselloch enthüllen, und dann ein bisschen mehr, bis er schrittweise zur vollkommenen Erleuchtung des ganzen Lichtes kommt.

Hier wird über das Licht der Liebe und das Geben an andere gesprochen, was sich nur enthüllen kann, wenn wir gemeinsam diesem Verlangen zustimmen, es fordern und erbitten. Daher wird es uns stufenweise enthüllt, in dem Maße, in welchem wir unsere Natur verstehen und wie gegensätzlich diese zur gebenden Natur des Schöpfers ist.

So enthüllen wir unsere Seele, vom dünnsten Lichtstrahl bis zur Enthüllung des vollständigen spirituellen Parzuf, dem gesamten HaWaYah und den drei Linien, welche man als die „12 Stämme Israels“ bezeichnet – die 12 Eigenschaften der Seele.

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Wenn Du frei sein möchtest, dann erhebe Dich auf die Stufe des Schöpfers


Eine Frage, die ich erhielt: Warum erweckt der Schöpfer nicht alle Seelen gleichzeitig und gibt jedem die gleiche Freiheit der Wahl?

Meine Antwort: Jede Seele erhält ihrer Wurzel entsprechend die Freiheit der Wahl. Wenn jeder Mensch sich selbst korrigiert, wird er sehen, dass es keinen Grund zur Klage gibt und dass im allgemeinen korrigierten System der Seelen jeder gleichwertig ist.

In seiner individuellen Korrektur unterscheiden die Einzelnen sich jedoch. Manche Seelen sind höher, manche niedriger. Diese Unterschiede verblassen, wenn sich am Ende der Korrektur alle in Liebe und gegenseitigem Geben verbinden.
Während des Entwicklungsprozesses gibt es zwischenzeitlich Unterschiede zwischen uns. Diese sind notwendig, da es sonst keine Bewegung gäbe.

Die Schöpfung schreitet voran, weil die Menschen im Inneren ein höheres System erbauen. Wir bauen unsere Ähnlichkeit zum Schöpfer auf und dies kann nur so lange geschehen, wie es einen Unterschied zwischen den inneren Teilen, den Seelen gibt.

Der Schöpfer hat mit Hilfe von 613 Lichtern 613 Verlangen geschaffen. Dies bedeutet, dass die Schöpfung von Anfang an eine Vielfalt verschiedener Eigenschaften beinhaltet. Sonst wäre es uns innerhalb unserer Egoistischen Struktur unmöglich zu den Eigenschaften des Gebens und der Liebe und dem Gefühl zu gelangen, dass die Eigenschaft des Schöpfers wichtig ist.

Am Ende der Korrektur werden wir alle einzelnen Seelen oder Eigenschaften verbinden und dann ein einziges, vollkommenes System entdecken – den Schöpfer (HaVaYaH). Der Grund jedoch, warum wir dieses Eine System erreichen können, liegt in den zahlreichen Klärungen, die zum ihm hinführen. Innerhalb dieses Einen gibt es keine Unterschiede mehr unter den Teilen von Malchut. Die Unterschiede waren nur dazu da, um Ihn zu verstehen und wie Er zu werden.

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Alle kabbalistischen Texte sprechen über unsere Verlangen und die Erlangung des Schöpfers

Fragen, die ich über die Bedeutung von kabbalistischen Schriften erhielt:

Frage: Gibt es eine Übersetzung über die 613 Verlangen (Geboten) der Tora in die Sprache der zehn Sfirot?

Meine Antwort: Als ein Beispiel siehe Baal HaSulams Artikel „Pkudin ve Eitin“ am Ende vom „Vorwort zum Buch Sohar“ (nicht zu verwechseln mit der „Einführung zum Buch Sohar„).

Frage: Das Folgende ist ein Zitat eines Gedichtes von Baal HaSulam: „Und dann wird dieser besondere Turm von Oz vor dir erscheinen.“ Worauf bezieht sich der Turm von Oz?

Meine Antwort: Oz ist eine Kraft, die sich auf die vollständige Enthüllung des Schöpfers bezieht.

Frage: Einer von Baal HaSulams Texten lautet: „Die Methode der Beeinflussung durch die Namen.“ Können Sie erklären, was das bedeutet?

Meine Antwort: Namen verweisen auf teilweise Erlangungen des Schöpfers, welche sich dann zusammenfügen, um Seinen vier-buchstabigen Namen HaWaJaH zu formen.

Frage: Das Buch der Formung spricht über die sieben Himmel, von welchen jeder sieben Monde hat und der siebente Himmel reine Seelen enthält. Und es erwähnt auch „Schirme“. Ich würde gerne mehr darüber erfahren. Was bedeuten die Himmel, die Monde und die Schirme tatsächlich?

Meine Antwort: All das verweist nur auf die Sfirot, Parzufim, Olamot, Masachim, Reshimot und andere Teile des Verlangens, welches sich stufenweise dem Schöpfer angleicht. Denn es existiert nichts außer dem Schöpfer und dem Verlangen, das Er geschaffen hat. Die sieben Himmel sind die sieben Sfirot von SON. Die sieben Monde sind die Malchut in jeder Sfira, usw. Siehe die Arbeiten von ARI.

Verwandtes Material:
Block-Post:  Der Unterschied zwischen spiritueller Korrektur und dem Einhalten der Rituale
Block-Post: Die spirituelle Bedeutung von Namen und Titeln
Artikel: Vorwort zum Buch „Mund des Weisen“


Wie alt ist die Welt?


Fragen, die ich darüber erhielt, ob Kabbalisten je über das Alter der Welt und vergangene Zivilisationen geschrieben haben:

Frage: In vielen Unterrichten sagten Sie, dass unsere Welt etliche Millionen Jahre alt ist, wir gemäß dem hebräischen Kalender jedoch das Alter der Welt von dem Moment an beginnen zu zählen, als in einem Menschen, der Adam hieß, der Punkt im Herzen erwachte (von dem Moment an, in dem er entschied, dem Schöpfer ähnlich zu werden). Von welchen kabbalistischen Quellen haben Sie diese Information?

Meine Antwort: Baal HaSulam sagt in seinem Artikel „Die letzte Generation“, dass jeder Zeitabschnitt, der die Erde formte, 30 Millionen Jahre dauerte. Das zeigt, dass die Erde bereits seit Jahrmillionen existiert.

Baal HaSulam schreibt auch in seinen Briefen, dass Adam der erste Mensch war, der den Schöpfungsgedanken enthüllte. Offensichtlich hatte Adam Eltern und Verwandte und war in diesem Sinne nicht der erste Mensch, aber der erste Mensch, der den Schöpfer erlangte oder enthüllte. In jeder anderen Hinsicht entwickelte sich die Natur infolge der Reshimot, die zum Vorschein kamen und realisierten, angefangen vom unbelebten Level der Natur, zum vegetativen Level, weiter zum tierischen Level und dann zum menschlichen Level. Dies geschah Schritt für Schritt und oberflächlich betrachtet erschien es, genau wie Darwin dachte. Jedoch geschieht das nicht durch natürliche Auslese, sondern durch aufeinanderfolgende Enthüllung der Reshimot gemäß des Modells von HaVaYaH.

Frage: Lieber Rav, von dem, was ich in Ihren Unterrichten gehört habe, verstehe ich, dass Baal HaSulam ein Mann war, der Großes erreicht hat. In einem Ihrer Unterrichte sagten Sie, dass Baal HaSulam über die Entstehung der Erde und die zahlreichen Veränderungen schrieb, die während der flüssigen und festen Phasen geschahen, von denen jede 30 Millionen Jahre andauerte. Haben Kabbalisten je etwas von vergangenen Zivilisationen erwähnt?

Meine Antwort: Nein, denn sie sind an diesem einen Stückchen nicht interessiert. Kabbalisten richten ihre ganze Aufmerksamkeit nach oben, über diese Welt hinaus (zum Schöpfungsziel), anstatt zurück (in die Abgründe der Geschichte).

Es gibt keine intelligenten Zivilisationen außer der unsrigen. Diese Tatsache wird durch das Studium des Abstiegs des Lichts und des Kli aus der Welt der Unendlichkeit in unsere Welt, sehr klar. Wir existieren schon jetzt in der Welt der Unendlichkeit, doch unsere gestörten Sinne stellen dies als unsere Welt dar. Der Ari beginnt seine Enthüllung des Universums von dem Moment an, in dem es nur das Licht gibt und dann erscheint der Embryo des zukünftigen Geschöpfes. Das einzige, das von diesem Punkt innerhalb des Lichts hervorgeht, sind wir.

Verwandtes Material:
Blog-post: HaVaYaH – Die Entwicklungsstufen des Verlangens (für Fortgeschrittene)
Artikel: Materie und Form in der Wissenschaft Kabbala
Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

HaWaYaH – Die Entwicklungsstufen des Verlangens (für Fortgeschrittene)


Eine Frage, die ich erhielt: Ich würde gerne die Bedeutung des Heiligen Namens verstehen: Beginnend beim Anfang des Yod, dann das Yod, das Hei, das Wav und das Hei. Wie weisen sie auf die Sefirot in unseren Kelim hin und wie ist die Beziehung zu Malchut in der spirituellen und in der körperlichen Welt und in unseren Seelen von Nefesh bis Yechida?

Meine Antwort: Die Buchstaben und die Sefirot sind das Gleiche, es gibt nichts außer dem Wunsch und dem Licht, das es erschuf und es erfüllt. Alles andere ist ein Verweis auf deren gegenseitige Beziehung. Der Rahmen dieses spirituellen Verlangens ist der fünfstufige Wunsch, dessen letzte Stufe das endgültige Verlangen bestimmt.

Das Gleiche gibt es bei uns: Die Verlangen formen sich, bis wir sie wahrnehmen und verstehen. Dies muss sich über vier Stufen entwickeln und beginnt bei dem Licht, welches ursprünglich nur so groß wie ein Punkt ist – der Anfang des Buchstaben Yod – und dann die vier Phasen der Entwicklung von HaVaYaH durchschreitet. Wenn sich erst das Verlangen gebildet hat, reagiert es auf das Licht, aus welchem es stammt und ist bereits das umgekehrte HaVaYaH.

Eine Frage, die ich erhielt: Zum Sohar (engl.) gibt es ein Zitat von AGRA: „Wenn einer die Basis vollkommen begriffen hat, wird alles unmittelbar sofort klar: die volle Ausbreitung von Pshat, Remez, Drush und Sod.“ Wenn er sagt: „Die Basis vollkommen verstanden,“ über welche Basis spricht er?

Meine Antwort: Wenn jemand seine ersten HaWaYaH Gefäße unter dem Schirm sammeln kann – also seine Seele auf der ersten Stufe des Aviut und des Schirms – fühlt er alle zehn Sefirot oder „enthüllt sein korrigiertes Verlangen.“ Und innerhalb davon fühlt er das ganze Universum im Kleinformat. Er wird den Ursprung und die Verbindung dieser vier Buchstaben verstehen.

HaWaYaH = Die Zehn Sefirot der Offenbarung des Lichts des Schöpfers.