Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Hauptsache'

Die Absicht ist das gespiegelte Licht

Derjenige, der den Unterricht hört, ohne ihn zu verstehen, muss noch mehr als die anderen an die Absicht denken.

In der Absicht ist alles klar, man braucht nichts zu erklären; sie muss für sich selbst geklärt werden! Kläre ganz genau, was du erreichen willst.

Auch wenn deine Wünsche dem Spirituellen nicht passen – während des Studiums wird das höhere Licht dich beeinflussen, und allmählich stimmt es dich richtig ein. Wichtig ist, dass du versuchst, deine Absichten zu analysieren.

Unsere Anstrengungen liegen nicht im Studium, nicht im Verstehen, sondern in der Absicht: Wozu studiere ich, warum, was will ich davon haben. Und wenn auch alle deine inneren Berechnungen falsch sind, ist das nicht so wichtig. Wenn du die Absicht ausrichtest, wird das Licht auf sie einwirken.

Denn das Licht wirkt nicht auf das Verlangen, sondern nur auf die Absicht ein (um die egoistische Absicht in die altruistische umzuwandeln); es kommt von oben durch die Welten, schon gekleidet in die Absichten, in das reflektierte Licht.

Deshalb kannst du das höhere Licht nicht empfangen, wenn du auch das gespiegelte Licht nicht schaffst; das gespiegelte Licht heißt – die Absicht.

Wir haben deshalb keine Wahl: alles hängt nur davon ab, wie wir die Absichten ausrichten. Auch wenn sie falsch sind – wie bei einem Säugling, der noch nichts versteht -, ist das unwichtig. Die Hauptsache ist, dass das höhere Licht etwas zu korrigieren hat!

Aus einem Unterricht über „Bejt Schaar HaKawanot“, 02.12.2010

Von Meditation zu Teilnahme

Ich stelle mir ständig das Netzt unseres Zusammenwirkens vor. Es verschwindet, aber ich versuche weiter, es in meinem Bewusstsein zu weben. Immer wieder aufs neue, bis es in meinem Kopf verankert bleibt, und ein Teil meines Lebens wird.

Jetzt lebe ich in diesem andauernden Gefühl, in dieser beständigen, hintergründigen Beleuchtung unserer Einheit.

Und dann möchte ich das nicht nur von außen betrachten, sondern auch in diesem Netz sein. Meine Welt soll ein globales System der Vernetzung zwischen allen und jedem sein. Meditation wird durch Teilnahme ersetzt. Ich dringe immer tiefer in die Einheit der Freunde ein.

Und dann kommt der Widerstand von fremden Gedanken, Wünschen und Handlungen, ich sortiere sie und ich sehe anhand von ihnen, wo ich noch nicht korrigiert und noch nicht verbunden bin. Sie zeigen mir meine Eigenschaften und Seiten, in denen noch keine Verbindung existiert, und ich korrigiere meine Mängel.

Das gibt mir mehr Kräfte, mehr Gefühle und mehr Vernunft, mein Weltbild wird ausführlicher, vollkommener und so schreite ich fort.

Die Hauptsache ist es in Gedanken ein einheitliches Netz abzubilden. Das reicht, der Rest kommt von selbst.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch, 02.11.2010

Halte den Atem an und du wirst aus dem Strudel herauskommen!

In diesen letzten Tagen, die noch vor dem Kongress bleiben, müssen wir bereit sein, dass sich die Hindernisse und Störungen von allen Seiten verstärken und wir sollen dabei einander unterstützen.

Versucht zu klären, dass wir keine andere Wahl haben. Die Bewegung nach vorn ist nur durch die Anstrengung über der Vernunft und dem Gefühl möglich, wie ein Ochs unter dem Joch und ein Esel unter der Bürde, nur indem wir uns bemühen, ohne Vernunft oder Gefühl zu handeln.

Wir müssen versuchen diese Kraft der Verbindung von der Gruppe zu empfangen, da innerhalb er Gruppe der Schöpfer herrscht: „inmitten seines Volkes“ – und so erheben wir uns!

Im Gegensatz zu allen Religionen und spirituellen Methoden vernichten wir in der Weisheit der Kabbala den Egoismus nicht. Wir möchten ihn entwickeln und seine Explosionen sammeln, denn wir wollen uns über ihn erheben.

Deshalb soll jeder mit seiner Last des Egoismus kommen, mit allem was er hat und gerade auf dieser Basis sollen wir eine Verbindung zwischen uns schaffen.

Und dann statt einem Kurzschluss, der entsteht wenn kein Widerstand zwischen uns existiert, erheben wir uns über diesem Widerstand und bekommen ein Ergebnis.

Deshalb sollen wir uns in der verbleibenden, sehr intensiven und kritischen Zeit, in der wir in unterschiedliche Richtungen, zwischen Gut und Böse, Verwirrung und Klarheit hin und her geworfen werden, freuen, dass wir zu solchen Zuständen gelangt sind. Die Hauptsache ist, nicht gleichgültig zu bleiben.

Und wenn der Mensch endlich, nach all dem durchgemachten Wirbel, zum Kongress kommt, hat er etwas womit er kommen kann! Und den Rest korrigieren wir zusammen!

Aus dem Unterricht über den Artikel „600 000 Seelen“, 26.10.2010

Die richtige Ordnung für das Studium

Wenn der Mensch mit der Frage kommt: „Wofür und warum lebe ich?“, dann muss man ihm erklären:

  • was das für ein Wunsch ist, der in ihm entstand, und welche Füllung er erfordert
  • was unsere Natur – das Ego – ist, nämlich die Quelle allen Übels, das korrigiert werden muss – denn darin besteht unsere einzige freie Handlung (die Freiheit des Willens).

Dafür muss man die Artikel von Baal HaSulam studieren: „Die Freiheit des Willens“ und „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“, die über die Offenbarung des Schöpfers an die Geschöpfe erzählen, und die als Mittel zur Erreichung des Schöpfungsziels dienen.

Die übrigen Artikel von Baal HaSulam helfen dem Anfänger, das ganze Bild des existierenden Universum zu verstehen: die Welten, der Anfang, der Prozess, das Ziel jedes Elementes der Schöpfung, das Übel und die Leiden als treibende Kraft usw.

Wenn das Gesamtbild schon vorhanden ist, dann muss man im nächsten Schritt klären, wie der Aufstieg und die Korrektur erfolgen. Die Seele ist das Hauptwerk, deren Zerbrechen durch den Schöpfer und deren Korrektur durch uns zustande kommt – hierfür sind schon die Artikel von Rabash notwendig.
Ihr Ziel ist, die Position des Menschen innerhalb der Gesellschaft zu finden, das Zerbrechen zu erkennen, um zu verstehen, was zu korrigieren ist. Wie man also das Zerbrechen der Seelen korrigieren kann.

Deshalb lernen wir zusammen aus den kabbalistischen Büchern von Baal HaSulam – weil sie über die Kraft verfügen, unserer Generation das Licht, das zur Quelle zurückführt, zu geben.

Man kann dieses Material in beliebiger Reinfolge studieren, denn auch der Mensch befindet sich in verschiedenen Zuständen.

Ein neuer Student gerät in die Mitte des gemeinsamen Lernprozesses, aber das spielt keine Rolle. Hauptsache man arbeitet mit allen zusammen, denn wir sind alle in einander eingeschlossen – unsere Seelen und Wünsche sind in einander verschlungen.

Deshalb ist es unwichtig, mit welchem Artikel man das Studium beginnt. Aber es wäre wünschenswert, wenn es eine mehr oder weniger klare Ordnung des Studiums gäbe, die sich direkt aufs Ziel richten würde.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 09.08.2010

Zur Kabbala Akademie