Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Schöpfer ist dem Menschen immer nahe

Kommentar: Der Mensch sollte versuchen zu erkennen, dass der Schöpfer sich ihm jeden Moment zuwendet, nur mit Hilfe verschiedener Kräfte und verschiedener Ereignisse. In der Tat ist der Schöpfer immer in der Nähe des Menschen und arbeitet an ihm.

Wenn der Mensch nicht aufhört zu suchen und sich immer daran erinnert, dass alles, was er empfindet, vom Schöpfer kommt und sich bemüht mit ihm in Kontakt zu treten, wird er nie vom rechten Weg abkommen und immer auf den Schöpfer ausgerichtet sein.

Zu jeder Zeit, hinter jedem Ereignis steckt ein Appell des Schöpfers. Hier hängt alles nur vom Menschen ab wie sehr er in der Lage ist, nach dem Schöpfer zu streben.   

Manchmal lässt der Schöpfer den Menschen erkalten, indem er ihm Hindernisse schickt, nicht um ihn vom Weg abzubringen sondern im Gegenteil, um ihn zu erwecken und ihn zu lehren. So bringen die Eltern ein Kind das Laufen bei und treten zurück, damit sich das Kind anstrengt und einen Schritt vorwärts macht.

Was auch immer geschieht, wir haben es mit Sicherheit mit dem Schöpfer zu tun, der uns keinen Augenblick verlässt, nur sollten wir ihn auch nicht verlassen. Ganz gleich wie wir die Haltung des Schöpfers uns gegenüber empfinden, die Hauptsache ist, dass wir die Verbindung mit ihm nicht unterbrechen.  Das heißt, wir sollten versuchen, auf jeden Impuls den wir vom Schöpfer erhalten zu reagieren indem wir aus dem Herzen heraus so antworten, wie der Schöpfer uns angesprochen hat.

Auch wenn es dem Menschen noch an Wissen mangelt, möchte er doch mit dem Schöpfer in Kontakt sein und er versucht daher ständig bereit zu sein, auf die Ansprache des Schöpfers zu reagieren.

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Aus einer Lektion zum Artikel von Rabash.

In der Absicht leben

Der Schöpfer schickt uns Unglück und Probleme, alle möglichen unangenehmen Dinge – und wir müssen in ihnen eine gute Absicht und Vaterliebe erkennen. Denn der Schöpfer ist gut und tut sowohl Guten als auch Schlechten Gutes.

Mit anderen Worten: Er teilt uns nicht in Gute und Schlechte auf, denn so hat er uns erschaffen, jeder von uns nimmt aber die Haltung des Schöpfers, d.h. sein eigenes Leben, auf seine Art und Weise wahr.

Mit jeder beliebigen Erscheinung in unserem Leben müssen wir unsererseits eine Haltung Ihm gegenüber aufbauen: „Alles kommt vom Guten, der Gutes tut“, vom „Es gibt niemanden außer Ihm“. Hier muss der Mensch sich über die Empfindung „süß-bitter“ zur Bewertung „Wahrheit-Lüge“ erheben.

Die Wahrheit besteht darin, dass alles, „Süße und Bittere“, von einer Kraft und nur zu meinem Wohl, der Wahrheit wegen, ausgeht. Und süße und bittere Empfindungen werden hinterher gegeben, damit ich mich über der Bitterkeit zur Wahrheit ausrichte.

So lernen wir nach der Höheren Kraft zu streben, sie zu verstehen, sie in den eigenen Eigenschaften ausfindig zu machen: wie verhält sie sich uns gegenüber, was bringt sie uns, wonach verlangt sie.

Sie verlangt nach dem Glauben über dem Verstand, nach der Ergebenheit, nach dem Geben über all dem Empfangen, über allen Empfindungen. Letztendlich verlangt sie von uns, uns über die Empfindung „süß-bitter“ zur Absicht „Wahrheit-Lüge“ zu erheben.

Dadurch erkennen wir ihr Ziel und beginnen, es zu verstehen: sie will, dass wir uns allem gegenüber, was es in der Realität gibt, nur entsprechend der Absicht und nicht der Empfindung verhalten.

Dann enthüllt sich uns ein neues Sinnesorgan – das reflektierte Licht, Chassadim, der Glaube über dem Wissen. Genau in diesem Sinnesorgan beginnen wir, den Schöpfer zu erkennen, der uns alle Gefühle und Situationen schickt, über die wir uns erheben müssen, indem wir die Haltung Ihm gegenüber über jeglichen Empfindungen aufbauen.

Uns wird klar, dass die gesamte Arbeit über dem Egoismus, über den Empfindungen, die der Schöpfer in unserem egoistischen Verlangen erschafft, stattfindet.

All das ist nur dazu da, damit wir immer mehr die Absicht zum Geben – die „Wahrheit“ – entwickeln. In ihr werden wir leben und in ihr werden wir genießen, indem wir alles aus uns heraus auf das Geben an den Nächsten und den Schöpfer ausrichten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 14.10.2010