
Ein Brief von Rabbi Yehuda Ashlag, aus dem Buch „Frucht des Weisen“, Band „Briefe“, Seite 61
Baal Shem Tov sagte: „Vor dem Erfüllen eines Gebotes soll der Mensch überhaupt nicht an die persönliche Führung denken, sondern soll sich im Gegenteil sagen: „Wenn ich mir nicht selbst [helfe], dann wird niemand mir helfen“. Nach der Erfüllung eines Gebotes jedoch soll er sich besinnen und glauben, dass er nicht aus seiner Kraft das Gebot erfüllte, sondern nur kraft des Schöpfers, der im Voraus alles für ihn plante, und der Mensch also gezwungen war, diese Handlung auszuführen“.
Wie die Worte unserer Welt übereinstimmen, so stimmen auch das Spirituelle und das Irdische überein, und so muss der Mensch, bevor er auf den Markt geht, um sich sein Brot zu verdienen, einen Teil seiner Gedanken der persönlichen Führung widmen, und sich selbst sagen: „Wenn ich mir nicht selbst [helfe], dann wird niemand mir helfen“, und alles Notwendige tun, wie alle Menschen, um sein Brot zu verdienen, genau so wie sie.
Doch abends, nachdem er nach Hause zurückkommt und seinen Lohn mitbringt, darf er keinesfalls denken, dass er dies aus eigener Kraft verdiente, sondern dass sogar wenn er den ganzen Tag faul liegen würde, er ebenfalls an das gleiche Geld kommen würde.
Und obwohl unser Verstand diese Dinge als gegensätzlich auffasst und das Herz sie keinesfalls gleichzeitig aufnimmt, muss doch der Mensch glauben, dass der Schöpfer es genau so in seiner Tora festlegte und durch diejenigen, die sie an uns weitergeben. [Rest des Beitrags lesen →]
Abgelegt unter: Allgemein - Kommentare deaktiviert für Wenn ich mir nicht selbst helfe – wer wird mir helfen?