Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Größere'

Warte nicht auf den kritischen Pegelstand

Sich den Anderen annähern, bedeutet ihre Verlangen und Gedanken an sich näher zu bringen, sie so zu empfinden, wie das Verlangen seiner eigenen Kinder. So wichtig sollte mir die ganze Welt sein, als ob alle Menschen meine Verwandte wären.
Später fange ich an, diese „Verbindung zur Verwandschaft“ immer mehr zu empfinden, solange, bis ich diesen Teil als mein Eigen fühle. Sogar sind es nicht nur meine Teile, ich bin es selbst! Das ist ein rein psychologisches Problem.
Je mehr ich mich ihnen nähere, desto mehr empfinde ich eine Kraft, die den Rauminhalt zwischen uns füllt, und dort offenbart sich der Schöpfer. Je größer meine Sorge um jeden einzelnen Menschen ist, desto näher komme ich an den Schöpfer heran und bekomme mehr Chancen ihn zu offenbaren.

Doch wenn ich die Anderen und die Möglichkeit, mich ihnen zu nähern, abstoße, und nur an meine egoistischen Interessen denke, dann verdecke ich mich selbst und die anderen Menschen vor dem Schöpfer. Ich verdecke das Gute und das Wohlwollen, und rufe das Böse und die Leiden in die Welt hervor.

Wenn ich nicht die Wissenschaft der Kabbala richtig einsetze, dann beginnen die Menschen sich von einander zu entfremden, einzelne Menschen und ganze Länder. Dann wird sich über sie die Dunkelheit verbreiten, eine noch Größere als jetzt.

Der Schöpfer entfremdet sich noch mehr von uns, und wenn Er die kritische Note erreicht, dann kommt es zu einem Weltkrieg. Es hängt alles nur von der Annäherung oder der Entfremdung dieser höheren Kraft ab, damit ruft sie die Explosionen, die Katastrophen, die Kriege, bis zu dem Weltkrieg hervor.

Noch befinden wir uns einfach im „Exil“ (eine verlorene Empfindung des Schöpfers). Er ist uns sehr nahe, und kommt absichtlich noch näher, um uns die globale Verbindung der Welt zu offenbaren. Solange es noch nicht zu spät ist, müssen wir zum Verständnis kommen, dass wir verpflichtet sind, dieses Wissen an Alle hinzubringen, es hängt alles von unserem Verlangen ab.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Der allgemeine Charakter der Wissenschaft der Kabbala“, 13.1.2011

Dann wird alles in Ordnung sein

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man von der Gruppe das Begreifen der Notwendigkeit der Nächstenliebe ohne Gebet, ohne inneren Bruch bekommen?

Meine Antwort: In der Gruppe sollst du arbeiten – die Gruppe  verpflichten, dich zu beeinflussen. Wie kannst du sie verpflichten? Du kannst sie kaufen! Wie auch gesagt wird: „Kaufe dir einen Freund“.

Du sollst dich in die Gruppe einbringen, um die Freunde zu zwingen, auf dich den Einfluss zu üben. Du sollst dein Ego in Bezug auf sie erniedrigen, weil nur der Kleinere vom Größeren bekommen kann.

Die Arbeit in der Gruppe:

1. Auf die Freunde den Einfluss dort zu üben, wo ich größer bin als sie, ihnen alles geben, was sie wollen, als ob ich der Größere bin, ich gebe ihnen, wie der Größere dem Kleineren gibt.

2. In jenem Maß, in dem ich kleiner als sie bin, soll ich von ihnen das Begreifen der Wichtigkeit des Schöpfungsziels bekommen – ich erniedrige mich vor ihnen und bekomme es dann.

Als ob ich ihnen sagen würde: „Wie viel und was genau wollt ihr von mir bekommen, ich gebe euch alles zurück, um von euch das Begreifen der Wichtigkeit des Gebens und der Liebe zu bekommen!

Ich will von Еuch nur das bekommen. Alles andere habe ich schon, aber dieses Verlangen kann ich nirgends, nur von der Gruppe, bekommen.

Dabei bekomme ich nicht die Liebe und das Geben selbst – sondern die Empfindung des Mangels, den Wunsch dazu. Und später kommt das Licht und bringt mir die Liebe und die Eigenschaft des Gebens mit.

Den Wunsch zu dieser Eigenschaft bekomme ich von der Gruppe. Und dann bringt das Licht, das zur Quelle zurückführt, die Korrektur anstelle der Empfindung des Mangels.

Аusschnitt aus dem Unterricht über den Artikel „Die Einführung zu TES“, 23.06.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>