Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Liebe bedeutet, die Wünsche des Nächsten zu erfüllen

Frage: Wo ist die Grenze zwischen der spirituellen und der materiellen Welt? Wie kann man sie überschreiten? Existiert diese Grenze überhaupt?

Antwort: Die Grenze zwischen der spirituellen und der materiellen Welt liegt im Menschen. Wir können alles nur im Verhältnis zum Menschen betrachten und messen. Daher ist unsere Einstellung zur Welt, zum Leben äußerst subjektiv: Solange man lebt, strahlt das Universum.

Wenn man sich aus seinem Egoismus, der psychologisch gesehen seine Natur ist, herauskommt und man sich darüber erhebt, beginnt man, das gesamte Universum aus einer völlig anderen Perspektive zu erfahren. Von innen heraus sieht man alles im Licht der Hingabe, Liebe und des Altruismus. Die Sinne nehmen ganz andere Eigenschaften und Werte wahr und deshalb sieht man die Welt in einem anderen Licht.

Frage: Warum nennt man das Liebe?

Antwort: Da man damit seinem Nächsten etwas Gutes tun will. In unserer Welt weiß man nicht, was Liebe ist. In der Kabbala wird Liebe als eine Haltung gegenüber seinem Nächsten beschrieben, bei der man den Wunsch der anderen erfüllen möchte. Das zu tun, was er sich wünscht bedeutet, ihn zu lieben.

Indem man seinen Nächsten wie sich selbst empfindet, erreicht man seine vollständige Korrektur – den Übergang von den Grenzen dieser Welt zu den Grenzen der nächsten Welt, der nächsten Stufe des Verstehens, der Erkenntnis. 

Kommentar: In der Physik gibt es ein interessantes Phänomen, das als Synergie bezeichnet wird, dabei ist ein System nicht gleich die Summe seiner Teilsysteme. Dies erinnert in gewisser Weise an das, was die Kabbala über die beeindruckende Verbindung sagt, bei der Menschen, die zusammenkommen, beginnen sich als ein Ganzes zu empfinden, das sich nicht mehr in einzelne Teile aufteilen lässt.

Antwort: Das Ganze ist weit mehr als die Summe seiner Teile.

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Aus dem russischen Unterricht

Die Sonnenkinder

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf das Mittel zu dessen Korrektur, in dem das Licht, das zur Quelle zurückführt, verborgen ist“. Daraus kann man entnehmen, dass man nichts alleine, sondern nur mit Hilfe der Bitte, des Gebets erreichen kann.

Eine solche Bestrebung, zur Absicht des Gebens, zum Wohl für die anderen überzugehen, selbst wenn es nicht aufrichtig, sondern den in uns noch herrschenden Verlangen vollkommen entgegengesetzt ist, wird als Gebet bzw. Erhebung von MaN bezeichnet.

Wir haben einen winzigen Funken der Spiritualität bekommen, und um die Grenze der spirituellen Welt zu durchbrechen und in diesen zweiten Teil der Realität überzugehen, fehlt uns lediglich das Verlangen! Aus diesem Grund handeln alle unsere Gebete nur darum, das Verlangen zu erlangen.

Doch es gibt Zustände, in denen der Mensch gar nichts will. Und man muss verstehen, dass es ein Zustand, der uns ebenfalls von oben gegeben wurde, und nicht einfach nur unsere Faulheit oder Gleichgültigkeit ist. Der Mensch stellt eine Art „schwarze Kiste“ dar, die durch Signale von oben erweckt wird. Das Licht, welches auf unser Material, auf das Verlangen zu genießen, einwirkt, erweckt es mehr oder weniger oder lässt es ganz und gar kalt.

Und in Abhängigkeit davon erwachen wir entweder und streben wie eine Blume dem Sonnenlicht oder dem Regen entgegen, oder verwelken und gehen ohne Lebenskraft ein. Deshalb, wenn du keine Kraft und kein Verlangen nach der spirituellen Arbeit hast, musst du verstehen, dass genauso wie du einst die Begeisterung von oben erhalten hast und dich danach gerissen und gebrannt und gearbeitet hast, genauso wird dir von oben das Verlangen auch wieder genommen.

Und dieser Zustand wird absichtlich gegeben und anhand der persönlichen Eigenschaften eines jeden und seiner Vorbereitung bemessen – um für dich einen Ort für das Gebet zu erschaffen. Und du musst versuchen, mit Hilfe der Gruppe, der Bücher, des Lehrers und der Umgebung alle Kräfte für die Bitte zu mobilisieren.

Das Gebet wird aus der Hilflosigkeit, aus dem Widerwillen heraus geboren oder im Gegenteil, aus dem leidenschaftlichen Begehren heraus – es ist unwichtig, wie, doch es sind alles Bedingungen, die von oben gegeben werden. Und genauso wird die Umgebung für uns von oben organisiert: die Gruppe, der Lehrer, die Bücher. Und wir unsererseits müssen mit Hilfe des gemeinsamen Studiums und der Gruppe das Licht, das uns zur Quelle zurückführt, finden.

Die Zeit, in der wir zusammen studieren, ist die beste Zeit für ein Gebet. Denn wir befinden uns in einer Verbindung mit dem höheren System, mit Malchut und Seir Anpin der Welt von Azilut, d.h. mit dem Schöpfer und seiner Shechina, wir werden in sie eingebettet, und zwar nicht jeder einzeln, sondern alle gemeinsam, das bedeutet, wir erheben ein gemeinsames Gebet. Dadurch verlangen wir nach der Kraft der Veränderungen und ziehen diese an.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 06.03.2011

Kabbala Akademie

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 3

Anmerkungen in Klammern sind von mir: Dr. Michael Laitman

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Zu welchem Zweck schuf der Schöpfer all diese Schwere? Um das Geschöpf auf eine bedeutendere und wichtigere Stufe zu erheben, damit es den Schöpfer genauso wahrnehmen kann, wie bei der menschlichen Empfindung, die ihm bereits eigen ist. Damit im gleichen Maße, wie er den Wunsch seines Freundes kennt und fühlt, könnte er auch die Wege des Schöpfers erlernen.

Baal HaSulam. „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen „

Die Absicht des Schöpfers im Bezug auf das Geschöpf seit dem Moment von dessen Erschaffung besteht , ihm Sein Höheres Wesen zu offenbaren.

Und die Erkenntnis des Höheren Wesens des Schöpfers offenbart sich im Geschöpf in Form der Empfindung des Genusses, die ständig ansteigt, bis sie das erwünschte Maß erreicht.

Dadurch erheben sich die Gefallenen in wahrem Bewusstsein Seiner Erkenntnis und der Verschmelzung mit Ihm, bis sie schließlich die endgültige Vollkommenheit erreichen: „Niemand außer Dir wird einen anderen Schöpfer sehen „.

Baal HaSulam. „Gabe der Tora“, P. 6

Der Mensch ist erschaffen, damit er den Himmel emporhebe (von sich, vom untersten zentralen Punkt, den zusammengezogenen leeren Raum mit dem Eigenschaft des Gebens, mit dem Licht, aufzufüllen, indem man seine Grenze bis zur Welt der Unendlichkeit emporhebt)

Rabbi Menachem Mendel von Kotzk

Das Ziel der Schöpfung ist unvergleichbar schön, denn sogar so ein kleines und schwaches Funken wie die Menschenseele kann in ihrer Erkenntnis über Engel der Dienst (Kräfte des Gebens, die keine Willensfreiheit, wie in unserer Welt Tiere, haben) hochsteigen.

Baal HaSulam. „Horn des Messias“

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Das beste Heilmittel für alle Krankheiten

Wenn wir uns selbst nicht rechtzeitig korrigieren, werden wir auf der tierischen Stufe Leiden erleben, damit die menschliche Stufe in uns kultiviert wird. Es liegt aber in unserer Macht, ohne Leiden voranzukommen! Alle Krankheiten und Unglücke gibt es, um uns zur Korrektur zu „zwingen“, doch warum sollten wir uns auf diese Weise korrigieren?

Lasst uns im Voraus nach Problemen und Krankheiten suchen, wie ein alter Mann, der ahnt, dass er etwas verloren hat. Auch wenn wir in unseren jetzigen Kelim nicht fühlen, dass es an Korrektur fehlt, lasst es uns enthüllen. Schließlich müssen wir doch durch eine große Menge von Korrekturen gehen, bis wir zur vollständigen Korrektur gelangen.

Wie also gehen wir es an, die Verdorbenheit zu enthüllen? Wir müssen an der Grenze zwischen „Wurzel, Seele, Körper“ und „Kleidung und Schlösser“ danach suchen, unserer inneren und äußeren Kelim, Galgalta ve Enajim und AHP. Hier liegen alle unsere Probleme: in den Beziehungen untereinander und allen anderen und nicht in uns oder in ihnen.

Wir müssen danach verlangen, die „Kleidung und Schlösser“, welche die äußeren Seelen sind, an uns selbst, an „Wurzel, Seele, Körper“ anzuheften. Auf diese Weise werden wir ein ganzes und vollkommenes Kli, eine einzige Seele erwerben.

Kabbala Akademie

Unsere Aufgabe ist es, zu verlangen – den Rest erledigt das Licht.

Wir befinden uns in der entscheidenden Woche vor dem Kongress – es sind besondere Tage, die dem Erlangen eines neuen Zustandes vorausgehen. Wir müssen uns richtig vorbereiten, sicher sein, dass wir ihn erlangen, bereit sein, nach dem neuen Zustand zu verlangen. Und dann geschieht es.

Alles hängt von uns ab. Wir haben die Möglichkeit, alles ist bereit und hängt nur von dem Verlangen unsererseits ab, davon, inwieweit es uns gelingt, danach zu verlangen.

Wollen wir hoffen, dass wir es schaffen, unsere Kräfte zu vereinen und zum Schrei zu kommen. Im Grunde genommen brauchen wir nur diesen Schrei, nicht mehr. Die andere Hälfte kommt von oben.

Darum sollten wir nicht Vabanque spielen und versuchen, artig zu sein, um alles selbst zu erreichen. Wir können nicht artig sein, wir müssen lediglich wollen, dass es geschieht.

Eine Hälfte ist bereits eine Erleichterung. Nur daran sollten wir denken – daran, wie wir uns anstrengen und zum Schrei kommen können. Weiter soll die Höhere Kraft arbeiten. Wir müssen eine Grenze ziehen und begreifen, wo unser Teil endet. Es erleichtert sehr die Vorbereitung des Menschen auf die erste Enthüllung des Schöpfers.

Aus dem Gespräch während der Mahlzeit, 25.11.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 23.10.11

*Der spirituelle Genuss ist nicht die Belohnung für die von uns investierte Anstrengung, wie es in unserer Welt üblich ist, sondern der Genuss liegt indem ich arbeite, denn über die Arbeit habe ich Verbindung zum Arbeitgeber, dem Schöpfer. Und somit ist die Belohnung nicht das Resultat meiner Handlung, sondern die Handlung selbst.

*In dem abgeschlossenen Bündnis muss sich die höhere Kraft, welche das Bündnis realisiert, befinden. Im Bündnis muss es eine bestimmte Bedingung geben, welche uns zum Ziel bringt, eine Handlung, die mich dem Ziel nähert – innerhalb der Gruppe, in der Verbindung, mit der Neigung zur Verbindung. Genauso wie ich mich bemühe, mich mit ihnen zu verbinden und ich jetzt darin einen Genuss verspüre, genauso stelle ich mir auf klare Weise dieses Bündnis auch in seiner letzten Stufe vor, die ich erlange – auch dort wird sich das Bündnis in der Gruppe realisieren, und der Schöpfer wird dann Sein Bündnis einhalten.

*Im Großen und Ganzen ist die Einhaltung des Bündnisses: ich zusammen mit der Umgebung und dem Schöpfer, und gemeinsam gelangen wir zu einem Ganzen.

Frieden auf der Welt

*Die Natur befindet sich immer in gegenseitiger Bürgschaft; Pflanzen und Tiere befinden sich immer in Harmonie, und der Mensch befindet sich immer mehr ausserhalb dieser Bürgschaft. Damals waren wir Affen, Tiere, und wir haben begonnen, uns in Richtung Mensch zu entwickeln, und wir haben es geschafft, das Gesetz der Bürgschaft mehr und mehr zu aufzulösen. Aber jetzt finden wir uns an der Grenze, indem wir es anerkennen und zur Bürgschaft zurückkehren müssen – aber bewußt. Zur Erneuerung der gegenseitigen Bürgschaft, welche unserer Natur entgegensetzt ist, damit wir aus dem getrennten Zustand zur einheitlichen Form zurückehren.

*Wenn es ein System gibt, welches unsere Welt allmählich prägt , so müssen wir uns ausnahmslos diesem System fügen. Und indem wir uns diesem globalen, integralen System anpassen, welches sich jetzt in der Welt offenbart, müssen wir einander helfen und uns dem anderen gegenüber verpflichten – denn wir sind voneinander abhängig, und dagegen können wir nichts machen.

* Heutzutage kann niemand mehr diese oder jene Grenzen festlegen und man kann auch nicht jeden so lassen, wie er gerade ist. Dazu sind wir nicht fähig, da die Welt kleiner geworden ist.1 Wir nutzen alles aus, unsere Ressourcen, wir sind voneinander abhängig. Deshalb, wenn sich das globale System offenbart, in dem wir alle gemeinsam verbunden sind, sind wir entsprechend diesem gemeinsamen Bürgschaftsprinzip verpflichtet: dass sich jeder um den anderen ausnahmslos kümmert, und wir haben die Erlaubnis, uns zur Einhaltung dieses Prinzips zu verpflichten.

*Wenn dem Menschen bewusst ist, wo er sich befindet, wovon er abhängig ist – dann haben wir unser Ziel erreicht; dieses Gefühl der Abhängigkeit, die Erkenntnis des System, die gegenseitige Bürgschaft führen uns zu einem Zustand, in dem alles funktioniert, wie die Schraube in einer Maschine, wie ein kleines Kind. Deshalb ist die Bildung so wichtig – um die Augen zu öffnen und zu verstehen, wo wir uns befinden.

*Auch in unserer Gruppe müssen wir sehr schnell verstehen, wovon die Erlangung des spirituellen Lebens abhängig ist – das Erlangen der Enthüllung des Systems der gegenseitigen Bürgschaft, in welcher nur mit ihrer Hilfe – in gegenseitiger Verbindung, in Harmonie zwischen allen und in gerechter Verteilung zwischen allen, im aufrichtigen Verhalten zwischen allen, von allen diesen Dingen – die Erlangung des spirituellen Lebens abhängig ist.

Je schneller wir das einsehen werden, desto fähiger werden wir, von unserer Stufe aus dieses der Mehrheit der Menschen weiterzuleiten, von der hohen Stufe zur Stufe der Welt – materielles Leben im gegenseitigen materiellen Zusammenhalt. Schütten wir ihnen dieses Wissen aus, die Erziehung, diese Fülle, alles was uns durchströmt! Auch bei den Kelim, welche die Erziehung sind, und bei der Füllung, welche die Lichter sind, das Lebensgefühl, Lebendigkeit.

*Gegenseitige Bürgschaft ist ein Prozess, in welchem wir uns langsam, stufenweise entwickeln, und alles ist abhängig davon, wie sehr wir dieses System verstehen werden, und wie sehr fähig sind die Mehrheit der Menscheit von einem Zustand in den anderen zu führen.

*Die Krise bricht aus, um Dich und das Finzanzsystem zur Veränderung zu bringen. Die Krise ist nicht dazu da, damit du sie korrigierst, sondern damit du dich über sie auf eine höhere Stufe erhebst. Deshalb, sobald wir anfangen werden, uns mit der Erziehung, Bildung zu beschäftigen und der Mensch sich daraus resultierend verändert, wird die Krise von allein verschwinden.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Unsere Absicht, in jedem Augenblick unseres Lebens, sollte sein – wir sind eins.

*Alles findet statt, um uns zu verpflichten, einzusehen, dass wir ein gemeinsamer Körper sind. Dass wir uns bemühen, uns auch so zu verhalten, und dass von der anderen Seite das Licht kommt und aus uns einen Körper macht, indem wir uns in einer Seele wiederfinden, welche sich stufenweise korrigiert, wie die Seele Adam Ha Rishon, das Ebenbilds des korrigierten Geschöpfes.

*Wir müssen uns in Gruppen zusammenhalten – wie ein Mann mit einem Herzen, in dem sich der Schöpfer befindet, welcher Seine Versprechen und Sein Bündnis einhält- „Eins empfängt Eins“ .

Hungrige Aufstände

Mitteilung: Die Mathematiker sagen voraus, dass wenn die Menschheit, laut ihren Berechnungen bis August 2013 den Preisanstieg für die Lebensmittel nicht bändigen kann, dem Planeten Massenaufstände wegen der Lebensmittelknappheit drohen. Diese Ereignisse kann man aufgrund eines einzigen Faktors, des Wertes der Lebensmittel voraussagen. Wenn dieser Wert eine bestimmte Grenze überschreitet, dann wird der ganze Planet von den Erscheinungsformen der sozialen Instabilität erfasst, und die Zahl der Aufstände und Proteste heftig zunehmen.

Mein Kommentar: Selbstverständlich sind diese Erscheinungen unerwünscht. Aber wahrscheinlich sind sie notwendig, damit die Menschen sich der einzig richtigen Lösung bewusst werden, der Organisation des Systems der globalen Bildung und Erziehung.

Liebe und Hass

Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen der Umsetzung Ihrer Ratschläge und der blinden Anbetung?

Meine Antwort: Die Grenze ist die kritische Analyse. Ein Mensch, der richtig arbeitet, gibt dem Lehrer nicht recht, empfindet  Hass, Abneigung und völlige Verachtung ihm gegenüber – und gleichzeitig überwindet er das, erhebt sich über sich selbst, nimmt die Größe des Lehrers von ganzem Herzen an und annulliert sich vollkommen vor ihm.

Ein Anbeter hat nur eine Seite der Medaille, er unterwirft sich ohne jegliche Kritik. Von  jedem abfälligen Gedanken flieht er wie vor den Flammen. Bei uns ist es jedoch anders. Das bedeutet nicht, dass man den Protest und die Abstoßung künstlich in sich erzeugen soll.

Fang einfach an, auf den Nächsten zuzugehen, und du wirst sehen, wie sehr du ihn hasst. Der Hass muss sich entsprechend dem Bedürfnis nach Liebe enthüllen, anderenfalls ist er nicht schöpferisch. Wir entfachen ihn nicht, er kommt von allein.

Genau darin besteht die Überprüfung: Liebe und Hass agieren zusammen, parallel zueinander, und der Mensch arbeitet in der mittleren Linie, über ihnen beiden.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 09.09.2011

Die 10%ige Minderheit verändert die Welt

Frage: Könnten die zehn Prozent der Bevölkerung, die ähnliche Ansichten vertreten, den Rest der Gesellschaft auf ihre Seite ziehen? Wie effektiv kann die öffentliche Meinung, die nicht synchron, durch Mundpropaganda, Gerüchte und Kommunikation in sozialen Netzwerken gebildet wird, Medienpropaganda entgegenwirken, die vorgefasste und synchronisierte Informationen verbreitet?

Meine Antwort (nach Forschungsergebnissen italienischer Soziologen): Die Mundpropaganda verfügt über eine gute Ausgangsimmunität gegen den Propaganda-Virus (vorgefasste Informationen).

Frage: Kann die Mundpropaganda des Volkes den medialen Manipulatoren, die durch die herrschende Gruppierung monopolisiert sind, also dem Fernsehen entgegenwirken?

Antwort (nach Forschungsergebnissen italienischer Soziologen): Je passiver das Publikum ist (Menschen, die keine grundsätzliche Meinung vertreten), desto größer ist die Zerstreuung der öffentlichen Meinung; die Gerüchte haben mehr Chancen, sich gegen die „Zombi-Kiste“ zu behaupten.

Frage: Wo ist die Grenze, hinter der die unkontrollierte Verbreitung beginnt?

Antwort (nach Forschungsergebnissen italienischer Soziologen): Solange die Zahl der Menschen, die einer Idee folgen, nicht mehr als zehn Prozent übersteigt, gibt es keine sichtbaren Fortschritte bei der Verbreitung ihrer Ideen. Sobald aber die 10%-Marke geknackt wird, verbreitet sich die Idee im virtuellen Netzwerk wie ein Lauffeuer.

Als Beispiel für einen solchen „Phasenübergang“ führen die Autoren die jüngsten Entwicklungen in Tunesien und Ägypten an, wo der gesellschaftliche Konsens, in dem lange Zeit keine nennenswerten Fortschritte zu sehen waren, sich in nur einer Woche verändert hat.

Und es ist nicht wichtig, von welcher Position im Netz die Verbreitung der neuen Idee ihren Anfang genommen hat (von einer gesellschaftlichen Größe oder von einem gewöhnlichen Teilnehmer mit wenigen Verbindungen). Für erfolgreiche Auswirkungen auf die Gesellschaft ist ausreichend, wenn im Prinzip einer von zehn, unabhängig vom sozialen Status, dabei ist. Wenn es weniger sind, wird diese „besondere Meinung“ nicht die Grenzen der unmittelbaren Umgebung verlassen.

Die erste Berührung mit der Methode der Korrektur

Frage: Nur durch die Vervollständigung der derzeitigen Phase versteht das Verlangen, dass es auf die nächste Stufe übergehen muss. Wie können wir die Menschheit davon überzeugen, dass das egoistische Verlangen an seine Grenze stößt?

Meine Antwort: Wir werden nicht jeden überzeugen. Wir wollen, dass die Menschen verstehen, dass es an ihnen selbst liegt. Dieses Bewusstsein sollte nie von uns ausgehen. Im Gegenteil, die klugen Köpfe der Menschheit verstehen, dass es unmöglich ist, das Egoistische fortzuführen, da wir mit diesem Mittel uns selbst und die Erde zerstören. Es ist noch nicht so offensichtlich und erschüttert uns nicht. Jedoch hat es unseren Verstand durchdrungen. Wir verstehen bereits, dass das der Weg des Bösen ist, trotz der Tatsache, dass wir es noch nicht fühlen können. Letztendlich ist eine Empfindung eine vollzogene Korrektur.

Die Menschen sind darauf vorbereitet, über dieses Problem zu diskutieren, haben aber keine Ahnung, wie man es lösen kann. Sie haben einen grundlegenden Zugang zu dieser Methode, ein Verständnis dafür, dass die Natur des Menschen erneuert werden muss, aber sie wissen noch nicht, wie man das vollbringen kann.

Wir werden vom Egoismus zerstört, von unserem „Todesengel“. Die „denkende“ Krone ist willens, dem absolut zuzustimmen. Jedoch sind sie sich noch nicht im Klaren darüber, wie man es reformieren kann und wie gewinnbringend es sein wird. Trotzdem ist es ein Anfang.

Aus dem 5. Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 20.06.2011, „Matan Tora (Das Geschenk der Tora)“