Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gmar Tikun'

Wie kann das Kli das Licht empfangen?


Wie zerbrach der Schöpfer das Kli? Dies geschah durch den Parzuf Ishsut, der die Mutter repräsentiert, den Schoß der Mutter, die gesamte unendliche Freundlichkeit, mit welcher der Schöpfer die Schöpfung behandelt. Dieser Parzuf ist es, der den Parsa untersützt, wissend, dass es dann zum Zerbrechen der Kelim kommt. Er weiß, dass das Licht entschwinden wird und die Kelim aus dem gebenden ins egoistische Empfangen hineinfallen wird, was den Tod bedeutet!

Versuche einmal zu verstehen, in welchem Maß diese Höheren Systeme alles Leiden und alle Einschränkungen auf sich nimmt, um damit das Zerbrechen zu erzeugen. Das Zerbrechen findet wegen der Tatsache statt, dass das Licht der vollständigen Korrektur (Gmar Tikun) in völlig offene Kelim hineinkommt, die danach verlangen, das gesamte Licht empfangen zu wollen, um zu geben. Sie wollen von dem gesamten Tische essen, der vom Gastgeber gedeckt wurde.

Ich bin Sein Gast und ich bin völlig sicher, dass ich alles, was zubereitet wurde, nur um Seinetwillen nehmen werde. Also nehme ich es, fülle mich damit und juble über die Tatsache, dass ich dem Gastgeber gebe. Es scheint mir, dass ich die vollständige Korrektur erreicht habe, dass ich mich in der Welt der Unendlichkeit befinde und einen Schirm für alles habe.

Doch dann beginne ich plötzlich zu enthüllen, dass ich überhaupt keinen Schirm über irgendetwas habe. Schließlich habe ich all das Licht von Chochma von oben empfangen, das niemals in die Kelim des Empfangens eintreten kann, da dies unmöglich ist. Ich habe gedacht, dass dies möglich sei, aber ich hatte unrecht. Wenn ich nur 10-20% falsch gelegen hätte. Doch ich tat etwas völlig Unannehmbares.

Wie kann ein Kli des Empfangens das Licht annehmen? Dies kann es nur, indem es sich mit Bina vereint. Das wird später in der Welt der Korrektur geschehen.

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Ein perfekter Tango mit dem Schöpfer


Eine Frage, die ich erhielt: Was soll ich tun, wenn ich spüre, dass ich in jeder Hinsicht von Oben gelenkt werde?

Meine Antwort: Wenn du spürst, dass alles zu 100% von Oben gelenkt wird, ist das wundervoll! Was lässt dich denken, dass du etwas daran ändern kannst? Es ist sehr gut, wenn du spürst, dass der Schöpfer dich lenkt und du mit Ihm zusammen gehst. Ihr beide seid in jeder Bewegung zusammen, „Körper und Seele“ (wobei dein Körper deine Verlangen sind und die Seele – der Ort, an dem du Seine Gebote wahrnimmst).

Du spürst Seine Verlangen und sofort änderst du deine Verlangen. Du spürst, dass du eins mit Ihm wirst, alle Seine Schritte wiederholst. Ihr geht gemeinsam, bis die vollständige Korrektur erreicht wird, wo es nicht mehr möglich sein wird, Seine Verlangen von deinen zu unterscheiden oder zu sagen, wer der erste und wer der zweite ist. Du wirst dich mit Ihm ohne eine Verzögerung zusammen bewegen. Dieser Zustand wird Gmar Tikun genannt – das Ende der Korrektur. Das ist, wenn es zwischen Ihm und dir keinen Unterschied mehr gibt!

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Der nächste Halt ist Gmar Tikun


Eine Frage, die ich erhielt: Normalerweise ist unser Leben so schlecht, dass wir den Schöpfer bitten wollen: „Stopp den Zug, ich will hier raus!“

Meine Antwort: Wenn du aus diesem Zug aussteigst, wirst du nur wartend an der gleichen Haltestelle zurückgelassen. Später wird der nächste Zug kommen und du wirst gezwungen, einzusteigen und deine Reise fortzusetzen.

Unsere Welt hat noch 230 Jahre, um ihre Korrektur zu vollenden. Doch jeder von uns kann seine persönliche Korrektur eher vollenden. Bis dieses geschieht, wirst du weiter an der allgemeinen Entwicklung teilhaben: geboren werden, leben und sterben.

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„Es gibt wahrscheinlich keinen Gott“, behauptet eine neue britische Anzeigenkampagne


In den Nachrichten (von BBC News): „Eine atheistische Anzeigenkampagne wurde auf Bussen quer durch Britannien gestartet“. Die Sponsoren der Kampagne waren außer sich über die maßlose religiöse Propaganda. Ihr Slogan lautet: „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Hört auf, euch Sorgen zu machen, und genießt euer Leben!“
Mein Kommentar: Es gab eine Zeit, da beruhigte die Religion die Menschen, indem sie ihnen psychologisches Wohlgefühl, Sicherheit und Hoffnung gab. Aber seit langem schon beutet die Religion die Menschen aus statt sie zu unterstützen. Der bürokratische Apparat, den sie geschaffen hat, geht sogar noch weiter.
Das Bestreben, das Denken ihrer Mitglieder zu beherrschen, definiert die heutige Religion. Sie ist ein politischer Machtfaktor. Es spielt keine Rolle, ob es einen Gott gibt oder nicht. Befreit zu sein vom Zwang psychologisch-religiöser Gehirnwäsche, ist bereits ein Weg zu innerem Frieden.
Die Kabbala sagt, dass es keine kommende Welt gibt (oder ein „Jenseits“, das nach unserem physischen Tod auf uns wartet). Es gibt nur das, was wir in dieser Welt enthüllen. Das, was man über die fünf physischen Sinne hinaus erreicht und enthüllt hat, wird man als Bewußtsein behalten – auch wenn der Körper mit seinen fünf Sinnen stirbt. Diese Wahrnehmung wird für immer bleiben, weil Geben und Liebe über dem Egoismus stehen und einen Menschen über Zeit, Raum und Bewegung hinausheben.
Die Stufen, die ein Mensch in diesem Universum erreichen kann, sind folgende:

Olam haSe – „Diese Welt“, die innerhalb des Egoismus wahrgenommen wird, auch Stufe von Malchut genannt.

Olam haBah – „Die kommende Welt“, in der Kabbala bekannt als die Stufe von Abba we Ima der Welt Azilut.“ Ein Kabbalist erreicht diese Stufe während seines Lebens. Und wer sie nicht erreicht, muss wiedergeboren werden.

Le Atid Lawo – „In der kommenden Zukunft“ ist die Stufe von Arich Anpin der Welt von Azilut. Sie sollte ebenfalls während dieses Lebens erreicht werden.

Gmar Tikun – „Das Ende der Korrektur“ (des Egoismus). Hier erreicht der Mensch „die Welt der Unendlichkeit“, in der alles unendlich korrigiert ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Ist Atheismus mit der Kabbala vereinbar?
Artikel: Erkenntnis der Einheit der Schöpfung

Die kabbalistische Bedeutung des Davidsterns und warum wir Sportstadien achten sollen


Ich erhielt vier Fragen über die Zersplitterung der Urseele, den Davidstern, die Achtung vor Sportstadien und Selbstakzeptanz:

Frage: Kann Adams Urseele wieder zersplittern, nachdem die Seelen sich vereint haben?

Meine Antwort: Nein. Darum heisst es ja auch „die volle Korrektur“ (Gmar Tikun).

Frage: Können Sie die kabbalistische Bedeutung des Davidsterns erklären?

Meine Antwort: Die beiden Dreiecke stellen den Abstieg der Seelen von oben nach unten und dann wieder den Aufstieg von unten nach oben dar. Dass sie sich überschneiden, ist ein Symbol der besonderen und allgemeinen Herrschaft des Schöpfers über Malchut (David).

Frage: Als ich die Kabbalawebsite durchging, fand ich die Geschichte, wie Sie mit Rabash an einem Sportstadion vorbeifuhren, und er sagte, dass wir diesen Ort achten müssen, weil viele Menschen viel Freude darin finden. Wie kann man einen solchen Ort achten, wenn die Menschen dort kein Verlangen nach dem Schöpfer haben und ihr ganzes Verlangen und ihre Freude lediglich primitiver Egoismus sind?

Meine Antwort: Ein Sportstadion ist eine Art des Schöpfers, den Massen Vergnügen zu bereiten, und wir müssen alles respektieren, was vom Schöpfer kommt, solange es dem Nachbarn nicht schadet.

Frage: Lieber Rav, funktioniert die Vorstellung von Selbstakzeptanz mit Ihren Lehren? Mir fällt auf, dass es notwendig ist, sich selbst zu annullieren, um voranzukommen. Stimmt das?

Meine Antwort: Akzeptieren Sie sich so, wie der Schöpfer sie erschaffen hat – verunstaltet, damit Sie dann die Art und Weise rechtfertigen können, wie Sie und die Welt von Ihm gemacht wurden. Dies tut der Mensch, indem er schrittweise seine Gegensätzlichkeit zum Schöpfer offenbart und sie dann korrigiert – sie zur Gleichartigkeit mit dem Schöpfer transformiert.

Verwandtes Material:
Blog-post: Mit dem Schöpfer Verstecken spielen
Blog-post: Der Schöpfer ist Ihr korreigiertes Selbst
Kabbala Heute Artikel: Raum für den Schöpfer schaffen

Das Erreichen des persönlichen Gmar Tikun hängt nur von unseren Anstrengungen ab


Zwei Fragen, die ich über das Erreichen des Gmar Tikun (der vollständigen Korrektur) erhielt:

Frage: Ich studiere seit fünf Monaten Kabbala. Durch das Anschauen Ihres Videos auf YouTube bin ich zufällig darauf gestoßen und ich war seither nicht mehr in der Lage, ohne Ihre Lektionen und Kabbalabücher zu leben. Eines Tages hatte ich den sehr klaren Gedanken, dass ich nicht mehr genug Zeit habe, zu Gmar Tikun aufzusteigen und dieser Gedanke will nicht mehr weichen. Was bedeutet das?

Meine Antwort: Der Schöpfer hilft Dir mehr als gewöhnlich, indem Er ein Verlangen nach Ihm durch die Angst, Ihn nicht erreichen zu können, erweckt. Sei dankbar, denn alle Gedanken kommen von Ihm – und bemühe Dich weiterhin.

Frage: Kann man sagen, dass diejenigen, die jetzt Kabbala studieren, in einer vorherigen Inkarnation auf einem unerfüllten spirituellen Weg waren und sie in diese Welt zurück gekommen sind, um den Deal abzuschließen? Wenn ja, gibt es eine Garantie, dass sie in dieser Zeit ein persönliches Gmar Tikun erreichen?

Meine Antwort: Das hängt nur von den Anstrengungen eines Menschen ab.

Verwandtes Material:
Blog-post: Korrektur liegt in der Einheit
Blog-post: Das Schlimmste, was geschehen kann ist,…