Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesetze'

Wir haben keine Wahl, außer dem Gesetz der Natur zu gehorchen


Eine Frage, die ich erhielt: Warum findet unsere weitere Entwicklung auf einer neuen Stufe statt und kann nicht durch die existierenden Methoden geschehen?

Meine Antwort: Weil alle vorherigen Entwicklungszeiträume einer einzigen Richtung folgten, die auf den individuellen und gesellschaftlichen Stufen durch das wachsende Ego bestimmt war. Diese Entwicklung war nicht von einer altruistischen Verbindung zwischen uns abhängig.

Mit jeder Zeitperiode würden wir nur eine weitere Verbindung zwischen uns schaffen, die je nach unserer Stufe des Egoismus zu neuen Gesetzen, Verbindungen und Vereinbarungen führen würde. Auf diese Weise haben wir in unserer Entwicklung die Anpassungen vorgenommen.

Jedoch heute zwingt uns die Natur, eine neue Stufe einer globalen, miteinander verbundenen, menschlichen Gesellschaft zu errichten und, ob wir es mögen oder nicht, müssen wir diesem Naturgesetz gehorchen.

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Welchen Anfang wird die Gesellschaft von morgen nehmen?

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Art von Regierung wird sich am ehesten dem Experiment stellen, eine zukünftige Gesellschaft zu erschaffen – eine, die bereits den Begriff Sozialismus gespeichert hat oder im Gegenteil eine, die bereits die Nase voll vom Kapitalismus hat?

Meine Antwort: Ich glaube, dass dies nicht vom physischen Zustand der Regierung abhängt, sondern davon, wie weit die Menschen bereit sind, den Grund der Krise und die Notwendigkeit zu erkennen, sich über sie zu erheben, durch Vereinigung zu überwinden und zu begreifen, dass es kein anderes Mittel zum Überleben gibt.

Und wie Baal HaSulam schon sagte, diese Methode kann in jedem Land wirken (wenn auch nicht unbedingt auf der ganzen Welt). Das hängt jedoch vom Grad der Erkenntnis der Menschen und ihrer Entwicklungstufe ab. Damit sie wirklich funktioniert, müssen die Leute merken oder wirklich verstehen, dass es keinen anderen Ausweg aus unserer Situation gibt und es der einzige Überlebensweg ist. Dies darf jedoch nicht durch Zwang oder durch Massennötigungen, wie es bei der Machtübernahme der Sowjets geschah, geschehen.

Die Gesellschaft selbst sollte überzeugt sein, dass die alten Sichtweisen, Entscheidungen, Ansätze und Regulatoren einfach nicht mehr funktionieren. Zuerst könnte es in Amerika geschehen, dann in Russland gefolgt von Europa. Ich glaube nicht, dass dies technologisch und sozial unterentwickelte Länder, sowie Länder, die noch von Diktatoren gelenkt werden, betrifft. Diesen Ländern fehlt noch der notwendige Grad an öffentlichem Bewußtsein und fortgeschrittener Entwicklung. Sie werden dieses Prinzip erst akzeptieren, wenn sie dazu aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen zur Teilnahme gezwungen sein werden.

Ich bin der Meinung, dass ein internationaler Fond und eine einheitliche Weltregierung, auch wenn sie widerwillig gebildet wird, eine Bewegung in Richtung Zusammenarbeit

schaffen wird, indem sie ein gutes Beispiel gibt und moralischen Druck ausübt. Immerhin ist die Menschheit pyramidenartig angeordnet: Ein Teil der Menschheit ist schon bereit, die Wichtigkeit integrierter Entwicklung anzuerkennen, während andere erst teilnehmen, wenn sie merken, dass es keinen anderen Weg gibt. Doch wird jeder gemäß dem Naturgesetz vollständige Harmonie und Gleichheit mit der Natur erreichen müssen.

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Die Religion der Zukunft: “Liebe Deinen Mitmenschen”


Eine Frage, die ich erhielt: Welche Verbindung sollte zwischen der jüdischen Religion und dem Staate Israel bestehen?

Meine Antwort: Religion und Staat sollten vollkommen getrennt sein. Jeder Mensch sollte ein Leben nach Wunsch, ohne Zwang, führen dürfen. Die Kabbala sagt: „Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität!“

Die Menschen sollten nur durch die richtige Bildung beeinflusst werden. Sicherlich sollte die Erziehung im Geist der jüdischen Tradition und Kultur erfolgen, mit allem, was wir von unseren Vorfahren erhalten haben. Dies sollte jedoch auf eine sanfte, freundliche Art geschehen, den Geist der Tratidionen der Nationalitäten respektierend.

Durch die Verbreitung der Kabbala wird die heutige Religion – eine Anzahl von Pflichthandlungen- in eine wahre Religion verwandelt werden. Dies wird von Baal HaSulam im Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ beschrieben. Wie wird dies geschehen?

Die Höhere Kraft, die sich uns gerade enthüllt, wird uns verändern und die Menschen werden beginnen den Schöpfer zu fühlen und zu verstehen. Seine Enthüllung wird das Bedürfnis nach den heutigen religiösen Handlungen und nach Vermittlern zwischen den Menschen und dem Schöpfer, wie der Religion und ihren Anführern beseitigen. Es steht geschrieben, „Und die Menschen werden nicht mehr über den Schöpfer lehren, denn alle werden Mich kennen, von den Kleinen zu den Großen.“

Die Enthüllung des Schöpfers wird allen das grundlegende Gesetz der gesamten Tora zeigen: „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“, was derzeit unter religiösen Menschen nicht geschieht. In „Die zukünftige Generation“ schreibt Baal HaSulam:

Die religiöse (ethische) Form, die das Leben aller Nationen bestimmt, muss zuallererst ihre Repräsentanten dazu bringen sich zu verpflichten gemäß dem Gesetz „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“ den Mitmenschen zu geben. Und dies wird das soziale Bewusstsein aller Nationen sein… Mit dieser Ausnahme jedoch, sollte jede Nation frei ihrer eigenen Religion und ihren eigenen Traditionen folgen können und kein Land sollte sich in die Angelegenheiten eines anderen mischen.

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, dass das wichtigste Gesetz der Tora, „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“ darauf hinweist, dass die Befolgung der „Mizwot“ (Regeln) und der Tora die Korrektur des eigenen Egoismus bedeutet, durch die man die Ebene der Liebe zum Mitmenschen erreicht. Die Regeln zu befolgen bedeutet daher, die eigenen egoistischen Wünsche zu korrigieren.

Wenn ein Mensch die Selbstkorrektur mit dem Ziel vorantreibt, eine Haltung des Gebens seinen Mitmenschen gegenüber zu entwickeln, bedeutet dies, dass er alle Regeln der Tora befolgt. Dies ist es was Rabbi Akiva sagte, als er gebeten wurde die gesamte Tora zu erklären, während er metaphorisch gesprochen „auf einem Bein stand“. Er zitierte das Hauptgesetz der Tora: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Ein anderer Weiser namens Hillel der zu Zeiten des Talmud (dem Beginn der heutigen Zeit) lebte, stellte das Gesetz folgendermaßen dar: “ Was Du nicht willst, das man dir tu‘ das füg‘ auch keinem andern zu.“

Daher wird die gesamte Einrichtung der Religion große Veränderungen durchlaufen, denn sie hält sich nicht an diese Gesetze.

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Das wahre Wesen der Religion erkennen


Nachrichtenbericht (übersetzt aus Cursorinfo): In einer Befragung russischer Immigranten in Israel empfanden 75 %, dass sich orthodoxe Juden in ihr Leben einmischen. Die Mehrheit der Auskunft gebenden waren der Meinung, dass Religion und Staat in Israel getrennt werden sollten. Der Druck und die Begrenzungen, die durch die religiösen Interessen aufgebürdet werden, verschärfen die Feindschaft gegenüber den Orthodoxen und vertiefen das Schisma zwischen säkularen und religiösen Gruppen.

Mein Kommentar: Folgende Schritte sind notwendig, um die Religion vollkommen vom Staat zu trennen: Schafft sämtliche verpflichtenden, religionsbedingten Konditionen und Gesetze ab und gründet eine gemeinsame Einrichtung zur säkular-religiösen Übereinstimmung. Indem man Nächstenliebe ausübt (Liebe deinen Nächsten ist die Hauptregel der Tora!), werden die Orthodoxen gewährleisten, dass die Religion verstanden und akzeptiert wird, und nicht verhasst ist wie heutzutage. Ihr gegenwärtiges Verhalten offenbart die Habgier der religiösen Institutionen und ihren Gegensatz zum Gebot der Nächstenliebe. Wie mit allen anderen Geboten, haben sie es von der Kabbala gestohlen, allerdings besitzen sie kein Mittel, es zu verwirklichen – die Höhere Macht.

Gedanken über die wahre Religion: Religiös zu sein heißt, zum Vorteil anderer zu handeln. Denn das ist die Natur des Schöpfers, jedermann muss eine solche Einstellung gegenüber anderen entwickeln. Die Mission einer religiösen Person ist es, anderen dabei zu helfen, genau so zu werden.

Ein Mensch wird als religiös erachtet, wenn er diese Art der Gesinnung gegenüber anderen hat und nicht aufgrund irgendwelcher religiöser Rituale. Rituelles Auftreten alleine verunglimpft den Schöpfer und die Religion in den Augen der Nicht-Religiösen, indem man den Nicht-Religiösen die falsche Vorstellung vom Zweck der Religion vermittelt. Siehe Baal HaSulam’s Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

Es gibt nur eine Religion – Kabbala. Alle irdischen Religionen sind Ausgestaltungen des Egoismus und in ihrer Zielsetzung sind sie absolut egoistisch. Alle Religionen trennen und kontrollieren Menschen, wohingegen es das Wesen der Religion sein muss, den Egoismus im Menschen auszurotten!

Religion muss die Bedingungen hervorbringen, in denen der Mensch sich selbst umdrehen kann, genauso wie das Erdreich umgedreht wird, wenn man es pflügt. Religion muss eine Umwelt hervorbringen, die jeden dazu zwingt, seine Geisteshaltung und Werte zu ändern. „Zwang“ deshalb, weil anders der Mensch sich selbst nicht ändern kann, ganz gleich, wie fest er es versucht.

Eine der elementaren Absichten der Religion ist es, jedermann auf die gleiche Ebene zu stellen, unabhängig von religiösen Titeln, sozialen oder wirtschaftlichen Status – sei er König oder Sklave, reich oder arm – alle sind gleich. Der Mensch wird alleine aufgrund seiner Liebe zum anderen beurteilt, und nicht aufgrund seines Festhaltens an Ritualen.

Eine religiöse Person kann unmöglich andere geringschätzen (Nicht-Religiöse, Leute anderen Glaubens oder ethnischer Herkunft). Der Ruin der Religion ist, dass die Menschen beginnen, sie zu erhöhen, und indem sie das tun, sich selbst aufgrund ihrer Zugehörigkeit erhöhen. Dadurch verwandelt sich Religion in eine andere Form der Macht!

Religion ist unsere persönliche Verbindung mit dem Schöpfer, die aus dem Gefühl der Verschmelzung mit der ganzen Menschheit stammt. Daher ist Religion eine persönliche und private Sache und sollte nicht äußerlicher Bewertung unterworfen sein.

Die Mission eines religiösen Menschen ist es, die Wahrnehmung des Schöpfers einzubringen – das Höheren Leben in unsere Welt.

 
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Der Zweck unserer Abhängigkeit und Entfremdung

Weil sich unser egoistisches Verlangen ständig entwickelt, nehmen wir auch die Welt als sich weiter entwickelnd wahr, weil die Welt unsere innere, subjektive Wahrnehmung ist. Umso mehr unser Verlangen wächst, um so mehr fühlen wir, dass wir uns weiter entwickeln, jedoch fühlen wir uns auch leerer.

Weil sich jedes einzelne egoistische Verlangen (jede Person) entwickelt, beginnt sie ihre Abhängigkeit von den anderen egoistischen Verlangen (anderen Leute) zu fühlen. Zur gleichen Zeit nimmt sie diese als fremd und sonderbar wahr. Diese Art der Wahrnehmung wurde in uns absichtlich geschaffen, damit wir alle anderen Verlangen sammeln und sie zu unseren eigenen machen.

Wir werden veranlasst so zu handeln, damit diese Umstände jeden von uns unsere Abhängigkeit von der Umgebung – sei es unser Land oder die Stadt, unsere Verwandten, die Welt oder die ganze Menschheit, fühlen lässt. Wir entdecken später, dass unsere Verbindung zur Welt nicht nur für unsere Existenz in diesem Leben notwendig ist, sondern um die Höhere Welt und unsere zukünftige Existenz zu schaffen.

Darum wurde uns ein neues Gesetz in dieser Welt offenbart: Das Gesetz der gegenseitigen Anteilnahme oder das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft, Nächstenliebe und Einheit.

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Baal HaSulam Artikel: „Die Bürgschaft (Arwut)“

 

Unsere Zukunft hängt davon ab, was wir aus der Gegenwart machen


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die Lösung all unserer Probleme in der Korrektur der zwischenmenschlichen Beziehungen liegt, wie unterscheidet sich dann der Denkansatz der Kabbala von allen anderen Methoden, die sagen, dass man gute Taten ausführen soll?

Meine Antwort: Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, dass wir alle in einem Netz existieren, das uns miteinander verbindet. Daher müssen wir uns gegenseitig so behandeln, als befänden wir uns in einem Boot oder als wären wir Mitglieder einer einzigen Familie. Baal HaSulam schreibt, dass die gesamte Welt eine einzige Familie ist und wir deshalb harmonische Beziehungen der Zusammenarbeit unter uns aufbauen müssen, anstatt unserer gegenwärtigen egoistischen Beziehungen.

Die allgemeine Verbindung unter uns, die enthüllt wurde, verpflichtet uns, in gegenseitiger Übereinstimmung zu sein. Das bedeutet, dass es ein Einvernehmen in unseren Handlungen, Gedanken, Verlangen und allem anderen geben muss. Allerdings weiß niemand, wie man sieben Milliarden Menschen dazu bringt, untereinander harmonisch zusammenzuwirken. Und dennoch verpflichtet uns die gegenseitige Verbindung, welche enthüllt wurde, dies auszuführen.

Die Enthüllung wird weiter schrittweise und langsam fortschreiten. Niemand weiß, wie sich die nächste Stufe enthüllen wird, denn dies hängt davon ab, wie wir die gegenwärtige Stufe erfassen. Aus diesem Grund schlagen Kabbalisten vor, die gesamte Gesellschaft das Gesetz der Wechselwirkung zu lehren, welches in der Welt enthüllt wird. Dieses Wissen wird die Menschen befähigen, die richtigen Handlungen auszuführen.

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Es ist unmöglich der Natur zu widerstreben


In den Nachrichten (übersetzt aus The Guardian): „Deutschland erlässt ein Gesetz, das eine Höchstgrenze für Managergehälter einführt“ – Der Deutsche Bundestag billigte am Donnerstag ein Gesetz, das Beschränkungen für Managergehälter anordnen wird. Kanzlerin Angela Merkel’s Koalition der Konservativen und Sozialdemokraten (SPD) hofft, dass das Gesetz Firmen dazu ermutigen wird, sich mehr auf langfristige denn auf kurzfristige Gewinne zu fokussieren.

Wenn Mitglieder des Vorstands für Schäden an ihren Firmen verantwortlich sind, können sie dafür haftbar gemacht werden und müssen aus eigener Tasche zahlen. Der Betrag wird mindestens zehn Prozent des Schadens betragen, jedoch nicht mehr als das 1,5 fache ihres fixen Jahresgehalts.

Mein Kommentar: Diese Maßnahmen werden nicht helfen, denn bevor nicht der Egoismus korrigiert wurde, werden die Menschen alle möglichen Hilfsmittel benutzen, um die Gesetze zu umgehen, die ihre egoistischen Verlangen begrenzen, selbst wenn diese Verlangen gegen die Vernunft sind. Es ist unmöglich der Natur zu widerstreben trotz Vernunft, aber es ist augenscheinlich, dass Beschränkungen von Einkommensgrenzen auf persönlicher Ebene für jemanden heilsam sind.

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Leben aus der Kabbala, Kapitel 14

Wäre eine weltweite gemeinsame Währung ein guter Schritt?

Eine Frage, die ich erhielt: In letzter Zeit hören wir mehr und mehr Menschen vorschlagen, dass eine gemeinsame Währung in der Welt geschaffen werden sollte. Wird dies helfen, die Welt zu vereinen?

Meine Antwort: Ich kann dir nur eine Sache sagen: Jede Handlung, die für alle geeignet ist, ist segensreich. Dies ist sicher, sogar wenn diese Einigung zunächst aus egoistischem Interesse erfolgt, wie das der Fall bei der Gründung der Europäischen Union war. Es ist klar, dass das Motiv für diese Vereinigung egoistisch war: diese Länder fürchteten sich einfach voreinander. Jedoch jetzt sind sie vereint, machen gemeinsame Aktionen, erlassen gemeinschaftliche Gesetze, treiben Handel miteinander usw.

Vereinigung ist immer gut, wenn sie nicht ausgerichtet ist, andere zu schädigen. Es steht geschrieben, „Vereinigung von Sündern ist schlecht für sie und für die ganze Welt“. Wenn eine Vereinigung ausgeführt wird, damit eine Gesellschaft überleben kann, dann ist es gut. Jedes Land in Europa ist getrennt nicht viel wert, aber zusammen sind sie eine große Kraft. Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien sind das Herzstück, der Hauptteil der Kraft und alle anderen Länder verbinden sich mit ihnen.

Die Welt würde sich wirklich zum besseren ändern, wenn wir eine Weltregierung und ein gemeinsames Mittel der Kontrolle schaffen würden, als ob die Welt ein einziges Land wäre. Kabbala sagt, dass sogar diese Art der egoistischen Vereinigung unter Menschen – Vereinigung, um zu überleben – uns zur Höheren Herrschaft und zur Höheren Welt führen würde.

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Warum ist es leichter, Sushi zu lieben als seinen Nächsten zu lieben?


Eine Frage, die ich erhielt: Man muss keine Anstrengung unternehmen, um Sushi oder sein Kind zu lieben. Warum ist es so, dass man, um seinen Nächsten zu lieben, durch einen so schwierigen, aufwendigen und langen Prozess gehen muss?

Meine Antwort: Wenn wir unser egoistisches Verlangen befriedigen, funktionieren wir instinktiv: wir lieben uns selbst und alles was uns gehört, und wir lehnen alles ab, was fremd ist, weil wir spüren, dass es fern von uns ist und nicht zu uns gehört. Diese Empfindung des Unterschieds zwischen „mein“ und „dem Rest“ wurde in uns erschaffen, um uns erkennen zu lassen, dass wir zur ganzen Welt und zum Schöpfer entgegengesetzt sind. Die Offenbarung dieser Tatsache wird die Offenbarung der „zerbrochenen gemeinsamen Seele“ genannt.

Wenn der Schöpfer für eine Person klar offenbart wäre, würde die Person ihrer Entscheidungsfreiheit, jeglicher freier Verlangen, Gedanken und Handlungen beraubt sein. Sie würde vor dem Schöpfer vollständig annulliert sein. Damit der Mensch Gleichheit mit dem Schöpfer erlangt, der die Eigenschaft des Gebens ist, muss er in einem Zustand beginnen, in dem der Schöpfer für die Person verborgen ist. Allerdings benötigt man dann anstelle des Schöpfers ein anderes Vorbild oder Modell der Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Um diese Gelegenheit für uns zu erschaffen, um zur Gleichheit mit dem Schöpfer zu gelangen, während Er verborgen ist, zerbrach die einzelne Seele von Adam HaRishon in individuelle Seelen. Als Resultat dieses Auseinanderbrechens bildet sich jetzt jede Seele ein, außerhalb der anderen zu sein und fühlt sich durch ihren Egoismus von ihnen abgestoßen. Und wenn eine Seele ihren Egoismus korrigiert – ihr Getrenntsein von den anderen Seelen, erreicht sie die Eigenschaft von Geben und Geichheit mit dem Schöpfer. Das ist das Ziel der Schöpfung.

Demzufolge sollten wir nicht danach streben irgendeine unserer Handlungen zu korrigieren, sondern lediglich unsere Einstellung zu den anderen. Es steht geschrieben, „Man kommt von der Liebe zum Nächsten zur Liebe zum Schöpfer.“ Auf diese Weise korrigieren wir unsere Seele und erreichen das Ziel der Schöpfung. Folglich ist „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ das allgemeine Gesetz der Welt (der Tora), und die anderen Gesetze sind besondere Fassungen dieses Gesetzes.

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Wie kann die ganze Welt wie eine Familie werden?

Eine Frage, die ich erhielt: Neulich erwähnten Sie, dass eine korrigierte Gesellschaft wie eine Familie ist, wo der Profit, der von verschiedenen Unternehmen und Industrien erwirtschaftet wird, zum Nutzen des ganzen Landes und der gesamten Welt eingesetzt wird. Wie wird das unser Leben beeinflussen? Wird das ganze Land für die gesamte Welt arbeiten?

Meine Antwort: Wir sprechen noch nicht über diese Art Verbindung unter Ländern. Jedoch Baal HaSulam sagt, dass dieses Modell in einem Land geschaffen werden kann. Alle Unternehmen, die es in diesem Land gibt und alle Menschen, die dort leben, würden nach dem Prinzip der Brüderlichkeit arbeiten, ohne die Absicht, einen Profit zu erhalten. Mit anderen Worten, die Menschen würden arbeiten und dann ihren Profit in die gemeinsame Schatzkammer des Landes geben und die Weisen, welche das Land lenken, werden bestimmen, wie der Überschuss auf die beste Art verteilt werden soll.

Das Gesetz ist sehr einfach: jeder Mensch bekommt genau so viel, wie er für ein normales Leben braucht. Und es spielt keine Rolle, ob wir über einen einzelnen sprechen oder über eine große Firma.

In dem Artikel Die Lösung schreibt Baal HaSulam, dass wir zuerst eine kleine Organisation schaffen sollen, deren Mehrheit Altruisten sind. Diese Organisation würde alle Regierungsformen beinhalten und allmählich würde sich ihr die gesamte Welt anschließen. Diese Organisation wird wie ein zentraler Ort der Welt sein, umgeben von Nationen und Regierungen und alle würden ein Programm und eine Führung haben.

Wenn es Ihnen Schwierigkeiten macht, sich das vorzustellen, dann denken Sie an die ganze Menschheit als eine Familie. Das ist es, was die Natur von uns fordert. Unsere Aufgabe ist es, uns so schnell wie möglich in dieser Weise zu organisieren und allen zu erklären, dass das zu unserem eigenen Wohl ist. Das ist das Ziel der Verbreitung der Kabbala überall auf der Welt.

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