Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Lernen mit der Natur im Gleichgewicht zu leben

Frage: Was ist die Natur und was bedeutet es, mit ihr im Gleichgewicht zu sein?

Meine Antwort: Wir existieren innerhalb der Natur. Viele Parameter wirken auf uns – die Temperatur, der Druck, verschiedene Schwingungen, allerlei Wellen, die Radioaktivität. Wir sollen uns im Gleichgewicht mit diesen Erscheinungsformen der Natur befinden. Das physische Gesetz besagt, dass der Körper, welcher im Zustand des Gleichgewichtes mit der Umwelt ist, sich im komfortabelsten Zustand befindet.

Wenn die Temperatur, der Druck oder andere Parameter höher steigen, dann fühle ich mich schlechter, wenn sie wiederum niedriger werden, so geht es mir auch schlecht. Ich bin so geschaffen worden, dass ich mich innerhalb der Natur in einem bestimmten Rahmen aufhalten kann, in welchem ich folglich die Ähnlichkeit mit der umgebenden Natur erreichen soll. Das heißt, im Winter soll ich mich passend bekleiden, um in einem Gleichgewicht mit ihr zu sein. Im Sommer gilt das Gegenteil davon. Und so weiter. Es betrifft den sichtbaren Teil.

Es existiert dennoch ein für uns unsichtbarer Teil der Natur. Er beinhaltet die Gesetze der Verlangen, die Gesetze unserer wünschenswerten Entwicklung, d. h. die moralischen Gesetze. Und der Mensch soll ihnen auch entsprechen, mit ihnen im Gleichgewicht sein.

Wir kennen diese Gesetze nicht. Wir selber halten uns in unserer Welt für sehr gute Menschen: ich mache eine Spende, helfe den armen Menschen, ich kränke niemanden, bezahle meine Steuer, helfe der alten Frau über die Straße zu gehen usw. – alles, was ich mir nur vorstellen kann. Reicht das alles etwa nicht?! Es ist nicht nur ungenügend, sondern ist auch gar nichts, weil ich nur das mache, was ich aus meiner egoistischen Natur heraus denke und verstehe.

Um zu begreifen, was tatsächlich notwendig ist, um richtig zu handeln, muss ich die Natur verstehen und zur Balance mit ihr streben. Ich soll nur ein einziges Gesetz, das Gesetz der Gleichheit beachten. Jeden Tag empfinde ich die innerlichen Veränderungen, ich entwickele mich und werde ein anderer Mensch. Dies bedeutet, dass ich jeden Tag mein Gleichgewicht mit der Natur korrigieren soll.

Dafür sollen wir zuerst lernen, welche Forderungen die Natur oder der Schöpfer an uns stellt (die Natur gleicht dem Schöpfer), inwiefern wir diesen Forderungen entsprechen oder nicht, und wie die Übereinstimmung erreicht werden kann.

Das alles erzählt uns die Wissenschaft der Kabbala: Was ist die uns umgebende Natur? Wer sind wir? In welcher Nichtübereinstimmung befinden wir uns mit dieser Natur, nach welchen Parametern handeln wir? Wie können wir das Gleichgewicht mit ihr erreichen? Hieraus besteht die ganze Wissenschaft der Kabbala.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 31.07.2011

Kabbala Akademie

 

Innerlich global werden

Zuallererst müssen wir unser Paradigma, unsere Lebens- und Weltanschauung, ändern. Ich muss mich innerlich ändern, die „Boot-Diskette“, das Muster für die Bewertung meiner selbst, der Welt und der Gesellschaft erneuern. Ohne den Menschen zu ändern, werden wir die Welt nicht ändern können. Denn die Welt ist eine Kopie des Menschen.

Die menschliche Natur ist das Fundament, auf dem die Gesellschaft, die Umwelt, die Bildung, die Kultur, die Wirtschaft und alle anderen Lebensbereiche aufgebaut werden. Die Welt ist die äußerliche Projektion dessen, was sich im Inneren eines Menschen verbirgt. Aus diesem Grund soll gerade der Mensch geändert werden, nur darauf sollen alle Anstrengungen ausgerichtet werden.

Die Ursache liegt nicht in der Wirtschaft, nicht in der Industrie und nicht in der Bildung. Alles wird sich normalisieren, wenn der Mensch sich ändert. Und dafür muss er erzogen werden. Die Erziehung ist der Kern der inneren Umgestaltung des Menschen. Keine äußerlichen „heißen Umschläge“ werden helfen.

Vielleicht sollte man sich zu diesem Zweck an die UNO, an die UNESCO und an die Regierungen wenden mit der Erklärung, dass unsere einzige Aufgabe darin besteht, den Menschen zu ändern. Denn anderenfalls wird er die Welt nicht ändern können.

Das ist der Grund, warum die besten Köpfe der Menschheit heute nicht verstehen, wie man verfahren und was man ändern soll. Wir sind an einer Stufe angelangt, die von uns neue qualitative Veränderungen erfordert. Von nun an müssen wir in unserer Welt mit Hilfe eines Mittels namens „Bürgschaft“ agieren. Nur gemeinsam – alleine schaffst du es nicht.

Zum Beispiel im Fall eines Erfolges stellt der Mensch, der sein Geschäft eröffnet, fest, dass sein Gewerbe mit dem Gewerbe der ganzen Welt verbunden ist, und deshalb müssen diese auch berücksichtigt werden. Andernfalls wird der Erfolg ausbleiben.

Von nun an kannst du keinen einzigen Schritt machen, ohne das gesamte globale Systems zu berücksichtigen. Aus diesem Grund musst du selbst im Inneren global, vereint mit allen sein.

Aber ich bin nicht global. Was soll ich tun? Werde ich etwa keinen Erfolg haben? So ist es. Das ist ein unveränderliches Gesetz. Ohne die integrale gegenseitige Beziehung wird dir nichts gelingen. Schaue mal, wir tauchen bereits in eine Multikrise ein. Und es gibt nur einen Ausweg daraus – sich selbst zu ändern.

Wie kann ich mich ändern? Wie „formatiere“ ich mich selbst? Wie kann ich mich selbst einer Gehirnwäsche unterziehen? Wie deinstalliere ich die alte Software und wie installiere ich eine neue? Denn von nun an muss ich mit allen anderen ein gemeinsames Gefühl, einen gemeinsamen Verstand haben, damit meine Handlungen naturgemäß im Einklang mit dem

neuen Zustand sind. Meine eigene Natur muss sich ändern.

Die Umsetzung erfolgt durch das „Licht, das zur Quelle zurückführt“. Die Menschen werden es so oder so finden, vielleicht durch große Leiden, aber es gibt keine andere Wahl. Du musst dich ändern, damit die Welt sich ändert, und du hast die Mittel dazu.

Doch um dieses Licht erreichen zu können, musst du das Böse erkennen, um zu verstehen, was dir fehlt. „Ich muss mich ändern!“ Aber woher weißt du es? Und wie genau kannst du dich ändern? Hast du bereits ein ausformuliertes Verlangen? Noch nicht.

Und deshalb wurde dir ein Arbeitsfeld (die Gruppe) gegeben, ein Mittel (die Wissenschaft der Kabbala) und die Anleitung (der Lehrer). Bitte fang an zu handeln, schalte dich in das System der Bürgschaft ein, fang an, dieses System zu spielen, um den Mangel zu entdecken, den es zu korrigieren gilt. Dann wirst du etwas haben, womit du dich an das Licht wenden kannst, um korrigiert zu werden.

Du muss noch nicht einmal irgendwohin gehen: in dem Maße, in dem deine Verlangen eine Form annehmen und klarer werden, beginnt es von allein zu wirken. Schließlich befindest du dich in ihm, und deshalb funktioniert es entsprechend deinen Bemühungen. Sobald du etwas in dir aufgebaut hast, wirkt es sofort auf dich ein. Und so veränderst du dich nach und nach, selbst ohne jene Räder zu sehen, die sich in dir drehen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 13.07.2011

Eine Wahl ohne Varianten

Baal HaSulam, „Die Bürgschaft“: „Das heilige Volk“ ist eine Endform der Belohnung für die Verschmelzung mit dem Schöpfer, die eine vollständige Belohnung beinhaltet, die man sich nur vorstellen kann.

In der Welt gibt es Menschen, die spirituell erwachen – die Gruppe. Diese Menschen sind verpflichtet, die Korrektur zu verwirklichen, die Kraft der Bürgschaft zu erwerben und dank dieser Kraft die Korrektur der ganzen Welt zu ermöglichen.

Außerdem sollen sie das Gesetz befolgen: „Ihr werdet Mir ein Reich der Priester sein“. Mit anderen Worten: Es handelt sich um den Zustand „Chafez Chesed“. Die Priester haben keinen Besitz, sie sind wie „Bina“, die Eigenschaft des Gebens. Diese Eigenschaft sollen wir anstreben.

Was die Eigenschaft „das heilige Volk“ betrifft, ist dies schon das Verlangen zu genießen, das wir mit der Absicht des Gebens verwenden. Dadurch können wir diesen Wunsch auf die Stufe der Heiligkeit erheben und kommen zur Verschmelzung mit dem Schöpfer.

Diese Einheit, diese Kraft und dieser Zustand sollen in der Gruppe herrschen. Hier gibt es keine Varianten, weil es sich um die Naturgesetze handelt. Wenn wir dieses Gesetz nicht freiwillig befolgen, dann wird die Natur uns mittels der Leiden dazu zwingen. Hier gibt es keine Kompromisse. Es gibt nur ein Programm mit einem Parameter der freien Wahl: du kannst deine Entwicklung beschleunigen, bevor die Natur dich dazu erzwingt, die Korrektur vorzunehmen.

In jedem Moment der Zeit ist dieses Programm im Betrieb. Gerade jetzt läuft das Programm. Unsere Aufgabe besteht darin, uns schneller als dieses Programm zu realisieren. So schreiten wir zum Ziel voran – gehen den guten und schnellen Weg, ohne Schläge von hinten.

Also, wir haben zwei Meilensteine auf unserem spirituellen Weg – „das Reich der Priester“ und „das heilige Volk“. Sie fordern, dass wir die Kraft des Gebens, der Nächstenliebe und der Verschmelzung mit dem Schöpfer erreichen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 26.07.2011

Vor uns – Absturz

Meinung: (M. Chasin, Analytiker): Die Bankiers und Finanziers haben Angst, die Macht an der Welt zu verlieren. Deshalb versuchen sie mit allen Mitteln, die natürliche Entwicklung der Ereignisse zu verhindern. Das ganze Finanzsystem Europas ist aggressiven Attacken von Spekulanten und internationalen Ratingagenturen ausgesetzt.

Man kann dahinter eine Absprache erkennen, aber die Prozessbeteiligten haben ernsthafte Begründungen: Das Schuldenvolumen ist so groß, dass es unmöglich ist, es zurückzuzahlen. Denn die Schuldenbildung war aus der Sicht der Refinanzierung geformt und nicht aus der Sicht einer Rückzahlung.

Heute steht das Weltfinanzsystem vor der Frage: Was tun mit den Schulden?

Das Problem liegt darin, dass das gegenwärtige System der Entscheidungsbildung nicht in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen, die gegen große Konzerne gerichtet sind bzw. Druck auf ein Land auszuüben mit dem Ziel, ihr Parlament zu zwingen, ein Gesetz über Steuererhöhungen und die Reduzierung von Staatsausgaben zu billigen. Die Finanzinstitute können ihre Interessen wahren – Strauss-Kahn ist dafür ein Beispiel.

Die Bankiers und die Finanziers haben Angst, die Macht an die Welt und die Politiker zu verlieren. Und wenn dazu noch berücksichtigt wird, dass man sich für die Krise verantworten muss, wird die Lage der Finanziers noch besorgniserregender. Aus theoretischer Sicht sollen Politiker eine Frage zu den Regeln im neuen Finanzsystem stellen. Aber sie haben nichts, was sie sagen können. Und die Löcher des alten Systems werden immer größer.

Es wird offenkundig, dass sich eine solche Situation fortsetzen wird, bis die Entwicklung der Krise die politischen Prozesse beschleunigen wird. Aber dann wird die gesamte Situation schon nach einer Revolution ‚riechen‘. In der Zwischenzeit aber wird der Konservativismus der politischen Maschine die negativen Prozesse in der Wirtschaft nicht aufhalten können, und – sie werden noch weiter wachsen.

Der Punkt zwischen dem Anlauf und dem Sprung

Der Mensch, der mit dem Studium der Wissenschaft der Kabbala beginnt und ihre gesamten Mittel verwendet, kommt nach einiger Zeit an einem Wendepunkt an, an dem er aufhören sollte, sich unfrei und unbewusst zu entwickeln. Der erste Abschnitt ist dafür bestimmt, den eigenen Zustand kennenzulernen, und dieser Abschnitt ist notwendig.

Doch dann erreicht er einen „Gabelpunkt“, einen Knickpunkt (einen raschen Wechsel des ehemals stabilen Zustandes), an dem er seine gesamte Einstellung der Entwicklung, dem Leben, dem eigenen Verlangen, dem Licht, allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegenüber klären und überdenken muss. Er wechselt völlig sein früheres Paradigma, seine Lebensphilosophie und die Wahrnehmung des Systems, in dem er sich befindet.

Früher hat dieses System ihn gesteuert; denn er hat gänzlich innerhalb der Natur gehandelt und sich nur aufgrund des eigenen Unwissens vorgestellt, er würde über ihr stehen. Doch nun begreift er seine völlige Abhängigkeit von der Natur, ihren Kräften und Gesetzen und muss ihre Lenkung selbst in die Hand nehmen, wie geschrieben steht: „Meine Söhne haben mich besiegt“.

Und dann versteht der Mensch, an welchem besonderen Wendepunkt er sich befindet. Denn zuvor hat er nur geglaubt, dass er selbst etwas in seinem Leben verändert, doch in Wirklichkeit hat er gehorsam alle Befehle seiner Natur ausgeführt, ohne die geringste freie Wahl zu haben.

Doch nun wird ihm die Freiheit geschenkt. Und die Welt erscheint ihm chaotisch, ohne jegliche Ordnung. Ihm wird mit Absicht eine solche Empfindung gegeben, damit er selbst den Wunsch verspürt, alles in Ordnung zu bringen, zusammenzufügen und die Welt zu regieren.

Hier bekommt er die Möglichkeit, um die Kraft, das Verständnis und das Vorankommen durch den Glauben über dem Verstand von Oben zu bitten, weil er zu den höheren Zuständen aufsteigen und von dort einen neuen Verstand und neue Eigenschaften erhalten möchte – um auf diese Weise seine Welt ins Gleichgewicht zu bringen. Denn die Welt ist das Spiegelbild der inneren Ordnung eines Menschen, entsprechend der inneren Wahrnehmung der Realität und nicht der äußeren.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 13.07.2011

Auf 500 Bewohner unserer Erde kommt ein Millionär

Meldung: (Agentur Boston Consulting Group): Trotzt der Wirtschaftskrise steigt die Anzahl der Millionäre weltweit weiterhin an.

Aktuell werden 12,5 Millionen natürliche Personen gezählt, deren Vermögen eine Million Dollar übersteigt. Die genannte Zahl beträgt 0,2% der Gesamtbevölkerung der Erde oder mit anderen Worten, auf 500 Erdbewohner kommt ein Millionär.

Kommentar: Der tendenzielle Anstieg der Anzahl der Millionäre bedeutet ein schnelles Vorankommen zur Erkenntnis des Bösen, der Ungleichheit, welche gegen das vollkommene Gleichgewicht als Hauptgesetz der Natur ist. Wann werden wir es aber begreifen – durch Katastrophen oder durch den Verstand? So weit begreifen, dass wir ein einziges Gesetz einführen werden – das Gesetz der Gleichheit beim vernünftigen Verbrauch und der Einigung.

Das Mosaik der Weltschöpfung, in der du fehlst

Weltkongress „NOI“, Rom, Lektion 1

Das Ziel unserer Entwicklung – der allgemeinen Naturkraft gleich zu werden, jener großen und integralen Kraft, die auf alles Einfluss hat.

Diese Kraft umfasst alle Naturkräfte, die wir in unseren Wissenschaften wie Physik, Chemie, Biologie, Zoologie, Botanik, Geologie, Astronomie entdecken. Alles gliedert sich in dieses einheitliche Gesetz ein.

Es ist ein integrales Gesetz, das wir als eine gütige gegenseitige Verbindung enthüllen, die alle Teile der Realität vereint, Teile, die untereinander durch gegenseitige Liebe und gegenseitiges Geben verbunden sind.

Und dieses ganze System ist integral, analog, und in ihr befindet sich alles in vollständiger Harmonie außer dem Menschen. Und in diesem System, wie in einer großen Sphäre, existiert ein Teil, der als der „Mensch“ oder die „Menschheit“ genannt wird, und welcher unvollkommen ist.

Es ist der wichtigste Teil, der am meisten entwickelt ist und gleichzeitig aber auch unentwickelt, denn er hat die ganze Natur bewusst zu füllen.

Die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur existieren innerhalb dieses Systems instinktiv und erfüllen die Gesetze, da sie nicht darüber nachdenken, wie sie zu leben haben. In ihnen wirken die Naturkräfte, welche ihnen überhaupt keine Wahl lassen, überhaupt keine innere Freiheit. Diese Kräfte wickeln sie in alles ein, so dass sie die Befehle der Natur 100%ig befolgen.

Hingegen verfügt der Mensch über die Freiheit. Für ihn wird ein leeres Teil innerhalb des Systems freigehalten. Damit er diesen leeren Ort ausfüllen kann. Wie aus einem Stück Teig hat er aus sich eine Form zu kneten, die sich genau in das Naturmosaik einfügt, und sich mit allen ihren Teilen auf tausenderlei Art verbindet.

Dieses Mosaik ist nicht flach und auch nicht dreidimensional, sondern mehrkantig und überdimensional – auf psychologischen, psychosomatischen, spirituellen und materiellen Ebenen – in allen möglichen Verbindungen mit allen Formen der Natur. Wir entdecken in unseren Wissenschaften nur einen winzigen Teil aus dem ganzen System von Gesetzen der Sphäre. Und all dies haben wir zu lernen.

Auszug aus der Lektion 1 des Weltkongresses „NOI“ in Rom, 21.05.2011

Ein besonderer Ort auf der Landkarte der Menschheit

Frage: Wir wissen, dass Israel eine Bestimmung und kein Stempel im Pass ist. Und dennoch: haben diejenigen, die im Staate Israel leben, eine Aufgabe?

Meine Antwort: Zukünftig soll dieses Land zu einer Art Symbol des Staates werden, der vollständig auf der Kraft des Gebens, der gegenseitigen Liebe, der Bürgschaft, den Prinzipien „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, „Was dir verhasst ist, das tue deinem Nächsten nicht an“, dem Zusammenschluss zu „einem Menschen mit einem Herzen“ aufgebaut ist.

Hier ist jener Ort und hier sind jene Bedingungen, die dafür am Besten geeignet sind. Aus diesem Grund, wenn ein Mensch der Spiritualität entgegenstrebt, zieht es ihn gewissermaßen auch hierher. Der Staat Israel kann unmöglich auf Madagaskar oder in Uganda errichtet werden. Hier wirkt das Gesetz von Wurzel und Zweig, und das muss beachtet werden.

Wir haben also keine andere Wahl. Wir sind hier und müssen hier den Staat des Gebens und der Liebe errichten und somit ein Beispiel für die ganze Welt sein. Nur auf diese Weise werden wir alle Feinde besiegen, Unabhängigkeit erlangen und neue Opfer vermeiden können.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Das Volk Israel“, 09.05.2011

Einheit als Gefäß

Frage: Können wir in unserer Dimension den Schöpfer als eine Kraft der Vereinigung beschreiben und die Einheit der Organe unseres Körpers als Beispiel benutzen?

Meine Antwort: Nein, die Vereinigung ist ein Hilfsmittel, nicht das Ziel. Alle Körperorgane sind miteinander verschweißt, arbeiten in Harmonie und ergänzen einander und jedes annuliert sich selbst, um sich zu vereinen und den anderen zu dienen.

Deshalb wird der Körper zu einem integralen System, das eine bestimmte Kraft erweckt, die zur höheren Dimension gehört: der Kraft des Lebens. Es ist nicht einfach eine materielle Existenz auf der tierischen Stufe, sondern ein höherer Existenzzustand, die Erlangung der Ganzheit und des Ziels des Körpers.

Woher kommt er? Zunächst, durch die vier Phasen des Direkten Lichts, steigt alles von der Wurzelphase zur vierten Phase ab. Und dann, indem die Einheit erlangt wird, steigt die vierte Phase als erstes zu der Kraft auf, welche diese Ganzheit erschuf, d.h. sie geht zurück zur Wurzelphase.

Das ist ein allgemeines Gesetz: Indem eine niedrigere Stufe abgeschlossen wird, erreicht man den Anfang der nächsten. Darum erlangen wir eine höhere Kraft, wenn wir uns vereinen. Ganzheit ist ein Gefäß und die Kraft, die wir enthüllen, ist der Schöpfer.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 3.05.2011, Die Wichtigkeit der Verbreitung der Kabbala

Vorankommen aus dem Gegenteil heraus

Unser Verlangen beginnt, die richtige Form anzunehmen.

Wir wollen uns verbinden, das Bestreben nach der Einheit in jedem enthüllen, trotz des Egoismus. Das ist sehr wichtig: trotz des Egoismus strenge ich mich an, um mich innerlich den Freunden entgegen zu streben, mich ihnen anzunähern und sie alle in einer engen Verbindung zu halten, als Menschen, die einander durch das Ziel und im Geiste nahe sind.

Und das Wichtigste ist im Moment, dass ich mich auf sie verlassen kann: wenn wir schon vereint sind, dann werden sie dafür sorgen, dass ich an unseren Weg denke und bei unserer Vereinigung nur stärker werde.

Ich strebe danach, mit den Freunden zu verschmelzen, und hoffe, dass diese meine Bestrebung mir erlaubt, das unversiegbare Verlangen nach der Einheit zu erlangen. Das ist alles, was wir brauchen. Vom Anfang und bis zum Ende der Korrektur wird von uns allein das verlangt.

Deshalb steht auch geschrieben, dass die Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst das zusammenfassende Gesetz der gesamten Tora ist. Es gibt nichts anderes, und nur in diese Richtung müssen wir uns bewegen. Wie sehr es gegen unsere Natur auch gehen mag – es ist unwichtig. Wenn wir das Schöpfungsprogramm nach dem beschleunigten Szenario erfüllen wollen, dann gibt es nur eine Möglichkeit: aus dem Gegenteil, aus dem Verhasstesten und Widerlichsten heraus Schritte der Liebe und dem Nächsten entgegen zu tun.

Es geht nicht anders…

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 21.04.2011