Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Auf dem Übergang zu einer neuen Welt

Analytik: Wir treten in eine neue Phase, über die wir noch nichts wissen. Wir wissen nur, dass der Übergang der problematischste Zustand ist, in welchem riesige Leiden und Verluste möglich sind, sogar dann, wenn die Zukunft besser als die Vergangenheit sein kann. Aber wie durchlebt man ihn?

Bemerkung: Richtige Gedanken beginnen sich zu formen. Wir befinden uns tatsächlich in einem Übergang von der Welt, die auf egoistischem Empfangen gegründet ist, in eine Welt die auf altruistischem Geben gegründet ist.

Entweder führen uns ständige Leiden zur Realisierung, dass wir genau diese Welt brauchen oder ein Verstehen des Programms, nach welchem die Natur arbeitet. Auf dem ersten Weg, dem des Leidens, sind wir schon.

Wenn wir jedoch den Menschen die Ursache der Geschehnisse erklären, können wir die Zeit, mit der wir die Notwendigkeit erkennen, unsere Gesellschaft, unsere eigene Einstellung zur Welt verändern zu müssen, verkürzen.

Aber das Verstehen alleine, dass unser Egoismus das eigentliche Böse ist und mit dem Geben, mit Liebe ausgetauscht werden muss, um dieses Leben auf der Erde fortsetzen zu können, reicht nicht aus. Wir brauchen eine Kraft, um uns ändern zu können, und diese existiert nicht in unserer Welt!

Hier beginnen wir zu verstehen, warum Kabbala, die Methodik der Korrektur unserer Natur uns auf eine so ungewöhnliche Art und Weise weitergegeben wurde, warum es ohne sie absolut unmöglich ist, sich zu ändern, und folglich zu überleben.

Die Versuche, unsere Natur zu ändern, führten zur Entstehung von verschiedenen Religionen und Glauben. Ihre Ergebnisse sehen wir: das Böse ist geblieben und entwickelt sich weiter zusammen mit ihnen.

Kabbala Akademie

Das Perpetuum Mobile auf dem Weg in die Unendlichkeit

Woran unterscheiden sich die Welt der Unendlichkeit und unsere Welt?

In der Welt der Unendlichkeit existiert alles in einem einheitlichen geschlossenen Raum, wo wir zusammen sind, alles allgemein ist, und alles jedem einzelnen gehört, und es gibt keinen Unterschied zwischen mir und den anderen, zwischen dem, was mir und was dem anderen gehört. Aller existiert ohne jegliche Grenzen.

Und in unserer Welt ist es genau das Gegenteil. Alles ist unbedingt geteilt, und der Mensch überwacht seine Grenzen die ganze Zeit, egal ob er das möchte oder nicht.

Er soll diese Grenzen aufbrechen, um sich den anderen ein Stückchen zu nähern, und dann wird er wieder zu sich selbst zurückkehren, als ob die Natur ihn zurückziehen würde. Und er versucht wieder sich den anderen anzunähern, und geht wieder in sich rein.

Solange wir diese Unendlichkeit noch nicht erreicht haben, gibt es deshalb ein sehr wichtiges Prinzip in unserer spirituellen Arbeit,.

Auf dem gleichen Prinzip basiert die Arbeit einer Schwingung, die aus dem Kondensator und der Induktionsspule besteht, welche in einer elektrischen Kette verbunden sind.

Wenn wir diese Schwingung der Energie reichen, so geht sie zuerst durch den Kondensator, dann durch die Spule, und später wieder in den Kondensator, und zurück in die Spule. Auf diese Weise kann sie zwischen ihnen kursieren.

Dieses Prinzip funktioniert nicht nur in Leitungen. Denn alles, was im Aufziehmechanismus der Natur erfolgt, verwirklicht sich auch in der gesamten Natur und in ihren verschiedenen Teilen, nur in anderer Form, je nach Art des Systems: physisch, biologisch, öffentlich, die Beziehungen des Menschen in der Gesellschaft.

Deshalb sollten die Beziehungen zwischen mir und der Gruppe ebenfalls auf diesem Prinzip beruhen: meine Begeisterung und die Wichtigkeit des Ziels gebe ich der Gruppe weiter, und wenn ich niedergeschlagen bin, dann bekomme ich von der Gruppe jene Begeisterung zurück, die ich in sie angelegt habe, wobei diese sogar mit der Macht der Gruppe multipliziert wird, – und so arbeiten wir abwechselnd in einer geschlossenen Kette.

Aus dem 9. Unterricht des Kongresses „Sohar – 2010“ in New York, 09.05.2010

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Störungen sind das Problem – die Gruppe stellt die Lösung zur Verfügung

Eine Frage, die ich erhielt: Warum benötigen wir Störungen auf dem Weg zum Schöpfer?

Meine Antwort: Jedermann geht zur Schule. Täglich geben mir meine Lehrer Probleme und Übungen in den verschiedenen Fächern auf. Durch diese Übungen komme ich voran, denn ich lerne nichts, wenn ich diese Probleme nicht löse. Jedes Problem ist eine Störung.

Einige Leute üben einen Sport aus und um hervorragend zu sein, müssen sie täglich hart trainieren und daran arbeiten, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. Diese Regel ist auf alles anzuwenden, und der spirituelle Weg ist da keine Ausnahme. Allerdings gibt es Unterschiede.

In unserer Welt kann ich das Ziel klar erkennen. Zum Beispiel, wenn ich ein berühmter Wissenschaftler, Arzt, Musiker oder Sportler werden will. Mit anderen Worten, ich will etwas Spezielles werden. Obwohl ich viele Schwierigkeiten überwinden muss, kann ich das Ergebnis klar erkennen, was Ruhm und Ehre vor der ganzen Welt betrifft. In diesem Fall füllt mich der Egoismus mit Energie. Die Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, eine geachtete Stelle in der Gesellschaft zu erlangen, und sie entwickeln die notwendige Kraft, um ihr Ziel zu erreichen.

Aber auf dem spirituellen Weg spüre ich nicht, wie ich vorankomme und ich habe nicht die Kraft, um mich zu verbessern. Das kommt daher, weil die Leute, die mich umgeben, die spirituellen Ideale nicht schätzen und ich selbst kann diese Ideale noch nicht erkennen. Also sind nicht die Störungen das Problem, da wir in unserem täglichen Leben viele von diesen erfahren. Das Problem ist, dass ich das Ziel nicht sehen kann und vom sozialen Umfeld keine Unterstützung erhalte. Daher benötigen wir die uneingeschränkte Hilfe von anderen.

Wenn ich Teil einer Gruppe bin, die fortwährend das spirituelle Ziel vor meinen Augen hochhält, dann wird es für mich leicht, das Ziel zu erreichen. Ein Hindernis zu überwinden, ist nicht länger schwierig, denn ich verstehe, dass jedes Ziel danach verlangt, an meinem eigenen Ich zu arbeiten. Das Wichtigste für die Gruppe ist, mir behilflich zu sein.

(Aus dem Unterricht für Kinder in Buffalo, NY)

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