Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geschöpfe'

Wo findet man den Punkt seiner Freiheit?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum hat der Schöpfer die Welt so gemacht, warum verbirgt er sich vor unseren Verstand und unserer Wahrnehmung? Warum hat er uns Sich und dem Endziel entgegengesetzt erschaffen?

Meine Antwort: Weil Er uns Freiheit geben wollte! Damit wir nach unserer freien Wahl Ihn enthüllen und so gebend wie Er werden wollen. Wenn wir von Anfang an den Schöpfer spüren und so wie Er ist akzeptieren würden, wer von uns beiden würde sich wehren?
So wie jetzt, wehrt sich keiner von uns gegen den uns beherrschenden Egoismus. Wir sind nur Roboter, die auf Egoismus vorprogrammiert wurden. Wenn der Schöpfer in uns ein Programm des Gebens eingelegt hätte, hätten wir dies genauso ausführen müssen. Solche Geschöpfe nennt man Engel, unwillkürliche / mechanische Naturkräfte. Weder erstere noch letztere sind frei.

Die Freiheit liegt allein in der Mitte, zwischen Unreinheit und Heiligkeit. Dieser Zustand heißt Klipat Noga, das mittlere Drittel der Eigenschaft Tiferet.

Deshalb ist es notwendig, uns an solchen Punkt im unstabilen Gleichgewicht einzusetzen, wo wir nicht wüssten, in welche Richtung wir uns wenden sollen – wo befindet sich das Gute und wo das Böse, was sollen wir vorziehen und wonach sollen wir streben?

Genau hier befindet sich der Punkt unserer freien Wahl, und nur aus solchen Punkten setzen wir eine Linie zusammen, entlang welcher wir vom jetzigen Moment bis zur Endkorrektur gehen. Unsere Aufgabe besteht nur darin, das Maß und die Formen der Verhüllung, ihren Grund und ihre Notwendigkeit zu verstehen, um uns selbst als eine unabhängige Persönlichkeit zu bauen. Der Schöpfer hat hier kein anderes Ziel außer unsere Selbstständigkeit. Er braucht eine selbständige Schöpfung, wem sonst kann Er Genuss bereiten? Einer Machine, die Er selbst geschaffen hat und die ganz von Ihm angetrieben wird?

Aber nur in dem Maße, in welcher die Schöpfung selbständig wird, genießt der Schöpfer, indem er ihr Genuss bereitet. Es gibt bereits jemand, dem man Genuss bereiten kann! Es gibt jemand, der wirklich existiert! Deshalb konnte Er uns nicht gleich vollkommen erschaffen und uns die ganze Welt der Unendlichkeit gleich schenken, und somit das Ganze abschließen. Er musste uns Sich entgegengesetzt schaffen und zwischen zwei Welten einpflanzen.

Denn gerade hier in der Mitte, auf dem Riß zwischen zwei dieser Welten, wo weder die Macht des Schöpfers, noch die Macht der Schöpfung wirkt, in diesem neutralen Punkt, der weder zur einen noch zur anderen gehört, nur hier gibt es Freiheit!

Aus einem Unterricht über dem Artikel „Einführung zur TES“, 03.06.2010

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Glauben bedeutet Fühlen

Die Frage: Welche Bedeutung hat der Glaube vor dem Machsom?

Antwort: Bevor ein Mensch den Machsom überquert und in die spirituelle Welt eindringt, hat er keinen Glauben.

Der Begriff des Glaubens hat in der Kabbala eine ganz andere Bedeutung, als es im gewöhnlichen Leben üblich ist. Alle Definitionen in der Kabbala verweisen auf ein ganz anderes Niveau.

Der Glaube ist die Wahrnehmung des Schöpfers. Wenn ich Ihn wahrnehme, glaube ich an Ihn. Diese Vorstellung ist der üblichen Vorstellung entgegengesetzt. Im gewöhnlichen Leben ist es üblich, als Glauben eine Einstellung zu bezeichnen, wenn man nichts sieht bzw. wahrnimmt, jedoch glaubt, dass etwas existiert.

Die Kabbala sagt aber, dass dies nicht Glaube, sondern Phantasie ist. Kabbala basiert dagegen nur auf den realen Empfindungen. Entsprechend dem Maß der Wahrnehmung des Schöpfers bekomme ich die Kraft, gegen das Ego zu arbeiten.

Eine Kraft gegen eine andere – positive gegen negative. Dies heißt eben, über die Kraft des Glaubens über den Verstand zu verfügen, also über das Ego und seine Empfindungen.

Ich erhebe mich über mein Ego, weil ich schon höheren Verstand und hoehere Empfindungen verwenden kann. Und wenn ich sie nicht habe, auf welche Grundlage würde ich mich dann stützen?

Auf irgendwelche Erzählungen?

Das ist kein Glaube. Das ist nur ein Spiel, das in dieser Welt wegen der Ausweglosigkeit, um sich irgendwie zu beruhigen, von Menschen gespielt wird. Deswegen muss man die Enthüllung erlangen, damit man zum Glauben kommt! Die Wissenschaft der Kabbala ist die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen gegenueber, und das heißt Glaube.

Zuviel Wohlstand?


Ich erhielt folgende Frage: Was ist der Unterschied zwischen den „sieben fetten und den sieben mageren Jahren“? Wie wirken sie sich in unserer Welt aus?

Meine Antwort: „Die sieben fetten Jahre“ (sieben guten Jahre) bezeichnet die Zeit, in der die Menschheit nach Wohlstand strebte. Wir wollten durch technische, wissenschaftliche, soziale und politische Revolutionen ein gutes Leben erreichen. Noch vor wenigen Jahren beanspruchten die Amerikaner die Erfolgreichsten zu sein, da Amerika eine Konsum-Gesellschaft ist. Je größer der Konsum, desto größer der allgemeine Wohlstand. Jetzt entdecken wir, dass eine Kultur des Konsums nicht zukunftsfähig ist; wir zerstören uns und unseren Planeten. Wir können mit dem Weg des Konsumverhaltens nicht voranschreiten, da alles Grenzen hat.

Zukunftsvoraussagen in der Zeit meiner Kindheit malten ein ganz anderes Bild von unserem gegenwärtigen Zustand. Mir wurde gesagt, dass ich als Erwachsener nur noch vier statt acht Stunden zu arbeiten hätte, den Rest der Zeit könnte ich für kulturelle Aktivitäten nutzen, Ich hätte zwei Monate Ferien und die Kinder der Zukunft hätten eine gute Ausbildung und wären kulturell entwickelter.

Heute jedoch arbeiten die Menschen zwölf Stunden und haben kaum Urlaub. Ausbildung und Kultur sind in einer schrecklichen Krise. Die Familien brechen auseinander. Die Mehrheit der Menschheit lebt in Verzweiflung und Depression und ist von Antidepressiva oder „Modedrogen“ abhängig. Wir sind in einem Zustand, der das Ende der „sieben fetten Jahre“ einläutet und den Beginn der „sieben mageren Jahre (die sieben schlechten Jahre) markiert. Die „sieben mageren Jahre“ entstehen, um die Menschheit zur Entscheidung zu bewegen, eine solche Existenz aufzugeben.

Was sollen wir tun? Die Menschen des alten Babylon standen vor dem gleichen Dilemma, als ihr Egoismus genauso wie der unsrige explodierte. Abrahams Ratschlag zur damaligen Zeit passt also genauso in unsere Zeit.

„Es gibt zwei Lösungen. Willst Du Dich über die ganze Erde verbreiten, obwohl die Bestimmung des Geschöpfes die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer ist?“ „Fliehe nicht vor Deiner Aufgabe“, warnte Abraham, „Es ist unausweichlich, dass Du in viereinhalbtausend Jahren zu ihr zurückkehren musst“. Abraham sprach natürlich von unserer Zeit.

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Die Vereinigung der Verlangen bestimmt alles

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, dass wir alle den Wunsch haben müssen, den Sohar zusammen zu studieren? Wie sollen wir das machen oder fühlen?

Meine Antwort: Korrektur bedeutet, dass alle Verlangen zusammen vereint sind. Wenn unsere Verlangen voneinander getrennt sind, fühlen wir diese Realität oder diese Welt in ihnen. Wenn wir unsere Verlangen zusammen verbinden, dann fühlen wir in ihnen eine Realität, die „spirituelle Welt“ genannt wird. Alles ist sehr einfach und zeit- und raumlos. Alles hängt von der Einheit der Verlangen in einem einheitlichen Ganzen oder ihrer Trennung voneinander ab.

Im Moment fühlen wir diese Realität, weil unsere Verlangen unverbunden sind und jeder für sich steht. In deinem kleinen, eigenen Verlangen, welches nur deinem Vorteil gilt, bist du fähig zu fühlen, was in ihm ist. Du fühlst Licht, aber wenn das Licht in diesem Verlangen auftritt, erscheint es dir als das, was du jetzt siehst. Möchtest du etwas anderes sehen? Du wirst nicht fähig sein, etwas mit diesen weltlichen Verlangen zu tun bis zum Ende der Korrektur.

Wenn dieses weltliche Verlangen enthüllt wird und in uns wächst, fühlen wir, dass wir leben. Danach verschwindet es und wir fühlen, dass wir sterben. Dann wird es wieder zum Leben erwachen und stirbt, als ob es wiederbelebt wurde, um genutzt zu werden und wieder in der Verhüllung zu verschwinden. Daneben jedoch gibt es ein anderes Verlangen, das „Punkt im Herzen“ genannt wird, welches von einer anderen, spirituellen Ebene kommt. Dies ist ein Verlangen, mit dem wir uns mit den anderen verbinden können. Wir können nicht die Verlangen dieser Welt verbinden, welche Verlangen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebenen sind. Sie existieren in ihrer normalen Form, wo jeder Mensch mit den anderen verbunden ist, in dem Maß wie die Natur ihn verpflichtet, und nicht mehr als das.

Wir können jedoch unsere Verlangen, genannt „die Punkte im Herzen“, verbinden, und dann fühlen wir die spirituelle Welt in ihnen. Deshalb muss ich mir dieses gemeinsame Verlangen (Kli oder Gefäß) vorstellen. Es ist sehr konkret und liegt wirklich in unseren Händen. Wenn wir unsere Verlangen nach Spiritualität, unsere Punkte im Herzen, verbinden können, durch gegenseitige Hilfe und gegenseitige Verbindung, dann werden wir die spirituelle Welt fühlen. Die Empfindung in ihnen muss jedoch gegenseitig sein. Es kann nicht in jedem einzelnen Individuum passieren, weil es durch die Einheit der Verlangen offenbart wird.

Was wird enthüllt? Es ist die Verbindung unter den Verlangen. Diese Verbindung wird Erfüllung genannt – der Schöpfer, oder das Licht, welches das Verlangen erfüllt. Wir enthüllen das Licht nicht selbst. Wir enthüllen nur unseren Eindruck des Lichts, die Qualität des Gebens, die sich in uns einkleidet. Sie kleidet sich präzise in unseren Beziehungen der Liebe und des Gebens untereinander ein.

Es gibt eine Kraft, die uns befähigt, uns gemeinsam zu verbinden und uns gegenseitig zu geben. Mein Geben an eine andere Person wird „Licht“ genannt, und das gegenseitige Geben, das ich unter allen anderen enthülle, nennt man „den Schöpfer“. Dies ist die Bedeutung des Verses „Von der Liebe für die geschaffenen Geschöpfe zur Liebe für den Schöpfer“.

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Jemand, der aufsteigt, verbindet alle Welten in seinem Innern

Eine Frage, die ich erhielt: Warum schrieb Rabbi Shimon das Buch Sohar allegorisch und verbarg dabei die Tatsache, dass es nur über die Verbindung zwischen dem Licht und dem Verlangen spricht?

Meine Antwort: Hat er wirklich etwas verborgen? Denken Sie daran, wie das Buch „Baum des Lebens“ von ARI beginnt: „Wisse, dass, bevor die Welten entstanden und die Geschöpfe geschaffen wurden, ein Höheres Einfaches Licht die gesamte Wirklichkeit ausfüllte“. Und dann erschien ein Punkt des Verlangens und entwickelte sich weiter, bis die Welten und alles, was sie bewohnt, aus diesem Punkt entstanden.

Es gibt dort nichts anderes als den Willen, Licht zu empfangen, und das Licht. Alles andere ist eine Entwicklung der Verbindung zwischen ihnen, wo das Licht unveränderlich bleibt und das Verlangen sich in der Angleichung zum Licht verändert. Diese Verbindung ist der Gegenstand, welcher in der Wissenschaft der Kabbala und insbesondere im Buch Sohar beschrieben wird.

Wenn ein Mensch sich auf einer spirituellen Stufe befindet, dann sieht er die Verbindungen zwischen unserem Bild der Welt und seiner spirituellen Stufe. Er sieht, wie Kräfte und Eigenschaften von der Höheren Stufe auf die niedere hinabsteigen, die wir alle wahrnehmen. Alle Namen der Eigenschaften und Kräfte auf allen 125 Stufen oberhalb unserer Welt bleiben gleich, wie die Bezeichnungen in unserer Welt, jedoch wenn er jeden Namen liest, erkennt er dessen Wurzel anstelle der materiellen Objekte.

Wenn jemand einen Schirm erlangt und in die spirituelle Welt eintritt, indem er den Machsom überquert, beginnt er die Quelle von allem, was in dieser Welt geschieht, zu enthüllen. Man erkennt das Bild dieser Welt und wie es im eigenen Innern von einer höheren Ebene aus projiziert wird, ebenso wie es sich in Ebenen unterteilt: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich.

Diese Sichtweise ermöglicht es ihm, automatisch alle Kräfte und Eigenschaften der Höheren Welt zu benennen, indem er die Bezeichnungen der materiellen Objekte verwendet, da sie die Materialisation der Höheren Kräfte sind, die in diese Welt herabkommen.

Wenn man alle Verbindungen zwischen dieser Welt und seiner spirituellen Stufe findet, steigt man zur nächsten, höheren Ebene auf. Unterdessen verbleibt diese Welt unverändert und behält die gleiche Form bei. Auf der neuen Stufe fährt man fort, die Verbindungen zwischen den Wurzeln (Eigenschaften auf der spirituellen Stufe) und ihren Projektionen in dieser Welt zu suchen. Die Suche kommt herab, um die eigenen Eigenschaften zu korrigieren und in dem Maße, in dem man sie korrigiert, sieht man ein klareres Bild der Höheren Stufe. Sobald man alle Kräfte, Eigenschaften und Verbindungen wahrnimmt, vollendet man diese spirituelle Stufe und steigt zur nächsten auf.

Obwohl dieser Prozess monoton klingen mag, ist er tatsächlich spannend, wie eine außergewöhnliche Entdeckung. Das Bild dieser Welt bleibt gleich, bis man die vollständige Korrektur (Gmar Tikun) erreicht hat, wo man zu einem Zustand aufsteigt, in dem sich alles zu Einem vereinigt. Alle Kräfte, Lichter und Verlangen vereinigen sich in ein einziges Ganzes und man ist vollkommen mit dem Schöpfer vereint.

Wenn ein Mensch die Verbindung zwischen dieser Welt und der letzten, höchsten Stufe erkennt, verbindet er zwei gegensätzliche Achsen: Sich selbst unten und den Schöpfer oben. Auf diese Weise erreicht er den Zustand der Anheftung an den Schöpfer und die totale Gleichheit mit Ihm. Anders gesagt, man erreicht die Welt der Unendlichkeit.

All die Verlangen – die unkorrigierten Verlangen unserer Welt oder die am meisten korrigierten, ebenso wie all die Bilder und Abbildungen, werden sich in eine vereinte Wirklichkeit verwandeln, genannt „Der Schöpfer und Sein Name sind Eins“. Dort wird nur ein einziges Verlangen sein: HaWaYaH.

Die gesamte Schöpfung ist ein Spiel des Schöpfers


Eine Frage, die ich erhielt: Wären Sie bitte so freundlich, den Grund dafür zu erklären, warum uns der Schöpfer in dieser Form erschaffen hat, nur mit dem Willen zu empfangen. Warum müssen wir überhaupt durch diesen Prozess gehen? Warum wurden wir nicht mehr wie der Schöpfer geschaffen? Sieht die ganze Schöpfung nicht wie ein Spiel aus?

Meine Antwort: Sie liegen vollkommen richtig: die ganze Schöpfung ist das Spiel des Schöpfers, das er mit seiner Schöpfung spielt! Die Absicht, uns in einer Eigenschaft zu erschaffen, die zu der des Schöpfers entgegengesetzt ist, ist für uns bestimmt, damit wir Geschöpfe bleiben, die sich von Ihm unterscheiden, damit, wenn wir zu Ihm gelangen und Ihm gleich werden, wir uns nicht in Ihm auflösen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst
Blog-post: Die Welt ist ein Spielplatz
Blog-post: Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Bis auf das Notwendige sollte alles dem Geben gewidmet sein

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können die Menschen ermitteln, was heutzutage eine Notwendigkeit ist?

Meine Antwort: Das Niveau des Notwendigen ist ein mittleres Niveau des Wohlergehens an dem Ort, wo ein Mensch lebt. Es gibt viele Methoden, das tatsächliche mittlere Niveau zu ermitteln. Baal HaSulam behandelt das im Detail im Artikel „Die zukünftige Generation“. Er bezieht sich auf allerlei Arten von Gremien, die die tatsächlichen Bedürfnisse jedes Menschen untersuchen und erfüllen könnten.

All das wird nach den Bedürfnissen eines Durchschnittsmenschen bemessen. Sagen wir, dass jede Familie einen Raum für jedes Familienmitglied haben muss. Jeder Mensch muss eine Arbeitsstelle haben. Die Familie muss ein Auto haben, um zur Arbeit und zurück zu kommen und für andere Notwendigkeiten. All das wird in Übereinstimmung mit Veränderungen, die in der Welt geschehen, bestimmt. Gleichwohl muss eine Familie alles haben, was sie braucht, um normal existieren zu können.

Tatsache ist, dass das Problem nicht das ist, was man besitzt, sondern die Einstellung dazu. Letztendlich möchte der Schöpfer nicht, dass man leidet. Das Ziel der Schöpfung ist, die Geschöpfe zu erfreuen. Deshalb beschränke dein irdisches Leben auf die Bedürfnisse deines physischen Körpers – nicht mehr und nicht weniger.

Man muss seine Verlangen nach Nahrung, Sex, Familie, Gesundheit, Ehre, Macht und Wissen erfüllen. Man sollte keinen Mangel in solchen Verlangen spüren und sie sollten in dem Maße erfüllt werden, indem sie eine wesentliche Notwendigkeit für das Leben des tierischen Körpers darstellen. Alles, was über das Notwendige hinausgeht, sollte zum Geben an seine Mitmenschen verwendet werden.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Geben kann uns mehr erfüllen als alles andere
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Blog-post: Die gesamte Schöpfung ist das Werk von zwei Kräften
Blog-post: Wir benötigen nur das Lebensnotwendige

Der Name des Schöpfers bedeutet “Komm und siehe” (Fortgeschritten)


Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens, die sich im korrigierten Verlangen des Menschen offenbart, in seiner Absicht zu geben. Wir haben nur eine Aufgabe und die ist, diese Absicht in der Verbindung unter uns zu entwickeln.

Auf Hebräisch heißt der Schöpfer „Boreh“, was aus den Worten Bo – „komm“ – und Reh – „siehe“ – zusammengesetzt ist. Was bedeutet das nun? „Kommen“ bedeutet, dass man sein Verlangen von Empfangen zu Geben umwandelt. Dann wird das Verlangen zu geben, das man erlangt hat (oder das Verlangen zu geben, um zu geben, Galgalta we Ejnaim) und zu lieben (empfangen um zu geben, ACHaP) unsere Erlangung und Enthüllung des Schöpfers.

Um es anders zu sagen, ist der Schöpfer die Kraft, die uns miteinander verbindet. Darum ist es die Verbindung unter uns, die den Schöpfer unter uns enthüllt. Wenn wir uns in gegenseitiger Liebe verbinden, dann werden wir die Kraft des Gebens in uns spüren. Dies ist die Kraft des Schöpfers, die unter uns enthüllt wird.

Der Schöpfer ist die Kraft, die uns miteinander verbindet. Das Höhere Licht hat uns mit der Kraft versehen, uns gegenseitig zu geben und dadurch und durch das Kennenlernen der Höheren Kraft, erreichen wir den Schöpfer. Wie geschieht das?

Indem wir uns gegenseitig geben, erreichen wir die Eigenschaft des Gebens und dadurch die Quelle der gebenden Kraft, weil sie ihren höheren Ursprung enthält, Keter. So wird in uns oder in unserem Verlangen der Schöpfer enthüllt. Er enthüllt sich im oberen Teil des Kli, und diese Enthüllung wird daher „eine Enthüllung von oben“ genannt. Diese Enthüllung geschieht in Keter in Verbindung zum unteren Teil des Kli, Malchut.

Aus diesem Grund nennen die Kabbalisten Ihn
Bo-reh„, „Komm und sieh“. Wenn jemand von unten nach oben mithilfe des Reflektierten Lichtes aufsteigt, so steigt man auch aus seiner Natur heraus – „dem Willen zu empfangen“ zur Natur des Schöpfers – „dem Willen zu geben“. Dann erhält man die vollständigen Zehn Sfirot des Direkten Lichtes. Man erhält sowohl die Einstellung des Schöpfers zu Ihm sowie den Schöpfer selbst – die Wurzel von allem.

Es stellt sich heraus, dass es neben der eigenen Seele (die aus Zehn Sfirot besteht), nichts weiter zu enthüllen gibt. Nur dies wurde erschaffen und man spürt den Schöpfer innerhalb dieser Schöpfung.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Über Leben, Tod und die Seele
Blog-Post: Unsere einzige Wahl ist es, die richtige Umgebung zu wählen
 

Wir empfinden alles durch den Vergleich mit etwas anderem

Eine Frage, die ich erhielt: Viele Phänomene in der Welt verändern sich von einem Extrem zum anderen: von hell zu dunkel, kalt zu heiß, Leben zu Tod, Minus zu Plus, Bewegung zu Ruhe und so weiter. Gibt es eine andere Methode der spirituellen Entwicklung, außer alle Gegensätze in uns einzusetzen?

Meine Antwort: Der Schöpfer ist das Empfinden einer Eigenschaft: Geben und Liebe. Weil wir jedoch die erschaffenen Geschöpfe sind, können wir etwas nur auf dem Hintergrund von etwas anderem empfinden oder im Vergleich damit.

Der Genuss innerhalb des Verlangens ist das Licht des Schöpfers in dir. Das formt die gesamte Schöpfung. Daher müssen wir als Ergebnis unserer Entwicklung dahin gelangen, das gesamte Verlangen in uns aufzunehmen – das Kli der Welt der Unendlichkeit, und die gesamte Erfüllung – das Licht der Welt der Unendlichkeit, den Schöpfer.

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Die Welt zu verändern beginnt damit, dass wir uns selbst ändern


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn jeder Mensch die Welt auf positive oder negative Weise beeinflussen kann, was bestimmt dann das allgemeine Bild?

Meine Antwort: Je höher jemand spirituell ansteigt und sich entwickelt, desto mehr Kraft erwirbt er. Die größte Kraft ist die Kraft der Gedanken. Normale Menschen beeinflussen die Welt mit ihren Gedanken, Wünschen und Handlungen. Das Ausmaß ihres Einflusses ist jedoch sehr gering, obwohl es sieben Milliarden Menschen sind.

Die Welt ist nicht statisch. Wir sehen sie immer auf andere Weise, abhängig von unseren sich verändernden Eigenschaften. Wenn Du erkennst, dass die Welt Dein individueller Eindruck ist, dann verstehst Du, dass Du Dich selbst ändern musst, anstatt die Welt zu verbessern. Man muss sich selbst korrigieren, um die Welt zu verbessern.

Wenn man dies tut wird man verstehen, wie die Höhere Kraft alles, was geschieht beeinflusst und dies wird das gesamte Wahrnehmungsmodell und die Interpretation dessen, was wahrgenommen wird verändern. Werden sich die Menschen besser fühlen? Werden die Arbeitslosigkeit und der Hunger ein Ende haben? Werden die Unternehmen ihre Mitarbeiter tatsächlich wieder einstellen? Ja! Wir werden dies mit unseren eigenen Augen geschehen sehen.

Baal HaSulam schreibt in dem Artikel „Verhüllung und Enthüllung des Angesichts des Schöpfers“, dass sich in unserer Welt nichts ändert, außer der Enthüllung oder der Verhüllung des Schöpfers. Es wird uns daher sehr viel weiter bringen, wenn wir aufhören die Welt als ein statisches Bild anzusehen, dass sich die ganze Zeit vor uns befindet. Wir sollten stattdessen verstehen, dass die Welt ausschließlich von unserer Wahrnehmung, unseren Eigenschaften und unserer inneren Einstellung abhängig ist. Dann werden wir beginnen, unsere Fehler zu korrigieren und als Ergebnis den Willen des Schöpfers in allem entdecken, was geschieht.

Die Wissenschaft der Kabbala hilft uns dies zu vollbringen. Sie ist per Definition die Methode zur Enthüllung des Schöpfers vor seinen Geschöpfen. In der Zwischenzeit ist diese Welt das Bild, das Du heute wahrnimmst.