Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geschichte'

Noch eine gegenstandslose Konferenz der Weltführer


Nachrichtenartikel (übersetzt aus www.ynet.co.il): Die Führer der G8 Industriestaaten haben sich in Japan versammelt, um die globale Erwärmung zu diskutieren. Diese reichen und entwickelten Länder sind sich über viele Dinge uneinig und keiner will der erste sein, der nachgibt und verliert. Die Führer lächelten für die Fotografen und gingen dann ihren eigenen Wege. Auch dieses Mal werden sie die Welt nicht retten. Es ist immer wieder die gleiche Geschichte. Die Führer treffen sich zu einer Diskussion und nichts kommt dabei heraus. Inzwischen lachen selbst die Journalisten darüber. Was muss geschehen, dass die Führer sich tatsächlich zusammensetzen und über die Veränderung der Dinge sprechen?

Meine Antwort: Die Führer haben keine Macht dazu, irgendetwas zu verändern. Dies kann nicht durch deren mentale, moralische oder physische Kraft geschehen, da die Welt von oben regiert wird und unsere gesamte Geschichte zeigt uns, dass wir die Dinge nur verschlimmern können. Da wir nicht den Gesetzen der Natur folgen, fühlen wir, anstatt uns wohl zu fühlen, die negative Reaktion der Natur, welche sich in unerwünschten Phänomen auf allen Ebenen der Natur äußert: auf der unbelebten Stufe (Tsunamis, globale Erwärmung, Überschwemmungen, Erdbeben, Wirbelstürme), auf der pflanzlichen Stufe (Trockenheiten, Wassermangel, Ernteausfälle), auf der belebten Stufe (Rassensterben, eine gestörte Balance, Ausbreitung von Krankheiten) und auf der menschlichen Ebene (Krieg, Depression, Drogen, Selbstmord, Angst).

Die Korrektur der Welt hängt von der Korrektur des Menschen ab, von seiner Balance mit der Natur. Und um diese Balance zu erreichen, müssen wir die Kräfte kennen, die uns regieren. Die Natur hat alles auf diese Weise arrangiert, um uns auf die Stufe der herrschenden Kräfte, des Schöpfers zu erheben (entweder unter Zwang oder bewusst und bereitwillig). Und wir können nur korrigiert werden, indem wir uns wünschen, der Höheren Welt, den lenkenden Kräfte der Natur, dem Schöpfer ähnlich zu werden.

Kabbala erklärt die Struktur und Gesetze der Höheren Welt. Das ist, was für uns heute notwendig ist – es ist unsere einzige Rettung. Was all die Führer in dieser Welt anbelangt – sie sind nichts weiter als Marionetten in den Händen des Schöpfers.

Verwandtes Material:
Blog-post: Mit dem Finger auf Al Gore zeigen (anstatt auf uns selbst)
Blog-post: Frauen als Führungskräfte der Nationen
Blog-post: Je mehr man weiß. desto besser schläft man

Das Leben geht weiter – zu unseren Gunsten


Eine Frage, die ich erhielt: Ich suchte in Google nach Ihrem Namen und fand einen Artikel über zwei Leute, die Kabbala an „Beit Kabbala L’Am“ studierten und dann den Unterricht aufgaben. Sie sagten, dass es am Anfang gut ausgesehen habe – kostenloser Unterricht, überhaupt alles kostenlos. Doch später würde man gezwungen werden, 20 % seines Einkommens – 10 % für Maaser und 10 % für Bücher – zu zahlen. Sie sagten auch, dass Sie die Leute einer Gehirnwäsche unterziehen würden und Sie dem Mann gesagt hätten, er solle seine Frau verlassen und sich eine andere suchen – jemanden, den Sie ihm vorstellen würden. Was sagen Sie dazu?

Meine Antwort: Ich sage, dass es viele Halunken in dieser Welt gibt und von den 2.000.000 Studenten, die bei mir studieren, waren zwei zufällig solche. Er ist katholisch und sie jüdisch. Er lebte in Indien, nahm Drogen und beschäftigte sich viele Jahre mit allerlei Arten von Mystizismus. Er versuchte, sich bei uns selbst zu finden, aber er hatte keinen Erfolg, weil sie dagegen war. Und sie sind nicht verheiratet, nebenbei gesagt. Als ich sie sah, sagte ich ihm geradeheraus, „lass sie oder lass die Kabbala“.

Alles andere, das sie über uns geschrieben haben, sind Lügen. Die Feinde der Kabbala brachten es fertig, dieses Paar zu finden, das einverstanden war, in dieser Weise über uns zu reden. Diese Geschichte ist mittlerweile sieben oder acht Jahre alt.

Bis jetzt wächst unsere Kabbala Akademie und breitet sich aus und das ist es, was zählt. Die ganze Welt lehnt Kabbala ab, also sollten Sie nicht darüber überrascht sein, wie viele Gegner wir haben. Ich verstehe dies vollkommen und nehme diesen Hass nicht persönlich. Ich sehe die Hand des Schöpfers darin, gemäß dem Grundsatz: „Geh zum Pharao, denn ich habe sein Herz verstockt.“

Wenn ich mich persönlich um die Gegner kümmern würde, dann würde ich in meinem Leben nichts erreichen. Ich verstehe das Spiel, das die bösen Kräfte mit mir spielen und ich lasse ihnen keinen Raum in meinem Herzen und Verstand – und ohne diesen sterben sie.

Das Leben geht weiter – zu unseren Gunsten! Es liegen noch immer viele Kriege vor uns, aber diese Kriege sind nicht gegen uns – dies sind Kriege des Menschen gegen sich selbst, seine Natur.

Das Einzige, das von außen kommt, dem ich Beachtung schenke, sind Kommentare darüber, wie ich verbreite (doch nicht über die Bedeutung der Verbreitung), um zu lernen, ein besseres äußere Auftreten für unser Material zu schaffen und es brauchbarer für die Vorlieben und Gewohnheiten der Menschen zu machen, sodass seine äußere Gestaltung sie anziehen anstatt abstoßen wird. Und ich bemühe mich, den Inhalt so gut wie möglich zu vereinfachen.

Es gibt keinen Zweifel darüber, dass Kabbala für die menschliche Natur abstoßend ist und sie wird viele Menschen vergraulen. Viele werden durch sie eingeschüchtert. Das ist ein Kampf der Zeitalter – der Kampf zwischen dem Schöpfer und Amalek. Aber sein siegreiches Ende ist schon in Sicht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Brauchen Kabbalisten eine Armee?
Blog-post: Wie man seine Wut richtig einsetzt
Blog-post: Einladung zum Aufstieg – oder der Sinn dieses Blogs

Warum gibt es soviel Gewalt gegen Frauen?


Eine Frage, die ich erhielt: Kürzlich gab es eine dramatische Zunahme an häuslicher Gewalt in meinem Land. Jeden Tag werden Frauen von ihren Ehemännern oder Freunden umgebracht und es sieht so aus, als ob Männer die Frauen hassen. Die Tochter meines Kollegens wurde von einem Mann ermordet, mit dem sie sich erst seit zwei Monaten traf. Dies geschah, nachdem sie sich entschied, sich von ihm zu trennen. Im Vergleich dazu ist es sehr selten, dass Frauen Männer ermorden. Warum geschieht diese Gewalt gegen Frauen?

Meine Antwort: Am Anfang fühlt ein Mann, dass ihm die Frau unterlegen ist. Dieses Gefühl ist durch die Natur in ihm verwurzelt. Sinnbildlich gesprochen können wir das von der Geschichte des Sündenfalls verstehen: von der spirituellen Wurzel her ist die Korrektur der Frau vom männlichen Teil des Klis abhängig und dies wird in unserer Welt als unsere Wahrnehmung widergespiegelt und als Abhängigkeit der Frau und als ihr Bedürfnis nach Hilfe, um Kinder auf die Welt zu bringen und sie aufzuziehen – selbst wenn das dem Ehemann zugeschrieben wird. Das einzige, das diese Beziehung in unserer Welt korrigieren kann, ist die Erkenntnis, dass sie Partner sein müssen, um zum Schöpfer aufzusteigen. Darüberhinaus spielen die Hilfe und das Verlangen der Frau eine große Rolle, welche die Frau erforderlich, wertvoll und unentbehrlich für Männer macht, um das Licht zu enthüllen.

Kabbala Akademie

Die Korrektur der Frau


Zwei Fragen, die ich über die Korrektur der Seele einer Frau erhielt

Frage: Sie haben viele Erklärungen über den Pfad eines Mannes zur Korrektur zur Verfügung gestellt – er studiert, arbeitet in der Gruppe und dadurch zieht er das Licht, das zur Quelle zurückführt und seine Seele korrigiert, zu sich selbst heran an. Ich versuche zu verstehen, wie eine Frau ihre Seele korrigiert und die einzige Antwort, die ich finden kann, ist, dass sie das Licht nicht selbst auf sich zieht, welches zur Quelle zurückführt, dass das die Arbeit des Mannes ist und dass eine Frau studieren und verbreiten muss und sie auf diesem Weg ihre Seele korrigiert. Können Sie eine ausführlichere Erklärung über den spirituellen Prozesses geben, den die Seele einer Frau durchläuft, wenn die Frau auf ihrem Pfad zur Korrektur studiert und verbreitet?

Meine Antwort: Der Unterschied ist:
1. Eine Frau vereinigt sich mit anderen Frauen in einer Gruppe nicht im Sinne von „Liebe zu ihrem Nächsten oder zu ihren Freundinnen,“ vielmehr vereinigt sie sich mit anderen Frauen nur durch das einander Helfen, um Kabbala zu verbreiten.
2. Sie erhält die Hilfe nicht direkt von oben, wie das die Männergruppe tut, sondern durch die Männergruppe. Dies wird in der Geschichte über den Empfang der Tora erklärt, wo die Männer die Bedingung der Gegenseitigen Bürgschaft (Arwut) ausführen und die Frauen unterstützen sie mit ihrem Verlangen. Infolgedessen erhalten sie es zusammen – die Männer führen das Licht den Frauen zu. Der Unterschied ist nur die Reihenfolge, in der sie das Licht von oben erhalten und das ist praktisch egal. Das heißt, eine Frau fühlt es keinesfalls, wenn sie studiert und verbreitet. Außerdem sollte eine Frau Kabbala nur in dem Ausmaß studieren, in dem sie ein Bedürfnis danach empfindet und nicht mehr als das, wohingegen die Männer verpflichtet werden, zwischen einer und drei Stunden pro Tag zu studieren.

Frage: Heute erreichen Frauen dieselben spirituellen Zustände, durch die Ihr Männer geht. Aber Sie haben ein Sicherheitsnetz – eine Gruppe Bnei Baruch Frauen. Wie steht’s mit uns – Frauen und Mütter und unsere Kinder?

Meine Antwort: Die Männer des Welt-Kli haben die Unterstützung des Frauenteils des Welt-Kli. Das ist, was ich wahrnehme, wohingegen Sie auf den Körper statt auf spirituelle Verlangen schauen. Ein spirituelles Verlangen ist nicht mit dem Körper verbunden, es geht darüber hinaus. Stellen Sie sich die Welt ohne unsere Körper – ein mit unkorrigierten Verlangen gefüllter Raum, der danach strebt, gefüllt zu werden, eher um einander zu geben und sich in einem gemeinsamen Verlangen zu verbinden. Diese Verlangen teilen sich in aktive – männliche- und passive – weibliche – auf. Das ist ähnlich der Empfängnis, wobei die männlichen Zellen sich bewegen und in die weiblichen Zellen eindringen. Und dann ist ein neuer Körper geboren – ein gemeinsames Verlangen.

 
 

Übermittlung der Tora – Datierung von Moses bis zu unseren Tagen


Eine Frage, die ich erhielt: Könnten Sie bitte die Übermittlung der Tora von Moses bis zu unseren Tagen datieren?

Meine Antwort: Es steht geschrieben, dass Moses die Tora auf dem Berge Sinai (1312 v.u.Z.) erhielt und am Tage seines Überganges gab er sie an seinen Studenten Joshua (1272 v.u.Z.) weiter. Joshua übergab die Tora den Älteren oder Weisen (1244 v.u.Z.) und die Älteren übergaben sie den Propheten (889 v.u.Z.). Die Propheten übertrugen die Tora den Mitgliedern der Großen Versammlung (352 v.u.Z.). Was auch immer danach (von 312 v.u.Z. bis zu unseren Tagen) geschah, erfordert eine getrennte, ausführliche Besprechung …

bb

Geschichte aus Sicht der Kabbala

Eine Frage, die ich erhielt: Bitte erklären Sie, warum Fragen über Geschichte unangebracht sind. Etwas zu studieren, ohne seine Grundprinzipien zu kennen, wie seine Geschichte, ist ziemlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

Meine Antwort: Rabash lehrte mich, mich nicht mit Geschichte zu befassen, sondern mit tatsächlich erfahrener Errungenschaft. Warum von äußerlichen Phänomenen und Vorstellungen von Menschen ausgehen, wenn man fähig ist, diese selbst zu erlangen? Anfänger und jene, ohne einen Punkt im Herzen (d.h. Verlangen nach Spiritualität), werden allerdings von der Geschichte angezogen. Das gleiche gilt für das Studium der Kabbala: jemand, der einen Punkt im Herzen hat, studiert sie nicht, sondern zieht das Höhere Licht an, wohingegen jemand, der keinen Punkt im Herzen hat, sie wie eine Wissenschaft studiert und das gedruckte Material viel besser kennt als jemand, der dieses Material tatsächlich erlangte. Lesen Sie hierzu Baal HaSulam’s Kommentar über die Jerusalemer Kabbalisten.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin Kolumbianer und wie sie wohl wissen, scheint mein Land stets in einem Konfliktzustand zu sein. Warum leidet mein Land und seine Menschen? Es ist offensichtlich, dass die Menschen hier mehr leiden, als in anderen Ländern. Das lässt mich annehmen, dass mein Land eine Art Sonderauftrag hat – wie Israel.

Meine Antwort: Es ist besser, sich nicht in die Geschichte und andere Verwicklungen zu vertiefen oder etwas daraus zu entnehmen, sondern sich selbst zu korrigieren und indem man dies tut, sich selbst, sein Land und die Welt zu verbessern.