Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geschehen'

Zu der Wurzel deiner Seele aufsteigen

Frage: Welchen Weg bietet die Kabbala an, um das eigene Schicksal kontrollieren zu können?

Antwort: Wir müssen zuerst zur Wurzel unserer Seele aufsteigen, zumindest auf die minimalste Stufe. Von dort aus kann man irgendwie verstehen, was mit einem geschieht. Um diesen Weg zu gehen, muss man mindestens drei Stufen aufsteigen: „ibur“ (Fötuszustand), „yenika“ (Fütterung), „mohin“ (Erwachsenerzustand).

Wenn der Schüler die erste Stufe erlangt, bekommt er eine Vorstellung, wie die Steuersignale funktionieren und wie sie ihn bewegen. Er beginnt zu verstehen, woher er das Wissen, Wünsche und Einstellungen bekommt, von wo aus Entscheidungen getroffen werden und er bereits davon Ergebnisse erhält.

Ansonsten kommt es ihm so vor, als würde das alles in seinem Inneren geschehen. Aus dem mangelnden Verständnis heraus, wo diese Signale entstehen, denkt er, dass alles in seinem Inneren geschieht.

Aus dem russischen Unterricht 27.10.2019

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Kongress für alle

 

Wir müssen uns auf den Kongress vorbereiten. Einige Teilnehmer kommen komplett vorbereitet, sie wissen schon, dass wir auf dem Kongress Kräfte bekommen sollen, mit denen wir dann später unseren Weg fortsetzen.
Es gibt auch ein Leben nach dem Kongress, wir müssen noch viele Korrekturen an uns und in der Welt vornehmen.
Deswegen gibt es auf dem Kongress die Möglichkeit der spirituellen Arbeit. Zeitgleich mit der Begeisterung führt man eine Analyse durch: „Ich bin jetzt begeistert, ich erhebe mich über mich hinaus, mithilfe der Gruppe, die auf mich Einfluss übt. Die Gruppe ist ein Faktor der Wichtigkeit des Ziels und der Erhebung über sich hinaus…“ Einige nehmen das Geschehen genau so wahr.
Andere wiederum sind noch nicht zu einer solchen Herangehensweise bereit. Sie verlieren den Kopf, verschmelzen mit dem Gesamtfluss und sind sich nicht über die Situation im Klaren. Auch das ist gut: sie werden begeistert, und die Analyse mag vielleicht später kommen.
Im Endeffekt werden alle riesigen Nutzen aus dem Kongress schöpfen – sogar solche Teilnehmer, die nicht einmal genau wissen, wozu sie gekommen sind.
Wir laden auch solche ein, die einmal mit uns waren und aus diesen oder jenen Gründen weggegangen sind. Versucht, zum Kongress zu kommen, mit uns zu sein, und euch erneut zu überprüfen.
Es kommt im Leben oft vor, dass der Mensch „aus dem Spiel befördert wird“, er aber Hindernisse überwinden muss, sich ihnen widersetzen. Denn eine Trennung vom spirituellen Weg ist unter keinen Umständen annehmbar.
Diejenigen, die weggegangen sind, haben die Möglichkeit der Rückkehr, und ich lege ihnen sehr nahe, es zu tun. Ich habe schon gesehen, wie Menschen, die zurückgekommen sind, große Erfolge erzielten.
Aus der Lektion zum Rabasch-Artikel, 26.10.2010

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Verstärker der spirituellen Signale

Eine Frage, die ich erhielt: Bei der Arbeit in den drei Linien scheint es so zu sein, dass die linke Linie groß, schwer und dick ist, da sie unseren gesamten bösen Anfang einschließt. Und rechts befindet sich dagegen etwas leichtes, eine Art „Gewürz“. Ist das nur meine persönliche Empfindung?

Meine Antwort: Natürlich, fühlt der Mensch seine Wichtigkeit, seine Existenz, als ob ihm die ganze Welt, das Materielle, mit seinem gesamten Egoismus gehören würde. Es ist eben eine riesige Schwere. Und auf der anderen Seite befindet sich die Spiritualität, ein schwereloser und nicht spürbarer „Geist“ (Ruach). Wir fragen uns: welche Kraft kann sich dort aufhalten – denn sie ist für uns völlig unauffindbar?!

Wie wir in der Quantenphysik, wenn wir die Elementarteilchen untersuchen, die wir nicht fangen können, nur ihre Einwirkung anhand der Abweichung des Zeigers bemerken. Aber wir wissen aus unserer Welt, dass die am unsichtbarsten Kräfte die mächtigsten sind.

Die geistige Realität bestimmt alles und hält alles mittels ihrer Kraft fest! Alles Geschehen stammt aus den inneren Kräften, deren Ergebnis sich in der Handlung materialisiert, sodass wir im Endeffekt die Elementarteilchen und unser Universum sehen. Die geistige Energie gebärt die ganze materielle Welt. Deshalb ist es unmöglich, die Kraft des Lichtes mit der Kraft der Materie zu messen. Das Licht hat nur einen schwarzen Punkt „esh mi аjin“ (etwas aus dem nichts) geschaffen. Und dieser Punkt verändert sich nicht – er bleibt beständig.

Folglich kommt innerhalb dieses Punktes das Begreifen: „Ich bin – schwarz! Ich unterscheide mich vom Licht! Und inwieweit unterscheide? ich mich- Um so vieles!…“.

Und dann wird dieser schwarze Punkt ausgedehnt, da die riesigen Maßstäbe dieses Unterschiedes, sowie das Begreifen des Übels alle Welten bewirken. Aber eigentlich, ist es derselbe Punkt, dessen gesamte Kraft vom Licht kommt.

Infolge des Lichtes und seines kleinen Wunsches ist er fähig, das gespiegelte Licht zu bewirken. Es ist einem Verstärker ähnlich, worin er beim Eingang ein schwaches Signal gabibt, aber infolge der großen Macht der Verstärkung erhält man am Ausgang das mächtige Signal, weil dabei die zusätzliche Energie verwendet wird, um die kleine, anfängliche schwache Einwirkung zu verstärken.

Auf die gleiche Art und Weise benutzt du die Energie des Lichtes, um aus dem winzigen Wunsch zur Spiritualität die riesigen Veränderungen zu bewirken.

Deshalb gibst du aufgrund deines Wunsches dem Schöpfer das Licht zurück, die ganze Kraft des Lichtes, des Schöpfers tritt zum Vorschein, folglich kommt aus dem kleinen Wunsch das riesige Licht heraus, das die gleiche Kraft aufweist, wie die direkte Einwirkung des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Der Sohar, 30.07.2010

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Wie präzise ist die kabbalistische Chronologie der Vergangenheit und Zukunft?


Eine Frage, die ich erhielt: Die Kabbala gründet einen Teil ihrer Argumentation auf eine bestimmte chronologische Ordnung, eingeteilt durch Tausende von Jahren der Existenz des babylonischen Reiches und den Daten von Adams Leben in Babylon. Die Arbeit eines modernen Mathematikers (Anatoly Fomenko, Mathematikprofessor an der Moskauer Staatsuniversität und Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften) im Bereich der geschichtlichen Chronologie, wirft jedoch Zweifel auf diese allgemein akzeptierte Abfolge und die datierten Geschehnisse. Zum Beispiel datiert er die ägyptischen Pyramiden auf das 11. bis 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, gemäß der Datierung der Tierkreiszeichen-Bilder, die in ihnen gefunden wurden. Das bedeutet, dass der Egoismus nicht 2000 Jahre lang gewachsen ist. Die Daten der Bücher können auch falsch sein, durch irrtümlicherweise älter datierte Manuskripte, wenn sie in Wirklichkeit später geschrieben wurden.

Kabbala, die eine Erweiterung der Wissenschaft jenseits unserer Welt ins Spirituelle ist, verlässt sich auf die Wissenschaften dieser Welt, einschließlich Geschichte und Chronologie. Was wäre, wenn die eigentliche Chronologie radikal revidiert würde: könnte es sein, dass sich auch die Kabbalisten bei der Beschreibung der geschichtlichen Geschehnisse (der Datierung von Adams Leben und der anderer Kabbalisten) geirrt haben?

Meine Antwort: Bis heute haben sich alle Zweifel über den Wahrheitsgehalt der Bibel vom historischen Standpunkt als falsch erwiesen, was die Authentizität der Bibelgeschichte bekräftigt. Der biblische Kalender beginnt mit Adam – dem Beginn der menschlichen Korrektur in dieser Welt, und endet mit der abschließenden Korrektur aller Menschen nach 6000 Jahren.

In den letzten 5769 Jahren wurde alles wahr, was in der Bibel vorausgesagt wurde (wie wir Kabbalisten wissen). Das Buch Sohar, welches vor 2000 Jahren geschrieben wurde, sagt, dass unsere Zeit (angefangen von 1995) die Zeit der Enthüllung dieses Buches ist und das wird gerade wahr! Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als in unserer Philosophie erträumt werden.

Jeder hat jedoch das Recht, alles in dieser Welt anzuzweifeln. Dies ist das Recht eines jeden Wissenschaftlers!

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Kabbala Quellen: Historie

Die Notwendigkeit, die richtige Wahrnehmung in unseren Kindern zu fördern


Ich erhielt viele Fragen von Eltern, die sich wünschen, dass sich ihre Kinder richtig entwickeln und deren Kinder unter den Folgen der schulischen Erziehung leiden:

Es ist wichtig, die richtige Wahrnehmung der Wirklichkeit in unseren Kindern von Kindheit an zu fördern. Das bringt in ihnen eine völlig andere Einstellung zur Welt hervor; sie fangen an, die verhüllten Verbindungen zwischen allem wahrzunehmen, was um sie herum passiert, Ereignisse genau zu deuten, die Ursachen der Geschehen herauszufinden und Fragen bezüglich unseres Verhaltens selbständig zu beantworten.

In der Kindergruppe, mit der ich arbeite, ist das unübersehbar. Doch wie kann dies Bestandteil jeder Familie werden? Im Idealfall, d.h. in der richtigen Umgebung , ist es möglich, die spirituelle Sichtweise in Kindern von klein auf zu entwickeln und das spirituelle Wachstum zusammen mit dem physischen Wachstum zu bewirken. Rav Kook (der von 1865 – 1935 lebte und Oberster Rabbiner Israels war) schrieb, wenn er könnte, würde er Kabbala mit Sechsjährigen studieren .

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