Die wahre Vollkommenheit erreichen

Die Eigenschaft der Barmherzigkeit, die den ganzen Entwicklungsprozess begleitet, wird aus allen bitteren und gegensätzlichen Zuständen erkannt, die die Schöpfung wahrnimmt.
Gerade durch diese wird sie verpflichtet, sich über sich selbst zu erheben, die Barmherzigkeit und das Gericht, das Geben und das Empfangen in sich einzuschließen.
In der Schöpfung ist ein endlos umfangreiches Farbenspektrum vom Empfangen bis hin zum Geben enthalten – dadurch ermittelt sie die Höhere Kraft, die ihr vorausging und sie erschuf.
Um zu einer Schöpfung zu werden, die vom Schöpfer unabhängig und Ihm ähnlich ist, um Ihn vollständig zu erfassen, muss man das eigene System und das System des Schöpfers enthalten – auf eine solche Art und Weise, dass diese beiden Systeme vollkommen miteinander übereinstimmen.
Die Schöpfung ist ein komplizierter Mechanismus, doch ihre Kompliziertheit ist eine Folge der Unvollkommenheit. Die Vollkommenheit verbirgt sich in der Einfachheit.
Das höhere Licht ist unkompliziert, das ist eine reine Eigenschaft des Gebens. Doch die Schöpfung selbst kann nicht dem Schöpfer ähnlich werden, sondern nur durch ihre äußere Form, in ihrem Inneren bleibt sie ein Verlangen nach der Erfüllung.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 12.10.2010





Eine „Sünde“ wird danach bestimmt, ob du den Schöpfer um die Kraft, dich über deine Wahrnehmung von „Gut“ und „Böse“ erheben zu können, gebeten oder nicht gebeten hast. Beim ersten Mal ist es noch keine Sünde! Vielleicht konntest du noch nicht unterscheiden, wo Gut und wo Böse ist, und wo deine Beziehung zu Ihm liegt.
Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

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