Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gefangenschaft'

Wenn das Herz sich nicht öffnet…

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man mit dem Glauben über dem Verstand arbeiten, wenn das Herz sich nicht öffnet?

Meine Antwort: Man braucht Geduld. Das ist eine schwere Arbeit, die wir in der ägyptischen Gefangenschaft verrichten, während wir immer neue „Pyramiden“ errichten und die gesamten Anstrengungen in diese Arbeit investieren – bis das Herz plötzlich anfängt, zu fühlen.

Und hier hilft ungemein die Verbreitung der Kabbala, sie ist für den Menschen selbst von Vorteil. Je mehr er in die Anderen investiert, selbst aus verschiedensten egoistischen Gründen, desto schneller beginnt er zu spüren, wie sein Herz sich öffnet.

Ich sehe es am Beispiel von Menschen, die sehr viel Kraft in das Studium investiert, sich aber nicht mit der Verbreitung beschäftigt haben. Es reicht nicht, einfach zu studieren und in der Gruppe zu sein – das Herz öffnet sich nicht!

Jeder muss irgendeine besondere, selbst eine kleine Arbeit für sich finden, damit sie zu seiner ständigen Sorge wird und er weiß: das ist das, was ich an die Menschen gebe, über mich wird dieses Wissen verbreitet.

Das ist ein Wundermittel, ich weiß das aus eigener Erfahrung: derjenige, der sich mit der Verbreitung beschäftigt, kommt viel schneller voran. Deshalb empfehle ich es jedem.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 02.12.2010

Mein Kind ist in der Gefangenschaft

Eine Frage, die ich erhielt: Ich fühle, dass mein geistiges Ziel, mein „Kind“ sich in fremden Händen befindet. Wie kann ich es dann ergreifen?

Meine Antwort: Du musst es nicht ergreifen können, sondern dafür sorgen, dass die anderen dir treu bleiben. Um diese Treue sollst du wie um das eigene Kind sorgen.

Wenn dein Sohn zu den Feinden in Gefangenschaft geraten würde – dann stelle dir vor, welche Gefühle du hättest. Denn er befindet sich jetzt unter den grausamen Hassern, und sie streben danach, ihm größtes Übel anzutun.

Eine Frage: Und es sind dann meine Freunde?

Meine Antwort: Natürlich, sind das deine Freunde. Weil du sie als deine Freunde siehst. Sie sind diejenigen, mit denen du vereinigt werden sollst. Denn wärst du mit ihnen schon verknüpft, dann würdest du dich in der Unendlichkeit fühlen.

Es sind die Anfangsbedingungen, kein rosarotes Bild also. In unserer Selbstsucht stecken die schrecklichsten Streben eben.

Jetzt hast du gefühlt, wie stark deine Besorgnis sein soll?

Dein Kind bleibt in den Händen der Feinde, und sie werden nach Möglichkeiten suchen, ihm Schaden und Leiden hinzuzufügen.

Und das Einzige, was du machen kannst, ihren Hass in die Liebe umzuwandeln. Das bedeutet, du musst nur darum sorgen, dass sie deine Freunde werden.

Denken Sie nach, wie man es erreichen kann. In der Gruppe soll diese Besorgnis empfunden werden. Wecken Sie sie auf, bitten Sie darum während des Studiums – denn das Gebet während des Lesens der kabbalistischen Texte ist das wirksamste Mittel überhaupt.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ „, 08.10.2010

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