Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gefahr'

Die ganze Welt muss die neuen Gesetze der globalen Welt lernen


Frage: Es gibt örtliche und virtuelle Kabbala Kurse von Bnei Baruch, die überall in der Welt beginnen. Mit wem würden Sie mir raten, Kabbala in diesem Rahmen zu studieren?

Antwort: Es gibt keine Einschränkungen hier. Der Egoismus hat sich in einem solchen Maße vergrößert, dass die gesamte Welt Kabbala studieren muss. Baal HaSulam schreibt in der Zeitung ‚Die Nation‘, dass wir uns alle hinsetzen und lernen müssen.

Eine Unkenntnis des neuen Systems unserer Beziehungen (die Bürgschaft) in der heutigen Welt, bringt uns in große Gefahr. Und wir sind diejenigen, die dies verursachen, weil wir nicht wissen, wie man sich richtig verhalten soll. Wir müssen die Regeln und Gesetze der neuen globalen Welt studieren, damit wir uns keinen enormen Schaden zufügen.

Darum müssen wir uns alle bilden. Die Kabbala Kurse, die von Bnei Baruch gegeben werden, konzentrieren sich auf Artikel und anderes Material, welches jedem Menschen helfen wird, seinen Platz in diesem Leben zu finden und die Welt und seinen eigenen Platz in ihr zu verstehen. Er wird entdecken, was von ihm gefordert wird und wie er sich am besten unter diesen neuen Bedingungen verwirklichen kann.

Auch wenn das Material theoretisch und weltfremd erscheinen mag, so ist es doch ein sehr spezielles, welches das Licht enthält, das uns zur Quelle zurückbringt. Anders gesagt, dieses Material enthält die Kraft, die uns korrigiert. Alles, was in diesen Kursen gelernt wird, ist wichtig für unser Verständnis der Welt und für unsere inneren Korrekturen.

Aus diesem Grund empfehle ich jedem sehr diese Kurse. Und wenn es irgendwo eine handvoll Menschen an einem bestimmten Ort gibt, dann sind wir bereit auch dorthin zu gehen und einen Kurs zu geben. Wir hoffen wirklich, dass diese Bemühungen dafür sorgen werden, die Welt in die richtige Richtung zu lenken.

Kabbala Grundkurs

Verwandtes Material:
Blog-post: Ratschlag für jene, die nach dem wahren Weg suchen

Eine Gesellschaft des Lebens – umgeben von einer Gesellschaft des Todes


News Story (übersetzt von Cursorinfo.co.il): Israel ist eine einzigartige Nation, die versucht, einen tödlichen Kampf zu überleben. Es ist eine Nation, die das Leben anbetet, während sie von den Tod anbetenden Feinden umgeben ist. Und sie muss sich aus einem doppelten Dilemma befreien: Wie kann sie die Vorteile der „Gesellschaft des Lebens“ im Kampf mit der „Gesellschaft des Todes“ nutzen?

Grundbedingung in diesem Kampf ist ein stillschweigender gesellschaftlicher Vertrag, nach dem jeder Israeli versprochen hat, sein Leben aufs Spiel zu setzen, wann immer nötig – unter der Bedingung, dass jeder Bürger das tut. Der Geist dieses Vertrages ist, dass wir alle bereit sind, unser Leben in Gefahr zu setzen, um gemeinschaftlich zu überleben.

Für Israel ist es viel gefährlicher, diese soziale Übereinkunft zu brechen, als Hamas, Hisbollah, Syrien und Iran sein können. Dieses ungeschriebene Gesetz zu verletzen, führt in eine Situation, in der immer weniger junge Leute bereit sind, Soldaten zu werden, um ihr Land zu schützen und ihr Leben zu riskieren. Als Ergebnis dessen, haben auch die Politiker immer weniger das moralische Recht, sie ins  Feuergefecht zu schicken. Immer weniger Israelis fühlen sich sicher, nicht, weil der Feind stärker geworden ist, sondern, weil der Gemeinschaftsvertrag dabei ist, aus unserem Leben zu verschwinden.

Kommentar: Die einzige Lösung liegt in der gegenseitigen Garantie, einander beim Überleben zu helfen. Erst unter dieser Bedingung werden wir eine ganz besondere Erfüllung finden – den Empfang der Höheren Lenkenden Kraft. Wir werden verstehen, dass alles zu diesem einen und einzigen Zweck erschaffen wurde, unserem Empfang dieser Kraft. Wenn wir mit ihr verbunden sind, fühlen wir unser ewiges Leben und unsere Perfektion. Diesen Pfad können wir jedoch anstelle durch Leiden auch mit Hilfe des Licht begehen. Siehe Baal HaSulam Artikel: „Die Bürgschaft“, „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“ und „Die Freiheit“.

Mit Israel wird die gesamte Welt fühlen, dass sie sich in der selben Situation befindet – dass ihre Existenz bedroht ist. Und sie wird zum Licht kommen müssen, ob über den Weg des Leidens oder indem sie die Kabbala enthüllt.

Kabbala Akademie

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Dem Tag der gute Taten fehlt ein Element
Blog-post: Sind Kabalisten für Krieg oder für Frieden?
Blog-post: Kabbala ist für die ganze Welt

Das Geschäft mit Revolutionen. Ist Israel an der Reihe?

Mitteilung: Vor dem Hintergrund der globalen Krise versucht man die Welt neu aufzuteilen und profitable Positionen vor dem Eintritt in eine neue geopolitische Realität zu erringen. Auf dem Weltmarkt ist ein neues Produkt erschienen – eine Revolution in jedem einzelnen Land.

Organisation CANVAS, ein Elitelieferant von Revolutionen, arrangiert alles von der besten Seite. Ihre Revolution sieht recht überzeugend aus, und ihre vielseitige Technologie funktioniert überall. CANVAS ist Meister ihres Fachs und handelt völlig offiziell. Irgendwann einmal wurde sie durch die Regierung der Vereinigten Staaten finanziert, aber inzwischen kommt das Geld durch Sponsoren, die mit Amerika nur indirekt zu tun haben.

S. Popovich, einer der Führer der Organisation, gibt offen zu, dass seine „Firma“ fünf erfolgreiche Revolutionen durchgeführt hat, bereits vor dem Beginn des „arabischen Frühlings“. Zu den erforderlichen Attributen zählen laut Popovich die Solidarität der Gruppenmitglieder, das physische Gefühl einer unterstützenden Schulter, die gleiche Kleidung, vereinter Gesang, Schlagzeug, Taktvorgabe, Trillerpfeifen, Musik und gute Stimmung. Folglich fühlen die Menschen, dass sie nicht zur Revolution gekommen sind, sondern zur „Parade der Liebe.“

Dieses Produkt (die Revolution) kann ganze Regionen ins Chaos stürzen. Wenn sich später ihre Schwäche zeigen wird, dann wird man über sie die Macht ergreifen, und versuchen, wirtschaftliche, politische und auch militärische Hebel zu aktivieren.

Vor dem Hintergrund der globalen Krise versucht man die Welt neu aufzuteilen und die profitable Positionen vor dem Eintritt einer neue geopolitische Realität zu ergreifen.

Mein Kommentar: Nur das Verständnis für die Notwendigkeit der Verbindung (für die gegenseitige Bürgschaft) über alle Kontroversen hinweg wird zum positiven Ergebnis führen – ansonsten erwartet uns eine große Tragödie. Im Gegensatz zu allen anderen Ländern, hat Israel das Gegenmittel, die Verbindung! Im Falle unserer Verbindung entsteht ausgerechnet im Volk Israels eine höhere Kraft, so dass diesem Volk nichts mehr schaden kann. Ja, die Menschen haben keine andere Wahl. Entweder die Gefahr des Untergangs, oder die vollständige Befreiung, andere Alternative gibt es nicht.

Zu lernen, um zu überleben

Wir sollen den Menschen erklären, worin die Lösung der modernen Probleme besteht. Es bleibt keine andere Wahl, sie werden es früher oder später verstehen müssen.

Wenn die Krise sich verschärfen wird, wenn die Unternehmen und Banken geschlossen werden, dann werden die Massenunruhen anfangen. Das Volk wird Forderungen aufstellen, ohne daran zu denken, ob diese realisierbar sind. Die Regierung wird nach sinnvollen Rechtfertigungen suchen. Aber die Menschen werden sie nicht interessieren: „Ihr seid an der Macht, ihr seid dafür verantwortlich!“

In diesem Moment werden sie uns zuhören können, sowohl das einfache Volk, als auch die Elite. Die Elite wird anstreben, das System der Erziehung aufzubauen, über welches wir sprechen. Nur so kann man das Volk beruhigen und seine Lebensqualität steigern. Die Gefahr der Revolution wird die Elite zwingen, für die Erziehung und Aufklärung zu sorgen. Folglich werden die Menschen die gegenseitige Vereinigung anstreben, welche von der Natur gefordert wird.

Die Vereinigung ist also ein Befehl der Natur. Diesen Befehl kann man nicht ignorieren. Je mehr wir für die Vereinigung tun, desto weniger Schläge und Probleme wird es geben.

Natürlich beginnen wir nicht sofort, über die gerechte Verteilung zu sprechen. Die erste Aufgabe besteht in der Sicherung des Existenzminimums der Menschen, damit sie überleben können. Als Gegenleistung werden von ihnen die Bemühungen im Studium gefordert .

Wenn die Arbeitslosigkeit steigen wird, dann werden viele Menschen ohne Beschäftigung bleiben. Man wird die neue Arbeitszeitverteilung brauchen. Die Menschen werden einige Stunden der notwendigen Arbeit widmen, aber den Rest des Tages wird mit dem obligatorischen Studium verbracht. Dieses Studium wird zur wahren Arbeit, denn der Mensch wird an sich selbst arbeiten. Um aus dem Weizen das Brot zu machen, müssen wir die Kraft anwenden, welche den Weizen wachsen lässt.

Schon in diesem Jahr werden wir sehen, dass es nicht einfach sein wird, das Brot unter den Bedingungen der wirtschaftlichen und ökologischen Krise zu produzieren. Das Studium und die Bemühungen zur Erschaffung der richtigen Umgebung werden somit zum Hauptteil unserer Arbeit in dieser Welt. Dadurch wird jene Kraft geweckt, die für unsere materielle Existenz notwendig ist.

Der Mensch wird lernen müssen, um das tägliche Brot für die anderen Menschen sichern zu können, weil er begreifen wird, dass die anderen sich wiederum für sein tägliches Brot sorgen. In dieser Verbindung wird sich die Eigenschaft des Gebens offenbaren. Wie Baal HaSulam geschrieben hat, dass das Geben an den Schöpfer und das Geben an den Nächsten dasselbe ist. Auf diese Weise wird das Volk das Spirituelle ohne Leiden und ohne Studium der Wissenschaft der Kabbala erreichen können.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden in der Welt“, 04.10.2011

Die Europäische Union am Rande des Zusammenbruchs

Meinung (Maxim Lobada, Finanz-Experte):
Während die Politiker und Ökonomen über die Probleme diskutieren, verschlechtert sich die Situation rasant.

Die Märkte verlieren das Vertrauen in die Möglichkeiten der Politiker, die Finanzmechanismen und die Situation zu verbessern.

Die finsteren Prognosen werden immer realistischer. Jetzt hat sich der Fokus von den USA auf Europa verschoben. Diese Region wird nun öfter als „Trigger (Auslöser)“ der neuen Problemwelle in der Welt gesehen. Viele sprechen über den Krach der Europäischen Union und die kontrollierte Demontage der europäischen Währung:

1. Angela Merkel, Bundeskanzlerin: „Der Euro ist in Gefahr. Wenn wir für die Lösung der Probleme nichts unternehmen werden, dann werden die Folgen für Europa unberechenbar sein.“

2. Herman Van Rompuy, EU-Präsident: „Für den Euro gab es niemals die notwendige Infrastruktur.“

3. Josef Ackermann, Deutsche Bank: „Das alles erinnert an den Herbst 2008.“

4. Angela Merkel, Bundeskanzlerin: „Wenn der Euro den Bankrott erleiden wird, dann wird dasselbe Schicksal Europa treffen.“

5. Christine Lagarde, die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds: „Die Entwicklung der Situation im Sommer hat gezeigt, dass wir uns in einer neuen gefährlichen Phase befinden“

6. Angela Merkel, Bundeskanzlerin: „Die Krise der europäischen Währung ist die größte Prüfung für Europa der letzten Jahrzenhnte„

7. Jean-Claude Trichet, Präsident EZB: „Wir erwarten sehr komplizierte Zeiten.“

8. Herman Van Rompuy, EU-Präsident: „Wir befinden uns in der Krise des Überlebens. Wenn wir die Eurozone nicht erhalten werden, dann wird EU nicht bestehen bleiben.“

9. Christine Lagarde, die geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds: „Es existiert offensichtlich eine Vertrauenskrise, welche die Situation ernst verstärkt. Dieser Teufelskreis muss unbedingt unterbrochen werden.“

10. Josef Ackermann, Deutsche Bank: „Es ist kein Geheimnis mehr, dass viele europäische Banken die neue Wertung der souveränen Schulden auf ihren Bilanzen nach den Marktpreisen nicht überleben werden.“

11. George Soros: „Wir sind am Rande des Wirtschaftkollapses, der vermutlich von Griechenland ausgelöst wird.“

12. Gerhard Schröder, Ex-Bundeskanzler: „Diese Krise macht die Tatsache offensichtlich, dass wir die gemeinsame Währung nicht ohne eine allgemeine Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialpolitik haben können.“

13. Nouriel Roubini, Ökonom: „In der kurzfristigen Perspektive der Weltwirtschaft sind
fördernde Maßnahmen nötig, andernfalls werden wir in eine neue Große Depression stürzen. Die Lage verschlechtert sich drastisch.“

Die Generation der bei der Arbeit Ausgebrannten

Aus den Nachrichten: Warum man ausbrennt und wie man wieder auflebt., von J. Borysenko, „The Daily Mail“: In dieser Woche zeigt eine Studie, dass die, die mehr als einen acht-Stunden Tag haben, fünf Tage die Woche, sechs mal öfter dazu neigen, am Burn-Out Syndrom zu erkranken…

„Tatsächlich ist das ein Thema, das immer problematischer wird, jetzt, da die Arbeitslosigkeit die übrig gebliebenen Arbeitnehmer mit einer untragbaren Arbeitslast zurückgelassen hat, zu ängstlich aus der Angst heraus, dass sie die Nächsten sein werden, die gefeuert werden.

Dr. Borysenko, ein in Harvard ausgebildeter Wissenschaftler und Psychologe, glaubt, dass Frauen so schwer leiden, weil sie umsichtiger als Männer sind, dass sie Menschen zufriedenstellen wollen und ihre eigenen Bedürfnisse ignorieren… „Burn-Out ist eine Schädigung der Hoffnung. Es saugt das Leben aus kompetenten, hart arbeitenden Menschen heraus. Man verliert die Motivation und die Kraft“ sagt Dr. Borysenko.

„Es gibt bestimmte Veränderungen im Gehirn, wenn wir überwältigt werden. Das Angstzentrum im Gehirn ist aktiviert, unser Frontallappen arbeitet anders und wir verlieren die emotionale Kontrolle“… „Man kann sich so nicht am Arbeitsplatz verhalten, also hält man sich zurück. Aber wenn man nach Hause kommt, ist es einfach, es herauszulassen, bei dem Menschen, der einen liebt oder den Kindern. Die Gefahr ist, dass das die Beziehungen und das Familienleben vergiftet.“

Kommentar: Eltern, die es möchten, sollten mit ihren Kindern zu Hause bleiben. Kinder (und Eltern) sollten von zu Hause aus über Fernsehen und Internet studieren und werden so eine Allgemeinbildung für alle bekommen, und es ist erforderlich, an Diskussionen teilzunehmen und an körperlichem Training, das sie selbst auswählen. Wir müssen weniger arbeiten und nur das Notwendigste produzieren; wenn nicht, werden wir ausbrennen und erst aufhören, wenn wir die Erde verbraucht haben, wir werden herausfinden, dass es nichts anderes zu tun gibt.

Israelischer Sommer – eine reale Bedrohung


Eines der führenden russischsprachigen Nachrichtenportale Israels Cursor hat einen guten Artikel eines meiner Schüler über die aktuellen Ereignisse in Israel, über die Gründe und mögliche Lösungen veröffentlicht.

Israelischer Sommer – eine reale Bedrohung

Die Welle der Unzufriedenheit, die das Land überflutet, spült den Schlamm von den Mechanismen des sozialen Einvernehmens weg und deckt den Rost auf, der diese Mechanismen immer öfter klemmen lässt. Proteste, die aus dem Netz auf die Straßen übergeschwappt sind, haben das israelische Establishment überrascht und gezeigt, wie leicht ein ganzes Land in Gefahr gebracht werden kann.

Wenn zehntausende Menschen freiwillig auf die Straßen zum Demonstrieren gehen, muss man das Offensichtliche erkennen: in den Menschen hat sich wirklich einiges angestaut. Obwohl es niemanden, außer den Machthabern und dem Vorsitzenden der israelischen Zentralbank, überrascht hat. Einmal mehr konnten wir uns überzeugen, dass unsere Regierung – wie auch alle anderen vielleicht – um die Probleme des Staates besorgt ist, die Probleme des Volkes aber vergisst.

In der Tat können die aktuellen Ereignisse kritisch für die zukünftige Existenz des gesamten Landes werden. Die aufrichtigen und gerechten Forderungen der Menschen sind nur ein Teil des Gesamtbildes. Sie sind durchaus verständlich und erklärbar. Ärzte, Studenten und Mütter haben auf ihre Art und Weise recht. Der Aufstand wurde aber nicht von ihnen initiiert. Mehr noch: am meisten leiden die armen Schichten, doch ein besonderer Akzent wird auf die sogenannte „mittlere Klasse“ gelegt, deren Rechte von dem „Schweinekapitalismus“ skrupellos getreten werden.

Zum Teil stimmt das, doch nur zum Teil. Die Wirklichkeit ist komplizierter. Lasst uns also klären, was da vor sich geht.

Erstens geschieht nichts zufällig. In den modernen Zeiten stecken hinter jeder Massenbewegung spezielle Technologien. Es ist nicht einfach, in einer so kurzen Zeit große Menschenmassen auf seine Seite zu ziehen und sie auf die Straßen zu führen. Und doch wurde es mit Bravour umgesetzt. Von wem? Hier sind einige Fakten.

Einer der Initiatoren der Proteste ist der Rechtsanwalt Eldad Yaniv, ein durchaus erfolgreicher Jurist, der in ganz Israel bekannt ist. Übrigens gehörte er ebenfalls zu den Gründern der Bewegung „Nationale Linke“.

Die Zelte wurden von dem New Israel Fund gespendet, einer linksextremen Organisation, die von den USA mit Geld versorgt wird. Unter den Sponsoren sind die Ford Foundation (USA) und die Soros-Stiftung (USA), die Israel gegenüber recht „unsanft“ gesinnt sind.

Alle rechten Abgeordneten wurden mit Schimpf und Schande aus der Zeltstadt vertrieben, während die Linken mehr als wohlwollend empfangen wurden.

Nach unbestätigten Informationen werden die Organisatoren von Ron Werber unterstützt, einem professionellen linksorientierten politischen Berater, der jahrelang freundschaftliche Beziehungen zu der Avoda-Partei pflegte und in der Vergangenheit zu den Aktivisten der zionistischen Organisationen in Amerika gehörte.

Srdja Popovic, Leiter von CANVAS (Zentrum für angewandte gewaltlose Aktion und Strategien), ehemaliger serbischer Revolutionär und Experte im Export von Revolutionen, gesteht offen vor den Fernsehkameras, dass seine „Firma“ mit 37 Ländern gearbeitet und fünf erfolgreiche Revolutionen noch vor dem Arabischen Frühling durchgeführt hat.

Er verspricht, dass die Liste weiterhin wachsen wird. Zu den unerlässlichen Attributen, sagt Popovic, gehören die Gruppensolidarität der Teilnehmer, physische Nähe, gleiche Kleidung, verbindendes Singen, Trommeln, die den Rhythmus angeben, Pfeifen, Musik und Atmosphäre der Freude.

Infolge dessen glauben die Menschen, an einer „Parade der Liebe“ teilzunehmen. Rein zufällig können wir alle diese „schönen Sachen“ auch auf den Straßen der israelischen Städte beobachten. Von seinen Methoden und Erfolgen sprach Popovic ganz offiziell vor dem ehrenwerten Publikum der Columbia University (USA).

Vor einigen Tagen hat sich herausgestellt, dass die Organisatoren der Aktion bis zuletzt eigentlich nicht zum Gespräch mit der Regierung bereit waren und es kategorisch ablehnten, die Liste mit konkreten Forderungen zusammenzustellen. Sie führten den Protest um des Protestes willen, womit sie selbst den Vorsitzenden der Histadrut-Gewerkschaft Ofer Eini in Erstaunen versetzt haben, der erklärt hat, dass er die Politik aus der Sache raushalten möchte. Die studentische Führung hat sich ebenfalls von einer solchen Herangehenswiese distanziert.

Welches Ziel verfolgen nun diejenigen, die die Sache ins Rollen gebracht haben? Worauf sind die hier und da aufflackernden Aufrufe zum Generalstreik, zum massenhaften Verzicht auf Kreditkarten und Bankservice, zur Abschaffung des Staatshaushaltsplanes aufgrund der „fehlenden Aktualität“ gerichtet? Kurzfristig verspricht es Wahlen, langfristig die Zerstörung des Landes.

Bei einem ordentlichen Protest, der nicht politisch arrangiert ist, setzen sich die Gegenparteien an den Verhandlungstisch. Ein anderes Format existiert einfach nicht. Ein Ultimatum, geschweige denn ein stolzes Spucken ist inakzeptabel. Selbst die Gewerkschaftsstreiks, die das ganze Land lähmen, werden nach strikten Regeln und in einem strikten Rahmen geführt. Sie verfolgen niemals zerstörerische Ziele.

Die jetzige Welle wurde jedoch von Menschen initiiert, die etwas andere Interessen verfolgen. Aus diesem Grund sollten alle, die sich mit den reinsten Absichten den Protesten angeschlossen haben, sich davor in acht nehmen, zum Spielzeug in den Händen von Interessenkreisen zu werden, deren Vorhaben in ihrer Grundlage destruktiv sind.

Soziale Destabilisierung droht in populistischen Lösungsvorschlägen auszuarten, die uns den Weg von Griechenland gehen lassen werden. Und angesichts der internationalen Lage existiert eine reale Bedrohung des arabischen Szenarios, das das Land in einer Drei-Schritte-Kombination ins Chaos stürzen lässt.

Aus irgendeinem Grund spitzt sich die Situation in Israel gerade zu der Zeit zu, in der wir verzweifelt versuchen, die Gründung des Palästinenserstaates zu verhindern. In dem Artikel „Rettet Israel!“ (http://www.mk.ru/politics/article/2011/07/08/604285-spasite-izrail.html), der auf der Website der Zeitschrift „Moskovski Komsomolec“ veröffentlicht wurde, schreibt der berühmte russische Schriftsteller und Regisseur Eduard Topol darüber, dass die amerikanische Politik offen zu der pro-arabischen Position gewechselt hat. Präsident Obama hat offiziell über die Notwendigkeit der Rückkehr Israels zu den Grenzen von 1967 gesprochen und hat nicht die Absicht, seine Worte zurückzunehmen.

„Im September, also gleich nach der Sommerpause, schreibt Topol, findet die nächste UN-Sitzung statt, bei der die meisten Stimmen längst den muslimischen Ländern gehören. Da es klar ist, dass die USA nun nicht mehr die anti-israelischen Beschlüsse blockieren werden, bereiten diese Länder bereits eine zukünftige UN-Resolution über die Anerkennung des Palästinenserstaates vor… Und nach der Verabschiedung einer solchen Resolution werden jegliche Aggressionen, die gegen Israel gerichtet sind, als legitim erachtet. Und was noch wichtiger ist: sie sind unvermeidbar, weil zwischen Israel, das unter dem Schutz der USA steht und Israel, das von den USA fallengelassen wurde, ein sehr großer Unterschied besteht“.

Und was werden wir währenddessen tun? Uns mit Hüttenkäse und Hypothekendarlehen beschäftigen?

Die Ereignisse können eine furchtbare Wendung annehmen, weil diejenigen, die sie bezahlen und lenken, weitreichende Pläne hegen und sich nicht durch die Vernichtung des Landes abhalten lassen. Die Menschen sollten aus dem Schlaf erwachen und erkennen, dass sie von diesem „Festival“ für breite Massen hypnotisiert wurden. Die Massen haben sich mitreißen lassen, sie sind begeistert und wahrscheinlich von ihrer Kraft geblendet. Genauso verspürt ein Mensch, der vom Dach fällt, ein wonniges Fluggefühl während des Falls.

Anstatt einer klaren Aufgabenstellung werden die Forderungen politisiert. Die allgemeine Stimmung schlägt immer mehr in Richtung Zerstörung um – und selbstverständlich steht jemand hinter all dem. Selbst die Vereinigung, von der die Demonstranten reden, hat keine reale Grundlage. Denn die Vereinigung darf nicht zerstörerisch sein; wir vereinigen uns nicht, um jemanden zu brechen. Die Kraft einer echten Vereinigung ist schöpferisch.

Ich glaube, wir alle empfinden Solidarität mit den Menschen, die gerechte Forderungen an die Regierung stellen. Doch im Grunde genommen wissen sie nicht, von wem sie manipuliert werden. Die aktuellen Proteste sind initiiert, und die Pläne der Initiatoren gehen sehr weit, bis hin zur Demontage des ganzen Landes. Und der Ursprung dieses Vorhabens liegt in den USA.

Es ist sehr schade, dass die amerikanische Elite mit dem Präsidenten Obama an der Spitze gerade auf diese Weise versucht, ihre Probleme zu lösen. Die Juden sind aber ein schlaues Volk. Wir begreifen sehr schnell, vom wem wir manipuliert werden, und Wissen ist in diesem Fall eine große Kraft. Die richtige Bewertung der Situation wird den Protestteilnehmern helfen, die beste Strategie zu wählen, die die Sicherheit des Landes nicht schwächt, sondern im Gegenteil stärkt.

In erster Linie müssen sie sich verbinden und aus ihren Reihen diejenigen aussieben, die die politischen Ziele der Strategen aus Übersee verfolgen. Wir können keinen Erfolg erzielen, indem wir eine Regierung für die nächste stürzen und das Parlament durch ordentliche oder außerordentliche Wahlen durchschütteln. Das bringt nichts. Wir sehen, wie die ganze Welt versucht, etwas in dieser Richtung zu unternehmen, und scheitert.

Es soll klar getrennt werden zwischen denjenigen, die nach Einheit, Preissenkungen und Verbesserung der Arbeitsbedingungen verlangen, und denjenigen, die die Protestwelle manipulieren, um Zerstörung und Chaos zu säen.

Die Kräfte, die die Fäden ziehen, gehen auf keine Vorschläge ein, sie beabsichtigen, bis zum Ende zu gehen. Sie werden die Spannung immer mehr verstärken, indem sie alle Vorschläge ablehnen. In erster Linie wollen sie die Regierung und danach das ganze Land stürzen. Es ist das gleiche Programm, das bereits in den anderen Ländern der Region wirkt. Derartige Versuche sollten im Keim erstickt werden.

Danach sollte man sich den sozialen Problemen zuwenden. Sie sind auch bei weitem nicht zufällig und werden selbstverständlich nicht holterdiepolter gelöst. Reale Veränderungen werden erst dann eintreten, wenn der Mensch sich selbst ändert, wenn die Menschen eine andere Art der gegenseitigen Verbindung, andere Beziehungen untereinander etablieren. Die Regierung ist nicht allmächtig, sie wird einige Löcher stopfen können, doch wir werden es noch nicht einmal schaffen, dessen Wirkung zu spüren, weil gleich um die Ecke bereits neue, ernstere Probleme auf uns warten.

Unter den heutigen Bedingungen werden die Aufrufe der Demonstranten zur Gleichheit, Einheit, Gegenseitigkeit, Bürgschaft mit einem neuem Sinn erfüllt. Die Lösung unserer Probleme beginnt mit den Veränderungen in den Menschen und nicht in der Regierung. Wir sind mit der Ungerechtigkeit und der sozialen Ungleichheit nicht einverstanden, das heißt aber nicht, dass die Grundlagen des Staates zerstört werden müssen. Jede Revolution bedeutet immer Zerstörung und Zusammenbruch, die wahrscheinlich einen Aufstieg mit sich bringen.

Nicht die Regierung, sondern die Gesellschaft selbst muss korrigiert werden, und die Gesellschaft sind wir. Nicht auf die Staatsgewalt muss Druck ausgeübt werden, damit sie ihren Kräften gemäß die Situation rettet; unsere wichtigste Aufgabe besteht gerade darin, das Volk umzuwandeln. Heutzutage ist es nicht mehr so schwer zu verstehen, dass es aus der Vereinigung neue Kräfte gewinnt, und nur sie werden ihm die erwünschte Prosperität bringen.

Die Lösung der modernen Probleme liegt nicht mehr in den Händen der Regierungen. Wir sehen es an der Schuldenkrise in Europa, an der Kreditfalle in den USA. Die Welt ist an eine Übergangsphase herangetreten, hat aber noch keine neuen Methoden ertastet und versucht, alte anzuwenden, die nicht mehr funktionieren. Die Kraft der Einzelnen, welche Reichtümer sie auch besitzen mögen, weicht vor der Stärke des integralen Systems zurück.

Es sei zur Ehre der Demonstranten gesagt, dass sie viel über die Vereinigung sprechen. Was ist also das Problem? Ihr wollt die Einheit – dann vereinigt euch. Verbietet uns etwa der Staat, in Liebe und Einvernehmen zu leben? Die Regierung bestimmt nicht über die Qualität unserer sozialen Beziehungen. Sie kann (in einem bestimmten Rahmen) die Steuer auf diese oder jene Ware senken, damit es für uns erschwinglicher ist. Doch kann sie etwa den Geist der Einheit in der Gesellschaft verbreiten?

Darum muss jeder, der sich an den Protesten beteiligt, ganz genau für sich klären, was sein Ziel ist. Man darf nicht nach den Gefühlen gehen, man darf nicht im Rausch ein Fest der Unstimmigkeit veranstalten. In einem solchen Fall wirst du von jemandem manipuliert, der mit einem großen Gewinn rechnet und dabei ein unheilbringendes Ziel verfolgt. Man sollte also nicht mit geschlossenen Augen zum Kampf aufbrechen.

Was die momentanen Probleme betrifft, sollten sie sach- und fachgerecht gelöst werden und nicht wie im Nebel, indem man im Voraus jede Lösung ausschlägt. Denn dadurch, dass wir die Regierung stürzen, erreichen wir nichts, mit Ausnahme dessen, dass wir anderen Menschen auf die gleichen Posten verhelfen. In der eng miteinander verbundenen Welt liegt die einzige Möglichkeit, die Sachlage zu verbessern, in der Integration. Lasst uns darüber Klarheit verschaffen, dass die Einheit zwischen uns das Wichtigste ist. Lasst uns den Fakten ins Gesicht sehen und uns in den gemeinsamen Kreis einordnen. Doch lasst es uns bewusst tun, lasst uns über die Geschehnisse im Klaren sein, anstatt uns blind wie eine Herde in den gemeinsamen Strom zu stürzen.

Die Lohnungleichheit und andere Probleme sind nur eine Folge. Wenn sich das Volk ändert, ändert sich auch alles andere. Jeder von uns ist ein Teil der Gesellschaft, wir alle zusammen sind die Gesellschaft. Von wem verlangen wir also nach Veränderungen? Von den Politikern? In Wirklichkeit hängt unser Erfolg von uns selbst, von der Stärke unserer Verbindung ab. Wir müssen lediglich die ersten Schritte auf dem Weg zur wahren, inneren Gleichheit zwischen uns tun.

Unter den Demonstranten gibt es Menschen, die das verstehen und ausdrücken. Der Prozess wird jedoch von den Kräften bewegt, die recht böswillig gestimmt sind und bereit sind, alles Mögliche für die eigenen Interessen zu opfern. Ihr Schwerpunkt ist die Pseudovereinigung, für die sie gegebenenfalls in kürzester Zeit Dutzende Millionen Dollar zur Verfügung stellen können. Für sie arbeiten Ökonomen, Vertreter der Religion, Strategen, analytische Gruppen. Ihre Methoden sind flexibel und effektiv, und der von ihnen verursachte Schaden ist manchmal ungeheuerlich.

Und darum sollte man nicht nach Worten, sondern nach Taten bewerten. Unser Protest ist nicht auf die Zerstörung des Landes, sondern auf dessen Aufschwung gerichtet. Und dafür lohnt es sich, auf die Straßen zu gehen.

Oleg Chlebnikow, die Zeitung „Gemeinsame Welt“

Fangt mit euch selbst an

Frage: Die moderne Kultur propagiert den Individualismus. Man könnte sich vorstellen, wie die Welt sich aus Verzweiflung, angesichts der Leiden oder einer drohenden Gefahr, vereint. Doch wie können wir das umgehen? Denn alle Beispiele, von der Zerstörung des Tempels bis hin zu den Kolchosen und Kibbuzim, sprechen gegen die Vereinigung.

Meine Antwort: Ihr macht euch Gedanken über die Welt, während ihr selbst die Bürgschaft noch nicht realisiert habt! Prüft das erst an euch selbst, sammelt eigene Erfahrungen und wendet euch dann mit diesen Erfahrungen an die Menschen.

Setzt die Einheit praktisch um – dann werdet ihr Antworten für die Welt haben. Besprecht untereinander, wie ihr das in erster Linie selbst realisieren könnt, unverzüglich, sofort, im Rahmen eures gesamten Weltkli, unter den Freunden, die bereits so viel darüber gehört haben. Fangt an, und ihr werdet verstehen, wie ihr an die Welt herantreten könnt. Fragt nicht mich, was ihr tun sollt und wie ihr es tun sollt. Vorwärts, ihr habt den Ball!

Ich spreche nicht über eure Korrektur, nicht über die Korrektur der Gruppe, sondern über die Korrektur der Welt, über die Verbreitung für die Welt, weil die Zeit dafür gekommen ist. Was aber euch, die Gruppe, betrifft, so müsst ihr in dem Maße der Erkenntnis der Notwendigkeit die Korrektur an euch selbst realisieren. Ich kann keinen Druck auf euch ausüben, doch ihr müsst die Korrekturmethode in erster Linie an euch selbst prüfen.

Frage: Dafür muss ich die Einstellung zur Vereinigung ändern; ich spüre aber nicht, dass sie wichtig für mich ist…

Meine Antwort: Wenn du darauf wartest, ein Verlangen nach Vereinigung zu bekommen, dann bedeutet es, dass du auf die persönliche Korrektur verzichtest? In einem solchen Fall hat der Schöpfer/die Natur eine Möglichkeit, dir das Verlangen nach Entwicklung durch Leiden zu verleihen.

Entscheide dich für die Korrektur durch Leiden oder durch die Einwirkung des Lichts – die Wahl liegt in deinen Händen.

Denkt gemeinsam darüber nach, lest gemeinsam einige Artikel. Wovon spricht Rabash in den Artikeln über die Gruppe, wenn nicht von der Bürgschaft? Wofür ist die gesamte Wissenschaft der Kabbala bestimmt? Damit wir versuchen, uns zu verbinden, und durch das Studium das Licht der Korrektur anziehen.

Du willst nicht – doch die Gruppe kann dir den Willen verleihen, und das korrigierende Licht wird deinen bösen Trieb zum Guten umwandeln. Und dann wirst du verstehen, was du mit der Menschheit tun sollst.

Würdet ihr auf diesem Weg voranschreiten, würde sich eure Bürgschaft auf die gesamte Welt ergießen. Und solange ihr das nicht tut, benutze ich euch, um mich an die Menschen zu wenden. Ihr kümmert euch nicht um euch selbst, und ich kann mich nicht noch mehr um euch kümmern, weil ich euch dadurch eurer freien Wahl berauben würde. Also setze ich zumindest meine Arbeit mit eurer Hilfe fort – ich erkläre der Welt, wie sie auf einem guten Wege voranschreiten kann. Vielleicht wird sie dies umsetzen wollen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 14.07.2011

Damit der Euro gerettet wird, soll sich die Krise weiter verschärfen.

Meinung: ( A. Kaletsky, Kommentator „The Times“): Es gibt nur zwei Möglichkeiten, die griechische Krise zu regeln: entweder erklärt Griechenland seinen Staatsbankrott und verlässt den Euro-Raum oder die EU übernimmt eine gesamtschuldnerische Verpflichtung über die Schulden von Athen.

Es ist notwendig, die zweite Variante vorzuziehen, da das Zerbrechen des Euro-Raums undenkbar ist, und der Staatsbankrott Griechenlands, sowie die Geldentwertung eine Kettenreaktion hervorrufen werden: Alle EU-Länder werden ihre Ersparnisse in deutsche Banken bringen, was ihre Nationalbanken zum Bankrott führen wird.

Für die Euro-Rettung sind die kreditwürdigen Staaten Europas gezwungen, die Verantwortung für die Schulden Griechenlands, Irlands, Portugals (500 Mrd. Euro) auf sich zu nehmen. Aber dafür wird die EU ein einigendes Finanzministerium für alle Länder der EU gründen müssen.

Aber der Egoismus stellt ein Hindernis dar: Die reichen Länder wollen nicht zahlen, und die armen wollen ihre Souveränität nicht verlieren. Deswegen werden sich sowohl die Kreditoren als auch die Schuldner der einzig möglichen Lösung der Euro-Krise widersetzen, bis sie alle sonstigen Möglichkeiten ausgeschöpft haben.

Paradox, aber Tatsache, dass die nicht schwächer werdende Gefahr der Krise – eine notwendige Bedingung der vorübergehenden Finanzstabilität Europas darstellt . Für den Übergang zum „fiskalen Föderalismus“, der von der Krise heilen wird, soll sich die Krise noch verschärfen.

Die europäischen Führungsspitzen hoffen, dass die Krise sich allmählich beilegt – aber die Zeit arbeitet gegen das Überleben des Euro. Die Schulden-Länder verstehen ihre Macht: Deutschland, Frankreich und die EU sind bereit, alles Mögliche zu zahlen, um Griechenland oder Irland zu besänftigen, wenn sie mit Default drohen werden.

Wenn europäische Politiker tatsächlich den Euro retten wollen, dann sollen sie einen qualitativen Sprung zur fiskalen Föderation machen, und das möglichst schnell.

Kommentar: Wie einfach sehen alle diese Pläne aus, wenn man alle Geschehnisse in zwei Kräfte überführt – die egoistischen Kräfte von Menschen, den Staaten, der Welt und die altruistische Kraft des Schöpfers/Natur. Sie befinden sich im Gegensatz – und die Natur lehrt die Menschen geduldig die Unumkehrbarkeit des Entwicklungsprozesses und die Notwendigkeit des gegenseitigen Nachgebens, Erreichen einer Übereinstimmung, Vereinigung, gegenseitige Bürgschaft, Liebe.

Nun, die zwei Lager, stark und schwach, lehren einander Zugeständnisse, zeigen, wie sehr sie einander brauchen – bis zu dem Maße, dass sie die Notwendigkeit erkennen werden, sich voll über alle Unterscheidungen zu verbinden. Die Natur wird sie zwingen!

Das Risiko des Aussterbens der Menschheit

Meinung. Nick Bostrom (PhD, Oxford University): Dank der Beschleunigung des technologischen Fortschritts nähert sich die Menschheit schneller dem kritischen Punkt ihrer Entwicklung.

Wir führen heutzutage Handlungen durch, die bisher noch nie auf der Erde geschahen. Wenn die Naturfaktoren es nicht geschafft haben, die menschliche Art im Laufe der hunderttausend Jahren zu zerstören, dann werden diese Faktoren es innerhalb der kommenden hundert Jahre tun.

Es ist paradox, wie unsere Chancen, globalen Risiken zu entkommen, sich verringern würden, wenn es keine Technologie gäbe. Aber mit Technologie erleben wir wenigstens eine kleine Chance dem Aussterben zu entfliehen, trotz der Tatsache, dass die höchsten Risiken durch die Technologie selbst entstehen.

Als Hauptfaktor, der zum Anstieg der Risiken führt, gilt die Diskrepanz zwischen der Entwicklung der Menschheit auf der moralisch-ethischen Ebene und dem Wachstum der Stärke der Technologie.

Um die Risiken der technischen Katastrophe zu reduzieren, sind folgende Schritte zu beachten:

– Die Probleme der Risiken, die eine globale existenzielle Gefahr darstellen, sollen an die Öffentlichkeit gebracht werden

– Aufbau einer Struktur für ein gemeinsames internationales Handeln

– Beibehaltung des Rechts und der Bereitschaft zum präventiven Schlag als letztes Mittel

– Steuerung der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung

– Aufstellung von Programmen mit dem Ziel, die konkreten Gefahren unserer Existenz zu verringern.

Kommentar: Die von uns entwickelten Technologien sind das Produkt unserer egoistischen Einstellung gegenüber der umgebenden Gesellschaft und der Natur. Gerade das Gleichgewicht mit der Natur würde zu einer verständnisvollen Nutzung von Technologien führen. Dafür ist es aber notwendig, die Natur des Menschen zu verändern. Dies ist wiederum nur mit Hilfe der Kraft möglich, die uns auf diese Art geschaffen hat – Ich habe den Bösen Trieb, sowie die Korrekturmethode geschaffen.