Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 14/11/2011

*Wir müssen nur über den Einfluss des Lichtes denken, über unser Verlangen, wie ich jeden Moment auf optimale Weise die meiste Zeit unter dem Einfluss des Lichtes stehe. Und ich bin verpflichtet, entsprechend den Ratschlägen der Kabbalisten zu handeln, und öffne damit den Einfluss des Lichtes auf mich.

*Es ist nicht möglich, alleine im Spirituellen zu arbeiten, sondern nur, wenn du die Gefäße der Anderen nimmst und mit ihnen arbeitest. Es gibt im Spirituellen kein eigenes Gefäß – ich bin nur die Absicht des Gebens. Das ist, was von mir übrig bleibt, nachdem ich zur Spiritualität aufsteige. Und ich bin auf der Suche, wem und wo ich etwas geben kann. Das ist mein gesamtes spirituelles Leben, so wie eine Mutter ihrem Kind gegenüber. Und meine ganze Größe liegt darin, wie sehr ich es schaffe, Gefäße ausfindig zu machen, um diese zu füllen. Das ist die Lebenskraft, und wenn du das fühlst dann lebst du und ohne das bist du tot.

*Ein Mensch kann sich selbst die Spiritualität garantieren, in dem Maße, in dem er sich um andere kümmert. Deshalb heißt es, gegenseitige Bürgschaft, und deshalb existiert keine Spiritualität, wenn wir sie nicht erschaffen.

*Wenn man sich wahrhaftig über seinen Körper erhebt und sich mit dem Kopf verbinden möchte, man den Wunsch nach Verbindung über alle individuellen Ziele stellt, so leuchtet in dem Maß das Licht über die Sefirot, korrigiert sein Verlangen und verbindet dieses individuelle Verlangen mit den Verlangen der Allgemeinheit. Und damit wird das Zerbrechen korrigiert, und dann enthüllt man in dieser Verbindung das Gefäß und das Licht der Seele.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Indem wir uns bemühen, einander als verbunden zu sehen, wie ein Mensch in einem Herzen, in dem Ausmaß erwecken wir das Licht, welches auf diese Verbindung Einfluss haben wird, und unsere stärkere Bemühung wirkt sich noch mehr aus, und so beschleunigen wir die Zeit der Korrektur.

*Wir dürfen nicht die allgemeine, kollektive Handlung vergessen; niemand denkt über sich selbst nach, sondern nur über die eine Seele. Nur sie existiert. Und wenn der Mensch über sich selbst nachdenkt, befindet er sich bereits außerhalb der Spiritualität. Im Spirituellen gibt es kein Individuum sondern nur die Allgemeinheit. Deshalb heißt gegenseitige Bürgschaft die Gestaltung des spirituellen Zustandes.

*Der ganze Sohar spricht nur darüber, wie wir uns zu einer Seele verbinden.

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 03/11/11

Wer sich in der spirituellen Arbeit befindet, spürt die Belohnung viel stärker, als jemand, der nur die Belohnung erwartet, und deshalb niemals zu ihr gelangt.

Wenn ich mich wahrhaftig im Geben befinde, so möchte ich aus meiner Anstrengung Genuss ziehen, und die Füllung bekommt mein Freund.

Wir müssen trotzdem mit den Abstiegen, den Verwirrungen, den Verzweiflungen, der Hilflosigkeit einverstanden sein – Situationen, anhand welchen der vorherige Zustand erlischt, und sich kein kommender Zustand offenbart, und der Mensch sich leer fühlt. Doch wir müssen verstehen, dass wir damit unsere Gefäße austauschen und uns entwickeln, und deshalb müssen wir uns dazu auf künstliche Weise beziehen.

Liebe zum Schöpfer und Liebe zu den Geschöpfen

Niemand wird zum endgültig korrigierten Zustand gelangen, wenn die gesamte Welt nicht zum endgültig korrigierten Zustand gelangt – bis ins letzte Detail.

Da jeder Mensch aus der gesamten Welt und jeder einzelne in ihr in allen Korrekturen, und sei es auch die kleinste Korrektur, die ein einzelner macht besteht, so werden alle anhand ihm korrigiert. So funktioniert ein integrales System.

Das integrale Gesetz, das Gesetz der Bürgschaft hat immer in der Welt existiert, aber war zu Beginn unentdeckt und deshalb waren wir zu keiner Einhaltung dieses Gesetzes verpflichtet. Doch heute, da sich dieses Gesetz offenbart, sind wir zur Einhaltung aufgefordert.

Wenn jeder auf alle Einfluss hat und unter dem Einfluss aller steht, muss ich mich so viel wie nur möglich um die Bildung und Korrektur der Welt kümmern, in der ein schönes, gutes Verhalten existiert, wir alle müssen uns jetzt so viel wie nur möglich darum kümmern, jeden einzelnen zur Wertschätzung gegenüber anderen zu motivieren.

Du bist nicht fähig, dich selbst zu korrigieren, deshalb hast nichts, wofür du dich selbst bedauern kannst, und deshalb müssen alle auf jeden Einfluss ausüben und aufhören, an sich selbst zu denken – und dann werden alle korrigiert. Ich werde korrigiert in dem Ausmaß, in dem ich auf das ganze System Einfluss ausübe. Deshalb, wenn man zur Verbindung, Bürgschaft, Verbreitung hinausgeht, so tut man sich damit selbst den größten Gefallen.

Vorbereitung auf den Kongress

Vorbereitung auf den Kongress ist, wenn alle mit einem Feuer, mit einem sehr großen Appetit nach Verbindung, kommen, und in der Verbindung die höhere Kraft, die zwischen uns weilt enthüllen möchten. „ In meinem Volke bin ich gegenwärtig“ – das ist der Grund, warum ein Kongress gut ist.

Vorbereitung auf den Unterricht

Während des Lesens des Sohar, müssen wir nur an die Verbindung und Trennung zwischen uns denken, denn über diese Zustände schreiben uns die Verfasser des Sohar.

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Drei Gründe, welche den Verstand des Menschen vergrößern

Es wurde von den Weisen gesagt, dass „drei Gründe den Verstand des Menschen vergrößern: eine schöne Frau, ein schönes Haus und die schönen Kelim/Gefäße“.

Es handelt sich um die Wünsche zu genießen, welche „das Haus“, „die Frau“ und „die Gefäße“ heißen: in dem Maß, in welchem ich mich um diese Wünsche sorge, damit sie die Form des Gebens annehmen, werden sie ausgedehnt.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Was bedeutet der Satz „mein Freund hat sich verhüllt“ in der spirituellen Arbeit

Was ist mit dem Satz „Mein Freund hat sich verhüllt“ gemeint? Manchmal fühle ich, dass die angenehme, schöne Empfindung, das Verständnis der Erfüllung sich entfremden und verschwinden. Diese Stufen der Entfernung heißen „Nekudot“ / „Punkte“.

Es gibt „Taamim„, „die Geschmäcker“, die beim Eingang des Lichtes empfunden werden, und es gibt „Nekudot“ / „Punkte“, die Eindrücke vom Ausgang des Lichtes. Gerade aus „Nekudot“ entstehen die neuen Gefäße/Verlangen. Wir studieren es in „der Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ und im „Talmud der Zehn Sefirot“.

In diesem allmählichen Verschwinden des Lichtes muss man die Erschaffung der neuen Gefäße/Verlangen, einen Flirt, ein Spiel sehen. Solche Entfernung, die Empfindung, des dich verlassenen Lichtes ist eben eine Einladung, es zu verfolgen, es sich zu wünschen, um auch in der kommenden Finsternis mit dem Licht verschmolzen zu sein.

Auf diese spielerische Art baut der Schöpfer in uns die Beziehung zu Ihm, welche von unserem Verlangen zu genießen unabhängig ist. Er verhüllt sich, aber ich bin trotzdem bereit Ihm zu folgen. Er verblasst und ich will dennoch in dieser Finsternis bleiben. Das heißt diese Spiele sind nicht auf mich, sondern auf mein Verlangen zu genießen, auf mein Ego gerichtet. Und ich will mich über dem Ego mit dem Schöpfer verbinden, und das trotz der Finsternis, die in meinem Ego empfunden wird.

Es gibt also mein Ego, und mich über dem Ego. Mir gegenüber befindet sich das Licht. Und ich bin dazu bereit, dass mein Ego die Finsternis, die Leere empfindet.

Ich muss folgende Erkenntnis erlangen: trotz der negativen Empfindung, der Abwesenheit jeder Füllung in meinem Ego, will ich gerade in solchen Situationen mit dem Licht verbunden sein. Es bedeutet, dass ich mich „über dem Verstand“, im Geben befinde. Deshalb baut die Entfernung des Lichtes in mir das Verlangen zum Spirituellen.

Auszug aus der 6. Lekion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Empfangen bedeutet die innere Enthüllung

Frage: Wie kann man die Idee des Gebens verbreiten, wenn man selbst nicht genau weiß, was es bedeutet?

Meine Antwort: Ihr könnt es noch nicht wissen, weil euch an der Bitte um die Korrektur, sowie an dem Verlangen des Gebens fehlt. Wie könnt ihr es dann schaffen, etwas richtig zu empfangen? „Geben Sie uns die Kraft des Gebens, sagt ihr, dann werden wir sie in der Welt verbreiten“. Aber diese Forderung ist egoistisch, weshalb es eben unmöglich ist, sich damit an das spirituelle System zu wenden.

Das Verlangen des Gebens soll dem ganzen Übrigen vorangehen. Wir haben es aber nicht. Was ist zu machen? Wir haben eine Gruppe, darin liegt der Anfang. Wir haben die Welt und wir sollen beginnen, an sie zu geben.

Ihr steht auf einer Stufe der spirituellen Treppe. Einige Menschen befinden sich höher als ihr, sie erscheinen vor euch in Form der Primärquellen, welche erklären, was man machen soll. Die anderen Menschen befinden sich eine Stufe niedriger, es ist die gesamte Welt. Es gibt die Menschen, die auf der gleichen Stufe stehen, unsere Freunde in der ganzen Welt. Beginnt also, den folgenden Zustand aufzubauen.

Wenn sich Seir Anpin zum Parzuf Abba we-Ima erhebt, um das Licht für Malchut und für die Seelen zu empfangen, ist ihm die höhere Stufe im voraus nicht bekannt. Er offenbart sie nur dann, wenn er über Galgalta we Ejnaim, über die Gefäße des Gebens verfügt, die dem ACHaP des Parzufs Ima gleich sind. In den Augen von Seir Anpin ist dieser АCHaP unklar und schwarz, weil sich das Geben auf einem höheren Niveau befindet. Es ist die Finsternis, die vom Licht hervorgerufen ist, das um vieles mehr ist, als Seir Anpin fähig ist, zu geben.

Wenn du mich jetzt dazu zwingen wirst, meine letzten Ersparnisse auszugeben, dann wird es für mich die Finsternis sein. „Aber das ist doch deine nächste Stufe!“, sagst du. Und ich begreife sie nicht. Somit empfindet auch Seir Anpin den elterlichen Parzuf erst dann, wenn er zu Galgalta we Ejnaim hinaufgestiegen ist.

Wie kann man das Geben, den höheren Zustand empfinden, wenn du diesen Zustand noch nicht erreicht hast? Kann man einfach so etwas empfangen? Im Spirituellen heißt „zu empfangen“, etwas in den Gefäßen zu enthüllen. Und es ist nicht die Postsendung, denn hier werden die inneren Veränderungen gefordert. Nur mit der Hilfe des Schirmes und des widergespiegelten Lichtes enthüllst du das Geben in deinem Inneren .

Von oben wird nichts mühelos fallen. Es gibt in Wirklichkeit kein „oben“, weil sich alles in dir befindet. Alle oberen Parzufim werden in deinem Inneren offenbart. Der Mensch befindet sich von vornherein in der Unendlichkeit. Aber nur dann, wenn er mit ihr die Verbindung aufbauen will, werden in seinem Inneren die Stufen der Treppe enthüllt. Alle Welten existieren nur in der Wahrnehmung des Menschen, und nur dann, wenn er sie sich selbst vorstellt.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „das Volk“, 27.09.2011

Die tragende Welle

Frage: Wie kann ich die innere Forderung an den Schöpfer richten, wenn ich mich Ihm gegenüber als völlig machtlos empfinde?

Meine Antwort: Unsere Arbeit besteht nicht darin, in uns herumzukramen, sondern nur in der Sorge um die Umgebung. Wir sollen also nur an der Beziehung, an der Annäherung, sowie an der Vereinigung mit den anderen Menschen arbeiten, weil es aus dem Zerbrechen der Gefäße hervorgeht.

Der Schöpfer wird in unseren korrigierten Wünschen offenbart. Wir müssen uns nur um diese Wünsche sorgen, und das Licht befindet sich in der absoluten Ruhe. In dem Maße, in welchem wir unsere Wünsche in die Übereinstimmung mit dem Licht, mit der Eigenschaft des Gebens bringen, in diesem Maße enthüllen wir die Eigenschaft des Gebens, was auch als „die Offenbarung des Schöpfers den Geschöpfen“ genannt wird.

Wie kann das Radio die Geräusche empfangen und wiedergeben, wenn es sie in der Luft nicht gibt? Dadurch, dass im Radio dieselbe Radiowelle gefunden wird, welche es außen gibt, werden diese zwei Wellen infolge der Gleichheit ihrer Form vereinigt, und gehen in “ Resonanz“ miteinander. Auf diese Weise erzeugen sie innerhalb des Empfängers das gemeinsame Ergebnis, das wir schon in Form der Stimme hören.

Denn wir können keine Radiowellen hören, weil sie unser Ohr nicht wahrnehmen kann. Aber es gibt zu dieser „tragenden“ Welle eine gewisse Ergänzung, „die Harmonika“. Und wenn wir die Ähnlichkeit mit der Hauptwelle erreichen, dann beginnen wir diese Harmonika, diese Stimme zu hören, die darin verborgen ist.

Nach solchem Prinzip arbeiten alle unseren Sinnesorgane, und genauso müssen wir uns auf die Verbindung mit dem Schöpfer einstimmen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 22.09.2011

Der Egoismus ist der richtige Schaffner

Die Quelle unseres spirituellen Weges hat ihren Ursprung im Zerbrechen der Gefäße (Schwirat Kelim). Der Egoismus, die Entfremdung und der gegenseitige Hass sollen wir in Form der richtigen Vorbereitungsbasis für die Korrektur betrachten. Als Rabbi Akkiwa das Ödland an der Stelle des Tempels sah, lachte er und erfreute sich. Dabei war er der weiseste Mensch der Generation, der größte Kabbalist.

„Wie können Sie sich über die Zerstörung der Heiligkeit freuen? – wurde er einst gefragt. Das Prinzip der Nächstenliebe ist doch niedergetreten, das Streben nach Geben und Liebe erniedrigt. Wie kann denn so ein Unglück der Anlass zur Freude sein?“

Seine Antwort war: „Ich glaubte niemals, wusste nicht und empfand nicht, dass wir je die allgemeine Korrektur erreichen können. Aber jetzt, wenn unser spiritueller Bau, der Tempel zerstört ist, wenn die Liebe, die einst zwischen uns herrschte, verschwunden ist und das Volk in den grundlosen Hass gefallen ist, bin ich überzeugt, dass wir aus diesem endgültigen Zerbrechen zur allgemeinen Korrektur, zur vollen Befreiung kommen werden“.

Deshalb ist alles, was uns in jedem Augenblick des Lebens geöffnet wird, das Zerbrechen der Gefäße, welches wir korrigieren sollen. Alles was mit uns geschieht, angefangen mit den grundlegenden Fragen bis zu den Kleinigkeiten, in der Familie und auf der Arbeit, in mir, in meinem Befinden, in den Beziehungen mit den Verwandten und den Bekannten, mit dem Volk und mit der Welt, also in der ganzen Realität – alles wird nur zwecks der Korrektur offenbart.

Allmählich eröffnet sich vor mir das ganze neue Bild, welches meine Selbstsucht tiefer durchdringt. In diesem Bild soll ich das Ergebnis der ständigen Einwirkung des Lichtes erkennen. Diese Einwirkung deckt in mir immer tiefer die Schichten des Egoismus auf.

Wir nehmen die Welt in unserem Ego wahr, und deshalb sollen wir es korrigieren. Worin besteht die Korrektur? Darin, dass wir den anderen Menschen zur Einheit verhelfen. Besonders jetzt, wenn die ganze Welt beginnt, das Böse des laufenden Zustandes zu erkennen, helfen wir ihr zu fühlen und zu verstehen, dass unsere innere Natur, das Ego „böse“ ist.

Unsere Selbstsucht ist der einzige Grund für alle unsere Probleme. Wir sehen, was geschieht: Weil sie keine Kraft haben, das Leben in Ordnung zu bringen, zerstören die Menschen die Welt, begehen Selbstmord, zerreißen die gegenseitigen Beziehungen, zerstören die Natur … Mit jenem Übel, das in jedem von uns steckt, können wir zum Guten nicht vorankommen, auf diese Weise können wir das gute Leben nicht aufbauen.

Jeden Tag entdecken wir, dass die Krise, verursacht durch unsere Selbstsucht, alles zerstört und nicht zulässt das Leben zu verbessern. Andererseits sollen wir verstehen, dass sie uns vorantreibt und uns ermöglicht, den genauen Kurs auf die Korrektur, auf das Gute zu nehmen. Ebenso können wir die enthüllte Krankheit behandeln.

Wir sollen der Selbstsucht dankbar sein und sie dafür mögen, dass sie uns an die Stelle führt, welche die Korrektur braucht. Es ist gesagt, dass der Pharao die Söhne Israels dem Schöpfer näherte. Der Pharao hat sie dem Druck ausgesetzt und sie mussten folglich aus Ägypten fliehen. Wenn es anders wäre, würden sie dort bleiben.

Es ist gesagt: „Wir werden zum Pharao gehen, weil Ich sein Herz verbittert habe“. Es sind hier zwei Gegenteile sichtbar, die man nicht vergessen darf. Unabhängig davon, wie groß dir das Böse erscheint, darf es nicht zerstört werden. Es muss korrigiert werden.

Auszug aus der 3. Lektion des Kongresses in Deutschland, 06.08.2011

Die spirituelle Arbeitsteilung

Es gibt gebende Gefäße, Galgalta we Ejnaim, genannt „Israel“, was „direkt zum Schöpfer“ bedeutet. Nur diese Gefäße können Licht anziehen, weil sie Ihm nah sind und nur über die Kraft des Gebens verfügen.

Und es gibt auch die empfangenden Gefäße, ACHAP, „die Völker der Welt“. In Wirklichkeit sind genau sie wichtig, und für sie entscheidet sich alles. Aber sie selbst sind nicht im Stande, das Licht auf direkte Art zu empfangen, sofern die Gefäße „Israel“ es nicht an sie weiterleiten.

So ist die Rollenverteilung: Galgalta we Ejnaim müssen für ACHAP das Licht anziehen, und ACHAP soll den eigenen Wunsch für Galgalta we Ejnaim liefern, damit diese für sie das Licht weiterleiten. Nur eine solche gegenseitige Kooperation wird es uns ermöglichen, die vollständige Korrektur zu erreichen.

Alle Menschen in der Welt, die den Punkt im Herzen haben, d.h. den Drang nach Anziehung des Lichtes, werden „Israel“ – Isra-El, „direkt zum Schöpfer“, genannt. Und all jene, denen es an diesem Drang fehlt, können das Licht nicht direkt anziehen und werden „die Völker der Welt“ genannt, ACHAP. Zusammen benutzen sie ihre Natur, um in der Zusammenarbeit das Licht anzuziehen und die Enthüllung des Schöpfers in einem gemeinsamen Gefäß zu bekommen.

Aber, damit sich zwischen ihnen eine Verbindung einstellt, geht Israel ein Zerbrechen durch. Israel steigt zu dem Ende der Korrektur, auf die Stufe des Tempels, und dann zerbricht der Tempel, d.h. Israel fällt von der spirituellen Höhe in die Kräfte der Unreinheit hinein, in die Völker der Welt, und vermischt sich mit ihnen, so dass ACHAP sich in Galgalta we Ejnaim einschaltet, und Galgalta we Ejnaim in ACHAP. Im Ergebnis befinden sich dann sowohl jene als auch die anderen in egoistischen Absichten.

Doch sobald die Vermischung bzw. die „Verbannung“ endet, können sie das Licht wieder anziehen und die Korrektur vollziehen. Zuerst werden die Galgalta we Ejnaim korrigiert, die sauberen Gefäße, in denen die Reshimot übrig blieben, die Aufzeichnungen des korrigierten Zustandes.

Sie haben die Möglichkeit, das Licht anzuziehen, und dank des gegenseitigen Einbindens mit ACHAP gibt es jemanden für das Anziehen des Lichts . Und dann erhalten ACHAP von Galgalta we Ejnaim das Leuchten, welches ausreicht, um nach oben eine Linie der Verbindung zu legen. Im Ergebnis stellen sie die vollständigen zehn Sefirot dar und ziehen dabei ein großes Licht an.

Und so, in der Interaktion, gelangen wir zur Endkorrektur.

Aktuell befinden wir uns am Anfang der Korrektur von Galgalta we Ejnaim, des Israels. Wenn sie korrigiert sind, dann werden sie in diesem Maße die Korrektur für ACHAP heranziehen, d.h. zu den Völkern der Welt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Ramchal „Über die Weisheit“, 13.05.2011.

Vierhundert Jahre am Berg des Hasses

Frage: Gehen alle unsere Absichten direkt in den Mund des Pharaos, um ihn zu füttern?

Meine Antwort: Es hängt alles davon ab, was diese Absichten sind. Der Pharao ist eine bestimmte Kraft, das Ego was sich gegenüber dem Licht enthüllt. Er ist eine Reserve des Egoismus, das Verlangen zu empfangen, welches wir erschaffen müssen.

In der Weisheit der Kabbala gibt es keinen „Pharao“ ohne „Israel“, d.h. das Streben in Richtung des Schöpfers im Menschen, der arbeitet, um sich mit den anderen zu vereinigen und das Geben zu erreichen. Deswegen erschafft ein Mensch im Grad seiner Bemühungen in Richtung des Gebens den Pharao, entwickelt seine Verlangen (Kelim) in sich, aus welchen er später flieht und die er danach korrigiert, um dadurch belohnt zu werden.

Die gesamte Arbeit in Ägypten liegt im übereinkommen mit dem Pharao und darin ihn groß zu machen, stark und reich, das bedeutet unser Ego von dem winzigen Punkt unseres natürlichen Egoismus zum Status des Schöpfers wachsen zu lassen. Was gibt uns dieser gesamte Egoismus letztendlich? Er gibt uns die Verlangen nach Essen, Sex, Geld, Ruhm und Wissen, ein winziges Ego in unserer Welt, ein physisches Ego, welches nichts mit Spiritualität zu tun hat. Dieses irdische Ego verlangt nicht einmal nach Korrektur.

Indem wir beginnen an unserer Vereinigung zu arbeiten, entdecken wir Wut, Entfremdung und Gleichgültigkeit in unserer Einheit.

Im Grunde ist das die Enthüllung des Bösen, aber nur wenn ein Mensch es als solches betrachtet. Am Ende kann er sagen, dass er sich mit den anderen nicht verbinden kann und dass es nicht seine Aufgabe ist, noch bevor er angefangen hat. Und einige beginnen, werden aber schwach und „Sterben in Ägypten“.

Aber es gibt diejenigen, die es ertragen, dank dem Verständnis, dass sie keine Wahl haben. Sie halten daran fest, immer und immer wieder, obwohl sie sehen, dass sie weitermachen, um zu verlieren. Und geben ihr bestes, um sich mit den Freunden zu verbinden, die Gruppe zu stärken, trotz ihrer Bemühungen sehen sie, dass nichts hilft. Im Gegenteil, sie erfahren ein Verlangen, ihre Freunde zu kritisieren und sie alle zusammen aus den Augen zu schaffen. Und einmal mehr überkommt sie dieser Blitz des Egoismus.

Deshalb wird alles was ein Mensch verdient, all seine Anstrengungen immer wieder von seinem Ego aufgebraucht, dem Pharao, welcher wächst und gedeiht. Der Mensch selbst baut all diese Eigenschaften in sich auf, durch seine eignen Anstrengungen. Später erreicht er die Stufe, auf der er sein Ego nicht länger aufrecht erhalten kann. Und dann empfängt er alle Gefäße des Pharaos (Kelim), die Verlangen.

Mit anderen Worten beginnt das ägyptische Exil genau mit der Arbeit des Menschen in Richtung der Vereinigung mit den Freunden. Was verdiente Israel tatsächlich, nachdem sie aus Ägypten flohen, als der Schöpfer sie befreite? Sie verdienten die Vereinigung am Berg Sinai (dem Berg des Hasses), zusammen als „ein Mensch mit einem Herzen“, aber nur für einen Moment, bis sie das „goldene Kalb“ formten und wieder fielen. Aber diese Abstürze sind heute von anderer Natur, im Gold, was sie aus Ägypten trugen, nahmen sie die „Ägyptischen Gefäße“ mit, um sie davor zu retten und zu erneuern.

Aber dennoch, was wollten sie während all dieser Jahre des Exils? Sie wollten in sich eine Einheit schaffen, die sie am Ende, am Berg Sinai, erreichten. Und ohne diese schrittweisen Anstrengungen, dem Berg Sinai zu trotzen, wären die „400 Jahre des ägyptischen Exils“ für euch nicht durchlaufen worden.

Aus dem zweiten Teil der Täglichen Kabbala Lektion vom 21.4.2011, Das Buch Sohar

Die Goldminen der Seelen

Baal HaSulam, Beit Shaar HaKavanot (Das Tor der Absichten), Kapitel „Den Pessach Exodus betreffend“: Die ersten Generationen, die Generation von Enosh und die Generation des Turmbaus zu Babel, verbannten Shechina aufwärts „zum siebten Himmel“.

Das Israel der Generation der ägyptischen Knechtschaft waren die gleichen Keri (vergeudeten Samen) Funken, die Adam HaRishon über 130 Jahre lang fallen ließ, bis er Seth hervor brachte.

Die Keri Funken sind das Licht von Chochma (Weisheit), welche egoistisch für sich selbst empfangen wollen. Wenn das Licht von Chochma nicht den richtigen Platz erreicht, der sich unter dem Schirm befindet, und sich nicht in das Licht des Hassadim (Segen) kleidet, wird es als „Samen auf den Boden fallend“ bezeichnet (vom hebräischen „Aretz“ Land oder Boden, und „Ratzon„, Verlangen oder Wunsch), um ihn zu „vergeuden“.

Jeder Mensch muss durch diese Stufen hindurchgehen, die Generationen von Enosh und die des Turmbaus zu Babel, durch egoistisches Verlangen, das niemanden berücksichtigt und sich wünscht, alle Freuden direkt zu empfangen, was als „Verlust von Samen“ angesehen wird.

Eine Seele ist gleich Gold, und wenn es aus der Erde ausgegraben wird, ist es mit Verunreinigungen vermischt, bis es gereinigt ist, so dass alle Verunreinigungen wegfallen und es als „Gold“ bezeichnet werden kann.

Nachdem die Gefäße zerbrachen, was in unseren Wurzeln geschah, in der spirituellen Welt, versanken unsere Seelen aus Eigenliebe in das Verlangen zu Empfangen und wurden mit ihm vollständig vermischt. Es gibt sehr wenige Funken des Schenkens, die in dieses egoistische Verlangen gelangten und die sehr schwierig wiederzufinden sind.

Es gleicht dem Gold gewinnen, Gold aus der Erde ausgraben, wenn tausende von Tonnen Erde durchsiebt und verschiedene Prozesse durchlaufen werden müssen, bevor endlich ein paar Gramm Gold aus ihr herausgezogen werden. Die Erde selbst stammt nicht von irgendeinem Ort, sondern vielmehr von dort, wo bereits vorher Gold gefunden wurde.

Trotzdem müssen Lastwagenladungen von Erde hereingebracht und gereinigt, in Wasser gewaschen und durch Filter gesiebt werden, so dass ein paar spärliche Gramm Gold letztendlich herauskommen können.

Das gleiche betrifft unsere Seelen nach dem Zerbrechen. Im Innern gewaltiger, egoistischer Verlangen gibt es nur wenige verstreute Funken, die, wenngleich noch egoistisch, imstande sind korrigiert zu werden, um zu schenken. Sie sind es, die wir schrittweise herausziehen müssen und das ist die Arbeit, die wir absolvieren müssen.

Aus dem 3.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 18/04/2011, Beit Shaar HaKavanot