Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gefäß'

Die gesamte Menschheit befindet sich im Exil


Heute befindet sich die Menschheit als Ganzes sehr nahe am Auszug aus Ägypten. Mehr und mehr Menschen verspüren das Bedürfnis, ihre bisherigen Werte im Leben zu überarbeiten und neue Prioritäten zu setzen. Jeder Mensch muss seine eigene Berechnung anstellen, warum und wofür er eigentlich lebt.

Es gibt Situationen im Leben, wenn der Überlebenskampf für die eigene Existenz alle diese Fragen bei Seite schiebt. Doch gewöhnlich kehrt die Frage nach dem Sinn des Lebens immer dann zurück, wenn der Mensch fühlt, dass er eigentlich alles in seinem Leben erreicht hat, unabhängig auf welcher Stufe er sich befindet. Die Frage, die dann in ihm auftaucht, erhebt sich über sein alltägliches Leben.

Wir sehen, dass diese Frage bereits große Teile der Menschheit beschäftigt. Sie tritt unbewusst auf und spaltet sich von innen ab. Aus diesem Grund gibt es die Verbreitung der Kabbala. Sie liefert die Erklärung, was in unserer Zeit geschieht, warum immer mehr Menschen von Depressionen geplagt werden, Selbstmord begehen, zu Drogen greifen, Scheidungen mehr werden und die Welle des Terrors ansteigt. Sie erklärt, warum die Frage nach dem Sinn des Lebens aufsteigt und uns nicht loslässt, was mit unseren Kindern geschieht und warum wir vor diesen Fragen auch mit einem Psychiater nicht fliehen können.

Die Menschheit bereitet sich unbewusst für den Aufstieg zu einer neuen Ära vor. Wir streben entweder durch Leiden oder bewusst danach, uns zu einem einzigen spirituellen Gefäß (Kli) zu verbinden, wie es unsere eigentliche Natur ist, wo wir das Leben als ewig und vollkommen wahrnehmen werden.

Fliehe vor dir selbst zum Nächsten

Was bedeutet die Flucht vor sich selbst, aus Ägypten?

Ich ergreife alles, was ich nur tragen kann, und renne, um mich zu verstecken. Aber wohin soll ich laufen, wenn ich nur von der Dunkelheit Ägyptens umgeben bin? Ich bin in meinem Verlangen eingeschlossen, wohin kann ich also flüchten? Letztlich habe ich sonst nichts.

Es mag zwar unmöglich erscheinen, dies selbst zu tun, aber ich muss danach streben. Ansonsten habe ich keine Chance zu überleben. Ein Mensch nimmt alle Gefäße der Ägypter mit sich und flieht aus Ägypten in der Nacht, in Dunkelheit. Aber wohin kann er fliehen, wenn er von Dunkelheit umgeben ist? Der nächste Zustand ist ebenso dunkel, dennoch verspürt er darin die Nähe zur Freiheit.

Auch wenn ich momentan die anderen hasse und nicht mit ihnen verbunden bin, weiß ich dennoch, dass der nächste Zustand entwickelter sein wird. In anderen Worten gelange ich aus meinen Verlangen zu den Verlangen meines Nächsten, so gut wie es mir möglich ist. Ich laufe einfach davon. Ich kann jedoch im Moment kein Licht in ihnen erkennen. Ich muss meine Bereitschafft zeigen, herauszutreten, trotz der Dunkelheit.

Letztendlich erreiche ich das Rote Meer und ich bin bereit hineinzuspringen, weil ich hinter mir nichts leuchten sehe und ich nicht mehr länger in der Lage bin, weiter in meinem Ego zu verharren. Ich bin bereit, es zu töten, nur um in die gemeinsamen Verlangen einzutreten, in die Verlangen meines Nächsten.

Trotz der Tatsache, dass ich dort nichts für mich erhalten werde, erkenne ich, dass die nächste Stufe, die spirituelle Stufe, dort liegt. Ein Mensch versteht, dass die äußeren Verlangen der anderen eine höheren Stufe sind, als seine eigenen, inneren Verlangen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Ein einheitliches Gefäß für das Licht erschaffen


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagten, dass man den Sohar nur dann studieren kann, wenn man ein Teil des Gefäßes der gemeinsamen Seele wird. Wie kann ich ein Teil davon werden?

Meine Antwort: Ein Mensch kann nichts aus sich heraus tun, es ist das Werk des Schöpfers. Sie müssen lediglich von Ihm erwarten, dass Er dies tut, und das bedeutet, zu verlangen, zu hoffen und so viel man kann, Dinge auf solche Weise zu beeinflussen, damit dies geschieht. Sie müssen all Ihre Energie dort hineinstecken und hoffen, dass die Erlösung des Schöpfers kommen wird. Das ist alles, was wir tun können.

Wir stehen um den Berg Sinai und schreien, so wie geschrieben steht, „Die Söhne Israels schrien von der Arbeit auf.“ Die Einigkeit des gemeinsamen Verlangens zieht das Umgebende Licht an, gemäß dem Prinzip der Gleichheit der Form, denn das Umgebende Licht kommt aus einer Quelle. Wenn wir verlangen, zu einem Menschen zu werden, um das gemeinsame Gefäß der Seele (das Kli) zu offenbaren, dann wird es sich enthüllen.

Es kann nur gemeinsam innerhalb aller enthüllt werden, im Inneren der gesamten Nation, welche Männer und Frauen umfasst. Das ist, was wir in der Geschichte über den Empfang der Tora am Fuße des Berges Sinai lesen, ebenso wie über den Auszug aus Ägypten. Es steht geschrieben, dass dies durch die gerechten Frauen möglich wurde.

Alle unsere Verlangen müssen sich verbinden, gleich ob sie von links oder von rechts kommen, ob sie groß oder klein sind – sie müssen eins werden. Wir hoffen, dass, wenn wir diese gemeinsame Handlung unternehmen, wir ein ausreichendes Verlangen offenbaren werden, um von dem Umgebenden Licht beeinflusst zu werden.

Wie man die Nacht zum Tag macht

Aus dem Sohar, Abschnitt „Miketz“, Punkt 117: Wenn ein Mensch morgens aufsteht, sollte er seine Hände aus einer Natlah mit Wasser waschen, welche ein Gefäß ist, aus dem er Wasser entnimmt [ein besonderer Krug für rituelles Händewaschen].

„Morgen“ bedeutet, dass das Licht von Chassadim kommt und die Erleuchtung von Chochma enthüllt wird. Ein Mensch verspürt die spirituelle Eigenschaft des Gebens und der Liebe als Dunkelheit innerhalb seines egoistischen (empfangenden) Verlangens. Durch deren Korrektur erwacht er am Morgen und erfährt die Morgendämmerung und dann den Tag. Innerhalb seiner korrigierten Verlangen fühlt er das Licht des Gebens.

Dies alles geschieht in den gleichen Verlangen. Zuerst nimmt der Mensch die spirituelle Welt als Dunkelheit wahr – als etwas Abstoßendes und Unerwünschtes, weil es mit Geben und dem Erfordernis der Nächstenliebe verbunden ist. Danach geht er durch die Korrektur des nächtlichen Studiums (entsprechenden der Verbindung von „Wurzel und Zweig“ studieren auch wir nachts). Dadurch bereitet er sich auf den kommenden Tag vor; er erlangt das Verständnis, dass Spiritualität, Geben und Nächstenliebe der Tag sind – welcher gut ist und daher verspürt er ein Verlangen danach.

Gerade durch diese Ausrichtung beginnt das Umgebende Licht stufenweise auf ihn zu wirken, so dass der Zustand, der zunächst als Nacht auf ihn wirkte, als erstrebenswert erscheint. Der gleiche Zustand verwandelt sich so in den Tag und beginnt zu scheinen.

Diese Korrekturen, welche der Mensch an seinen Verlangen durchführt, werden als das „Waschen der Hände“ bezeichnet, da die „Hände“ unsere empfangenden Verlangen darstellen, welche von ihren egoistischen Absichten gereinigt werden müssen, bevor sie benutzt werden können. Dieses „spezielle Gefäß für das Ritual der Handwaschung“, das Höhere Gefäß, Bina, gießt das Licht der Korrektur über unsere empfangenden Verlangen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wie man das Umgebende Licht spürt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir das Umgebende Licht zwischen uns und seinen Einfluss spüren?

Meine Antwort: Wir können es spüren, wenn wir so gut wie möglich danach streben, uns zu einem einzigen gemeinsamen Verlangen zu vereinen – das Gefäß für das Licht. Das Licht kommt von einer Quelle und wir müssen ihm ähnlich werden.

Auf jeder Stufe, die uns gegeben wird, wenn der Schöpfer und das Geschöpf sich in Eins verbinden, wird eine Verbindung geschaffen und eine Empfindung kommt auf. Daher müssen wir nur wünschen zu empfinden, dass wir miteinander verbunden sind und das wird uns dazu bringen, das Licht zu enthüllen.

Das Licht verändert sich weder, noch wandelt es sich. Wir „wandeln“ es sozusagen. Wir erwecken das Licht, indem wir darauf zu streben und das ruft seinen Einfluss auf uns hervor. Wir erwecken uns selbst, damit wir es spüren, doch nichts verändert sich im Licht selbst. Folglich enthüllen wir, was immer existiert hat. Das macht unsere Arbeit aus.

Für einen Menschen, der zum Schöpfer strebt, gibt es keine Zeit. Solch ein Mensch enthüllt zunehmend genauere Bilder vor sich, weil diese Bilder zweifellos schon existieren. Es wird sozusagen ein erstes inneres Informationsgen (Reshimo) in einem Menschen enthüllt und dann verwandelt er dieses Reshimo durch seine Arbeit in ein reales Bild.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Ein Kongress ist eine Möglichkeit, ein spiritueller Embryo zu werden


Eine Frage, die ich erhielt: Wir haben vor einiger Zeit den virtuellen Weltkongress 2010 durchgeführt, an dem viele Länder teilgenommen haben, und im Februar gab es den großen Sohar Kongress in Israel, welcher vom ganzen Weltkli unterstützt wurde. Was ist die beste Methode für uns, das Studium des Buches Sohar mit unseren Versammlungen und Kongressen zu kombinieren?

Meine Antwort: Dies alles verbindet sich wunderbar zusammen. All unsere Versammlungen, unsere regionalen und weltweiten Kongresse sind darauf ausgerichtet, uns zu vereinen. Durch die Vereinigung untereinander, erlauben wir dem Licht, sich zu enthüllen gemäß dem Gesetz der Angleichung der Form. Das Licht ist ein einziges und es braucht nur ein einziges Verlangen, ein Gefäß. Wenn wir uns praktisch verbinden, unsere Einheit lebendig und wahr werden lassen, so nähert sich uns im Ausmaß unserer Anstrengungen und Verlangen nach Erneuerung das Licht an.

Momentan leuchtet das Licht von sehr weit her auf uns herab. Es ist das Umgebende Licht anstatt das Innere Licht, da wir nicht einmal auf der niedersten Stufe die Einheit erreicht haben, um es als Inneres Licht wahrnehmen zu können. Wenn ich mich selbst vollkommen aufhebe, dann verspüre ich auch keinen Widerstand gegenüber der Einheit, weil ich mich vor den anderen annulliere. Das bedeutet, den spirituellen Mutterleib zu betreten, der sich aus allen anderen Seelen zusammensetzt. In Bezug auf mich sind diese alle korrigiert; ich bin der einzige, der noch nicht korrigiert ist. Wenn ich mich und meinen Egoismus vor ihnen auslösche, mit dem Verlangen, mich mit ihnen zu vereinigen, dann werde ich wie ein Samentropfen in der Gebärmutter sein.

Wenn ein Mensch diesen minimalen Zustand erreicht, dann betritt er die Spiritualität als ein Embryo. Der Schöpfer wird in dieser Einheit zwischen uns enthüllt, so wie geschrieben steht: „Ich wohne unter meinem Volk“. Er wohnt in Seinem Volk – in der Einheit unter den Seelen. Wenn ich alleine bin, bin ich wie ein Fremdkörper in Bezug auf die anderen, während alle anderen Seelen miteinander verbunden sind.

Daher muss man sich zuallererst gegenüber den anderen Seelen einschränken, um sich mit ihnen verbinden zu können. Genau dies ist es, was jeder von uns während unserer Versammlungen und Kongresse zu erreichen versucht, so wie am vergangenen Kongress, dessen Schwerpunkt auf Israel gerichtet war.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Ein Buch der Abenteuer


Ein Mensch, welcher wirklich Spiritualität erreichen möchte, wird sich nicht mit einem kleinen Fortschritt beruhigen. Er wird immer fühlen, dass er nichts versteht oder weiß, da er keine Spiritualität fühlen kann. Der Punkt im Herzen drückt sich deutlich durch die Sehnsucht aus, die Höhere Welt spüren zu wollen.

Sie müssen das spirituelle Bild in sich selbst fühlen. Der Sohar ist ein Buch der Abenteuer. Aber es ist nicht ein Buch, das man einfach so liest, oder ein Film, den man sich am Bildschirm ansieht. Sie müssen in den Sohar eindringen. Dies ist nicht so, wie wenn wir in unsere illusorische Welt eindringen, sondern geschieht nur, wenn man alle Einbildungen und Phantasien ablegt. Sie brauchen keine spezielle 3-D Brille, um zu fühlen, dass sie sich in diesem Film befinden (wie zum Beispiel beim Anschauen des Films „Avatar“).

Diese Forderung kommt nur aus dem Punkt im Herzen und kann nur durch die Gruppe vergrößert werden. Nur die Gruppe kann einem Menschen die nötige Kraft verleihen, zusätzlich zum Punkt im Herzen das Ziel zu erreichen. Wenn er sich selbst nicht vor der Gruppe annulliert, um diese Kraft von ihr zu erhalten, wird er nichts erreichen. Dies festigt unsere gegenseitige Bürgschaft, ohne welche keiner von uns ein spirituelles Gefäß (Kli) haben würde.

Unsere gesamte Arbeit ist es, das Verlangen zu entwickeln

In der körperlichen Welt arbeiten wir an Erfüllung, während wir in der spirituellen Welt am Verlangen arbeiten. Das verwirrt uns, da wir das nicht gewohnt sind. Deshalb verlassen wir die spirituelle Arbeit, wenn wir das Verlangen nicht spüren und denken: „Wenn ich es nicht haben möchte, warum soll ich damit weiter machen?“

Wir verstehen nicht, dass alles, was wir erlangen müssen, das Gebet vor dem Gebet ist, das Verlangen dieses Verlangen zu erwerben. Das ist das Allerwichtigste. Wir sollten uns niemals um die Erfüllung sorgen. Die Erfüllungen sind unsere zukünftigen Stufen und diese existieren immer. Sie sind immer da, warten darauf, nach ihnen zu verlangen und bereit zu sein, sie zu erlangen.

Wir enthüllen das Buch Sohar, indem wir verstehen, dass wir nur das Verlangen benötigen. Sobald wir durch unser Studium das Verlangen erwerben, wird es sofort erfüllt.

Ohne irgendein Verlangen an ein Kabbala Buch, an das Studium und an jede spirituelle Arbeit heranzugehen, ist normal. Auf diese Weise beginnt jeder. Das Erwachen, das ein Mensch ganz am Anfang erhält, wurde ihm gegeben, um ihn an den richtigen Platz zu bringen, sodass er die Möglichkeit hat, selbst alles für sich zu klären. Doch dann ist er auf sich allein gestellt und wird nicht länger von Oben erweckt, da unsere gesamte Arbeit nur die Entwicklung des Verlangens (Gefäß – Kli) ist.

Eine Wand ist der einzige Ort, um eine Türe zu finden

Sohar, Kapitel „Komm zum Pharao“, Punkt 41: Dieses monströse Krokodil erscheint in der Quelle (Keter)des Nilflusses und wird immer kräftiger darin. Es schwimmt und gelangt bis zum Meer, Malchut de Azilut, wo es allerlei Arten von Fische verschlingt, welche Stufen innerhalb des Meeres darstellen und ihm untergeordnet sind. Es herrscht über sie und verschlingt sie. Sie werden in seinem Innern vervollständigt und es kehrt zum stillen Nil zurück.

Es ist sehr schwer für uns, sich diese Dinge in uns vorzustellen! Wo ist das Verlangen, das man „Nil“ nennt und wo ist das „Krokodil“ in mir – wo ist all dies? Wir wissen nicht, was wir über diese Eigenschaften denken und welches Bild wir uns vorstellen sollen, wenn wir über die 10 Sefirot, die 10 Flüsse (einer davon ist Keter und alle anderen sind unter ihm) und über alle Arten von Ungeheuern lesen.

Doch es spielt keine Rolle, dass wir darüber nichts Genaues sagen können. Es ist sogar besser, wenn wir uns kein Bild über den Sohar machen können. Es ist besser, als wenn wir uns etwas, das wir kennen, vorstellen würden, worüber wir bereits ein Konzept haben. Wenn wir über Moses, die Bundeslade, den Tempel, Pharao, Schafe, Kühe, usw, lesen, wissen wir nicht, was dies alles wirklich ist und deshalb stellen wir uns dies nur als Eigenschaften vor.

All diese Namen sind nicht von Bedeutung, da dahinter spirituelle Eigenschaften stehen, von welchen wir noch keine Ahnung haben. Wir versuchen, etwas zu lernen, das unmöglich zu begreifen ist.

Deshalb müssen wir verstehen, dass unsere Bemühungen niemals erfolgreich enden werden. Wir sollten uns darüber keine Illusionen machen. Vielmehr wird unser Erfolg kommen, wenn wir einer undurchdringlichen Wand gegenüber stehen und erkennen, dass wir nicht wissen, was die spirituellen Eigenschaften bedeuten, trotz aller Anstrengungen, die wir gemacht haben, um sie zu enthüllen.

Wenn wir das notwendige Maß an Anstrengung vervollständigen (genannt „Se´a„), wird unser Gefäß überfließen und die spirituelle Welt wird sich uns enthüllen, entsprechend dem Gesetz, „Ich habe mich bemüht und habe gefunden“ (Higati ve Matzati).

 

Nur das richtige Gefäß kann wahre Erfüllung empfangen

Wir müssen verstehen, dass der Sohar dazu bestimmt ist, den Punkt in unserem Herzen zu enthüllen und nicht, um unsere zu dieser Welt gehörenden normalen Sinne oder unseren Intellekt zu befriedigen. Du öffnest das Buch und fällst in Verzweiflung, weil du es nicht verstehen oder fühlen kannst. Doch welche Art von Empfindung oder Verständnis erwartest du? Der Sohar wirkt jedoch in einer anderen Weise auf dich und nicht wie du es erwartest.

Du hast ein Fass oder einen Eimer (egoistische Verlangen) vorbereitet und erwartest, dass sie mit etwas, das spirituelle Erfüllung zu sein scheint, erfüllt werden, während du in Wirklichkeit nach egoistischer Erfüllung verlangst. Der Sohar jedoch gibt dir eine andere Art Empfangsgefäß – eines, das gebend, anti-egoistisch ist, sowie auch die dazu gehörende Erfüllung – den Genuss des Gebens.

Das sind üblicherweise die Phasen, durch die jeder Mensch geht, allmählich sein Kli enthüllt, seine Gesinnung und die Erfüllung, die er erwarten sollte. Als Folge davon verschwindet seine ganze Selbsttäuschung und er enthüllt das wahre Kli, das bereit ist für die rechte Art der Erfüllung.