Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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In die Welt der Absichten eintreten

Frage: Warum sagten Sie, dass sich der Raum der Absichten am Anfang wie der Tod anfühlt und dann wie das Leben?

Antwort: Die Schwierigkeit besteht darin, rund um die Uhr mit den Gedanken an den Schöpfer zu leben – das wirkt ermüdend, man erkennt zunächst weder Sinn noch Nutzen.

Dem Menschen fehlt ein innerer Halt: Der Schöpfer ist ihm (noch) nicht offenbart worden. Er spürt nicht, dass die Beziehung zu Ihm das eigentliche Leben ist. Sie erfüllt ihn nicht; er lebt nicht in einer Wirklichkeit, in der er ständig mit dem Schöpfer verbunden ist. 

Die materielle Welt erscheint ihm weiterhin lebendig – voller Menschen, voller Ereignisse. Mit zunehmender Entwicklung erkennt er jedoch: Diese Welt ist leblos wie Stein. Die Menschen darin handeln nicht aus freiem Willen; sie sind nur Wirkungen von Kräften, nicht deren Ursprung.

Tritt der Mensch in die Welt der Absicht ein- denn alle spirituellen Welten, von

Assija, Brija, Jezira und Azilut bis Adam Kadmon und sogar die Unendlichkeit, bestehen aus Absichten –, beginnt er das wahre Leben zu empfinden: ein ewiges, vollkommenes Dasein, das unbegrenzt Entwicklung‑, Erkenntnis‑ und Verwirklichungsmöglichkeiten birgt. Nichts ist ihm von außen auferlegt; alles hängt allein von ihm ab. Das ist das wahre Leben. 

Doch solange er noch außerhalb dieser Welt der Absicht steht, wirkt der ständige Gedanke an den Schöpfer – die Fragen „Wie soll ich an Ihn denken? Was will Er von mir?“ – fast erdrückend, wie ein innerer Tod. Was der Schöpfer von ihm verlangt, fühlt sich leer und schwer an, da er darin noch keine Erfüllung, keine Lebenskraft spürt.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Bürgschaft“

 

Die Welt ist das Resultat unserer falschen Gedanken

Selbst wenn wir die gesamte Energieerzeugung erneuern, Plastik ausrotten, die Waffenproduktion stoppen und alle existierenden Waffen zerstören, wird unsere Welt nicht gesünder, sauberer, sicherer oder besser sein. Wir haben zwar vieles unternommen, aber nichts von alledem hat auch nur ansatzweise die negative Entwicklung der Welt verändert. Wir verursachen noch mehr Umweltverschmutzung, töten mehr Tiere und holzen mehr Wälder für Rinder ab, stellen mehr Waffen her, und die nukleare Bedrohung ist allgegenwärtig.

Wir werden auch keine Probleme lösen können, solange wir sie nicht aus dem richtigen Grund tun: nämlich zum Wohle der Menschheit und nicht für egoistische Profite, um Dominanz und Kontrolle zu erlangen.

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