Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Ganzes'

Die Korrektur beginnt in Babylon

Die Schöpfung als Ganzes nennt sich „Babylon“. Sie wurde aus einem Verlangen erschaffen, das die Entwicklung in vier Phasen des Lichts, das Herabsteigen in den Welten, die Geburt und das Zerbrechen der Struktur von Adam durchlaufen hat. Im Endeffekt haben sich Verlangen zu empfangen und Verlangen zu geben dermaßen miteinander vermischt, dass es in jedem, Teile von allen anderen gibt.Dann ergießt sich das Licht auf diesen zerbrochenen Zustand, und die zerbrochenen Teile beginnen, vom unbelebten zum pflanzlichen, tierischen, und menschlichen Verlangen zu erwachen.

Doch gleichzeitig mit der Weiterentwicklung des Egoismus in den Menschen ist vor 5770 Jahren in einem der Menschen, Adam, das Verlangen zu geben entstanden. Damit hat der Korrekturprozess begonnen. Deshalb beginnt damit die Zeitrechnung.

Auf diese Weise lösen sich 20 Generationen bei der Vorbereitung auf die allgemeine Korrektur ab. Das erste Auftreten des völligen Zerbrechens nennt sich „Babylon“. Angefangen damit, sind bereits mehrere tausend Menschen den Weg von Adam bei der Enthüllung des Schöpfers gegangen, darum hießen sie „Mensch“, anders gesagt „Adams Sohn“ (Ben Adam).

Das Licht ergießt sich weiterhin auf die zerbrochenen Verlangen, und seine Einwirkung ruft in ihnen ebenfalls das Auftreten von zerbrochenen Verlangen zu geben hervor – löst Unruhe aus.

Der Mensch beginnt instinktiv die Suche, weil er sein Verlangen erfüllen will, er will den wahren Zustand enthüllen, den Grund für den Bruch zwischen den Eigenschaften des Empfangens und des Gebens finden. Genau das führt ihn zur Enthüllung des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 28.09.2010

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Nur der Schöpfer gibt die Seele

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll ich mich zu meiner Frau verhalten, um zwischen uns den Schöpfer empfinden zu können? 

Meine Antwort: Bemüht euch, dass alle eure Beziehungen nur auf die Enthüllung des Schöpfers zwischen euch gerichtet sind. Es garantiert den absoluten Frieden zu hause, und nützt jedem, sogar aus den rein egoistischen Interessen. 

Dies ist ein sehr wirksames Mittel, das den Menschen während des ganzen Lebens hilfsreich ausrichtet. Denn die Gruppe und die Freunden sind für ihn eher künstlich geschaffen, die ganze Menschheit – empfindet er noch entfernter, und das Universum – ist überhaupt fern von ihm. Seine Frau steht ihm am nächsten, wie es gesagt ist: „Die Frau des Menschen – ist wie sein Körper“. 

Und andererseits öffnest du plötzlich, dass du einen Partner hast! Dank dem Schöpfer empfindest du, dass es auf jede deine Bewegung – ihre Bewegung gibt. 

Unabhängig von der Handlung: sei sie im Verstand, im Herzen oder physisch – geschieht eine synchrone Bewegung, als ob der Schöpfer zwei abgesonderte Hälften, in allen ihren Details und Formen zusammenklebt. 

Wir müssen nur versuchen, zwischen uns den Schöpfer – die Kraft zu öffnen, die uns verbindet, und die wir als Folgerung des Zusammenlebens begreifen wollen. Und andernfalls wird dieses Leben zur tierischen Existenz. 

Wir wollen also zwischen uns die Kraft der Vereinigung – eine dritte Komponente offenbaren, die uns zu einem Ganzen ergänzen wird! 

Wenn Er uns verbinden wird, dann werden wir Ihn einschließen, und werden ein Ganzes sein, gerade deshalb, weil Er sich in unserem Inneren befindet und uns ausfüllt. 

Es heißt eben: „Der Mann und die Frau – und der Schöpfer zwischen ihnen“ – Er ist in allem anwesend, was zwischen uns existiert. Und es gibt nichts anderes – nur den Wunsch jeden Einzelnen, der auf den Anderen (auf den Partner) gerichtet ist. Es gleicht sich der Beziehung von Seir Anpin und Malchut: er ist komplett auf sie, und sie – auf ihn gerichtet. 

Der Schöpfer hat alle einzelnen Sfirot Malchut abgetrennt und hat daraus Chawa geschaffen – deshalb existiert auf der ganzen Höhe des geistigen Parzufs eine genaue Übereinstimmung zwischen S“A und Malchut, auf dem gleichen Niveau in der ewigen, konstanten Verschmelzung. 

Es gibt in einem keine solchen Eigenschaften, die es in anderem nicht gäbe. Man kann sie nur mithilfe des Lichtes AB-Sag miteinander verbinden, das den Einen auf das größere Geben und den Anderen auf das größere Erhalten ausrichtet.

Um sich zu verbinden, steigen die beiden in Bina hinauf, welche als Elokim, der Schöpfer bezeichnet wird, und Er gibt ihnen die Kraft für die Vereinigung und füllt sie dann aus.

Folglich füllen sie nicht einander aus, sondern ihre gemeinsamen Wünsche – und daraus wird „das Kind“ geboren, als die Folgerung der Vereinigung, als folgender geistige Parzuf, der neue Zustand.

Darüber ist es gesagt: „Der Vater (Aba) gibt das Weiße, die Mutter (Ima) gibt das Rote, und der Schöpfer – gibt die Seele“. Er befindet sich zwischen ihnen und füllt sie aus, gibt der Seele eine neue Stufe. 

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 28.09.2010 

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Die höhere Logik des Schöpfungsprogramms

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist die Erreichung des Schöpfungsziels ein so schwieriger und mehrstufiger Prozess, der den Ab- und Aufstieg sowie das Zerbrechen  einschließt?

Meine Antwort: Weil er ursprünglich aus zwei entgegengesetzten Komponenten besteht, dem Licht und dem Verlangen, die eine Verbindung  miteinander auf der Grundlage ihrer entgegengesetzten Natur aufbauen.

Der Entwicklungsprozess geht aus zwei Bedingungen hervor und bedingt ein Entwicklungsgesetz: zwei ursprüngliche Gegensätze müssen am Ende zur vollkommenen Gleichheit gelangen.

Aus diesen Anfangs- und Endbedingungen geht unweigerlich der ganze Prozess hervor. Wir können nichts daran ändern bzw. nach einer anderen Logik handeln.

Es gibt harte Bedingungen: die Anfangs- und die Endbedingung.

1. Bedingung: Unendlich große Entfernung zwischen ihnen.

2. Bedingung: Ihre vollkommene Vereinigung – bis zum Schluss.

Bis dahin ist der eine gänzlich gebend und der andere gänzlich empfangend. Einerseits existiert zwischen ihnen ein endlos tiefer Abgrund, andererseits gibt es aber einen Endpunkt, an dem sie zu einem Ganzen verschmelzen.

Versuche nun, eine Formel zu schreiben, nach der man von der ersten Bedingung, der völligen Gegensätzlichkeit, zur zweiten Bedingung, der völligen Gleichheit, gelangen kann.

In der Welt der Unendlichkeit existiert bereits sowohl die Trennung dieser zwei Komponenten als auch ihre Verbindung. Obwohl es dort sowohl das Licht als auch das Verlangen gibt, sind sie miteinander verschmolzen und ergänzen einander. Diese Verschmelzung hält durch die Kraft des höheren Lichts.

Das heißt, die Endbedingung wird zuerst durch die Kraft des Lichtes, des Schöpfers, gewährleistet. Das erlaubt uns, die Formel zu enthüllen, wie dieser Übergang von einem Zustand in den anderen vollzogen werden soll.

Die potenziellen Bedingungen sind jetzt geschaffen, nun soll mit der Umsetzung begonnen werden. Die gesamte Realität enthüllt sich jetzt schrittweise Bild für Bild vor unseren Augen – vor den Augen jener Geschöpfe, die sich in der Welt der Unendlichkeit befinden. Wir verlassen sie nie.

In diesem einzigen vom Schöpfer erschaffenen Ort (Verlangen) existieren das Licht, das Verlangen und die Bedingung für deren Verschmelzung, und das alles wird gerade umgesetzt.

Aus diesem Grund werden wir selbst als Handlungen des Schöpfers, als Ergebnisse Seiner Arbeit, bezeichnet: Schöpfung, Geschöpfe.

Es ist unmöglich, hier irgendetwas zu ändern. Die Bedingungen selbst, die Anfangs- sowie die Endbedingung, bestimmen bereits alles, was geschehen wird, einschließlich des Zerbrechens.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 18.08.2010

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Das holographische Bild der Seele

Der Schöpfer fordert von unseren Seelen die Vereinigung. Unsere Unkorrigiertheit kommt davon, dass wir uns seelisch voneinander entfernt haben und uns als Fremde wahrnehmen.

Unsere Korrektur besteht also darin, sich als Teile eines Körpers zu fühlen. Und sogar viel mehr als einfach nur Körperteile, die aufeinander abgestimmt sind – das alleine genügt eben nicht.

Es soll meine Verbindung zu jedem aufgebaut werden, und jeder soll sich mit allen anderen verbinden -bis die Unendlichkeit erreicht wird! Dies gleicht einem holographischen Bild, worin jeder Teil auch alle Übrigen einschließt.

Wir sind noch nicht in der Lage, uns dieses Bild sinnlich vorzustellen, weil wir diesem Bild vollkommen entgegengesetzt sind.

Der Zerbruch der Seelen geschah mit dem Ziel, dass wir uns abgesondert voneinander empfinden und einander nicht verstehen, denn wie kann man sich mit anderen verbinden, wenn es das eigene „Ich“ nicht gibt – es vereinigt sich mit allen und bildet das einheitliche Ganze.

Wenn sich also unsere Punkte im Herzen verbinden, dann geht diese illusorische Realität der physischen Körper verloren – und es bleiben nur unsere Wünsche.

Und je mehr sich jeder von uns bemüht, sich unsere Vereinigung vorzustellen, desto eher wird er sich dem wahrhaften Blick an die echte und einzig existierende Realität nähern.

Wir müssen uns nur ihr annähern und sie enthüllen. Und somit werden wir von diesen materiellen Illusionen geheilt, die uns heute umgeben.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 30.05.2010

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Das ewige Bündnis des Ganzen und Seiner Teile

Der Sohar, Abschnitt Wajikra, Punkt 20:… Und ein Gesandter wurde von außen an der Türe eingesetzt, und sein Name ist Gabriel. Mit ihm sind zwölf Gesandte, die ihn umgeben – drei auf jeder Seite, von vier Seiten.Der untere gemeinsame Kriegswagen (Merkawa), ist zwölf: Michael – Gabriel – Uriel -Rafael, wobei jeder aus drei Linien besteht, ChaGaT, also insgesamt – zwölf.

Folglich beinhaltet jeder von ihnen auch zwölf…

Jedes spirituelle Geschöpf besteht aus zwölf Teilen. Ein beliebiges, das kleinste Element und die gesamte geistige Realität weisen eine und dieselbe Struktur auf, sowie gleiche Eigenschaften.

Wenn man einen winzigen Teil abtrennt, dann wird er alle Eigenschaften des Ganzen beinhalten.

Deshalb gibt es in der Spiritualität keinen Unterschied zwischen dem Ganzen und seinem Teil, nicht wie in unserer Welt, wo sich die einzelnen Teile zusammenaddieren, um ein Ganzes zu bilden.

In der Höheren Welt zählt also die Qualität und nicht die Quantität, und das Ganze entsteht nicht aus der Summe einzelner Teile – jeder Teil repräsentiert das Ganze, das im qualitativ neuem Maß enthüllt wird.

Die geistige Realität wird nur in der Wahrnehmung des Menschen, innerhalb seines Wunsches enthüllt, das heißt wir begreifen die Formen des eigenen Wunsches, die als „Seele“ und „Licht“ bezeichnet werden, folglich gelten sie innerhalb des Wunsches und geben ihm solche Formen.

Daraus folgt, dass die gesamte Realität eine Seele (Adam Rishon) ist. Alle Welten, alle spirituellen Objekte (Parzufim), die Engel, die Formen – stellen vier Stufen eines Wunsches dar (unbelebt, pflanzlich, tierisch, menschlich).

Die gesamte Schöpfung weist eine und dieselbe Struktur auf, und außer ihr gibt es nur Azmuto – das Wesen des Schöpfers, das für uns unbegreiflich ist.

Man kann nur erraten, dass es die Wurzel für alles ist, was wir offenbaren werden, aber wir können sie nicht begreifen.

Aus dem Abendunterricht zum Buch Sohar, 13.05.2010

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Die Vereinigung der Verlangen bestimmt alles

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, dass wir alle den Wunsch haben müssen, den Sohar zusammen zu studieren? Wie sollen wir das machen oder fühlen?

Meine Antwort: Korrektur bedeutet, dass alle Verlangen zusammen vereint sind. Wenn unsere Verlangen voneinander getrennt sind, fühlen wir diese Realität oder diese Welt in ihnen. Wenn wir unsere Verlangen zusammen verbinden, dann fühlen wir in ihnen eine Realität, die „spirituelle Welt“ genannt wird. Alles ist sehr einfach und zeit- und raumlos. Alles hängt von der Einheit der Verlangen in einem einheitlichen Ganzen oder ihrer Trennung voneinander ab.

Im Moment fühlen wir diese Realität, weil unsere Verlangen unverbunden sind und jeder für sich steht. In deinem kleinen, eigenen Verlangen, welches nur deinem Vorteil gilt, bist du fähig zu fühlen, was in ihm ist. Du fühlst Licht, aber wenn das Licht in diesem Verlangen auftritt, erscheint es dir als das, was du jetzt siehst. Möchtest du etwas anderes sehen? Du wirst nicht fähig sein, etwas mit diesen weltlichen Verlangen zu tun bis zum Ende der Korrektur.

Wenn dieses weltliche Verlangen enthüllt wird und in uns wächst, fühlen wir, dass wir leben. Danach verschwindet es und wir fühlen, dass wir sterben. Dann wird es wieder zum Leben erwachen und stirbt, als ob es wiederbelebt wurde, um genutzt zu werden und wieder in der Verhüllung zu verschwinden. Daneben jedoch gibt es ein anderes Verlangen, das „Punkt im Herzen“ genannt wird, welches von einer anderen, spirituellen Ebene kommt. Dies ist ein Verlangen, mit dem wir uns mit den anderen verbinden können. Wir können nicht die Verlangen dieser Welt verbinden, welche Verlangen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebenen sind. Sie existieren in ihrer normalen Form, wo jeder Mensch mit den anderen verbunden ist, in dem Maß wie die Natur ihn verpflichtet, und nicht mehr als das.

Wir können jedoch unsere Verlangen, genannt „die Punkte im Herzen“, verbinden, und dann fühlen wir die spirituelle Welt in ihnen. Deshalb muss ich mir dieses gemeinsame Verlangen (Kli oder Gefäß) vorstellen. Es ist sehr konkret und liegt wirklich in unseren Händen. Wenn wir unsere Verlangen nach Spiritualität, unsere Punkte im Herzen, verbinden können, durch gegenseitige Hilfe und gegenseitige Verbindung, dann werden wir die spirituelle Welt fühlen. Die Empfindung in ihnen muss jedoch gegenseitig sein. Es kann nicht in jedem einzelnen Individuum passieren, weil es durch die Einheit der Verlangen offenbart wird.

Was wird enthüllt? Es ist die Verbindung unter den Verlangen. Diese Verbindung wird Erfüllung genannt – der Schöpfer, oder das Licht, welches das Verlangen erfüllt. Wir enthüllen das Licht nicht selbst. Wir enthüllen nur unseren Eindruck des Lichts, die Qualität des Gebens, die sich in uns einkleidet. Sie kleidet sich präzise in unseren Beziehungen der Liebe und des Gebens untereinander ein.

Es gibt eine Kraft, die uns befähigt, uns gemeinsam zu verbinden und uns gegenseitig zu geben. Mein Geben an eine andere Person wird „Licht“ genannt, und das gegenseitige Geben, das ich unter allen anderen enthülle, nennt man „den Schöpfer“. Dies ist die Bedeutung des Verses „Von der Liebe für die geschaffenen Geschöpfe zur Liebe für den Schöpfer“.

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Wie man lernt, Vollkommenheit zu bilden


Nur indem wir korrigieren, was noch nicht korrigiert ist, lernen wir den Schöpfer zu verstehen und werden Ihm gleich. In unserer Welt lernt ein Kind, indem es mit Klötzen Häuser baut oder ein Puzzle zusammenstellt. Alles wird aus zerbrochenen Einzelteilen zu einem Ganzen zusammengebaut. Am Anfang muss ein Kind ein Spielzeug auseinander nehmen und sehen, was darin ist, dann baut es die Teile zusammen, um seine perfekte Form wieder herzustellen; so entwickelt es sich.

In der Spiritualität kommen wir auf dieselbe Weise voran. Wir müssen wissen, was unsere Mängel und Missetaten sind, wo das Zerbrechen stattfand und wie wir es in Ordnung bringen – indem wir die nicht verbundenen Teile jedes Mal mehr und mehr verbinden und die zerbrochenen Teile wieder zusammen bringen. Wahrnehmung und Kenntnisse kommen vom Schöpfer zur Schöpfung, vom Ganzen und Vollkommenen zum Unvollkommenen. Je größer die Distanz zwischen Vollkommenheit und Unvollkommenheit, desto mehr Verbindungen untereinander wird es geben und desto wichtiger wird die resultierende Weisheit sein. Weisheit entsteht aus deren Verbindung unter der Bedingung, dass es zwischen ihnen Ungleichheit der Form und Trennung gibt. Je zerbrochener, abgetrennter, verwirrter, getäuschter und entgegengesetzter ich daher gegenüber der Vollkommenheit bin, desto besser.

Wenn ich fähig bin, alle möglichen Versuche zu unternehmen, um sämtliche Ressourcen, die mir zur Verfügung stehen, zu gebrauchen, dann sollte ich damit beginnen, Vollkommenheit aus Unvollkommenheit zu bilden, um „Dunkelheit wie Licht scheinen zu lassen“, und alle Teile in Harmonie und Balance innerhalb einer einzigen Quelle zu bringen. Das heißt, dass ich verstehen werde, wer der Schöpfer ist – der Eine, der diese zerbrochene Schöpfung erschuf. Das Wort „Schöpfung“ (Beria) bedeutet „jenseits Seiner Grenzen“. Am Anfang machte der Schöpfer das Böse, eine Eigenschaft, die das Gegenteil von Ihm ist, und gab uns die Möglichkeit, Ihn nur durch den Aufbau der richtigen Verbindungen und den Prozess der Korrektur kennen zu lernen. Deshalb sollten wir uns nicht über unsere Nöte beschweren; sie kommen zu uns, damit wir sie korrigieren und dadurch Vollkommenheit aufbauen.

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Es gibt keine Vollkommenheit in der Welt

Wir denken, dass der Zerbruch in der Vergangenheit stattgefunden hat. Doch dort gab es keinen Zerbruch. Wir müssen enthüllen, dass wir uns genau jetzt in einem zerbrochenen Zustand befinden.

Unser Verlangen erscheint uns momentan wie ein Ganzes. Unser Leben sieht für uns nicht zerbrochen aus, sondern perfekt. Wir möchten voranschreiten, indem wir immer dem gleichen Pfad des Lebens folgen. Wir denken, dass wir immer auf die gleiche Weise fortschreiten können und dadurch Erfolg haben und zu neuen Offenbarungen gelangen.

In Wahrheit müssen wir, wenn wir weiterkommen wollen, Anstrengungen machen, um zu enthüllen, dass wir nicht in einem vollkommenen Zustand sind, sondern in einem zerbrochenen. Wir erkennen unseren momentanen Zustand nicht auf korrekte Weise, so wie der Pharao in Ägypten sich selbst als höchsten Herrn sieht und verkündet: „Wer ist der Schöpfer für mich, dass ich auf seine Stimme hören sollte?“ Aber dieser falsche Stolz hält nur so lange an, bis er entdeckt, dass er in Teile zerbrochen ist.

Er sieht, dass die „Nation Israel“, sein inneres „Israel“, ihn irgendwohin bringen möchte. Er erkennt, dass er keine Macht mehr über sie hat und verspürt die zehn Plagen, die auf ihn niederkommen.

Das Gleiche geschieht mit uns, bis wir unser Ego enthüllen. Wir erhalten anfangs nicht das Gefühl eines fehlerhaften Zustandes. Deshalb leben wir momentan darin, da es sich für uns nicht als zerbrochen darstellt.

Sobald wir beginnen, diesen Zerbruch festzustellen, erhalten wir sogar noch mehr Egoismus. Dies wird uns auf diese Weise enthüllt, um Spiritualität in ihrer wahren Form erkennen zu können, anstatt den fehlerhaften Zustand.

Unsere Aufgabe ist es, den Zerbruch zu offenbaren. Wir müssen feststellen, dass wir im Vergleich zur Vollkommenheit zerbrochen sind.

Das Studium des Sohar steht über allem anderen

Sei nicht von der Tatsache überrascht, das sogar ein einzelner Mensch durch ihre oder seine Taten eine Erhebung oder einen Niedergang der Welt hervorrufen kann. Dies ist ein unveränderliches Gesetz. Die gesamte Welt und ihre Teile sind so identisch, wie zwei Tropfen Wasser. Alles was auf der ganzen Welt geschieht, geschieht ebenfalls in allen ihren Teilen. Darüber hinaus geschieht alles, was in ihren Teilen geschieht, auch im Ganzen, weil das Ganze nur durch die Manifestation seiner individuellen Teile enthüllt wird, gemäß ihrem Maß und ihrer Eigenschaft.

Auf diese Weise können wir verstehen, was im Sohar geschrieben steht, dass wir durch das Studium dieses Buches und der Praktizierung dieser Weisheit unserem Zustand des Exils ein Ende machen können und die vollständige Erlösung erlangen. – Rav Yehuda Ashlag (Baal HaSulam), „Einführung in das Buch Sohar“, Punkt 68

Das Studium des Sohar steht über allem anderen, denn die Tora hat vier Ebenen des Verständnisses von Pardes (direkt, andeutend, gleichnishaft und geheim). Jene die einen einfachen Kommentar studieren, können sich nicht einmal vorstellen, dass es eine geheime Bedeutung gibt. Doch jene, die den Sohar studieren wissen, dass es ein Geheimnis darin gibt und das hilft der Korrektur seiner Seele wirklich. – Rav Chaim Ben Yitzchok (Chaim Volozhin), Nefesh Chaim, Kapitel 7

Es gibt keine andere Methode, um die äußere Erscheinung von der Tora wegzunehmen und sie zu enthüllen, als durch die Werke von Rashbi (Autor des Sohar). – Rav Moshe Cordovero (Ramak), Da et Elokey Avicha, Punkt 16

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Erhöhe deine spirituelle Frequenz

Eine Frage, die ich erhielt: Am Anfang des Unterrichtes nahm ich ein Blatt Papier und fing an, alle meine Gedanken aufzuschreiben, die während des Unterrichtes umherschweiften. Nachdem ich das fünfzehn Mal getan hatte, gab ich völlig auf und beachtete sie nicht mehr.

Meine Antwort: Warum hast du aufgehört? Ganz im Gegenteil wäre es viel besser gewesen, wenn dir diese „Ein- und Ausgänge“ tausend Mal pro Sekunde geschehen wären. Es steht geschrieben „die Tora wird von Zion ausgehen“, wobei das Wort „Zion“ (Tzion in Hebräisch) vom Wort „Augang“ (Yetzia) stammt.

Je öfter sich deine Gedanken vom Unterricht abtrennen und wieder dorthin zurückkehren, umso mehr wirst du vorankommen. Es ist wie in der Technik: je mehr wir uns entwickeln, umso höher sind die Frequenzen, die wir gebrauchen.

Diese Frequenz zeigt die Quantität der inneren Wahrnehmungen an, die du innerhalb einer Sekunde bekommst. Du kannst sie entwickeln und sie leben, damit du weitere Informationen, Empfindungen und eine neue spirituelle Ebene erlangst. Auf diese Weise wird Quantität in Qualität umgewandelt.

Deshalb sei nicht traurig über die vielen Ein- und Ausgänge, die du während des Unterrichtes erlebst. Im Gegenteil, je mehr, umso besser!

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