Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Führung'

Der Gegensatz von Religion und Kabbala: Handlungen versus Absichten


Eine Frage, die ich erhielt: Gemäß Rabash sind diejenigen, die von der Äußerlichkeit zur Innerlichkeit wechseln können, das auserwählte Volk, und unser Herz wird sich mit Hilfe unserer Handlungen verändern. Gleichzeitig erinnern Sie uns ständig, dass die äußeren Handlungen nichts weiter als äußere Zeichen sind, und in keiner Verbindung zur Korrektur der Seele stehen.

Meine Antwort: Wenn Rabash von „äußerer Einhaltung“ spricht, meint er nicht die physische Einhaltung, sondern die Absicht „für sich selbst“. Und die „innere Einhaltung“ zeigt die Absicht „für den Schöpfer“.

Von den physischen Handlungen sagt der Schöpfer: „Es ist mir egal, wie ein Vieh geschlachtet wird; die Gebote wurden zur Korrektur des Menschen gegeben.“ Mit anderen Worten: Die gesamte Verbindung zwischen den Handlungen und den Geboten liegt in unseren Absichten und nicht in den Handlungen selbst. Würde ein Mensch über die Erfolglosigkeit seiner Handlungen Bescheid wissen, wäre er der Kabbala äußerst dankbar dafür, dass sie ihm im Leben die richtige Führung gibt!

Den ganzen Gegensatz zwischen Religion und Kabbala kann man auf die Bewertung der Wichtigkeit von Handlungen und Absichten reduzieren: Was ist wichtig, die Handlungen oder die Absichten? In Wirklichkeit bestreitet die Kabbala die Wichtigkeit der Handlungen (Traditionen) in der Formung und Regelung sozialer Grenzen nicht. Doch die Religion muss ebenfalls akzeptieren, was geschrieben steht – dass die Handlungen ohne die Absichten tot sind und einen Menschen nicht korrigieren können. Die Absichten können nur durch das korrekte Studium der Kabbala geändert werden.

Man muss mit dem Eingeständnis beginnen, dass man nicht perfekt ist – das ist der Stein des Anstoßes! Denn das Hauptziel der Religion liegt darin, dem Menschen ein Gefühl von Stolz und Vollkommenheit für die Einhaltung der Vorschriften zu verleihen. Er denkt, er diene dem Schöpfer und der ganzen Welt, wenn er dies tut, und jeder stehe in seiner Schuld.

Die Kabbala zeigt einem Menschen andererseits nur, wie falsch und unvollkommen er wirklich ist. Er sieht dies im Lichte des Schöpfers, das während des Studiums auf ihn herabsteigt. Dann ist ein Mensch unglücklich über die Ergebnisse seines Studiums. Wenn er jedoch über diese Empfindung hinauswachsen und die Wahrheit über diese Qual hervorheben kann, wird er vorankommen. Und wenn er dazu nicht in der Lage ist, kommt er vom Weg ab.

Punkt 66 von der „Einführung zum Buch Sohar“ erörtert die Notwendigkeit, die Wichtigkeit der Absicht über die physische Einhaltung zu stellen. Der ganze Widerspruch zwischen der Religion und der Kabbala liegt in ihrem Anspruch hinsichtlich dessen was wichtiger ist.

Blog-post: Der Schöpfer hat weder Arme noch Beine
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel
 
Kabbala Akademie

Alle vollständig korrigiert sehen

Frage: Ein Freund unternimmt große Anstrengungen, um zum Kongress zu kommen, er beteiligt sich auch an Diensten und stellt dann fest, dass er im Freund nicht dessen Anstrengungen und Fürsorge für das gemeinsame Ziel erkennen kann. In solchen Momenten kann er diesen nicht rechtfertigen. Was kann man hier tun?

Antwort: Wenn jemand den anderen nicht rechtfertigen kann, dann ist das sein eigenes Problem. Wir sollten jeden Freund als vollkommen betrachten, als jemanden, der absolut alles tut und mit all seiner Kraft auf das spirituelle Ziel hinarbeitet. Wenn wir ihn nicht so sehen, sondern schlechter, zeigt das, dass wir uns selbst korrigieren und auf die Ebene gelangen müssen, auf der wir alle Freunde als vollkommene Gerechte sehen, und uns selbst ebenfalls als ein Teil davon.

Frage: Wie kann ich helfen, was kann ich tun, um den Freund zu unterstützen, damit er die Freunde rechtfertigen kann?

Antwort: Wie man helfen kann? Ich weiß es nicht. Ich sehe vielleicht einige Fehler bei den anderen, aber sie zeigen mir, was ich bei mir selbst korrigieren muss. Dann bin ich dem Schöpfer und dem Freund dankbar, dass sie mir meine Fehler aufzeigen.

Generell sollte mir die Welt vollkommen erscheinen. Ich sollte die Gegenwart des Schöpfers, seine Führung und Lenkung in allem wahrnehmen. Wenn ich das nicht sehen kann, dann bedeutet das, dass ich mich weiter korrigieren muss, und zwar solange, bis ich alles um mich herum in Seiner Vollkommenheit erkenne.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Den Kongress im Aufstieg fortsetzen“, 15.09.2024

Eine Frau des 21. Jahrhunderts, Teil 2

Was ist der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Führungsstilen und wie können wir beide miteinander verbinden?

Wenn eine Führungspersönlichkeit, egal ob Mann oder Frau, nicht über den Zweck und das Programm der Schöpfung Bescheid weiß und nicht weiß, wie sie führen muss, um das zu erreichen, was die Natur von uns verlangt, dann wird nichts Gutes dabei herauskommen. Zuallererst ist eine ganzheitliche Bildung notwendig, und als Folge davon werden Frauen mehr wichtige Positionen in der Gesellschaft einnehmen.

Das ist der Ruf der Zeit. Bis zum Beginn der letzten Periode, als die Menschheit noch nicht in das Stadium der endgültigen Korrektur durch Verbindung, Studium der Wissenschaft der Kabbala und Organisation in Zehnergruppen eingetreten war, wurde die Gesellschaft von Männern beherrscht. Aber sobald wir beginnen, die Methodik der integralen Erziehung zu verbreiten und in Zehnergruppen zu arbeiten, um die gemeinsame große Seele von Adam HaRishon wiederherzustellen, werden die Frauen hervortreten.

Männer werden mehr in die Organisation der Zehner und die internen Strukturen der Gesellschaft involviert sein, und Frauen werden mehr äußere Führung übernehmen. Deshalb wiederhole ich immer wieder, dass die Verbreitung hauptsächlich Frauenarbeit ist.

Dieselbe Frau, die immer im Schatten geblieben ist, muss jetzt plötzlich in den Vordergrund treten und sich am Wiederaufbau der Gesellschaft beteiligen. Und es ist interessant, dass die Männer dem zustimmen. Die Natur lässt eine Frau vorgehen, und niemand protestiert. Das ist ein Wunder, das es in der Geschichte noch nie gegeben hat. Und dieser Prozess hat sich in den letzten hundert Jahren vollzogen.

Die Frau hatte schon immer eine Vorliebe für Führung, aber früher war das nur im kleinen Rahmen und ging nicht über das Haus hinaus. Ein Mann ist nicht in der Lage, das Haus zu führen; er weiß nie, wo alles ist. Seine Denkweise ist für eine solche Arbeit nicht geeignet, und die Frau war immer für das Haus zuständig.

Aber im Laufe der Zeit hat es eine Veränderung gegeben. Und das ist eine Folge der inneren Organisation der Seele, die sich allmählich der Korrektur nähert. Infolgedessen gelangte das Licht von oben durch die Sefirot Keter, Chochma usw. nach Malchut und begann mehr und mehr die Frau zu erreichen. Deshalb haben die Frauen das Gefühl, dass sie die Veränderungen in der Welt besser verstehen und bereit sind, ihre Meinung zu wichtigen Themen zu äußern.

Das beschränkt sich nicht mehr darauf, zu wissen, wo Salz und Pfeffer in der Küche stehen. Eine Frau ist bereit, Männern – ihrem Ehemann, der Regierung und dem Parlament – Ratschläge zu erteilen und eine Lösung anzubieten. Es geht nicht mehr darum, wie man eine Suppe kocht, sondern wie man Politik macht. Und das alles, weil die Zeit gekommen ist, in der sich das Höhere Licht Malchut genähert und ihr die Erleuchtung geschenkt hat.

Deshalb ist die Frau imstande, daran zu arbeiten. Sie ist in der Lage, die Ordnung in der Welt besser wiederherzustellen als ein Mann, weil sie der letzten Sefira angehört, und indem sie das reflektierte Licht erhebt, verbindet sie alle vor ihr befindlichen Sefirot. Daher ist sie fähig, sie alle zu verwalten.

Der Mann bleibt bei seiner spezifischen Rolle, und die Frau erhält die Macht, alles zu kontrollieren, wie sie es mit Kindern im Kindergarten tut. Sie kümmert sich um alle Angelegenheiten.

Nicht jeder kann wie Margaret Thatcher oder Golda Meir sein, aber dennoch hat jede Frau besondere Fähigkeiten im Management. Ich denke, dass es in unserer Zeit notwendig ist, Männer durch Frauen in den Parlamenten zu ersetzen. Wir wissen, dass überall dort, wo eine Frau arbeitet, Ordnung herrschen wird. Die Welt braucht nicht die explosive Kraft eines Mannes, sondern die gemäßigte, ausgewogene Führung einer Frau, frei von allen kleinlichen Berechnungen, die manchmal für Frauen charakteristisch sind.

Eine Frau, die alles gut und richtig abwägen kann und ihr Land als ihre Heimat empfindet, die ihr wichtig und lieb ist, ist in der Lage, alle widersprüchlichen Strömungen und Parteien miteinander zu versöhnen und alles ins Gleichgewicht zu bringen. Nur eine Frau kann das tun.
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Aus dem Programm „Frauen in der Neuen Welt“

Reitest du auf dem „Esel“ oder der „Esel“ auf dir?

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Der Artikel „Der Eselsantreiber“, P. 85: … Rabbi Elasar und Rabbi Aba stiegen runter von ihren Eseln und küssten den Eselsantreiber.

Sie sagten: „Wie groß ist deine Weisheit, welcher du bemächtigst bist, und du treibst unsere Esel voran. Wer bist du?“

Antwortete er ihnen: „Fragt mich nicht, wer ich bin, sondern machen wir uns auf den Weg, um Tora zu erlernen. Und jeder spricht die Weisheit aus, damit dieser Weg uns erleuchtet wird“.

Frage: „Der Eselsantreiber“, der uns hinten vorantreibt, ist eine verpflichtende Stufe auf unserem Weg, oder kann er auch vorne gehen?

Meine Antwort: Es verändert sich in Abhängigkeit des Verhältnisses des Menschen darauf. Zuerst schreitet er voran, und sein „Esel“ hinterher. Danach fängt er an zu verstehen, dass er dank seines Esels voranschreitet, und nicht von alleine. Und der gesamte Weg besteht darin, um den „Esel“ von Einer zu der anderen Stufe zu bewegen, mit der Hilfe eines Punktes des Menschen in ihm. Dann beginnt „der Esel“ an Bedeutung zu gewinnen.

Der Mensch kann mit Leichtigkeit diesen Weg beschreiten, denn „der Mensch“ ist ein Punkt der Bina, der Punkt im Herzen. Wenn der Punkt sich nicht im Ego befindet, hat sie kein Problem aufzusteigen, denn die Bina ist extra runter gestiegen, um das gesamte Ego, „den Esel“, Malchut, das Verlangen zu geniessen auf sich zu nehmen und nach Oben zu erheben.

Deswegen sind nicht diese zwei Weisen so wichtig, die auf dem Weg laufen, über die der Sohar erzählt, sondern „der Esel“ mit seiner Last. Und genauso der „Eselsantreiber“.

Und diese zwei Weise, sind nur ein Punkt, der das Ziel zu erreichen versucht. Natürlich ist es wichtig und hier liegt die freie Wahl des Menschen, der Anfang der Arbeit. Doch die Realisation dieser Arbeit beginnt nur mit dem „Eselsantreiber“.

Wenn sie mit der Hilfe der Tora (dem zur Quelle führenden Lichtes) keine Verbindung zu der höheren Kraft aufbauen, die gekommen ist um das Ego zu erheben, werden sie sich nicht korrigieren können und sich nicht erheben können. D.h. Sie erlernen die Tora auf dem gleichen „Esel“ und seiner ganzen Last und mit der Hilfe des „Eselsantreibers“

Es stelt sich heraus, dass der „Eselsantreiber“ sie anlernt, wie und wohin, auf welche Weise sie voranschreiten sollen. Er wird zum Lehrer dieser Weisen und nicht „des Esels“. Und deswegen können sie sich erheben.

Hier gelingt die gegenseitige Eindringlichkeit der Bina und Malchut. Zuerst denke ich, dass das Wichtigste die zwei Weisen sind (ein Mensch in mir, der sich erheben soll). Danach stelle ich fest, dass ich den Menschen nur dazu brauche, um den „Esel“ von dem Fuß des Berges zu dem Gemach des Schöpfers zu führen. Später stelle ich fest, dass der „Eselsantreiber“ das Wichtigste für die Führung meines Esels ist. Und danach verstehe ich, dass ich ihn brauche, damit er mich anlernt.

So wechseln sich ihre Rollen und die Bedeutung jeden von ihnen. Doch am Ende werden alle vereint: Du bist auf dem „Esel“, der „Esel „ist auf dir und alles ordnet sich.

Auszug aus einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 10.01.2011

Der Mensch muss den Weg vor ihm durchschauen können!

Von jetzt ab ist es nicht mehr möglich, auf die alte Art vorzugehen: mit geschlossenen Augen in die Ungewissheit, ohne das Begreifen, Verstehen und exaktes Wissen – wie die Tiere, welche in Panik durch die Flucht in eine unbekannte Richtung ihr Leben retten, das ihnen besser scheint.

So war die Form unserer Entwicklung im Laufe der ganzer Geschichte; heute aber sollen wir anfangen, so vorzugehen,wie es der menschlichen Stufe entspricht“. Der Mensch ist derjenige, der die „Augen“ besitzt und den Weg vor ihm erkennen kann, der weiß, wohin es weitergeht. Seinen kommenden Zustand kann er in seiner „Potenziellen Form“ erkennen, welchen er danach in der Praxis verwirklicht.

Die Formen, zu welchen wir jetzt übergehen müssen, sind die Formen der Angleichung an den Schöpfer. Deswegen müssen wir dies zuallererst in der Verbindung zwischen uns realisieren, und Dank dieser Handlung werden wir die neuen Eigenschaften erlangen.

Und dann schaffen wir es gemeinsam, in der Realität einen neuen Zustand zu verwirklichen – eine stärkere und engere Verbindung zu einander, welche auf dem „Geben“ gegründet wird; darin wird der Schöpfer offenbart – unser nächster Zustand.

So werden wir Stufe für Stufe vorgehen, insgesamt alle 125 Stufen.) Das wird der Ausgang aus dem Exil hin zu der vollkommenen Befreiung sein. Beginnend vom heutigen Tag und weiter muss unser Aufstieg überschaubar und bewusst sein, ohne die Fehler der Vergangenheit, welche wir permanent und systematisch gemacht haben, immer und immer wieder in allen Etappen der Entwicklung der Menschheit.

Denn jedes Mal haben wir uns bemüht, ohne das Wissen über die Zukunft etwas zu unternehmen, und derjenige, der am lautesten geschrien hat, bekam die Möglichkeit, die Natur und die menschliche Gesellschaft zu verändern. Seine Ideen hat er verwirklicht, solange er nicht niedergeworfen wurde oder starb. Danach hatte man festgestellt, dass alles falsch gemacht wurde. Und es begann alles wieder von vorne, von einem Fehler zum nächsten.

Heute ist unter anderem durch die Regierung eine besondere Lage entstanden; sie herrscht über die Welt und muss sich mit dieser Situation auseinandersetzen. Wir werden das noch sehen, welch ein großes Hindernis dies auf unserem Weg ist, was all diese Herrscher wert sind. Bis sie endlich durch eine andere, würdige Regierung ersetzt werden nach dem Beispiel des antiken Synedrion eine wahrhaft spirituelle Führung, welche an der Spitze der ganzen Menschheit stehen wird.

Auszug aus einem Unterricht nach dem Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 29.12.2010

Was muss korrigiert werden – ich selbst oder die Welt?

Wir haben ein Ziel vor uns. Wir können es anziehend finden oder auch nicht, wie ein Kind, das etwas will, was angenehm und nicht nützlich ist. Deshalb müssen wir trotz unserer ganzen Abneigung die richtige Verhaltensform finden und sie annehmen. Denn wir steigen zu einem neuen Verlangen – zu geben statt zu empfangen – auf!

Das heißt, wir müssen den Nutzen und die Notwendigkeit des Ziels und der höheren Führung über unserem Verlangen, über unserer Natur annehmen, weil es einer anderen Stufe – der Stufe des Gebens – angehört!

Darum erzählen uns die Kabbalisten, welcher Weg am Besten zum Ziel führt.

Der Weg ist einfach: Wir müssen Tatsachen akzeptieren, die für uns unangenehm sind. Der Unterschied besteht darin, dass wir die Welt nach unseren Vorstellungen zu formen versuchen, und selbst so bleiben wollen wie wir sind.

Doch die Kabbalisten empfehlen uns, die Welt so wie sie ist zu akzeptieren (sie ist gut und vollkommen, ich sehe das bloß nicht) und uns selbst zu beugen. Darin besteht der ganze Unterschied!

Das bedeutet, dass der Mensch sich im Glauben über dem Verstand bewegt, d.h. über seinem egoistischen Herzen und Verständnis, und die Welt im Licht des Gebens sehen will – so, wie es in der Kabbala beschrieben wird.

Wenn wir versuchen, die Welt, die Gruppe, uns selbst als korrigiert zu sehen, dann fangen wir an, nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, zu verlangen.

Deshalb müssen wir uns selbst und die Welt jeden Augenblick prüfen und kritisieren – und uns über dieser Kritik bewegen!

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Die spirituelle Führung einer Gruppe

Eine Frage, die ich erhielt: Wie lange werden sie unser spiritueller Führer sein?

Meine Antwort: Zu jedem Moment muss ein Student darauf vorbereitet sein, auch ohne einen Lehrer zu sein, und wissen, dass er alles haben wird, was er braucht. Jener, der sich entwickelt, ist einer, der kontinuierlich fordert und unabhängig ist. Er hat den Schöpfer, die Methode und die Gruppe. Alles was erforderlich ist, steht bereits zur Verfügung.

Doch kann man zur nächsten Stufe ohne einen Lehrer aufsteigen? Der nächste Zustand ist eine engere Verbindung zwischen den Freunden. Daher ist eine kollektive Entscheidung erforderlich. Es kann daher kein anerkannter Lehrer durch den früheren Lehrer ernannt werden oder jemand sich selbst als Anführer ernennen. Niemand kann diese Führungsrolle durch Macht, Intelligenz oder List erlangen.

Es ist sicherer, wenn eine Gruppe weiterhin den Weg gemeinsam beschreitet und kollektive Entscheidungen durch ein „spirituelles Gremium“ trifft. Dieses Gremium muss sich nicht aus großen Geistern oder anerkannten Experten zusammensetzen. Es besteht aus Menschen, die dazu in der Lage sind, eine gemeinsame, kollektive Entscheidung zu treffen.

Wer nicht in der Lage ist, auf den Entwicklungsprozess in der Gruppe einzugehen, der hat auch keinen Platz in diesem spirituellen Führungsgremium. Davon umfasst sind: diejenigen, die noch von persönlichen Interessen geblendet sind, die sich nicht vor der Gruppe annullieren können und noch nicht in ausreichendem Maße durch den Geist dieses Weges erfüllt wurden, jene die Fehler machen, weil sie noch nicht die gemeinsame Richtung erfasst oder sich auf diese eingstellt haben und diejenigen, die noch den äußeren Einflüssen unterworfen sind oder aus anderen Gründen ungeeignet sind.

Dieses spirituelle Führungsgremium muss aus Menschen bestehen, welche keine Fehler mit den gemeinschaftlichen Entscheidungen machen, die nicht unter dem Druck von anderen in der Gruppe stehen, und noch wichtiger, die nicht von jemanden von außen beeinflusst werden. Die Gruppe hat das Recht und die Pflicht, jeden zu vertreiben, der die Arbeit stört und seine eigene Überlegenheit behaupten möchte. Dies sind die spirituellen Gesetze, gemäß derer wir wachsen müssen.

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Die Kabbala ermöglicht uns die wissenschaftliche Erforschung der gesamten Schöpfung

Die Kabbala ist eine Wissenschaft und Kabbalisten sind Wissenschaftler, welche die Höhere Welt und die Vereinigte Kraft, den Schöpfer, wirklich enthüllen. Die Enthüllung geschieht, indem man seine Natur korrigiert und sie in die Natur der Höheren Welt transformiert.

Es gab Kabbalisten, welche die Verhüllung (Zimzum Alef und Zimzm Bet) der Welten Azilut, Beria, Yetzira, Assiya und sogar der Welt Adam Kadmon und der Welt der Unendlichkeit durch die Führung einer und dreier Linien und so weiter, enthüllten. Jeder dieser Kabbalisten machte eine Enthüllung in dem Maße seiner Korrektur.

Doch solange die Seelen fein (nicht sehr egoistisch) sind, können Kabbalisten nicht sehr viel enthüllen, da es ihnen an einem Instrument fehlt, das dafür groß genug ist. Das reflektierte Licht (Or Choser) ist schwach und erreicht nicht die höheren Stufen. Daher enthüllten die Kabbalisten der Vergangenheit die Schöpfung im Allgemeinen, ohne bestimmte Details.

Mit der Zeit gingen die gleichen Seelen durch viele Reinkarnationen und häuften zusätzlichen Egoismus (Aviut) und Verlangen an. Dadurch wurden sie fähig, mit korrupterem Material zu arbeiten. Deshalb erforschten sie die Materie der Schöpfung, das Werk des Schöpfers (Avodat HaShem) auf eine tiefere Weise.

Diese Erforschung gleicht der Forschung in jeder anderen Wissenschaft. Die äußere Wissenschaft bietet ein Wissen und das, was man erreichen kann, das äußerlich ist, d. h. es geht dabei nur um unsere Welt. Sie verändert uns nicht. Doch die Kabbala andererseits gibt uns einen höheren Verstand und höhere Empfindungen, korrigiert den Menschen selbst. Deshalb finden wir unsren Weg in eine neue Welt, weil wir uns verändern und die Welt ebenfalls.

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Die mächtigste Kraft in der Welt


In den Nachrichten (aus MSN News): Toyota hat eine Methode zur Lenkung eines Rollstuhls mittels Gehirnwellenerkennung entwickelt, ohne dass der Mensch einen Muskel bewegen oder ein Kommando rufen muss … Die Person im Rollstuhl trägt eine Kappe, die Gehirnsignale lesen kann und diese an einen Elektroenzephalograph(EEG)- Gehirnscanner weiterleitet und in einem Computerprogramm analysiert.

Mein Kommentar: Die Kabbala hat immer vertreten, dass es genau unsere Gedanken sind, die die ganze Welt kontrollieren. Ein Mensch muss lernen, wie er seine Verlangen und Gedanken gebrauchen muss. Die Kabbala lehrt, wie man richtig (mit dem Herzen und dem Verstand) verlangt und denkt, um positive Ergebnisse hervorzurufen. Aber der Mensch hatte beständig einen Mangel an Führung und als Ergebnis davon, hat er die Welt mit seinen Gedanken negativ beeinflusst.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Jeder von uns kann die Welt mit seinen Gedanken verändern
Kabbala Blog: Ich sah eine umgedrehte Welt

Das “egoistische Gelage” geht weiter

In den Nachrichten (The Wall Street Journal):

Das Weiße Haus möchte einen „Pay Zar“

Die Obama-Regierung plant die Ernennung eines „Spezialbeauftragten für die Gehälter“, der sicherstellen soll, dass Unternehmen, die staatliche Subventionsgelder erhalten, sich an die gängigen Richtlinien halten.

Wahrscheinlich wird die Regierung Kenneth Feinberg als „Pay Czar“ – „Zar der Gehälter“ ernennen.

Mein Kommentar: Die Führungsetagen der Unternehmen stellen sich immer noch Schecks in Millionenhöhe aus. Und sie haben Recht, denn wer zeigt ihnen ein anderes Beispiel, wo doch die Regierung dasselbe tut! Das egoistische Gelage geht weiter! Und – „nach mir die Sintflut.“

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wo sind Obamas Milliarden hin?

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