Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wenn wir den Schöpfer empfinden wollen

In der Schatzkammer des Schöpfers gibt es alles – außer der Ehrfurcht vor dem Schöpfer. Diese müssen wir selbst in uns erzeugen. Das bedeutet, dass wir unser egoistisches Verlangen in Furcht verwandeln müssen – aus dem Verständnis heraus, dass wir niemals zur Eigenschaft des Gebens gelangen werden, wenn der Schöpfer uns kein Kli (Gefäß) dafür baut.

Es gibt viele Arten von Angst: Einer fürchtet sich vor der Bank wegen großer Schulden, ein anderer hat sich danebenbenommen und hat Angst vor der Polizei. Und alle von uns fürchten sich vor der Meinung der Gesellschaft, vor dem, was andere über uns sagen könnten. Wir sind in strenge Rahmenbedingungen gepresst, die uns die Regeln des Lebens diktieren – und innerhalb dieser leben wir.

Doch gerade dieser Druck – von der unbelebten Natur, der pflanzlichen und tierischen Welt und den Menschen – ist es, der uns das Gefühl gibt, lebendig zu sein. Wenn ich ihre Reaktionen nicht spüren würde, würde ich auch diese Welt nicht empfinden. Einerseits bedrückt mich dieser Druck durch mein Umfeld, andererseits bestimmt gerade dieser Druck den Ort meines Daseins – sonst würde ich ihn gar nicht spüren.

Wenn wir also den Schöpfer empfinden wollen, müssen wir spüren, wie Er Druck auf uns ausübt – und in welchem Maß wir im Gegenzug auf Ihn einwirken können. Das bedeutet, eine gegenseitige Verbindung mit Ihm einzugehen.

Wir fürchten uns vor allem Möglichen: vor Problemen in der Schule, in die unser Kind geht, vor Polizei, Ärzten, Vorgesetzten bei der Arbeit, vor den Krankheiten und tausend weiteren möglichen Unannehmlichkeiten. Doch wir merken nicht einmal, wie sehr uns diese Angst lebendig macht.

Denn im Grunde genommen treibt uns nur ein primitives Verlangen an: das Verlangen nach Genuss, das Verlangen, zu empfangen. Und wenn wir spüren, wie das Umfeld ständig Druck auf uns ausübt und uns formt, dann fühlen wir uns lebendig in dieser Welt.

Wenn wir aber in einer anderen, höheren Welt leben wollen, müssen wir in uns Kelim (Gefäße) für deren Wahrnehmung entwickeln. In unserer Welt fürchten wir uns vor der unbelebten Natur (Klima, Stürme usw.), vor der pflanzlichen Natur (Ernte, Nahrung), vor Tieren und Menschen. Letztlich empfinden wir uns als lebendig durch Angst und Druck, die wir von außen spüren – und merken es nicht einmal.

Diese Angst bestimmt unser ganzes Bild vom Leben, die Form der Welt, des Daseins. Wenn der Druck durch das Umfeld verschwinden würde, wenn ich nicht mehr spüren würde, dass ich andere brauche, sie will oder mich vor ihnen fürchte – dann würde ich die Realität nicht mehr fühlen. Und genau deshalb spüren wir den Schöpfer nicht. Wir müssen in uns Furcht oder Empfindsamkeit gegenüber dem Schöpfer entwickeln.

Wenn ich eine andere Realität spüren will – die als Höhere Welt bezeichnet wird, also die Welten Assija, Yezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon, die Welt der Unendlichkeit –, dann muss ich mich jedes Mal verändern und mich fragen, welche Verlangen, welche Ängste und welche Klärungen ich gegenüber der äußeren Umgebung haben sollte.

Die Kabbalisten sagen: Wir haben keinen Grund zur Sorge, denn der Schöpfer ist gut und tut Gutes. Es gibt also nichts, wovor wir uns fürchten müssten. Nur eines ist entscheidend: Wenn wir Seine Güte empfinden wollen, müssen wir ein entsprechendes Kli erschaffen – den Wunsch, Ihm Gutes zu tun. Dann, gemäß der Ähnlichkeit unserer Eigenschaften, werden wir den Schöpfer empfinden und erkennen, dass es keinen besseren Zustand als diesen gibt. Er wird uns Sicherheit, Genuss, Erfüllung bringen – wir müssen dem Schöpfer nur wohlwollend begegnen.

Das Kli, um die Höhere Welt, den Schöpfer, zu spüren, ist die Ehrfurcht vor dem Schöpfer. Doch eigentlich habe ich nichts, wovor ich mich vor dem Schöpfer fürchten müsste – denn Er wird mir nichts Böses tun. Nur ich selbst schade mir durch meinen Egoismus. Je nachdem, ob ich den bösen oder den guten Trieb wähle, wird mir das Licht, das vom Schöpfer kommt, als Licht oder als Dunkelheit erscheinen. Alles hängt von mir ab.

Wenn ich mit einem passenden Kli in die Schatzkammer des Königs eintrete, kann ich darin einen Teil des Lichts empfangen – und jedes Mal mehr. Der Schöpfer wünscht sich, dass wir Seine ganze Schatzkammer, das gesamte unendliche Licht, in uns aufnehmen – also die Stufen der Leiter bis zur Welt der Unendlichkeit aufsteigen.

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Aus einem Unterricht zum Artikel Shamati 38.

Propheten und Wahrsager

Frage: Biblische Prophezeiungen sind Vorhersagen von Ereignissen, die in der Zukunft geschehen sollen. Solche Informationen erhalten besondere Menschen, die man Propheten nennt, vom Schöpfer.

Vorhersagen sind Informationen über Ereignisse, die mit größerer Wahrscheinlichkeit in der Zukunft eintreten werden. Vorhersagen lassen sich in rationale und irrationale unterteilen. Rationale Vorhersagen beziehen sich auf Risiken, Finanzkennzahlen, das Wetter usw. Irrationale umfassen verschiedene Formen der Hellseherei und Wahrsagerei.

Worin liegt der Unterschied zwischen Prophezeiungen und Vorhersagen?

Antwort: Vorhersagen lassen sich darauf zurückführen, dass Menschen Wissen über die Entwicklung der Gesellschaft, Technologie, Wissenschaft und Kultur haben, auf dessen Grundlage sie Vermutungen über die Zukunft anstellen. Sie haben keine feste Gewissheit in ihren Annahmen, aber indem sie technologische, kulturelle, historische und politische Aspekte der menschlichen Entwicklung berücksichtigen und auf wissenschaftlicher Erfahrung basieren, können sie die Zukunft prognostizieren.

Im Grunde ist dies die übliche Arbeit von Wissenschaftlern, an die wir uns wenden, um Beratung und Ratschläge für die Zukunft zu erhalten. Diese Menschen sind keine Propheten, sondern einfach kluge Leute, die die Zukunft mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhersagen, da sie sie auch nicht genau kennen, aber über Wissen um den gegenwärtigen Stand der Dinge verfügen und daher in etwa sagen können, was morgen passieren könnte.

Propheten hingegen sind Menschen, die sich in das System der Weltsteuerung vertiefen, die Kräfte wahrnehmen, die diese Welt lenken, und sich in gewissem Maße mit diesen Kräften vereinen können. Deshalb sagen sie nicht voraus, was auf der Grundlage bestimmter Berechnungen geschehen wird, sondern verkünden einfach, was geschehen muss und wird.

In den Urquellen finden wir Berichte über solche Menschen und nennen sie Propheten, weil sie sich dank ihrer spirituellen Entwicklung über die Beschränkungen unserer Welt – Zeit, Raum und Bewegung – erheben und uns somit mitteilen, was geschehen kann.

Heute gibt es keine Propheten mehr. Wir befinden uns auf einem Niveau, auf dem wir sie weder erwarten noch ihnen glauben. Im Großen und Ganzen existiert die Prophezeiung jedoch.

Frage: Interessant ist, dass für Gläubige alle biblischen Prophezeiungen gewissermaßen in Erfüllung gingen. Für Skeptiker und Ungläubige hingegen geschah davon selbstverständlich nichts. Die Propheten schrieben im Grunde genommen so zweideutig, dass es in beide Richtungen interpretiert werden konnte. Warum?

Antwort: Der Punkt ist, dass die Propheten auf einer spirituellen Ebene schrieben oder sprachen. Menschen, die sich auf dieser Ebene befanden, verstanden sie und nahmen deshalb wahr, was geschah. Diejenigen, die die spirituelle Ebene nicht wahrnahmen, hörten und fühlten weder die Propheten noch das, was gemäß ihren Prophezeiungen geschah.

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Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände“, 21.12.2021

Wie kann man die Güte des Schöpfers spüren?

Kommentar: Es steht geschrieben, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut. Das ist es, was die Kabbalisten offenbart haben. Das heißt, sie wissen nicht, wer Er im Verhältnis zu anderen Schöpfungen ist. Nur sein Handeln ist in Bezug auf uns so definiert.

Antwort: Die Kabbalisten, die den Schöpfer bereits offenbart haben, beschreiben ihn als gut, der Gutes tut. Das sind die Kabbalisten. Menschen, die das zu erforschen beginnen, fühlen natürlich noch nichts und kommen allmählich in diesen Zustand auf der entgegengesetzten Seite.

Kommentar: Wir können also sagen, dass Er das Endziel, die Schöpfung auf die Stufe des Schöpfers zu bringen, gut und Gutes tuend ist. Es gibt verschiedene Situationen auf dem Weg dorthin.

Antwort: Ja, es gibt verschiedene Zustände auf dem Weg, die entgegengesetzt und manchmal unangenehm sind. Die Schöpfung muss sich zum Einen verändern, um in ihren Veränderungen zu spüren wer der Schöpfer ist. Zum Anderen, Ihn in all seinen Veränderungen und Metamorphosen zu spüren. All dies wird in der Kabbala erforscht und macht einen großen Teil der Kabbala aus.

Frage: Können wir sagen, dass der Schöpfer verborgen ist und wir ihn deshalb nicht als gut und Gutes tuend erleben können?

Antwort: Ja. Wenn wir Ihn wahrnehmen wollen – bitte – korrigiere dich von einem bösen Wesen zu einem guten Wesen. In dem Maß, wie man dem Schöpfer ähnelt, wenn man so gut wird wie Er, wird man Ihn wahrnehmen. Die Ähnlichkeit der Eigenschaften ist das Grundgesetz der Kabbala.

Kommentar: Natürlich ist es schwer, all das zu rechtfertigen, wenn man sich die Welt ansieht.

Antwort: Unmöglich! Man kann das nur in dem Maße rechtfertigen, wie man die Eigenschaft des Gebens erwirbt. Dann wird man in dieser Eigenschaft allmählich erkennen, dass der Schöpfer gut ist.

Aus einer Fernsehsendung „Die Lehren der Zehn Sefirot (TES)“

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Wie man lernt mit dem Schöpfer zu sprechen

Kommentar: Wir können nicht mit dem Schöpfer so sprechen, wie wir mit den Menschen sprechen. Mit den Menschen haben wir ein gemeinsames Gefühl, die Fähigkeit, die Stimme des anderen zu hören. Mit dem Schöpfer müssen wir einen Kommunikationskanal finden: „Ich zu Ihm und Er zu mir“, so dass wir den Schöpfer „hören“, verstehen und fühlen können.

Die Fähigkeit, den Schöpfer zu hören, ist auf der Stufe von Bina gegeben, Bina ist das Hören. Ich werde hören, was der Schöpfer zu mir sagt.  Ich muss mit dem Schöpfer auf der Stufe von Malchut sein, die zu Bina aufsteigt. Dann werde ich zu Ihm sprechen können und Er wird mich hören. Das heißt, ich muss auf der Stufe des Gebens sein: „Ich zu Ihm und Er zu mir“.

„Ich zu Ihm“ bedeutet meine Arbeit, mein Streben, die Stufe des Gebens zu erreichen. „Schöpfer zu mir“ bedeutet, dass ich in der Lage sein muss, den Schöpfer zu mir sprechen zu hören. Es ist nicht einfach.

Der Schöpfer ist die Quelle des Lebens, das Höhere Licht aus dem alles Existierende hervorgeht, sich erfüllt und lebt. Wenn wir uns mit dem Schöpfer verbinden, gelangen wir zu einer anderen Form der Existenz als zuvor und beginnen, auf der Stufe des Gebens zu leben.

Auf der Stufe des Gebens gibt es keine Grenzen der Annäherung, der Hingabe, des Empfangens – es geschieht alles in einer anderen Dimension. So gehen wir eine neue Verbindung ein.

Wie kann man lernen, mit dem Schöpfer zu sprechen? Ich versuche mit allem was im Leben geschieht mit zu schwimmen, denn es kommt sicher vom Schöpfer. Ich möchte in jedem Augenblick meines Lebens mit Ihm verbunden sein und in dieser Verbindung spüren, wie Er mich mal in die eine, mal in die andere Richtung lenkt. Ich möchte mich an Ihn anhaften, Ihn nicht loslassen.

Mit dem Schöpfer zu verschmelzen bedeutet, Ihn in jedem Augenblick zu folgen, Ihn vor mir gehen zu lassen und damit zu riskieren, aus seinem Garten zu fallen.

Die Hauptsache ist die Verbindung mit dem Schöpfer, nicht das was ich dadurch erhalte. Selbst wenn ich die unangenehmsten Erfahrungen mache, wenn sie vom Schöpfer kommen dann wird es mir gut gehen. Das Wichtigste ist, mit Ihm in Verbindung zu bleiben. Das heißt, ich erhebe meine Verbindung mit dem Schöpfer über jede mögliche Füllung, so dass diese Verbindung mit dem Schöpfer meine Füllung wird.

Wenn der Schöpfer absolut gut ist und ich von ihm nur Gutes und Richtiges empfange, dann kann ich ihn nur um eines bitten- um meine Korrektur, damit ich nichts Schlechtes über ihn denke, sondern nur Gutes.

Aus der Lektion „Sprechen mit dem Schöpfer“

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Kabbalistisches Rätsel

Einige Studenten beklagen sich, dass sie das Material, das wir in dem Buch Das Studium der Zehn Sefirot studieren, nicht verstehen und es nicht fühlen können. Das ist nicht überraschend, niemand erwartet eine solche Fähigkeit von ihnen, aber was ist die richtige Reaktion?

Das gesamte Studium der Weisheit der Kabbala geschieht durch die Entdeckung, dass ein Mensch taub dafür ist; er ist nicht in der Lage, es mit seinem Verstand zu verstehen und mit seinem Herzen zu fühlen. Er versteht überhaupt nicht, was man von ihm will. Nach der Lektüre all dieser abstrusen Texte möchte er sich nur noch auf das Sofa legen und die Augen schließen oder zumindest den Fernseher oder das Internet einschalten. Dieses Unverständnis ist nichts Neues.

Das Neue ist, dass ein Mensch, um zu verstehen was man von ihm will, mit diesem Problem zum Zehner geht und dort versucht, die Antwort wie ein Puzzle zusammenzusetzen. Er muss seinen Freunden zuhören und mit ihnen reden. Wir sollten nicht glauben, dass wir dieses Problem mit unserem Verstand lösen können.

Nein, wir wenden uns damit an den Schöpfer und verlangen von ihm, damit wir es verstehen, dass er uns lehrt, uns in der richtigen Form zu verbinden und dieses Bild zwischen uns zu offenbaren. Es heißt: „An Deinen Taten werden wir Dich erkennen.“

Wir brauchen die ganze Weisheit, die sich in der Praxis, in unserer Verbindung offenbart. Wir werden andernfalls nicht in der Lage sein, sie zu verstehen. Die Kabbala kann nicht durch den körperlichen Verstand und die Gefühle erlangt werden. Es heißt: „Es sind nicht die Weisen, die lernen“.

Selbst wenn man Einstein oder Nobelpreisträger studieren lässt, wird es nichts helfen. Nur die Verbindung zwischen uns und die Bitte an den Schöpfer wird helfen, dann wird der Schöpfer den richtigen Zustand zwischen uns offenbaren, das heißt die Lösung.

Daher erfordert das Studium nicht viel Intelligenz, sondern vielmehr eine Verbindung mit dem Zehner, in der sich jeder vor seinen Freunden annulliert und den Schöpfer darum bittet, den Zustand, den wir studieren, innerhalb im Zehner zu offenbaren. Die Gruppe sind die zehn Sefirot, eine spirituelle Struktur, in der die Antwort offenbart wird. Das nennt man praktische Kabbala.

Ich mache mir deshalb keine Sorgen, wenn der Schüler den Text nicht versteht. Niemand versteht alles, das ist ganz natürlich. Alles, was von uns verlangt wird, ist, dass wir uns zusammenschließen und das Problem mit der Methode der praktischen Kabbala lösen, d. h. durch Verbindung und nicht durch den Intellekt. Schließlich sind wir nicht an der Universität. Wenn uns etwas nicht klar ist, dann haben wir es mit einem Problem zu tun, das eine Lösung erfordert.

Aus dem Unterricht, Schriften von Baal HaSulam, „Studium der Zehn Sefirot“, 3.5.22

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Wie wendet man sich an den Schöpfer?

Frage: Ist es richtig, den Schöpfer um ein neues Herz zu bitten, das nicht für sich, sondern für seine Freunde bittet?

Antwort: Ja, aber man muss die Bedeutung eines neuen Herzen kennen. Man muss es spüren. Mechanische Worte im Gebet sind nur tödlich! Es ist besser, sie nicht auszusprechen. Man muss es fühlen! Fühlt alles, was ihr sagt, auf einer sinnlichen Ebene und benutzt nicht nur die Worte, die ihr in einem Buch gelesen habt.

Frage: Aber wir wissen nicht genau, was wir brauchen und worum wir bitten sollten. Sollte in diesem Fall die Bitte nur um Verbindung sein?

Antwort: Ja, in Ordnung, lasst es vorerst nur eine Bitte für die Verbindung sein. Ihr könnt darum bitten, dass der Schöpfer euch die elementarsten Bitten beibringt, damit Ihr versteht, wie Ihr Ihn ansprechen könnt.

Unterricht Nr. 7, Internationaler Kongresses „Über sich erheben“

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Was das Leben wirklich wertvoll macht

In letzter Zeit sind viele Analysen aufgetaucht, die die Übersterblichkeit durch Covid-19 aufzeigen. Trotz der Impfstoffe breitet sich das Virus immer noch aus und fordert in vielen Ländern täglich Hunderte oder sogar Tausende von Menschenleben. Diese düstere Realität hat einige Studenten dazu veranlasst, mich nach dem Sinn von Leben und Tod zu fragen.

In der Tat betrachten wir das Leben als etwas sehr Wichtiges, und das aus gutem Grund, aber nur unter der Voraussetzung, dass wir auch aus diesem Grund handeln. Wenn wir durch unser Leben gehen, nur um die Zeit zu vertreiben, dann haben wir als Resultat nur die paar Unzen Schmerz, die wir gesammelt haben. Wenn wir es jedoch nutzen, um das Beste aus der Gelegenheit zu machen, die wir erhalten haben, um uns dem spirituellen Bereich des Lebens zu nähern oder ihn sogar zu erreichen, nämlich uns mit anderen Menschen so zu verbinden, dass wir sie in unserem Herzen spüren, dann ist das Leben kostbar.

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Was ist die Größe des Schöpfers?

Zuerst muss ich versuchen zu fühlen, dass es für mich nichts anderes gibt, außer einer Kraft, die jeden Moment meines Lebens organisiert.

Es kann sein, dass ich umgekehrt erweckt werde, in dem ich durch Verführung von billigen Verlockungen dieser Welt mitgerissen werde und mir so gezeigt wird, wie getrennt ich von dieser Kraft und meinem Zehner bin. Ich stelle mir diese höhere Macht hinter allem vor, was geschieht und ich suche die ganze Zeit die Verbindung mit ihr- trotz aller Hindernisse.

Je größer die Hindernisse sind, hinter denen ich den Schöpfer offenbare, desto wichtiger wird der Schöpfer für mich. Die Störungen helfen mir, mich mehr um den Schöpfer zu bemühen. Es ist, als würde ich die Linse schärfen und den Schöpfer näher zu mir bringen. Je größer der Mangel und je nebulöser das Bild, desto mehr Mühe kostet es, sich vorzustellen, dass dies der Schöpfer tut.

Es stellt sich heraus, dass meine Welt mehr und mehr vom Schöpfer erfüllt wird, da ich sehe, wie er überall mit mir spielt und mich immer geschickter durcheinander bringt, bis die ganze Erde von seiner Herrlichkeit erfüllt ist.

Zusammen mit unseren Freunden bauen wir eine Linse, in deren Brennpunkt wir den Schöpfer offenbaren.

Aus dem Unterricht, 22.01.2021

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Kontakt der Herzen

Frage: Man kann einem Menschen zuhören, um Informationen zu erhalten oder man kann einem anderen Menschen zuhören, um Empathie und Verständnis für diesen Menschen zu entwickeln. Was bedeutet „zuhören“ aus Sicht der Kabbala?

Antwort: Aus Sicht der Kabbala ist es der Kontakt der Herzen. Ich möchte fühlen, was mein Freund fühlt. Zuhören und Fühlen sind verschiedene Dinge. Wenn ich den anderen spüre, brauche ich seine Worte nicht, sein Inneres dringt in mich ein und erfüllt mich. Einfaches Zuhören ist ein Zuhören, wie man z.B. Radio hört.

Wenn ich als Kabbalist meinem Freund zuhöre, dann tue ich das mit einer bestimmten Absicht: Meine Aufmerksamkeit könnte jetzt helfen, mich mit meinem Freund zu verbinden und gemeinsame Gefühle, Gedanken, Wünsche, Sehnsüchte zwischen uns entstehen zu lassen. Dann werden wir zusammen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, wir streben danach – den Schöpfer zu offenbaren.

Frage: In integralen Bildungskursen sitzen wir normalerweise im Kreis und besprechen ein bestimmtes Thema. Dabei äußert jeder seine Meinung, während die anderen zuhören. Wie höre ich den anderen richtig?

Antwort: Sie sollten sich in diesen Menschen einschließen und dabei das Gefühl entwickeln, dass Sie gemeinsame spirituelle Ziele mit ihm haben, dann wird es klappen.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 14.08.2020.

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Es schmerzt mich, dass die ganze Welt leidet

Das Wichtigste ist das Gefühl, dass die heutige Krise unser gemeinsames Problem ist. Es eint uns und hilft uns zu verstehen, dass wir miteinander verbunden sind.

Lassen wir uns von nun an verpflichten, dass wir, wenn wir an das Coronavirus in Verbindung mit unserer Familie, unserer Stadt, der Schule, die unsere Kinder besuchen, unserer Arbeit denken, wir uns um die ganze Menschheit sorgen werden.

Wir wollen, dass die ganze Menschheit vom Coronavirus geheilt wird, dessen Ursache unserer Egoismus ist, der sich Tag für Tag mehr und mehr offenbart. Wenn wir uns einander nah fühlen, uns verbinden und uns umarmen können, werden alle Viren verschwinden.

Sobald wir über unser persönliches Unglück nachdenken, sollten wir es ein wenig ausweiten und über unser gemeinsames, globales Problem nachdenken.

Gewöhnlich freuen sich Egoisten darüber, dass die ganze Welt leidet, denn dann scheint ihr eigenes Unglück nicht mehr so ​​schrecklich zu sein. Es heißt, dass „das Leiden vieler bereits ein halber Trost ist“. Aber hier leide ich im Gegenteil für die ganze Welt. Mein Leiden ist viel größer, wenn ich sehe, dass nicht nur meine Kinder, meine Familie, Verwandten und Bekannten leiden, sondern die ganze Menschheit.

Ich  muss anfangen, mich anders zu verhalten: Ich fühle mich nicht besser, weil alle mit mir leiden, sondern im Gegenteil, ich fühle viel mehr Schmerz, weil die ganze Welt leidet.

Aus einer Lektion für die Frauen, 29.08.2020

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