Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Freundlichkeit'

Zeit, verantwortungsbewusste Erwachsene zu sein

Seien wir ehrlich, wir sind Egoisten. Wir mögen einander nicht, und was noch schlimmer ist, wir denken, dass daran nichts auszusetzen ist. Wir fangen an, unsere Einstellung gegenüber anderen vom Nullpunkt aus zu messen. Das heißt, das Gefühl der Gleichgültigkeit gegenüber anderen ist unser Ausgangspunkt, unser Nullpunkt, und von dort aus beginnen wir zu urteilen. Wenn ich einer anderen Person gegenüber etwas Zuneigung empfinde, gilt das als gut. Wenn ich eine Person nicht mag, gilt das als schlecht.

Diese Haltung hat uns dorthin gebracht, wo wir jetzt sind, und je mehr wir sie beibehalten, desto mehr beschleunigen wir unseren Niedergang. Dies gilt nicht nur für die soziale Ebene, wo die zwischenmenschlichen Beziehungen offensichtlich der Schlüsselfaktor sind, sondern auch für alle anderen Bereiche. Von Kriegen über Armut bis hin zum Klimawandel.

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Warum sich die Gesellschaft verändert?

In einem Essay mit dem Titel „Kritik des Marxismus im Lichte der neuen Realität und eine Lösung der Frage nach der Vereinigung aller Fraktionen der Nation“, das im Juni 1940 veröffentlicht wurde, bot der große Kabbalist und globale Denker Baal HaSulam diese Erklärung dafür an, warum sich Gesellschaften verändern.

Die Dauer jeder politischen Phase, schrieb er, ist genau die Zeit, die sie braucht, um ihre Unzulänglichkeiten und das Böse zu enthüllen. Während sie ihre Fehler aufdeckt, macht sie Platz für eine neue Phase, die von diesen Fehlern befreit ist. So sind jene Beeinträchtigungen, die in einer Situation erscheinen und sie zerstören, die eigentlichen Kräfte der menschlichen Evolution, da sie die Menschheit zu einem korrigierten Zustand erheben.

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Man wird nicht durch gute Taten berühmt

Bemerkung: Ilja schreibt: „Ich habe Ihren Clip gesehen, in dem Sie sagen, wenn man jemandem helfen möchte, sollte man im Gegenzug kein freundliches Verhalten erwarten, kein Geschenk, keine Dankbarkeit, nicht einmal ein einfaches „Danke“ – nichts. Bezeichnen Sie das wirklich als echte Hilfe?

Es ist unmöglich etwas Gutes zu tun, ohne dafür wenigstens einen dankbaren Blick oder ein Lächeln zu erwarten. Lieber Michael Laitman, das ist Utopie! Stimmen Sie zu, dass es so etwas nicht geben kann!“

Antwort: Ich verstehe Sie, es ist wirklich sehr schwierig oder sogar unmöglich. Wenn Sie aber der Ansicht sind, dass Sie dabei eine positive Kraft, einen guten Zustand in die Welt setzen, dann steigt Ihr Selbstwertgefühl, die Größe Ihrer Tat.

Frage: Erhöht das nicht den Stolz? [Rest des Beitrags lesen →]

Was uns der Mord an Sarah Halini sagt

Tausende von Menschen demonstrierten am Sonntag in Paris, um gegen die jüngste Entscheidung des französischen Kassationsgerichts zu protestieren, das den Mörder von Sarah Halimi 2017 von der strafrechtlichen Verantwortung freisprach, weil er Cannabis eingenommen hatte, bevor er Sarah tötete. Paris war das Zentrum der Proteste, aber es fanden auch Demonstrationen in Tel Aviv, London, Rom, New York, Los Angeles und mehreren anderen Städten auf der ganzen Welt statt. [Rest des Beitrags lesen →]

Neid – Ein Freund, von dem wir nicht wussten, dass wir ihn hatten

Einer der merkwürdigsten Artikel, den der Vater meines Lehrers, der große Kabbalist des 20. Jahrhunderts, Baal HaSulam, verfasst hat, ist ein kurzes Stück mit dem Titel „Der Gedanke ist ein Auftakt der Begierde“. Als ich es zum ersten und zum zweiten Mal las, hat es tief in mir eine Saite angeschlagen. In nur 200 Worten erklärte Baal HaSulam, wie die Realität aufgebaut ist, wie sie funktioniert, was repariert werden muss und wie wir sie reparieren können. Ich war von Ehrfurcht ergriffen und sehr neidisch auf seine Weisheit.

Die Logik in dem Artikel ist sehr einfach, wie alle Wahrheiten. Sie besagt, dass wir, wenn wir etwas wollen, darüber nachdenken, und nachdem wir darüber nachgedacht haben, entsprechend handeln. Mit anderen Worten: Die Welt, in der wir leben, ist ein Ergebnis unserer Wünsche. Oder noch prägnanter: Unsere Wünsche erschaffen unsere Welt. Wenn uns die Welt, in der wir leben, nicht gefällt, gibt es einen sicheren Weg, sie zu reparieren: Wir können unsere Sehnsüchte ändern, was unsere Welt verändern wird.

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Mode der Zukunft

Mode der Zukunft

Bemerkung: Wir wissen, dass das Zeitalter des Massenkonsums vorbei ist.

Antwort: Ja, die Menschheit hat bereits verstanden, dass sie endloses Einkaufen nicht befriedigt.

Bemerkung: Das Zeitalter der Mode zum Mieten steht vor der Tür. Sowohl Designer als auch Modehäuser entwickeln nun eine Tendenz, Designerstücke zu vermieten. Anstatt ein paar hundert Euro für den Besitz einer Sache zu bezahlen, kann man sie jetzt für 50-60 Euro ausleihen. So können Sie Ihre Garderobe als Einkommensquelle betrachten.

Antwort: Dann wird niemand mehr etwas kaufen. Im Prinzip braucht auch keiner etwas. Wie viel braucht man von diesen Klamotten? Ein Mensch kauft sich etwas unterwegs und gut ist es. Er macht daraus kein großes Ereignis. Das alles wird vergehen.

Die Menschheit verändert sich von innen heraus. Früher wurde der König in Sachen gekleidet, dann hielt man ihn für einen König! Wir haben die Menschen nach ihrer Kleidung beurteilt.

Heute ist es nicht mehr so, das ist Vergangenheit.

Frage: Sie sagen, dass jetzt die Menschheit versucht, sich von innen heraus zu verändern. Was bedeutet innere Schönheit?

Antwort: Das ist unser Verlangen! Es wird unter den Einfluss von unterschiedlichen, externen Zuständen allmählich umgeändert.

Betrachten wir die Kraft – sehen Sie, wie sich heutzutage alle aktiven Programme für Sportpädagogik und Ähnliches entwickeln. Das machen nicht wir, sondern das wird mit uns gemacht, um irgendwie etwas zu verkaufen.

Es ist überall so. Das wird nicht helfen, vielleicht noch höchstens 10 oder 20 weitere Jahre. Die Menschen bekommen so oder so neue Zustände- sie erhalten immer weitere, innere Verlangen. Sie werden der Äußerlichkeit keine Beachtung mehr schenken, aber sie werden auf  Schönheit achten, sie wird das letzte sein, was verschwindet. Letzten Endes ist das kein entscheidender Faktor.

Frage: Was ist das für ein inneres Verlangen, von dem Sie sprechen?

Antwort: Sich zu verschönen? Das ist das innere Verlangen, sich äußerlich hübsch zu machen, schließlich kann man die innere Schönheit nicht sehen. Ich werde mich also äußerlich schöner machen und jeder wird denken: „Wie klug ich bin! Was für eine besondere Brille ich habe!“ Wir wollen das Äußere für das Innere ausgeben, so verspotten wir uns und die anderen.

Wir müssen dazu kommen, dass wir die innere Schönheit im Menschen schätzen. Das wären Freundlichkeit, Anteilnahme, Einfühlungsvermögen, Respekt. Diese Eigenschaften fühlen oder schätzen wir noch nicht. Wir würden das aber brauchen. Wäre die Mode darauf ausgerichtet, dann wäre es eine ganz andere Sache.

Bemerkung: Sie sagen, dass die Schönheit als letzte gehen wird.

Antwort: Das heißt, dass sie nicht mehr unsere Aufmerksamkeit erregen wird. Wenn wir aufhören, der Schönheit Aufmerksamkeit zu schenken, dann wird sie die Letzte sein, die geht. Ich werde nach ihr keinen Menschen beurteilen. Vielleicht ist er äußerlich hässlich. Ich werde nicht diese Hässlichkeit, sondern nur seine innere Schönheit sehen.

Das ist noch nicht einfach und in dieser Welt bislang nicht möglich. Sie bewertet uns weiterhin nach dem Äußeren. Ich bin mir sicher, dass sich das bei dem Tempo, mit dem wir uns mit Faceliftings und Schönheitsoperationen beschäftigen, bald ändern wird.

Die Mode der Zukunft wird sich ausschließlich auf die schöne Darstellung der inneren Welt ausrichten. Man muss keine Unternehmen gründen, die untereinander Klamotten austauschen.

Frage: Wie wird eine gute Gesellschaft sein?

Antwort: Eine schöne Gesellschaft ist, wenn man die inneren Werte des Menschen beachtet und damit lebt. So würden wir uns verstehen, jeder würde die Wärme des Nächsten spüren und dafür die Menschen schätzen. Es wird so kommen – bald.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“ vom 10.12.2019

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Wie kann das Kli das Licht empfangen?


Wie zerbrach der Schöpfer das Kli? Dies geschah durch den Parzuf Ishsut, der die Mutter repräsentiert, den Schoß der Mutter, die gesamte unendliche Freundlichkeit, mit welcher der Schöpfer die Schöpfung behandelt. Dieser Parzuf ist es, der den Parsa untersützt, wissend, dass es dann zum Zerbrechen der Kelim kommt. Er weiß, dass das Licht entschwinden wird und die Kelim aus dem gebenden ins egoistische Empfangen hineinfallen wird, was den Tod bedeutet!

Versuche einmal zu verstehen, in welchem Maß diese Höheren Systeme alles Leiden und alle Einschränkungen auf sich nimmt, um damit das Zerbrechen zu erzeugen. Das Zerbrechen findet wegen der Tatsache statt, dass das Licht der vollständigen Korrektur (Gmar Tikun) in völlig offene Kelim hineinkommt, die danach verlangen, das gesamte Licht empfangen zu wollen, um zu geben. Sie wollen von dem gesamten Tische essen, der vom Gastgeber gedeckt wurde.

Ich bin Sein Gast und ich bin völlig sicher, dass ich alles, was zubereitet wurde, nur um Seinetwillen nehmen werde. Also nehme ich es, fülle mich damit und juble über die Tatsache, dass ich dem Gastgeber gebe. Es scheint mir, dass ich die vollständige Korrektur erreicht habe, dass ich mich in der Welt der Unendlichkeit befinde und einen Schirm für alles habe.

Doch dann beginne ich plötzlich zu enthüllen, dass ich überhaupt keinen Schirm über irgendetwas habe. Schließlich habe ich all das Licht von Chochma von oben empfangen, das niemals in die Kelim des Empfangens eintreten kann, da dies unmöglich ist. Ich habe gedacht, dass dies möglich sei, aber ich hatte unrecht. Wenn ich nur 10-20% falsch gelegen hätte. Doch ich tat etwas völlig Unannehmbares.

Wie kann ein Kli des Empfangens das Licht annehmen? Dies kann es nur, indem es sich mit Bina vereint. Das wird später in der Welt der Korrektur geschehen.

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In der Wahrnehmung der Spiritualität leben

Eine Frage, die ich erhielt: Was werden die Menschen fühlen, wenn sich der Schöpfer zwischen ihnen enthüllt?

Meine Antwort: Stell dir vor, du bist ein ein-Tag-altes Baby. Deine erste Wahrnehmung ist, dass sich jemand um dich sorgt. Es ist ein ähnliches Gefühl, da es jemanden Großen gibt, der dich mit Freundlichkeit, Fürsorge, Zärtlichkeit und Wärme umsorgt. Du bist nicht fähig, Ihn zu verstehen, aber du stehst vollständig unter Seiner Macht. Du weißt genau, dass Er es ist und niemand anders, der sich um dich kümmert und dich mit all den guten Dingen versorgt.

Stufenweise wird die gesamte Menschheit den fürsorglichen und lenkenden Einfluss der Höheren Kraft, der Einzigen in der Welt, zu fühlen beginnen. Sie werden fühlen, dass sie sich innerhalb dieser einzigen Kraft, dieses Verlangens und Programms befinden.

Wir haben nur einen kritischen Punkt, über den König David in den Psalmen schrieb. Er wusste nicht, weshalb uns das gegeben wurde. Es ist die Kluft zwischen dem, was ewig existiert („jesh mi jesh„) und der Existenz aus Abwesenheit („jesh mi eijn“). Aus diesem Blickwinkel kann ein Mensch bereits außerhalb von sich selbst sein und sowohl die Handlungen des Schöpfers beobachten, wie auch seine eigenen. Ein Mensch wird dann in der Wahrnehmung des Spirituellen existieren und innerhalb seines Herzens und nicht seines Verstandes erkennen, dass er mit dem gesamten System verbunden ist. Er wird seine Mitmenschen nicht als Fremde fühlen, sondern wahrhaftig als seine engen Freunde.

Ein innerer Akt der Freundlichkeit ist gut für dich


In den Nachrichten (aus EurekAlert): „“Lebenskraft“ ist verbunden mit der Fähigkeit des Körpers, Stress zu widerstehen“ – Unsere Fähigkeit, Stress bezogenen, infektiösen Krankheiten zu widerstehen, steht nicht nur mit unserer Rasse und unserem Geschlecht in Verbindung, sondern auch mit unserer Persönlichkeit, gemäß einer Studie der Fachzeitschrift Brain, Behaviour and Immunity. Ein aufstrebender Bereich der Medizinwissenschaft untersucht die Geist-Körper-Verbindung und wie Persönlichkeit und Stress dazu beitragen, im alternden Körper Krankheiten zu verursachen. Langzeitbelastung durch Hormone, die von Gehirnen von Menschen unter Stress freigesetzt werden, strapazieren stark die Organe. Die gegenwärtige Studie fand heraus, dass Extrovertierte, speziell jene mit hoher „veranlagter Aktivität“ oder Lebenseinstellung, dramatisch niedrigere Entzündungshormonspiegel-Werte von Interleukin 6 aufweisen.

Mein Kommentar: Ein innerer Akt der Freundlichkeit „von sich selbst zu anderen“ erlaubt dem Körper gesundheitsschädliche (physische, nervöse, emotionale, geistige) Symptome loszulassen. Es ist heilsam zu geben und zu lieben!

Verwandtes Material:
Blog-post: Lasst uns die Quelle der Liebe füreinander zum fließen bringen
Blog-post: Wahre Liebe ist die Erfüllung des Wunsches eines anderen

Umarmungen anstelle von Geld

In einer Welt ohne Geld wird die Währung mit Taten der Freundlichkeit ersetzt

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Wie wird das genau funktionieren? Was ist Ihre Meinung?