Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wenn du nicht erwachst, schlafen morgen alle ein

Zuerst wächst der Mensch als Embryo in seiner Mutter, auf der „unbelebten“ Stufe erst einmal, indem er sich einfach annulliert.

Dann als kleines Kind neben einem Erwachsenen – das ist die „pflanzliche“ Stufe. Anschließend existiert er bereits als ausgewachsenes Individuum – das ist die „tierische“ Stufe.

Alle diese Stufen werden von Naturkräften in Gang gesetzt, d.h., wir müssen keine Kräfte aufwenden, um uns zu entwickeln – die Natur selbst regt in uns von innen die Wachstumskräfte und –verlangen an, erhebt an unserer Stelle die Bitte um die Entwicklung, MaN, sie erwacht von alleine in uns.

Der Schöpfer (die Natur) wirkt von zwei Seiten – aus dem Inneren des Embryos heraus, der nach der Entwicklung strebt und sich bezüglich der Mutter annulliert, und vonseiten des mütterlichen Organismus, der sich um den Embryo kümmert und ihn nicht als einen Fremdkörper wahrnimmt.

Sie werden von der tierischen Anhänglichkeit, Liebe zueinander gesteuert – sowohl vonseiten des Erwachsenen dem Kleinen gegenüber als auch umgekehrt.

Auf der „tierischen“ Stufe, in den späteren Jahren, müssen wir uns ebenfalls einander gegenüber annullieren, um von den Anderen lernen zu können. All das wird jedoch von den natürlichen Instinkten gesteuert.

Wenn es allerdings um die Entwicklung der Seele geht, die höher als die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe liegt – auf der Stufe Mensch/Adam (Adam/dome bedeutet „dem Schöpfer ähnlich“) –, dann muss man die Bitte um die Korrektur, MaN, selbst erheben. Das heißt, es ist ein Verlangen notwendig, das von dem Menschen selbst ausgeht.

Der Anstoß zu diesem vorausgehenden Verlangen wird uns als ein Teil des Schöpfers von oben gegeben – das ist der „Punkt im Herzen“, den wir von oben zusammen mit allen anderen Mitteln erhalten: den Büchern, dem Lehrer, der Gruppe.

Und wir müssen durch die richtige Nutzung dieser Mittel zur Forderung nach der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer gelangen (die Kraft P1 kommt vom Schöpfer, und P2 muss von dir ausgehen).

Ich habe das Verlangen, mich zu entwickeln, doch weder die Kraft noch das Verständnis, wozu und wie. Vor mir ist alles verborgen… Doch dafür ist mir die Gruppe, die Umgebung gegeben. Das ist der Grund, warum die gemeinsame Seele zerbrochen wurde.

Schließe sie alle an deinen Punkt im Herzen an und du bekommst die Kraft, die zum Handeln ausreichend ist. Hinter deinem Punkt im Herzen steht die Gruppe, und wenn du Hilfe von ihr bekommst, wirst du ein MaN an den Schöpfer erheben können (der sich in Wirklichkeit ebenfalls innerhalb der Gruppe befindet…).

Dann wirst du die Antwort vom Schöpfer, MaD, die Kraft zur Entwicklung, das Licht, das zur Quelle zurückführt, erhalten.

Und es ist unwichtig, wo du den ganzen Tag arbeitest, wichtig ist, wo deine Gedanken sind, dort bist auch du selbst. Und deine Gedanken kannst du mit Hilfe der Umgebung bestimmen.

Lasst uns also vereinbaren, dass wir uns mit aller Kraft bemühen werden, dass niemand von uns auch nur für einen Augenblick vergisst, dass wir verbunden sein müssen, auf diese Weise werden wir einander gegenseitig erwecken!

Lasst uns ein Verlangen danach entwickeln und alle zusammen, mit allen unseren Freunden weltweit, die höhere Kraft, den Schöpfer, an dieses Verlangen anschließen! Soll Er uns helfen, nur an die Verbindung, nur an die Bürgschaft zu denken!

Wenn du nicht erwachst, werden die Anderen auch nicht erwachen! Und wenn die Anderen nicht erwachen, werde ich morgen ebenfalls im Unterricht schlafen! Es gibt keinen Ausweg, wir müssen für das vorausgehende Verlangen sorgen, indem wir es von der Gruppe erhalten, und uns damit an den Schöpfer wenden.

Alles, was die Natur mit einem Embryo, einem Kind, jedem, der in dieser Welt lebt, macht, indem sie sie zur Entwicklung vorantreibt, müssen wir selbst tun und unsere Entwicklung selbst hervorrufen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 23.11.2010

Der Paradigmenwechsel

Ich enthülle die Einheit durch direkte und indirekte Handlungen.

Indem ich direkt handle, kümmere ich mich um die Freunde, ich helfe ihnen, bereite Kaffee und Tee für sie vor, bediene sie – kurz gesagt, ich verbinde mich. So ist es in unserer Welt üblich: wir kommen den Menschen näher, indem wir sie mit Geschenken erfreuen.

Und was die spirituellen Handlungen betrifft, muss ich in den Freunden die besten Menschen der Generation sehen. Sie sind miteinander zusammengeschweißt, und ich befinde mich außerhalb ihrer Vereinigung und beuge mich vor ihnen, um zu einem Ganzen mit ihnen zu werden. Und ich richte mich insbesondere während des Studiums auf diese Korrektur aus.

Infolge aller meiner Anstrengungen – ob inneren oder äußeren, ob in der Handlung oder in der Absicht – kommt zu mir das Leuchten der höheren Stufe, die ich mir als korrigiert vorstelle. Ich stelle mir vor, dass wir alle dort vereint sind und zusammen das Licht zwischen uns enthüllen, entsprechend der Ähnlichkeit der Eigenschaften.

Meine gesamte Arbeit besteht darin, durch meinen Selbstverzicht die Einwirkung des Höheren hervorzurufen. Nur nicht stören, nur mich einfügen. Dieses Stadium nennt sich „drei Tage des Einnistens des Samens in der Gebärmutter“.

Ich muss mich lediglich im Inneren absorbieren lassen, noch mehr und noch mehr, indem ich mich über dem Egoismus annulliere, um kein Fremdkörper innerhalb des Höheren zu sein. Denn sonst kommt es zu einer Vergiftung.

„Der Höhere“ ist kein Abstraktum, es sind Freunde. Sie sehen immer schlimmer in meinen Augen aus, und ich muss dem ständig durch die Arbeit über dem Wissen entgegenwirken.

Man könnte meinen, die Außenwelt bietet mir eine wunderbare Umgebung aus klugen, gesunden, fröhlichen Menschen, die sehr schön die Zeit verbringen können.

Und hier regen mich dumme Gespräche und Heuchelei auf. Und ich arbeite immer mehr, um in jedem Zustand die Einzigartigkeit und die Größe meiner Freunde enthüllen zu können.

Das Stadium der Entstehung ist ein langwieriger Prozess, und dessen Ziel ist der Selbstverzicht. Ich befinde mich im Mutterleib – in einer besonderen Gruppe, unter den Freunden, mit denen ich mich verbinden und durch die ich die Hilfe von oben erhalten muss.

Der Zustand des Embryos ist eine Übergangsphase. Der Aufstieg zur ersten spirituellen Stufe ist am schwierigsten.

Doch wie ist das möglich? Denn es steht geschrieben, dass die Korrektur vom Leichten zum Schwierigen verläuft. Und dennoch schreibt Baal HaSulam in dem Artikel „Ein Gebot“: „Der schwierigste Moment am Dienen für den Schöpfer ist die erste Anheftung“.

Es gibt keinen anderen Ausweg, denn es geht um einen Paradigmenwechsel, um einen Wechsel der Einstellung, der Wahrnehmung der Realität. Dabei werden sehr viele Parameter in einem Menschen verändert, und er beginnt, die Welt mit ganz anderen Augen zu sehen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 02.11.2010