Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Frage'

Der eine verliert, der andere gewinnt…

Eine Frage, die ich erhielt: Die Teilnahme am Kongress im November 2010 kostet 800 Schekel (200 $) pro Person. Ist das nicht zu teuer?

Außerdem werde ich persönlich als Mann und Gruppenmitglied wie üblich drei Tage lang in der Küche und mit anderen Arbeiten beschäftigt sein. Warum wird von mir auch noch Geld für den Eintritt verlangt?

Meine Antwort: Ich habe bereits veranlasst, dass Sie zu keinerlei Arbeiten zugelassen werden. Sie können drei Tage lang in der Kongresshalle als Gast verbringen. Wir sehen die Arbeit im Servicebereich nicht als Pflicht, sondern als Belohnung für denjenigen, der sie machen darf, an.

Freunde bezahlen Kongresskosten und verbringen den Kongress mit Arbeit in der Versorgung – dafür bezahlen sie. Und Sie können sie übrigens fragen, sie werden Ihnen sagen, dass der eigentliche Kongress gerade in der Küche stattfindet, wo das Essen für 7000 Erwachsene und 1600 Kinder gekocht wird!

Sie haben einfach ein anderes Gehirn! Genauso kann man während des Kongresses auch eine Anzeige lesen: „Achtung, Ausverkauf! Sonderangebot! Das Buch x, Normalpreis 30 NIS, wird heute zum Preis von 40 NIS verkauft!“

Es ist allgemein bekannt, dass unsere gesamte weltweite Organisation keine Mittel aus fremden Quellen bezieht, sondern nur durch Beiträge von Freunden finanziert wird.

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Das geistige Visier

Frage: Wenn wir in der Finsternis gehen, worauf sollen wir uns orientieren, um alle Etappen der geistigen Arbeit durchzugehen, bis wir verstehen, dass alle Bemühungen erschöpft sind und wir den Schöpfer darum bitten werden, uns zu helfen?

Antwort: Wir sehen den Schöpfer nicht und wir können mit Ihm nicht spielen, so wie das Kind mit dem Erwachsenen spielt. Anstelle von sich hat der Schöpfer für uns ein Spielfeld geschaffen – die Gruppe der Freunde.

Dafür hatte er die von Ihm geschaffene Seele speziell in Teile zerschlagen, damit wir uns nicht zu jedem einzelnen Teil, sondern zu ihrer Vereinigung wie zu Ihm verhalten könnten und das Kli ähnlich dem Licht gemacht hätten. Von der Liebe zu den Schöpfungen – zur Liebe zum Schöpfer.

Deswegen muss ich mich in Bezug auf die Gruppe (nicht den einzelnen Freunden) von allen materiellen Berechnungen abtrennen und „mich, die Gruppe, den Schöpfer“ als Ganzes sehen sowie meine Beziehung und den Zustand zum Schöpfer nach meiner Beziehung und dem Zustand in der Gruppe prüfen. Den Schöpfer sehe ich ja nicht, aber die Freunde sehe ich schon!

Dank der Verhüllung ermöglicht mir der Schöpfer, mich unabhängig und Ihm ähnlich aufzubauen.

Ich möchte in das Ziel treffen, das hinter dem Horizont liegt. Es ist nur dann möglich, wenn ich einen sichtbaren Orientierungspunkt habe und wenn ich mich auf ihn einstimme, so werde ich unbedingt ins unsichtbare Ziel treffen.

Dieser Orientierungspunkt in der Errungenschaft des Ziels, des Schöpfers ist eben die Gruppe, die der Schöpfer für uns (und von uns) künstlich geschaffen hat und Er hat uns die Illusion gegeben, dass wir einander verhasst sind.

Und im Maß unserer Vereinigung „treffen“ wir Ihn genauer. Und wenn wir uns eben dafür vereinigen, um Ihn zu finden, dann ist es die richtige Arbeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von RABASH vom 15.09.2010

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Kabbala und Geldverdienen

Frage: Auf Bitte eines Freundes möchten wir eine Frage, die ihn sehr beschäftigt, stellen: Darf er sich als Ihr Schüler vorstellen und den Menschen für Geld den Segen erteilen und ihnen dadurch in schwierigen Lebenssituationen helfen?
Außerdem schlägt er vor, das zu einer lokalen Gruppenaktivität zu machen, weil er meint, es habe etwas mit der Verbreitung zu tun und erwecke bei den Menschen Interesse für Kabbala.
Da er Geldsorgen hat, steht er im Moment vor der Wahl, einen riskanten Job anzunehmen oder zu versuchen, mit solchen Segnungen Geld zu verdienen. Wir wissen nicht weiter und fragen deswegen Sie, um keine Fehler zu machen.

Meine Antwort: Auf keinen Fall darf man mit Kabbala Geld verdienen, wobei man auch noch Menschen betrügt. Und wenn sich so etwas in der Gruppe beobachten lässt, muss derjenige sofort aus der Gruppe ausgeschlossen werden.
Man darf niemals Kabbala zum Geldverdienen benutzen – das schneidet den Menschen völlig vom spirituellen Weg ab. Es darf kein Segen erteilt werden – das ist eine Lüge!
Nur das Verlangen der Gruppe und die Gedanken an den Freund, wenn sie uneigennützig sind, können ihm helfen. Mit Kabbala Geld verdienen darf man auf gar keinen Fall!
Das betrifft ebenfalls solche Flüche wie Pulsa de Nura, als ob man mit deren Hilfe jemandem schaden könnte. Es gibt keine Wunder auf dieser Welt!
Wir müssen nur nach dem Licht, der Kraft des Gebens und der Liebe, streben, das ist die einzige positive Kraft in der Welt. Sie hervorzurufen, ist unsere einzige Möglichkeit, etwas in der Welt zu bewegen, unser einziger freier Wille.

 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >  Kabbala Akademie

Jeder lebt für die anderen

Eine Frage, die ich erhielt: Reicht es, wenn wir uns selbst korrigieren, um die ganze Welt dadurch zur Korrektur zu bringen?

Meine Antwort: Nein. Da eine Verbindung zwischen allen Seelen existiert, kann keine Seele (Stufe) ihre Korrektur vollbringen, ohne dabei einen Teil von der nächsten Stufe zu korrigieren. Kein Mensch lebt nur für sich selbst, und dieses ganze System ist ein System des gegenseitigen Gebens.

Und deshalb kann es nicht sein, dass jemand sich selbst um seines eigenen Willens korrigiert. Jeder lebt dafür, um für eine Erfüllung und Korrektur von jemand anderem zu sorgen.

Es kann nicht sein, dass die sich korrigierende Seele keinen Teil hat, den ihre Vorgänger für sie korrigiert haben oder keinen Teil, den sie selbst für die anderen korrigieren muss.

Es ist bekannt, dass der obere Teil von jeder Seele, ihr G“A, sich in dem unteren Teil, in AHA“P, der vorherigen, für sie höheren Seele (Parzuf) befindet. Und ihr unterer Teil, ihr AHA“P, befindet sich in G“A von der unteren Seele.

Deshalb findet unsere freie Wahl dort statt, wo wir nicht mit der höheren oder unteren Seele verbunden sind, in dem mittleren Teil unserer Seele, dem mittleren Teil von Sfira Tiferet.

Dort entsteht ein von allen Seelen freier Raum, unsere Willensfreiheit. Im Prinzip ist es eine besondere Verbindung innerhalb unserer Seele zwischen der unteren und der oberen Seele, in dieser Verbindung sind sie gleichbedeutend, und deshalb bieten sie uns eine freie Wahl.

Ausserhalb von dem mittleren Teil von Sfira Tiferet gehören die Teile von der Seele nicht zu ihr selbst: Der höhere Teil gehört zu der höheren Seele, dem höheren Parzuf und der untere zu der unteren Seele, dem unteren Parzuf, also zu ihrem Nachfolger.

Deshalb wird die Rechnung immer mit dem Geben an den Unteren und den Oberen gemacht. Und die Entscheidung darüber wird immer in der Mitte getroffen, und mehr Freiheit gibt es nicht.

Ausser diesem künstlich geschaffenen mittleren Punkt, die Klipat Noga heisst, der durch die Verbindung von Bina und Malchut entsteht, der Punkt meiner Wahl, gehört alles andere nicht mir, sondern den in Bezug auf mich höheren oder unteren Parzufim. Und ich stehe in der Mitte und muss mich die ganze Zeit entscheiden, wie ich mit ihnen verbunden bin.

Aber dieser Punkt, der die Entscheidung trifft, das bin doch ich, der Mensch [in hebr. Adam, von „dome“ – gleiche], der „Schöpfergleiche“. Von einer Seite ist Malchut, von der anderen Bina, und deshalb existiert in diesem Punkt ein besonderer Kontakt zwischen Malchut und Bina (Eigenschaften des Schöpfers und der Schöpfung), aus welchem die freie Entscheidung der Schöpfung, sich dem Schöpfer anzugleichen, stammt. Dieser Punkt heisst Adam – der Gleiche.

Und bis wir diese Entscheidung erreicht haben, sind wir kein „Mensch“, der Mensch beginnt mit
1. Erkenntnis des Unterschieds zwischen Bina und Malchut und 2. der Verbindung zwischen den Beiden.

Aus diesem Punkt wächst der Mensch, in dem Maß, in welchem er den Anderen mit seinen 613 Wünschen dienen soll: Höheren (mit 248 Wünschen) und unteren (mit 365 Wünschen).

Wenn du diese Entscheidung nicht triffst, bleibst du nur ein Punkt. Aber wenn du das machst, entwickelst du deine G“A und AHA“P, und sie verbreiten sich auf die gemeinsame Seele, alle Seelen, die höher oder niedriger sind als du.

Aus einem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ von Baal HaSulam, 12.09.2010

Durch die Lüge zur Wahrheit

Eine Frage, die ich erhielt: Warum haben die Kabbalisten uns absichtlich verwirrt, als sie die Bücher mit solchen Worten geschrieben haben, als handelte es sich darin um die materielle Welt?

Meine Antwort: Es wurde absichtlich gemacht, damit du aus dieser Verwirrung beginnst, die Wahrheit zu verstehen. Und ohne verwirrt zu werden, wirst du auch nichts verstehen.

Deshalb haben die Kabbalisten so viele Bücher geschrieben, denn wir sollen mit deren Hilfe zur Offenbarung kommen: aus dem Wunsch zu genießen – zum Wunsch des Gebens.

Und zwischen ihnen liegt ein riesiger Abgrund. Wir denken: man braucht nur das Plus gegen das Minus zu tauschen, aber es ist nicht einfach! Alle Gedanken und Wünsche sind miteinander verbunden, und wir müssen durch diese Verwirrung gehen. Jede Verworrenheit ist eine Frage, die ich beantworten muss. Und die Frage selbst ist schon die Hälfte der Offenbarung, wenn sogar nicht mehr.

Deshalb sind alle Zustände, durch die ich in der Finsternis und in der Kraftlosigkeit gehe, absolut obligatorisch. Ich weiß nicht, wie man die Wahrheit erreichen kann, ohne die Fehler und trügerischen Vorstellungen zu vermeiden, ohne die unangenehmen Gefühle und Missverständnisse, dank derer wir wachsen.

Nur so kann man das Plus und das Minus, den Wunsch des Gebens (des Schöpfers) und den Wunsch, Genuss zu erfahren (des Geschöpfs) verbinden, durch das gesamte System, worin wir durch die Vertreibungen, Verhüllungen und durch das volle Chaos gehen.

Und wenn ich auf den zurückgelegten Weg schaue, dann sehe ich, dass es unmöglich war, einen Augenblick aufzuheben. Du entfernst einen Augenblick aus dem ganzen Weg, und schon ist nichts mehr klar! Es wird keine Vollkommenheit am Ende sichtbar, wir werden sie weder verstehen, noch offenbaren.

Deshalb sind alle Handlungen notwendig. Es war unmöglich, den Sohar anders zu schreiben. Der Mensch kann nicht lernen, ohne die Fehler zu begehen. Er soll das Gegenteil zur Wahrheit enthüllen. Auf diese Weise lehren wir die Kinder – wir verwirren sie, damit sie aus den Fehlern lernen – dann werden sie sich im richtigen Leben nicht irren.

Darin liegt der Unterschied in der Entwicklung aufgrund der Leiden oder mit Hilfe der Wissenschaft der Kabbala.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 07.09.2010

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Der geistige GPS-Navigator

Eine Frage, die ich erhielt: Als ich nach der Vorlesung in Ber-Shewa mit dem Auto nach Hause zurückfuhr, dachte ich nach, als ich meinen GPS Navigator anschaute, der mir den Weg zeigte und mich über die verborgenen Kameras auf den Kreuzungen warnte: warum gibt es in der geistigen Natur keinen solchen Navigator, der einem den Weg vorsagen würde, warum muss man sich nur auf die Hinweise der Kabbalisten und die Aussagen der Propheten verlassen?

Meine Antwort: In der Geisteswelt gibt es solchen Navigator nicht. Denn du „fährst“ in unserer Welt in ein und demselben egoistischen Wunsch fort – entweder in einem größeren oder im kleineren Wunsch. Und deshalb kannst du irgendwelche Annahmen darüber treffen, was im nächsten Augenblick sein wird, sowie dich auf die Erfahrung anderer Menschen verlassen.

Und sie schaffen für dich sogar solche Geräte, die dir den Weg zeigen. Sie können dir den ganzen Prozess und alle Stufen dieses Weges beschreiben, damit du im Voraus verstehst, was es bedeutet, groß und erwachsen zu sein.

Aber in der geistigen Entwicklung gehen wir die Zustände durch, die wir nicht voraussagen oder im Voraus vorstellen können. Deshalb kann es hier keinen Navigator geben! Denn wir sehen nie das nächste Bild im Voraus, wir haben keine Instrumente der Wahrnehmung, womit man es sehen könnte.

Stattdessen zeigt man uns das Spiegelbild das Unerwünschte. Und wenn du verstehst, dass deine Unlust zur Verbindung mit anderen Menschen die zukünftige Form ist, die man folglich korrigieren muss – dann wird sie dir als geistiger GPS Navigator dienen.

Der Navigator existiert also, zeigt uns aber das Kehrbild, das unserem Ego sowie unserem Wunsch, Genuss zu erfahren, unangenehm ist!

Weiterhin hängt alles davon ab, wie du diese Zustände annehmen wirst. Aber normalerweise wendest du dich um und fährst rückwärts, und denkst dabei, dass sich dort das Ziel befindet.

Du denkst: das geistige Ziel ist nicht gerade leicht und angenehm, warum soll ich dorthin fahren?

Aber nachdem du abgebogen bist, erscheint sofort der GPS, der dich unterstützt und alle Mittel dieser Welt – die Meinung der Gesellschaft und ihre angebotene Hilfe… So geht der Mensch der geistigen Welt verloren!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 03.08.2010

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Der Traum vom Glauben über dem Verstand

Eine Frage, die ich erhielt: Was soll ich tun, wenn ich mir jedes Mal, wenn ich „Glaube über dem Verstand“ höre, sofort automatisch einen egoistischen Nutzen vorstelle?

Meine Antwort: Es ist alles richtig. Wir sind nicht in der Lage, anders zu denken. Jede altruistische Eigenschaft, die irgendwann einmal in uns entsteht, entsteht „von oben“, d.h. unter der Einwirkung des Höheren Lichtes, das zur Quelle, zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, zurückführt.

Und wenn wir noch nicht das Verlangen, ohne Eigennutz zu geben, verspüren, dann müssen wir alles tun, was die Einwirkung des Höheren Lichtes auf uns hervorruft, damit das Licht kommt und uns diese Eigenschaften verleiht.

Wenn ich erkenne, dass ich nicht in der Lage bin, das uneigennützige Geben zu wollen, ist es bereits ein gutes Verständnis unserer Natur, über welches ein gewöhnlicher Mensch nicht verfügt. Es ist ebenfalls durch die Einwirkung des Lichtes auf uns hervorgerufen und bedeutet die Annäherung an die Spiritualität.

Das Höhere Licht zeichnet in meinem Egoismus seine Eigenschaften, deshalb kann ich verstehen, was das Geben „außerhalb von mir“ bedeutet, und das uneigennützige Geben ohne Gegenleistung wollen. Wenn der Mensch über ein solches Verständnis verfügt, dann befindet er sich bereits auf dem Weg zum Eingang (Machsom) in die spirituelle Welt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 26.07.2010

Der Punkt, aus dem die Rettung kommt

Es wird die ganze Zeit ein und dieselbe Frage wiederholt: warum konnte das Licht von Anfang an kein fertiges Geschöpf erschaffen, das dem Schöpfer ähnlich wäre?
Dies ist jedoch unmöglich! Es ist unmöglich die Eigenschaft des Gebens direkt vom Schöpfer an die Schöpfung zu übertragen. Deshalb müssen wir durch das Zerbrechen der Welten (in der Welt Nekudim) und der Seele (der Sündenfall mit dem Baum der Erkenntnis) gehen.
Andersfalls kann man nicht die Eigenschaft des Gebens mit der Eigenschaft des Erhaltens, Bina mit Malchut verbinden – nur mit Hilfe des Zerbrechens, mithilfe der Sünde von Adam oder dem Zerbrechens des Tempels.
Aber was hat den Menschen dazu gezwungen, die Frucht (den Apfel) vom Baum der Erkenntnis zu schmecken?
Es ist genauso mit dem Genuss, den man sieht und versteht, dass er schädlich ist, folglich empfindet man die Scham, aber man dennoch bereit, den Genuss zu erfahren, weil die Versuchung viel zu groß ist, es ist unmöglich, sogar unter Todesdrohung darauf zu verzichten.
Und der Genuss löscht die Scham nicht aus, sondern zwingt dich sogar, weiterzumachen!
Hier muss man eben die Schlussfolgerungen machen und, lernen, weil gerade in diesem Punkt die Versündigung Adams am allgemeinen Egoismus (am Baum der Erkenntnis) offenbart wird, über die es gesagt ist: „Aß und wird noch essen!“ – er ist nicht in der Lage, aufgehalten zu werden, da dieser Genuss viel zu groß ist, obwohl er weiß, dass er verboten ist. Hier ist gerade der Punkt, wo sich der Unterschied zwischen dem Licht und dem Wunsch offenbart. Und wenn du empfinden und wollen wirst, ihn zu korrigieren, dann wirst du fühlen, das hierfür das Licht notwendig ist, das zur Quelle zurückführt!
Es gibt keine andere Wahl, als zu fühlen, dass man alleine nicht in der Lage ist, sich zu helfen, so dass nur das Wunder von oben einen retten kann! Folglich fordert man das Licht und bekommt die Rettung.
Die Rettung kommt nur aus diesem Punkt des Menschen. Und der Schöpfer ruft „die Tiere nicht“ auf, aus Ägypten hinauszugehen, denn es ist „der Mensch“ bereits, der beim Auszug „das Vieh“ hinter sich führt…
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 29.08.2010

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Der Fußgänger, der von Punkt A zum Punkt B ging

Eine Frage, die ich erhielt: Ist es möglich, die ganze Zeit die Absicht „Glaube über dem Verstand“ zu haben?

Meine Antwort: Natürlich, ist es unmöglich. Aber die Kabbalisten reden nicht darüber, ob wir es können oder nicht. Wir sind dazu einfach verpflichtet!

Und wenn wir es nicht können – dann bitten wir um Hilfe, und der Schöpfer macht für uns diese Arbeit! Die ganze Arbeit ist Arbeit des Schöpfers, und nicht des Menschen. Aber wir müssen Ihn bitten, diese Arbeit zu erfüllen. Der Mensch ist verpflichtet, bis ans Ende seiner Versuche anzukommen, um die Arbeit selbst zu erfüllen! Obwohl ihm von vornherein klar ist, dass am Ende auf ihn der Misserfolg wartet, dass er mit eigenen Kräften nicht das Ziel erreichen kann. Aber der Erfolg liegt darin, dass er begreift, dass der Schöpfer alles machen wird, und er weiß jetzt genau, wie er Ihn bitten hat.

Ich befinde mich ständig in diesem Prozess, wenn ich mich zwischen dem Ausgangspunkt und dem Endziel bewege, das ich unbedingt erreichen muss. Das Endziel ist das Geben, die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen, der Glaube über dem Verstand, das Geben über dem Erhalten. Und vom Anfangspunkt her soll ich die Endstation erreichen.

Und auf dem Weg habe ich Folgendes:

1) Tu alles, was in deinen Kräften ist! Es ist das Wichtigste.

2) Die vollkommene Enttäuschung über meine eigenen Kräfte.

3) Das Verständnis, dass nur der Schöpfer mich retten kann.

4) Wir beginnen gemeinsam, im Geben (Chafez Chessed) und in der Liebe zu arbeiten.

Aber wenn ich mich am Ausgangspunkt befinde, dann soll ich wissen, dass ich unbedingt am Ende ankommen werde, ich muss nur auf die eigenen Kräfte hoffen! Ich kann nicht die Hände in den Schoß legen und auf die Handlung von oben warten. Wenn ich mich bis zum Ende in der ersten Etappe nicht hingeben werde, und nicht alles Mögliche tue, was in meinen Kräften liegt – dann werde ich niemals an die Verzweiflung, an das Verständnis der eigenen Kraftlosigkeit herankommen, d.h. mir wird niemals bewusst, dass ich die Hilfe des Schöpfers brauche. Und wie werde ich das Licht hervorrufen, das zur Quelle zurückführt? Stufenweise wird der nächste Zustand bestimmt und aufgebaut. Der Mensch weiß nicht genau, wo er sich befindet und was auf ihn auf der folgenden Etappe, in dem folgenden Augenblick erwartet. Aber der ganze Aufstieg verwirklicht sich aufgrund seines Drucks.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 30.08.2010

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Der spirituelle Krankenwagen

Eine Frage, die ich erhielt: Männer haben eine Gruppe, von der sie in jedem Zustand Unterstützung erhalten. Was soll aber eine Frau während ihrer „Abstiege“ tun?Woher soll sie Kraft schöpfen, um dem wachsenden Egoismus zu widerstehen, der den spirituellen Abstieg (Gleichgültigkeit, Entmutigung, Fehlen der Größe des Ziels des „Gebens“) hervorruft?

Meine Antwort: Im Laufe von vielen Jahren wurden mir ähnliche Fragen während eines jeden Frauenunterrichts gestellt.
Doch heute gibt es eine praktische und wirksame Antwort darauf: unser spiritueller Stimulator, den wir alle gemeinsam aufbauen.
Frauen müssen genauso daran teilnehmen wie Männer, denn alle unsere Verlangen addieren sich zu einem gemeinsamen Verlangen, Kli, dessen Größe unser Recht auf die Enthüllung des Lichtes des Schöpfers bestimmt.

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