Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Auf direktem Weg zum Schöpfer

Aus einem Brief von Baal Sulam an seine Schüler (Nr. 52): „Ruft Ihn an, während Er nahe ist“ – das heißt, wenn ihr den Schöpfer ruft, um Ihm nähern zu kommen, so wisset, dass Er euch bereits nahe ist.  Andernfalls würdet ihr Ihn nicht rufen. Dies ist auch die Bedeutung des Verses: „Noch bevor sie rufen, werde Ich antworten“, das heißt, wie oben gesagt, wenn ihr Ihn ruft, hat Er euch bereits erweckt, Ihn zu rufen…

Es ist selbstverständlich, dass dieses Wissen den Menschen darin stärkt, sein Herz mehr auszuschütten, denn es gibt keine größere Ehre als wenn der König der Welt ihm aufmerksam zuhört. Das gleicht den Worten der Weisen: „Der Schöpfer sehnt sich nach den Gebeten der Gerechten“, denn durch die Sehnsucht des Schöpfers nach dem Ruf des Menschen erwacht im Menschen große Kraft und Sehnsucht, den Schöpfer zu begehren, wie es heißt: „Wie das Wasser das Angesicht spiegelt, so spiegelt das Herz des Menschen den Menschen.“ Es zeigt sich, dass das Sprechen des Gebets und das Hören des Gebets einander ergänzen und sich zu einem vollständigen Maß vereinen. Das ist die Bedeutung der Worte: „Ein Wind wird ziehen und ein Wind wird kommen.“ Achte auf diese Dinge, denn sie sind die grundlegenden Prinzipien auf dem Weg des Schöpfers

 Wir müssen die direkte Welle finden, die zum Schöpfer und von Ihm zurückführt, um zu fühlen, dass wir mit Ihm auf einem gemeinsamen Kommunikationskanal sind, wie es heißt: „Ich zu meinem Geliebten, und der Geliebte zu mir.“ Alles, was in mir geschieht, kommt von Ihm, und wenn ich Ihm richtig antworten will, muss ich mich mit Ihm verbinden und in Ihm die richtige Antwort darauf finden, wie ich Ihm antworten soll.

In dieser ersten Welle der Verbindung, die ursprünglich von Ihm ausgeht, muss ich suchen, wie ich Ihm auf derselben Welle richtig antworten kann – so, dass alles bei Ihm endet. Auf diese Weise erhalte ich vom Schöpfer meine Form. Er lehrt mich ständig, und ich bitte Ihn immer wieder, mir zu zeigen, wie ich sein soll, wie ich Ihm antworten soll, wie ich reagieren soll.

Wenn ein Mensch ununterbrochen an diesem Punkt arbeitet, stellt sich heraus, dass er immer ausschließlich diesen einen Punkt der Trennung vom Schöpfer hat – den einzigen Punkt, an dem er das Gefühl hat, nicht zum Schöpfer zu gehören. Genau von diesem Punkt aus möchte er den Schöpfer als denjenigen offenbaren, der im Menschen alle möglichen Eigenschaften, Fragen und Bitten formt und dabei verschiedene äußere und innere Bedingungen für ihn schafft.

Auf diese Weise geschieht alles durch den Schöpfer, und der Mensch ist lediglich jener Punkt, der dies unterscheidet und wahrnimmt. Von diesem Punkt aus wendet sich der Mensch an den Schöpfer und fragt, was er als Nächstes tun soll, wie er reagieren soll. Er verbleibt stets an diesem einen entscheidenden Punkt der Entscheidung. Es stellt sich also heraus, dass alles, was der Mensch hat, vom Schöpfer kommt.

Deshalb muss man in jedem Augenblick versuchen zu verstehen, dass alles, was in mir spricht, nur der Schöpfer ist. Und wie ich darauf reagieren werde – das ist ebenfalls Er. So werde ich erkennen, dass „es nichts außer Ihm gibt“.

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Aus der Vorbereitung auf den Unterricht

 

Beispiele des Höheren

Der Schöpfer wird durch verschiedene Formen des Gebens enthüllt, jedoch wird er in uns enthüllt, dem empfangenden Verlangen. Andernfalls würden wir diese Ausdrucksformen nicht empfinden. Sie kommen von oben, allerdings müssen wir diese annehmen und ihnen von unten, von unserem Ende her, ähnlich werden.

Das macht den ganzen grossen Unterschied aus. Wir haben ein ähnliches Beispiel in unserer Welt, wenn wir etwas begreifen, sehen, fühlen und schmecken, aber dann müssen wir es selbst kopieren. Hierin steckt eine enorme Anstrengung. In der spirituellen Welt senkt Ima ihren unteren Teil in Seir Anpin ab und gibt ihm ein Beispiel mit ihrem Reflektierendem Licht (Or Choser). Wenn das Höhere auf diese Weise handelt, kann das Niedrigere nicht scheitern, denn es sieht ein fertiges Beispiel.

Auf die gleiche Weise geben wir kleinen Kindern erprobte, zuverlässige Beispiele, die es ihnen nicht erlauben, Fehler zu machen. Wenn jedoch ein Kind selbst nachahmen möchte, was wir ihm gezeigt haben, dann ist das bereits ein Problem. Es macht einen Fehler und erkennt, dass es zuerst Kraft und Wissen erlangen muss.

Entsprechende Prozesse geschehen in der spirituellen Welt. Auch wenn der Schöpfer uns Beispiele gibt, und obwohl alle Stufen von Oben kommen, kommen sie in der entgegengesetzten Form. Ihnen fehlen unsere Anstrengungen, verbunden mit Verlangen als auch Verständnis, was Bemühungen im Herzen und im Verstand bedeutet.

Nur durch beifügen unserer Anstrengungen zu Verlangen und Verstand, erkennen wir die durch den Höheren gegebenen Beispiele, folglich wandeln sich diese dadurch von Finsternis in Licht. Schliesslich sind sie für uns zuerst in Finsternis getaucht, weil wir spüren, dass wir ausserstande sind, dies selbst zu tun. Rabash schreibt davon im Artikel: „Die Einbeziehung der Eigenschaft der Gnade in das Urteil.“

Der Schöpfer wird ein „Weiser“genannt, denn Er besitzt das Licht Chochma und alle notwendigen Kräfte. Ein Mensch, der sich ein Beispiel am Schöpfer nimmt, wird ein „Schüler eines Weisen“ genannt, denn er kopiert des Schöpfers Formen des Gebens.

Trotzdem müssen wir verstehen, dass dies nicht nur das Kopieren einer Handlung ist. Zunächst müssen wir damit einverstanden sein, diese Form anzunehmen, weil das etwas ist, was wir überhaupt nicht wollen. Wenn wir damit einverstanden sind, bedeutet das, dass wir uns irgendwie selbst einschränken und einen Ort in uns schaffen, wo diese sich offenkundig machen können, dann sind wir bereit diese Formen in unserem empfangenden Verlangen wahrzunehmen, und sodann zu verstehen, wie sie gebildet wurden und sie zu wiederholen. Dies bedeutet, ungeachtet unseres Verlangens zu studieren, zusammen mit dem Verlangen und dem Verstand, bis wir erkennen, wie wir die Beispiele des Schöpfers in der Praxis an uns selbst ausdrücken und ausführen können.

Eine lange Kette von Handlungen liegt zwischen unserer Bereitschaft, ein Beispiel zu empfangen und es lebendig werden zu lassen. Und all dies, wird „das Werk des Schöpfers“ genannt, da wir das Beispiel, das wir erhielten und selbst verwirklichen, mittels der Kraft und der Weisheit, die auch von oben kommen.

Während des ganzen Prozesses müssen wir nur das Verlangen haben aufzusteigen – das Verlangen, das wir von der Umgebung empfangen.

Aus dem 1.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 02/03/2011, Schriften von Rabash

Wünsche die durch das Feuer führen

Es gibt die Eigenschaft „Gold” (Sahaw) und es gibt die Eigenschaft „Silber” (Kessef) (Baal HaSulam, Shamati, 175, „Wenn aber des Weges dir zu viel ist”).

Der Artikel „Wenn aber des Weges dir zu viel ist“ ist etwas Besonderes. Er besagt, dass wir nicht darauf achten sollten, wie weit wir uns vom Schöpfer entfernt fühlen, sondern wir dafür sorgen können, dass unsere Entfernung von Ihm zu einer Annäherung wird.

Silberne Kelim symbolisieren Gefäße, um das Licht Chassadim zu empfangen, goldene Kelim symbolisieren Gefäße, um das Licht Chochma zu empfangen.

Wenn wir klar verstehen, dass alles, was der Schöpfer tut, zu unserem Wohl geschieht, dann müssen wir all die silbernen und goldenen Kelim (Gefäße), die in uns sind, durch das Feuer führen und einschmelzen, d. h. ihre äußere Form entfernen.

So können wir aus ihnen neue Kelim erschaffen, die unseren neuen Wünschen entsprechen.

Denn „durch das Feuer führen” bedeutet, dass man mit eigenem Verlangen alles verbrennen möchte, ohne etwas von der früheren Form zu hinterlassen. Dann kann man aus demselben Material, das wieder zu einem Stück Metall geworden ist, eine neue Form schaffen.

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Aus einem Unterricht zum Artikel aus dem Buch „Shamati”

 

Das multidimensionale „Lego“ der Schöpfung

Der Schöpfer erschuf ein einziges Verlangen, das sich ursprünglich in völliger Einheit mit dem es erschaffenden Licht befand – in einer Verschmelzung, die durch die Kraft des Lichts aufrechterhalten wurde.
Dies ist der allererste Zustand – und aus Sicht des Schöpfers bereits ein absolut vollkommener. Doch die Schöpfung empfindet ihn nicht! Schließlich ist dies ein vom Schöpfer geschaffener Zustand, dem das Bewusstsein der Schöpfung fehlt. Im Grunde gibt es hier noch gar kein Geschöpf – es existiert lediglich etwas, das erschaffen wurde und durch die Kraft, die es erschuf, existiert.

Deshalb muss das Geschöpf einen langen Weg zurücklegen, um zum Bewusstsein seiner selbst zu gelangen – und auf diesem Weg gibt es mehrere Etappen. Anfangs existiert es scheinbar gar nicht, als wäre es „aus dem Nichts erschaffen“ (Jesh mi Ajn). Doch am Ende dieses Weges soll das Geschöpf zu „etwas, das aus Etwas hervorgeht“ werden (Jesh mi Jesh) – wie der Schöpfer selbst.

Diesen Unterschied, vom Jesh mi Ajn zum Jesh mi Jesh, überwindet das Geschöpf allmählich, durch seine stufenweise Entwicklung, bis es schließlich eine zweite Natur erlangt – die Natur des Schöpfers.
Doch dafür muss es ständig eigenständig handeln, um sich selbst zu begreifen: Was ist das Geschöpf – Jesh mi Ajn, und was ist der Schöpfer – Jesh mi Jesh, und worin besteht der Unterschied zwischen beiden?

Es muss ständig diese beiden Zustände klären, sich mit ihnen einverstanden oder nicht einverstanden erklären – also zum Ausdruck bringen, was es will, nachdem es die Wahlfreiheit erhalten hat.
So nähert sich das Geschöpf immer mehr der Form des Schöpfers an und übernimmt sie nicht deshalb, weil sie angenehmer oder vorteilhafter ist – also nicht entsprechend seinem natürlichen, egoistischen Streben – sondern weil es tatsächlich die Eigenschaften des Schöpfers erwirbt, die Eigenschaften reines Gebens.

Jegliche Erkenntnis ist nur durch Ähnlichkeit der Eigenschaften möglich. Andernfalls ist es unmöglich, den Schöpfer oder irgendeine Seiner Eigenschaften zu begreifen oder zu verstehen, wenn man nicht selbst über diese Eigenschaft verfügt. Damit das Geschöpf den Schöpfer in seiner ganzen Fülle begreifen und ihm gleich werden kann, teilt der Schöpfer jenen Zustand, in dem Er sich mit der Schöpfung in Einheit befindet, in viele Teile auf – in aufeinanderfolgende Zustände, verschiedene Wünsche und Gedanken.

Man kann sich das vorstellen wie ein „Lego“ oder ein „Puzzle“, aber nicht flach oder dreidimensional, sondern mit einer unendlichen Anzahl von Dimensionen. Und jedes einzelne Teil dieses Legos besitzt unendlich viele Seiten, über die es mit allen anderen verbunden ist – so dass kein einziger Teil etwas Eigenes hat, sondern sein oberer Teil immer zum Höheren gehört und sein unterer Teil zum Niedrigerem darunter.

Sie sind alle so miteinander verbunden, dass keiner etwas Eigenes hat – außer einem einzigen zentralen Punkt: dem Punkt auf dem „Tabur“ (Nabel). Genau dort entscheidet jeder für sich, wie er sich mit seinem Verständnis und seiner Erkenntnis einbringen kann, um an dieser Verbindung, in die er nicht freiwillig geraten ist, teilzuhaben und all seine Kraft und seinen Willen dafür einzusetzen, diese Verbindung aufrechtzuerhalten!

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Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash

Was ist ein „Segen“?

Frage: Das letzte Kapitel der Tora heißt „Vezot HaBracha“ („Und dies ist der Segen“). Was bedeutet das?

Antwort: Ein Segen ist das Höhere Licht. Doch nicht einfach nur Licht, sondern das Licht, das den Menschen und die gesamte Menschheit korrigiert, sie zu einer einzigen, einheitlichen Form verbindet – und diese Form gleicht dem Schöpfer, befindet sich in Verschmelzung mit Ihm. Sie ist dem Schöpfer ähnlich, sowohl als Gefäß als auch in ihrer Erfüllung.

Das Licht, das uns korrigiert und uns dem Schöpfer ähnlich macht, wird Tora genannt.

Uns bleibt nur, zu lernen, wie wir die Tora empfangen, wie wir sie richtig auf uns lenken, sodass sie uns vollständig formt und gestaltet.

Der Segen ist der höchste Zustand, den ein Mensch erreichen kann – wenn er sich vollkommen „auf den Schöpfer kleidet“. Denn dann ist er wie ein Gefäß, das das Höhere Licht in sich aufnimmt.

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(Aus der TV-Sendung „Die Geheimnisse des ewigen Buches“)

Das stärkste Gebet ist das Verlangen der Gruppe nach der Eigenschaft des Gebens

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Rolle spielt das persönliche Gebet in der Kabbala und erhört der Schöpfer es? Kann ein Gebet, das mit eigenen Worten formuliert wurde, emporsteigen? Kann es sich auch auf körperliche Dinge beziehen, wie der Wunsch nach einem Haus oder gute Gesundheit?

Meine Antwort: Ein Gebet an den Schöpfer kann alles betreffen. Es muss jedoch aus dem Herzen kommen; gesprochene Worte haben nicht die geringste Bedeutung.

Tatsächlich ist alles, was wir spüren, schon unser Gebet. Wenn jedoch unsere Verlangen oder Gebete nicht mit dem Weg übereinstimmen, der zum Schöpfungsziel führt – der Gleichheit mit dem Schöpfer – dann werden sie „bereinigt“. In anderen Worten, wir erhalten „schlechte Noten“ (Bestrafung) und diese korrigieren uns. Das ist jedoch der lange und schwierige Weg zum Ziel.

Es gibt einen anderen kurzen und bequemen Weg, wenn wir unsere Verlangen oder Gebete auf die Gleichheit mit dem Schöpfer ausrichten – dem Schöpfungsziel. Wie machen wir das? Es ist nur durch die Vereinigung mit der Gruppe möglich und dadurch erhalten wir das Verlangen der Gruppe, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen. Dann gelangen wir zu einem Verlangen oder Gebet, das „kollektives Gebet“ (Tfila be Tsibur) genannt wird.

 

Ein voller Kelch des Segens

Es steht geschrieben, dass „der Kelch des Segens voll sein muss“, voll von Gebet, unseren Hoffnungen und dem brennenden Verlangen, vor dem Schöpfer zu stehen. Alle diese Vorbereitungen im Herzen werden als Kelch des Segens bezeichnet.

Wir bitten um Segen, wir bitten den Schöpfer unsere Natur umzuwandeln, unsere Herzen so zu verändern, dass Er uns anstelle von egoistischen Gedanken und Wünschen die Ausrichtung gibt und wir alles Leben Ihm, dem Schöpfer geben.

Das ist es, was man einen Kelch voller Segen nennt. Wir segnen den Schöpfer und danken Ihm dafür, dass Er uns mit einem grausamen und blinden Verlangen nach Genuss geschaffen hat – und uns befähigt, es in das Geben einzuhüllen, dem Gegenteil davon.

Wir erkennen, welch gewaltige Veränderung in uns stattfinden muss. Wir sind dem Schöpfer dankbar, dass er uns die Möglichkeit gibt, zwei entgegengesetzte Formen miteinander zu verbinden: unseren Egoismus, das Empfangen und das Geben. Wenn wir diese beiden Formen verbinden, werden wir uns dem Schöpfer annähern, Ihm ähnlich werden, zu Ihm aufsteigen,  Ihn verstehen und fühlen können.

Deshalb müssen wir, bevor wir mit dem Schöpfer in Kontakt kommen, erkennen, wo wir wirklich sind, warum der Schöpfer uns in dieser Form erschaffen hat und was wir tun müssen, um uns umzuwandeln und uns Ihm anzugleichen. Auf der Grundlage dieser beiden gegensätzlichen Formen können wir einerseits Geschöpfe bleiben und andererseits dem Schöpfer ähnlich werden und so unsere vollständige Korrektur erreichen.

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Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 21.06.2023

Aviut (Grobheit) – die Abstufung der Verlangen

„In jedem sich ausbreitenden Licht des Schöpfers werden sofort zwei Zustände offenbart. Der erste ist die Essenz des sich ausbreitenden Lichts, bevor diese Form des Verlangens zu genießen in ihm enthüllt wird. Der zweite Zustand tritt ein, nachdem die Form des „Verlangens nach Genuss“ darin aufgetaucht ist. Zu diesem Zeitpunkt wird es gröber und etwas dunkler, da es eine abweichende Form angenommen hat“ (Baal HaSulam, Das Studium der Zehn Sefirot, Teil 1, „Innere Betrachtung“, Kapitel 6, Punkt 24).

Aviut ist das, was die Schöpfung vom Schöpfer unterscheidet. Das Geschöpf spürt seinen Unterschied zum Schöpfer und diese Eigenschaft wird Aviut genannt, d.h. es ist etwas, das das Licht des Schöpfers zurückhält, da es den Unterschied zu Ihm erfährt.

In unserer Welt äußert sich dies als die Grobheit des Verlangens. Es gibt gröbere oder reinere Wünsche. Die Abstufung dieser Verlangen, wird Aviut genannt.

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Aus der Fernsehsendung „Das Studium der Zehn Sefirot (TES)“

Die Kraft, die die Form der Welt bestimmt

„Spirituelle Bewegung bedeutet Erneuerung der Veränderung der Form. Es bleibt uns noch, die Begriffe von Zeit und Bewegung zu erläutern, die wir fast in jedem Wort unserer Wissenschaft antreffen. Und wisse, dass spirituelle Bewegung nicht der physischen Bewegung von einem Ort zum anderen gleicht, sondern sie bedeutet Erneuerung der Form. Jede Erneuerung der Form bezeichnen wir als „Bewegung“. Sie gleicht vollkommen einem materiellen Wesen, von dem sich ein bestimmter Teil abtrennt, verschiebt und an einen anderen Ort bewegt, und daher wird die Erneuerung der Form als „Bewegung“ bezeichnet.“ (Baal HaSulam, Das Studium der Zehn Sefirot, „Innere Betrachtung“, Kapitel 9, Punkt 33).

Wir sprechen von der Kraft, die die Form der bestehenden Welt bestimmt. Sie verändert sich ständig, und deshalb verändert sich die Welt und damit auch wir in dieser Welt. Aber es ist fast unmöglich zu erklären, wie das geschieht, da sich das Wesen der existierenden Materie selbst verändert, nicht physisch, sondern spirituell.

In der spirituellen Materie verändern sich die Wünsche, die die Grundlage ihrer Existenz sind. Der Sinn und Zweck der Materie ändert sich, und so spüren wir nur die Folge davon.

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Aus dem „Studium der Zehn Sefirot (TES)“ vom, 12.2.23

Der Unterschied zwischen Azmuto und Licht

Die „Lehre der Zehn Sefirot“ besagt, dass es einen Unterschied zwischen Azmuto und Licht gibt.

Azmuto ist etwas Unbegreifliches, die Wurzel der Schöpfung. Licht ist das, was von dieser Wurzel ausgeht, sich ausbreitet und weiterhin viele verschiedene Arten der Schöpfung hervorbringt.

Baal Sulam schreibt, dass sich das Licht von Azmuto gerade durch seine Form unterscheidet, da das Licht bereits eine direkte Eigenschaft der Schöpfung enthält – den Wunsch zu empfangen, in Azmuto gibt es so etwas nicht.

Frage: Kann man sagen, dass Azmuto die Essenz des Schöpfers ist? Gibt es im Schöpfer überhaupt keinen Gedanken etwas für sich zu empfangen?

Antwort: Der Schöpfer ist die Quelle von allem, was existiert. Alles ist in Ihm. Man kann nicht viel über Ihn sagen, da man nichts über Ihn weiß.

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Aus der Fernsehsendung „Die Lehren der Zehn Sefirot (TES)“, 01.01.2023