Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Flamme der Liebe – über dem brodelnden Hass

Es steht geschrieben, dass die Schüler von Rabbi Shimon einen großen Hass füreinander empfanden, bevor sie anfingen, das Buch Sohar zu schreiben. Und dann fingen sie an, am Buch Sohar zu arbeiten, um die Verbindung zwischen sich zu erforschen, d.h. auf der Grundlage des Hasses eine gegenseitige Verbindung aufzubauen, und dann in der Freude, sowie mit einer großen Überwindungskraft die Flamme der Liebe anstelle der Flamme des Hasses zu enthüllen“.

Diese Erklärung macht den Satz „Weißes Feuer auf der Basis schwarzer Flamme“ plausibel. So beschrieben sie ihre Offenbarung, die Arten der Beziehungen zwischen ihnen und enthüllten die Liebe über dem Hass. Im Wesentlichen ist dies der ganze Sinn der Tora, der ganze Sinn des Buches Sohar.

Wenn wir eines Tages solche Beziehung offenbaren, dann werden wir verstehen, worüber sie im Buch Sohar schrieben. In der Zwischenzeit versuchen wir, die Verbindung anzustreben. Folglich wird immer mehr gegenseitige Ablehnung offenbart, und wir machen uns wieder auf den Weg zur Einheit, und erleben dann noch mehr Ablehnung.

Jedes Mal werden wir einen „Eintritt“ und einen „Austritt“ erleben, wie gesagt ist: „Aus dem Zion (vom Wort „Etsiya“ Ausgang) wird die Tora begriffen“. So schreitet man voran.

Wir sollen nur an diese Zustände, an die Trennung und an die Einheit denken, wenn das Buch Sohar gelesen wird. Darin gibt es nichts anderes. Über diese Zustände und deren Unterschiede schreiben die Autoren des Sohar. Sie schreiben nur über die spirituellen Stufen, auf welchen der wirkliche Hass empfunden wird und die echte Liebe auf den Thron steigt. Lasst uns hoffen, dass wir sowohl das eine, als auch das andere erreichen.

Auszug dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 2011.03.11

Feuer-Zünder

Frage: Wie kann man nachprüfen, ob man ausreichende Bemühung unternimmt?

Meine Antwort: Prüfe nach, ob du die Energie, die Eingebung, den Drang und jedesmal einen neuen starken Wunsch empfindest. Ob du die Notwendigkeit fühlst, sich mit der Umgebung zu verbinden, um mit ihr zusammen voranzukommen .

Der Aufstieg kann nur in der Vereinigung und im Zusammenschluss mit den anderen Menschen erfolgen. Je stärker die Vereinigung ist, desto schneller ist der Aufstieg. Prüfe nach, ob du dich gerade an dem Ort befindest, wo das Spirituelle erreicht werden kann.

Wir müssen die Einheit mit Hilfe einer solchen Kraft erreichen, die infolge des Drucks das Licht zwischen uns offenbart. Und der Druck wird dadurch erzeugt, dass wir alle gegen unsere Selbstsucht kämpfen und trotz dem eigenen Egoismus uns vereinen wollen. Der Druck, welcher zwischen diesen zwei entgegengesetzten Kräften erzeugt wird, bewirkt den Funken und zündet das Licht, die Flamme an!

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 21.09.2011

Nicht auf sich selbst, sondern auf das Licht stolz sein

Frage: Wie schaffe ich es, nicht auf mein Geben an den Schöpfer stolz zu sein?

Meine Antwort: Man kann nur darauf stolz sein, dass man die Unterstützung von Oben erhalten und mit deren Hilfe die Schwierigkeiten, den eigenen Egoismus, überwunden hat. Man soll also auf den Schöpfer, auf das Licht, auf Seine Unterstützung und nicht auf sich selbst stolz sein!

Was haben wir selbst – nichts! Weder eigene Verlangen noch Licht noch Handlungen! Wir haben noch nicht einmal unser eigenes Gebet – wir bekommen es von der Umgebung. Deshalb, je weiter ein Mensch vorankommt, desto weniger empfängt er – und desto mehr dankt er!

Und wenn er zu Malchut der Welt der Unendlichkeit zurückkehrt, empfängt er das gleiche Licht Nefesh de Nefesh, welches es in Malchut in dem allerersten Zustand gegeben hat, doch der Mensch vergrößert dieses Leuchten um das 613-fache – durch seine Dankbarkeit, durch die Erkenntnis des Guten, durch die Wahrnehmung der Größe des Gebenden.

Doch das Licht selbst verändert sich nicht, es verfügt über kein Maß. Das Licht selbst bleibt nach wie vor Nefesh de Nefesh – lediglich ein kleines Leuchten. Der Mensch ist derjenige, der daraus eine große Flamme entfacht.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 15.07.2011

Meine Kerze

Wenn wir uns von außen, außerhalb der Grenzen dieser Welt anschauen würden, dann könnten wir sehen, dass „das Leben“ darin nicht das wahre Leben ist. Wir sind vom wahrhaften Begriff des Lebens vollständig getrennt. Wir sind spirituell tot, und unsere Realität ist die Illusion eines Zustands der Ohnmacht, der flüchtige Funke, der für die gesamte Welt ausreicht.

Der Mensch ist erst dann tatsächlich lebendig, wenn er das Licht bekommt und es über sich hält, wenn er nicht zulässt, dass der Genuss erlöscht. Gleichzeitig soll er das Licht nicht direkt in den Wunsch reinlassen. Somit löschen das Licht und der Wunsch einander nicht, und verlieren dabei auch ihre Beziehungen nicht. Sie gleichen einer Kerze, sind wie das Öl und das Feuer, welche vom Docht vereinigt sind.

Das Öl ist unser Material, unser Wunsch. Der Docht ist der Schirm (Massach), und die Flamme der Kerze ist das Licht. Ich halte das Feuer über mich, erschaffe eine Grenze zwischen ihm und dem Wunsch: ich muss also das Licht nicht ganz abstoßen, und es zwecks des Gebens festhalten können.

Ich rechne ständig aus, wie viel Öl ich gießen und wie viel Wunsch ich ergänzen soll, damit die Flamme so stark, wie möglich brennt, und deswegen erlischt meine Kerze nicht.

Wenn es uns auf diese Art und Weise gelingen wird, dann werden wir das Leben als ewig und vollkommen empfinden. Und diese Möglichkeit haben wir vor uns.

Auszug aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 24.12.2010

Drei Orientierungspunkte vor dem Kongress

Vor dem Kongress sollten wir uns auf drei Sachen konzentrieren.

1. Die Zuversicht, dass wir uns in einer guten, starken, richtigen Umgebung befinden und uns den Weg zur gemeinsamen Vereinigung und zum gegenseitigen Geben öffnen.

2. Wir konzentrieren uns durch die Kraft der Gedanken darauf, die Verbindung zwischen uns zu finden.

3. Wir freuen uns auf unsere Einzigartigkeit, auf den besonderen Zustand und Status, den wir erreicht haben.

Noch nie zuvor gab es solche Kongresse. Wir alle spüren es an der Anspannung, am Druck, an der angenehmen Unruhe, die jeden von uns packt.

All das kommt von oben, das ist eine große Hilfe von oben, die uns zeigt, dass wir versuchen sollten, zusätzlich das hinzuzufügen, was uns noch fehlt:

1. Freude am spirituellen Aufstieg,

2. Zuversicht über die Erreichung des Ziels,

3. innere Anstrengung.

Ich muss mich mit den Freunden zu einem gemeinsamen Netz verbinden, damit die beidseitige Kraft zwischen uns, genannt „der Schöpfer“, zum Vorschein kommt.

Die ganze Arbeit, die gesamte ernsthafte Analyse findet in Inneren eines jeden statt, und von außen müssen wir Freude, Ungezwungenheit und Überzeugung ausstrahlen. Nach außen hin Lächeln und tief im Inneren lodernde Flamme.

Aus dem Gespräch über die Bürgschaft vom 29.10.2010

Um den Schatz nicht zu vergeuden

Vorwort zum Buch „Panim Meirot„, Punkt 19: Das egoistische Empfangen von Genuss trägt einen Tropfen des tödlichen Giftes in sich, auf diese Weise vergrößert sich unsere Schuld um das Zweifache…

Letztendlich nimmt das Ego dem Menschen den letzten verbliebenen Lebensfunken, so als ob ihm „der Todesengel mit einem Tropfen Gift an der Spitze des Schwertes begegnen würde, und der Mensch gehorsam den Mund öffnen und diesen Tropfen schlucken und sterben würde“.

Wir sind Geschöpfe und müssen den Genuss des Schöpfers in unseren Genuss um des Gebens willen verwandeln, um doppelt zu genießen: sowohl den Genuss an sich als auch die Verschmelzung mit dem Schöpfer, wenn es gleichzeitig sowohl süß als auch Wahrheit ist.

Noch handeln wir aber absolut entgegengesetzt und genießen die doppelte Lüge – wir „kratzen unsere Wunde auf“ und verspüren Genuss dadurch, dass wir uns dem Tod nähern!

Das ist der direkte Gegensatz zum wahren Leben, denn unser inneres System sollte im entgegengesetzten Modus arbeiten – empfangen um zu geben. Bei uns ist aber alles umgekehrt.

Also schafft es der Mensch, seine eigenen Leiden zu genießen, und ist auch noch stolz darauf – das ist die Basis für die Macht aller bösen Kräfte. Doch die Spiritualität beginnt eben über all dem.

Sonst kommt letztendlich der Todesengel und nimmt dem Menschen den letzten Lebenstropfen. Und warum stirbt der Mensch?

Er trennt die Verbindung mit dem Licht, mit dem Geben, die ihm von der Natur als ein kleiner Funken gegeben wurde, den er nach dem Schöpfungsgedanken zu einem großen Geben, zum ewigen Leben, zu einer großen Flamme, zum Licht entwickeln soll.

Doch wir vergeuden diesen Funken für das egoistische Leben – und sterben, anstatt ihn zu entwickeln und das wahre Leben zu erlangen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 18.07.2010

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Willst du mit allen anderen zusammen sein?

Der Sohar, Abschnitt „Lech Lecha“, Punkt 237: Als der Schöpfer, Bina, die Welt erschaffen wollte, welche SA ist, löste Er eine Flamme aus dem starken Funken heraus und blies Wind hinein, und die Flamme wurde dunkler und auch verbrannt.

Er löste einen einzelnen Tropfen von den Seiten der Tiefe und brachte sie zusammen – den Tropfen und die Flamme – und erschuf mit ihnen die Welt, SA.

Die höhere Lenkung kommt zu uns aus einem System, welches GaR der Welt von Azilut heißt. Darunter befindet sich Seir Anpin, den wir Schöpfer nennen, weil er für Malchut der Welt von Azilut, den Versammlungsort aller Seelen, der Höhere ist.

Heute aber sind unsere Seelen zerbrochen und befinden sich unter dieser Malchut. Wenn die zerbrochenen Seelen korrigiert werden wollen, erheben sie ihre Bitte zu ihr.

Doch woher wissen sie, wie sie sich zu korrigieren haben? – Sie wollen zusammen sein! Sie sagen: „Wir sind bereit, Bürgschaft füreinander zu übernehmen und uns zu verbinden!“

Denn Malchut bedeutet Versammlung aller Seelen, die nach dem Schöpfer streben (Isra-el). Derjenige, der mit allen anderen zusammen sein will, ohne jegliche Unterschiede, wird dort eintreten können. Und derjenige, der das nicht will, wird auch nicht eintreten!

Das ist eine sehr einfache Bedingung, und der Eintritt ist für alle frei. Wenn du willst, trete ein! Doch am Eingang greift diese Bedingung, diese Eigenschaft. Wenn du sie erfüllst, kommst du herein, und wenn nicht, dann nicht. Willst du es, dann bereite dich vor.

Alle Seelen, die in Malchut eintreten, verbinden sich und erheben sich zum Schöpfer, zu Seir Anpin, ihre Bitte, genauso wie Er zu werden.

Zuerst erheben wir unsere erste Bitte zu Malchut mit Hilfe der Gruppe. Von dort erheben wir die Bitte mit Hilfe von MaN, dem Gebet, weiter, zu Seir Anpin.

SA nimmt unsere Bitte an und steigt mit ihr zu Bina, Ima Ilaa, auf, erhält dort die Kraft, das Licht, die anti-egoistischen Schirme für uns, steigt ab, übergibt diese Kraft an Malchut und sie gibt sie an die in ihr enthaltenen Seelen weiter. Auf diese Weise wird jeder, der in Malchut eintritt, des ganzen Lichtes, welches ihm bereitet wurde, würdig.

Darüber erzählt das gesamte Buch Sohar, und das ist das einzige System, das im Universum existiert.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 30.07.2010

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Der Morgenunterricht von gestern, dem 24.08.2009

Vorbereitung:
Keine Sklaverei ist schlimmer, als unserer eigenen egoistischen Natur versklavt zu sein.

Teil 1: über Baal HaSulams Brief 20
Der Zerbruch geschah nicht in mir selbst, sondern in meiner Verbindung mit anderen. Daher müssen wir die gegenseitige Verbindung unter den Seelen korrigieren.

Anschauen >>

Teil 2: über Kapitel 12 von Talmud Esser HaSfirot, Punkt 203
Der Talmud Esser HaSfirot beschreibt die Vereinigung der Seelen, während sie den Egoismus überwinden, der ihnen enthüllt wird.

Teil 3: über „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot„, Punkt 137
Das Einzige, was von Oben herabkommt, ist der Funke, der die Verschmelzung auslöst. Doch die Flamme innerhalb der Seele brennt weiter kraft der Anstrengungen, die wir während der Zeit der Verhüllung machen.