Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Feindschaft'

Im Blickpunkt – Jerusalem

Wir schauen auf Jerusalem und sehen eine schöne Stadt, Straßen und Häuser. Aber wenn wir sie von innen sehen könnten, so wie man die Rückseite einer Stickerei betrachtet, würden wir die Stiche und Knoten sehen, das heißt die verborgenen Verbindungen, die zwischen allen Teilen dieses schönen Bildes bestehen müssen.

Wir würden dann erkennen, dass es nur durch die höhere Kraft, durch unser starkes Verlangen und unsere Bitte, uns unter Druck zu setzen, um uns zu verbinden, damit alle Vergehen von der Liebe überdeckt werden, existieren soll.

Wenn wir uns in Liebe, Einheit und in Brüderlichkeit verbinden können, werden wir Jerusalem zu einem Ort machen, der ein spirituelles Zentrum für die gesamte Menschheit sein wird.  Er wird zu einer Quelle der Kraft für alle Menschen sein und die Energie der Einheit und Brüderlichkeit über die ganze Erde verbreiten.

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Wir müssen das Rennen gegen uns selbst gewinnen

Wir leben in schwierigen Zeiten, kein Zweifel. Wir scheinen mit jedem und allem in Konflikt zu stehen, mit Familienmitgliedern, Mitarbeitern, innerhalb von Ländern, zwischen Ländern, gegen die Natur, und generell herrscht überall, wohin wir schauen, Chaos. Die einzige Möglichkeit, die Ordnung in unserem Leben wiederherzustellen, besteht darin, an die Quelle zu gelangen, die diese Katastrophen auslöst und den Fluss dorthin zu lenken, wo er hin soll, anstatt überall hin zu strömen und alles in Sichtweite zu ersticken.

Wenn wir nach der Quelle suchen, werden wir sie nirgendwo finden, denn sie liegt weder außerhalb noch innerhalb von uns; sie liegt zwischen uns. Der Kern des Problems ist, dass wir uns gegenseitig hasserfüllt behandeln. Unter Familienmitgliedern, Arbeitskollegen, innerhalb von Ländern, zwischen Ländern, gegen die Natur und generell überall, wo wir hinschauen, gibt Hass den Ton an. Hass zerstört, und wenn er überall den Ton angibt, zerstört er alles.

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Die einzig klare Erkenntnis aus der ersten außenpolitischen Rede von Präsident Biden

Die erste außenpolitische Rede von US-Präsident Joe Biden hatte eine klare Botschaft für Israel. Sie lag nicht in dem, was er sagte, sondern in dem, was er nicht sagte. Er hat Israel nicht erwähnt. Noch interessanter ist, dass bei der Nennung von Amerikas engsten Freunden und Bidens Ziel, „die Gewohnheiten der Zusammenarbeit zu reformieren und die Muskeln der demokratischen Allianzen wieder aufzubauen“, Israel nirgends zu finden war. Laut Biden sind „Amerikas Allianzen unser größtes Kapital, und mit Diplomatie zu führen bedeutet, wieder Schulter an Schulter mit unseren Verbündeten und Schlüsselpartnern zu stehen.“ Aber wenn Israel nicht unter Amerikas Verbündeten erwähnt wird, bedeutet das, dass wir in den Augen dieser Regierung kein großer Aktivposten für Amerika sind, und sie wird nicht „Schulter an Schulter“ mit uns stehen.

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Das wahre Wesen der Religion erkennen


Nachrichtenbericht (übersetzt aus Cursorinfo): In einer Befragung russischer Immigranten in Israel empfanden 75 %, dass sich orthodoxe Juden in ihr Leben einmischen. Die Mehrheit der Auskunft gebenden waren der Meinung, dass Religion und Staat in Israel getrennt werden sollten. Der Druck und die Begrenzungen, die durch die religiösen Interessen aufgebürdet werden, verschärfen die Feindschaft gegenüber den Orthodoxen und vertiefen das Schisma zwischen säkularen und religiösen Gruppen.

Mein Kommentar: Folgende Schritte sind notwendig, um die Religion vollkommen vom Staat zu trennen: Schafft sämtliche verpflichtenden, religionsbedingten Konditionen und Gesetze ab und gründet eine gemeinsame Einrichtung zur säkular-religiösen Übereinstimmung. Indem man Nächstenliebe ausübt (Liebe deinen Nächsten ist die Hauptregel der Tora!), werden die Orthodoxen gewährleisten, dass die Religion verstanden und akzeptiert wird, und nicht verhasst ist wie heutzutage. Ihr gegenwärtiges Verhalten offenbart die Habgier der religiösen Institutionen und ihren Gegensatz zum Gebot der Nächstenliebe. Wie mit allen anderen Geboten, haben sie es von der Kabbala gestohlen, allerdings besitzen sie kein Mittel, es zu verwirklichen – die Höhere Macht.

Gedanken über die wahre Religion: Religiös zu sein heißt, zum Vorteil anderer zu handeln. Denn das ist die Natur des Schöpfers, jedermann muss eine solche Einstellung gegenüber anderen entwickeln. Die Mission einer religiösen Person ist es, anderen dabei zu helfen, genau so zu werden.

Ein Mensch wird als religiös erachtet, wenn er diese Art der Gesinnung gegenüber anderen hat und nicht aufgrund irgendwelcher religiöser Rituale. Rituelles Auftreten alleine verunglimpft den Schöpfer und die Religion in den Augen der Nicht-Religiösen, indem man den Nicht-Religiösen die falsche Vorstellung vom Zweck der Religion vermittelt. Siehe Baal HaSulam’s Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

Es gibt nur eine Religion – Kabbala. Alle irdischen Religionen sind Ausgestaltungen des Egoismus und in ihrer Zielsetzung sind sie absolut egoistisch. Alle Religionen trennen und kontrollieren Menschen, wohingegen es das Wesen der Religion sein muss, den Egoismus im Menschen auszurotten!

Religion muss die Bedingungen hervorbringen, in denen der Mensch sich selbst umdrehen kann, genauso wie das Erdreich umgedreht wird, wenn man es pflügt. Religion muss eine Umwelt hervorbringen, die jeden dazu zwingt, seine Geisteshaltung und Werte zu ändern. „Zwang“ deshalb, weil anders der Mensch sich selbst nicht ändern kann, ganz gleich, wie fest er es versucht.

Eine der elementaren Absichten der Religion ist es, jedermann auf die gleiche Ebene zu stellen, unabhängig von religiösen Titeln, sozialen oder wirtschaftlichen Status – sei er König oder Sklave, reich oder arm – alle sind gleich. Der Mensch wird alleine aufgrund seiner Liebe zum anderen beurteilt, und nicht aufgrund seines Festhaltens an Ritualen.

Eine religiöse Person kann unmöglich andere geringschätzen (Nicht-Religiöse, Leute anderen Glaubens oder ethnischer Herkunft). Der Ruin der Religion ist, dass die Menschen beginnen, sie zu erhöhen, und indem sie das tun, sich selbst aufgrund ihrer Zugehörigkeit erhöhen. Dadurch verwandelt sich Religion in eine andere Form der Macht!

Religion ist unsere persönliche Verbindung mit dem Schöpfer, die aus dem Gefühl der Verschmelzung mit der ganzen Menschheit stammt. Daher ist Religion eine persönliche und private Sache und sollte nicht äußerlicher Bewertung unterworfen sein.

Die Mission eines religiösen Menschen ist es, die Wahrnehmung des Schöpfers einzubringen – das Höheren Leben in unsere Welt.

 
Blog-post: Der Gegensatz von Religion und Kabbala: Handlungen versus Absichten
Blog-post: Der wahre Ursprung der Religionen
Blog-post: Warum die Religion gegen die Kabbala ist
 
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Was ist nötig, um korrigiert zu werden?


Fragen, die ich darüber erhielt, wie man seine egoistische Natur korrigiert:

Frage: Was muss ich tun, um das Höhere Licht zu bewegen, mich zu korrigieren?

Meine Antwort: Sie müssen den Punkt erreichen, an dem sie entdecken, dass Sie sich selbst hassen und Schaden zufügen, wenn Sie schlecht von jemandem denken, durch Ihre schlechte Einstellung anderen gegenüber! Zudem werden Sie nicht nur deshalb wünschen, dass anderen nichts Schlechtes geschieht, weil es sich negativ auf Sie auswirkt, sondern mehr noch, Sie werden zu entdecken beginnen, dass Ihre bösen, egoistischen Gedanken über andere, sofort zu Ihnen zurückkommen.

Und dann werden Sie entdecken, dass ein anderer Mensch und Sie das Gleiche sind, und Sie können über andere nicht schlecht denken, da dies dasselbe sein würde, als wenn Sie schlecht über sich selbst denken würden. Aber gleichzeitig können Sie nicht aufhören, schlecht über andere zu denken.
Dann werden Sie das Bedürfnis nach dem Höheren Licht bekommen, das Sie korrigieren wird.

Frage: Ich hasse erfolgreiche Menschen und fühle mich gut, wenn andere sich schlecht fühlen. Ich hasse die ganze Welt und die gesamte Menschheit. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Tatsächlich können Sie nicht anders sein. Jeder fühlt in dieser Weise, doch die meisten Menschen haben noch nicht das Böse in ihrem Innern entdeckt. Es steht geschrieben „Ich schuf den Egoismus und ich schuf die Kabbala zu seiner Korrektur, denn das Licht der Kabbala korrigiert einen Menschen (führt ihn zum Schöpfer zurück).“ Also weiter voran!

Frage: Was ist der beste Weg, mit dem Hass, der Feindschaft und der Eifersucht umzugehen, die ich in der Gruppe anderen gegenüber empfinde?

Meine Antwort: Sie werden niemals in der Lage sein, sie zu überwinden. Nur das Höhere Licht, das während dem Studium der Kabbala auf Sie einwirkt, wird Sie korrigieren.

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Das Böse Auge ist unser eigener Egoismus

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist „das Böse Auge“?

Meine Antwort: Wenn ich andere anschaue, erweckt der Egoismus in mir Gefühle von Feindschaft, Hass und das Verlangen nach Macht. Ich wünsche anderen nicht, dass es ihnen gut geht oder zumindest will ich nicht, dass es ihnen besser geht als mir. Wenn ich ihnen wünsche, dass es ihnen gut geht und sie Erfolg haben, dann nur weil alle anderen sehen sollen, dass ich noch erfolgreicher bin.

Da wir alle miteinander verbunden sind, beeinflusst dieses „Böse Auge“ oder dieses Verlangen andere. Unser Leben ist der Beweis dafür. Dies hat mein Lehrer Rabash erklärt. Unsere Verlangen arbeiten entweder für uns oder gegen uns, da wir in einem einzigen System verbunden sind. Unsere Verlangen „wandern“ innerhalb dieses Systems und wir können unserem Einfluss auf andere oder ihrem Einfluss auf uns nicht entfliehen. Unsere Gedanken übereinander und über die Welt als Ganzes haben unsere verstümmelte Welt und unsere kranke Gesellschaft hervorgebracht. Wir sind die Ursache all unseres Leidens.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Verstand ist ein Diener des Verlangens
Blog-post: Wenn wir unsere unsere Absichten ändern, verändern wir die gesamte Wirklichkeit
Rabash Artikel: Liebe zu Freunden
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit