Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'existieren'

Familie und Ehe, Teil 12

Eheleute sind die engsten Partner

Frage: Sind Ab-und Aufstiege die Offenbarung des Schöpfers?

Antwort: Natürlich. Ich möchte den Schöpfer nicht aus meinen guten Zuständen heraus enthüllen, sondern nur dann, wenn es mir schlecht geht. Jeder Mensch, der sich mit der spirituellen Entwicklung beschäftigt, wird nicht voran schreiten, wenn er nicht aus der Ruhe gebracht, sozusagen erniedrigt wird. Der Mensch handelt nur unter dem Einfluss von zwei Kräften. Deshalb ist es in der Familie sehr wichtig, dass diese zwei Kräfte Ehepartner sind. Sie sind am engsten miteinander verbunden, sie helfen, ergänzen sich gegenseitig, geben sich Tipps und können Verantwortung füreinander übernehmen. Man sagt, dass sie wie ein gemeinsamer Körper sind.

Bemerkung:  Sie sagten, dass ein Mann seiner Frau seine geheimsten Offenbarungen mitteilen kann.

Antwort: Es ist kein Problem, der Frau alles zu erzählen, es hängt alles von ihrer Beziehungen untereinander ab. In Bezug zum Freund und der Gruppe darf man es nicht tun.

Frage: Was empfehlen Sie, wenn einer der Ehepartner Kabbala studiert und der andere nicht?

Antwort: Wenn die Familienmitglieder deinen Weg nicht gehen wollen, brauchst du sie nicht miteinbeziehen. Gehe durch die Zustände, ohne dass sie es spüren. Gib ihnen die Möglichkeit, angenehm zu existieren. Du wirst dein eigenes spirituelles Leben führen und mit ihnen wirst du konventionell kommunizieren.

Frage: Wenn der Ehepartner nicht mitmachen möchte, darf man auf keinen Fall Druck ausüben?

Antwort: Auf keinen Fall! Im Spirituellem gibt es keinen Zwang.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala “ vom 01.01.2019

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Leben und Tod aus Sicht der Kabbala, Teil 3

Frage: In den Jahrtausenden der Entwicklung der menschlichen Zivilisation hat es eine Vielzahl verschiedenster Vorstellungen gegeben. Überraschend aber wahr ist, dass sich fast alle mit dem Leben nach dem Tod beschäftigten. Jeder glaubte daran. Was sagt die Kabbala darüber?

Antwort: Die Kabbala sagt, dass Leben nicht die Existenz und den Tod unseres „Eiweißkörpers“ bedeutet; es wird, ungeachtet in welchem Zustand sich unser Körper befindet, mit der „Höheren Kraft“ gefüllt.

Mit anderen Worten, wir haben die Möglichkeit, den Willen zu Geben außerhalb von uns zu erlangen, indem wir uns mit unserem Egoismus antreiben. Wenn sich jemand selbst antreibt und andere erfüllen möchte, erhält er, um es an andere weitergeben zu können, von Oben Füllung. Mein Verlangen, jemanden außerhalb von mir zu füllen, bedeutet Leben. Ich möchte jeden erfüllen. Wenn ich mich so mit anderen und durch sie, in Beziehung zum Schöpfer bringe, durchströmt mich ein großes Leuchten und dieses Licht, das mich erfüllt, wird Leben genannt.

Frage: Was bedeutet dann Tod?

Antwort: In der spirituellen Welt bedeutet der Tod den Abstieg von der Eigenschaft des Gebens zur Eigenschaft des Empfangens. Das Verlangen für sich selbst zu empfangen, sich alle Genüsse selbst einzuverleiben, das ist der spirituelle Tod. 

Frage: Bedeutet das, dass wir aus Sicht der spirituellen Welt tot sind, wenn wir uns jetzt im Verlangen zu Empfangen empfinden?

Antwort: Aus Sicht der spirituellen Welt sind wir nicht tot, wir existieren nicht einmal. 

Frage: Bestimmt man in der spirituellen Welt selbst, ob man am Leben oder tot ist?

Antwort: Ja, wenn man den Zustand von Leben erreicht hat und diese Eigenschaft dann von einem abfällt, das Licht verschwindet, besagt das: „Nun befinde ich mich im Zustand des Todes.“

Einstweilen befinden wir uns noch in keinem Zustand. Aus spiritueller Sicht werden wir als Tiere und nicht als Menschen betrachtet.

Frage: Könnte man sagen, dass wir zurzeit als eine „Möglichkeit“ existieren?

Antwort: Ja, wir können eine spirituelle Stufe erreichen und Mensch werden, bis jetzt haben wir das noch nicht erreicht.

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel des Todes?

Antwort: Sie ist der Übergang zu einem anderen Zustand, der jedoch nicht den Tod bedeutet. Wir betrachten den Tod als Abwesenheit vom Verlangen zu empfangen, die Eigenschaft des Schöpfers. Wenn sich das in uns manifestiert, nennen wir es Leben.

Aus Kab TV „Grundlagen der Kabbala, 14.1.19

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Der lange Weg zur Frage nach dem Sinn des Lebens

Frage: Im Gleichnis von Schild und Schwert drückt der König seinem Sohn die Waffe in die Hand, ohne ihm vorher beigebracht zu haben, wie man sie benutzt, danach verschwindet er. Er wusste, dass sein Sohn angegriffen werden würde, warum hat er ihm dann nicht gezeigt wie man gegen Feinde kämpft? 

Antwort: Fühlt ihr euch etwa nicht wie der Sohn in dieser Welt? Spürt ihr nicht, dass ihr rausgeworfen wurdet, dass ihr hier existiert ohne zu wissen, wie, wieso und warum? Plötzlich wird euch gesagt, dass es eine Wissenschaft der Kabbala gibt, die euch helfen wird, das Gefühl für die höhere Welt zu bekommen und den Sinn eurer Existenz zu erfahren. 

Eigentlich seid ihr wirklich so verloren und ignorant. Das ist unser Zustand in der materiellen Welt. Lasst uns daher feststellen, dass wir uns tatsächlich in solch einem Zustand befinden.

Frage: Warum ist uns solch ein Zustand gegeben, in dem wir als Tiere existieren, ohne zu wissen, wo wir sind, warum und wofür?

Antwort: Bis wir zu Menschen werden, entwickeln wir uns bereits Jahrtausende lang als Tiere. Schließlich werden wieder Jahrtausende benötigt, bis in den sogenannten Menschen etwas zu entstehen und fragen beginnt: Wofür, warum, wozu bin ich, was ist der Sinn des Lebens, was geschieht mit mir vor der Geburt und nach dem Tod, was ist die Bestimmung dieses Lebens, etc.?

Es vergehen zehntausende von Jahren, bevor die Menschheit, darüber nachdenkt und Fragen stellt. In jeder Generation gibt es einen Zuwachs an Egoismus, der uns langsam weiterentwickelt. Wir denken dann gleich: „Warum ist das alles notwendig? Brauchen wir das?“ Es entstehen viele Fragen, auf die man nur sehr schwer Antworten finden kann.

Frage: Warum bekommen wir nicht gleich, bevor wir eine Frage formulieren, eine Antwort? 

Antwort: Glaubt mir, es ist nicht so einfach. Ihr werdet lange Zeit, vielleicht sogar ein paar Jahre leiden. Wenn sich diese Frage endlich in euch ausgereift hat, dann werdet ihr die Antwort darin erkennen.

Aus dem Unterricht, 07.04.2019

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In zwei getrennten Welten leben

Eine Frage, die ich erhielt: Warum fällt es uns so schwer, um die eigene Korrektur zu bitten, wenn wir wissen, dass alles allein davon abhängt? Bitten scheint doch das Natürlichste für einen Menschen zu sein.

Meine Antwort: Ja, es ist natürlich, zu bitten, doch hier muss genau geklärt werden, worum und wie wir bitten sollen, und wer zu uns mit der Antwort kommen soll? Eine Bitte ist nicht einfach nur ein Schrei, und wenn es Worte sind, dann müssen sie im Herzen geboren und nicht in einem Buch gelesen werden.

Wenn es dem Menschen schlecht geht, wird er nicht nach schönen Worten suchen. Unser Problem besteht darin, dass diese Bitte nicht aus der Tiefe unseres Herzens kommt.

Nur die Umgebung kann uns diese Bitte einreden – wenn sie will, wirst du bitten. Warum glauben wir, dass wir alle es so sehr wollen und versuchen, einander zu beeinflussen, doch irgendetwas klappt nicht?! Das Wichtigste, was uns fehlt, ist die Tiefe des Verlangens, seine Aufrichtigkeit. Es fehlt die Klärung, was für mich wichtig und was nebensächlich ist, um aufzuhören, sich in den materiellen und spirituellen Verlangen zu verlieren.

Wir müssen lernen, das Materielle und das Spirituelle aus zwei vollkommen getrennten Blickwinkeln zu betrachten, ohne sie zu verbinden! Diese Welt ist egoistisch, und noch bin ich gezwungen, in ihr zu leben. Und das ist die Welt des Gebens – in ihr will ich anfangen, zu existieren. Dadurch wird meine Bitte bestimmt.

Wir können jedoch noch nicht das Eine von dem Anderen trennen, obwohl sich darin bereits eine große Entwicklung nach dem Kongress beobachten lässt.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“ vom 16.12.2010