Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Evolution'

Das verborgene Potenzial des Menschen

Jeder von uns trägt tief im Innern all die Wünsche in sich, die auf dem Weg der persönlichen Entwicklung ab jetzt bis zum Ende der Korrektur nach und nach zum Vorschein kommen. Die Frage ist, wie bringt man sie ans Licht und setzt es in die Praxis um, um unsere Entwicklung zu beschleunigen.

Jeder Mensch ist wie ein Kind in dem große Wachstumskräfte verborgen sind. Unsere Aufgabe ist es, diese Kräfte und die inneren Reserven durch das Studium der Kabbala, der Verbindung in der Gruppe und das Gebet zu entfalten. Wir müssen uns anstrengen um diese Kräfte in die Tat umzusetzen, vom Verborgenen in die Entfaltung.

Der effektivste Weg ist die Arbeit in der Gruppe, denn aus ihr sind diese verborgenen Kräfte entstanden. Am Anfang existierten wir alle als ein Adam-HaRishon-System. Es ist zerbrochen. Jeder verlor das riesige Arsenal an Kräften, Eigenschaften, Wissen, Empfindungen, die zum vollständigem System der gemeinsamen Seele gehören.

Jeder blieb als eine kleine, getrennte Zelle des Körpers, in der er sein eigenes, von anderen getrenntes, vorübergehendes Leben fühlt, übrig. Diese Art der Existenz wird „der Mensch dieser Welt“ genannt.

Ein solches Leben bringt kein Glück. Wir sind verpflichtet zum gemeinsamen System von Adam HaRishon zurückkehren und uns darin mit aller Kraft zu verwirklichen, d.h. uns mit allen zu verbinden. Wir haben jetzt die Möglichkeit, uns mit unseren Freunden im Zehner zu verbinden und zur Gruppenarbeit zurückzukehren. Das ist der erste Schritt um uns wieder mit dem gemeinsamen System von Adam zu verbinden.

In jedem von uns sind Informationsgene (Reschimot) verborgen, die unsere gesamte Reise von heute bis zum Ende der Korrektur bis zur Enthüllung des vollständigen Systems von Adam HaRishon bestimmen. Es liegt in unserer Verantwortung sie zu verwirklichen. Das höhere Licht wirkt weiter und legt, wenn wir das System nicht rechtzeitig offenbaren, immer mehr Zusammenbrüche offen. Es wird deutlich, dass wir in dieser Welt zunehmend schwierigere Zustände der Zerrissenheit erleben.

Wenn wir nach der Verbindung streben, werden wir feststellen, dass sich unser Zustand verbessert. Das Ziel der Evolution ist es, uns in einen Zustand der Korrektur zurückzubringen.

Aus der Lektion zum Artikel „Freiheit“ von Baal HaSulam, 22.06.2022

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Wenn Darwins Theorie über den Beginn des Lebens in Afrika richtig ist, warum sind dann afrikanische Staaten weniger entwickelt als westliche? (Quora)

Michael Laitman, in Quora: Wenn Darwins Theorie über den Beginn des Lebens in Afrika richtig ist, warum sind dann afrikanische Staaten weniger entwickelt als westliche?

Es ist möglich, dass das Leben in Afrika entstanden ist, aber unsere Zivilisation begann sich erst mit dem Aufkommen des menschlichen Egoismus zu entwickeln, der die Kraft hinter unserem Fortschritt ist. Dies geschah in Mesopotamien, dem alten Babylon, vor etwa 4.800 Jahren. Die Geschichte vom Turmbau zu Babel, die in der Tora erzählt wird, handelt vom Ausbruch des menschlichen Egoismus zu jener Zeit. In ihrem Stolz wollten die Menschen den Himmel erreichen, um es allegorisch auszudrücken, „einen Turm bis zum Himmel“ bauen. Infolge des sich entwickelnden Egoismus begannen sie, sich gegenseitig zu hassen und hörten auf, sich zu verstehen. Dies wird „die Vermischung der Sprachen“ genannt. Dann entfernten sie sich voneinander, weil sie nicht mehr als eine einheitliche menschliche Gesellschaft zusammen sein wollten und konnten. 

Sie hörten auf, einander zu verstehen, und dann begann die Menschheit, sich mit Hilfe ihres Egos zu entfalten. So haben wir uns im Laufe der Geschichte von Generation zu Generation durch das uns innewohnende Ego entwickelt.

Nur im Menschen, in diesem besonderen Geschöpf der Natur, entfaltet sich auch im Laufe einer einzigen Lebensspanne das Ich. Ein eintägiges Kalb ist wie ein ausgewachsener Stier, d.h. es ist bereits ein Tier, das auf alles vorbereitet ist, was es im Leben braucht. Bei uns hingegen wächst das Ego im Laufe des Lebens, und wir wissen daher nicht, was wir tun müssen. Wir brauchen also Erziehung und Unterstützung durch die Gesellschaft.

Wir sind also sehr weit von unseren frühen Tagen in Afrika und sogar von Babylon entfernt. Heute sind wir in den sich entwickelnden Egoismus eingetaucht, der schnell gezähmt werden muss. Wenn wir unser Ego zähmen, dann werden wir eine neue, positiv verbundene Gesellschaft hervorbringen, und wenn nicht, dann nähern wir uns dem Ende unserer Zivilisation.

Basierend auf einem Q&A mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/herausgegeben von Studenten des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Das Herz eines Großvaters

Als ich zum ersten Mal Großvater wurde und meinen Enkel zum ersten Mal sah, füllte sich mein Herz mit Liebe. Ich hielt ihn in meinen Armen, ich wollte mit ihm spielen, etwas für ihn tun, damit er sich gut fühlt. Ein solches Gefühl hatte ich bis dahin noch nie erlebt. 

Liebe ist der Grund, warum wir hier in dieser Welt sind, sie ist der Grund warum die Welt erschaffen wurde. Doch im Gegensatz zur natürlichen Liebe, wie zum Beispiel der instinktiven Liebe eines Großvaters zu seinem Enkelkind, gibt es unter Fremden eher natürlichen Widerstand, Entfremdung und Feindschaft als Liebe.

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Ist weniger in unseren Leben mehr?

Der Trend des Minimalismus verändert die Gesellschaft weltweit. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, sich von ihrem materiellen Besitz zu lösen oder es zu vermeiden, Dinge im Übermaß zu erwerben, um dem Stress des westlichen Lebens zu entkommen und viel entspannter mit nur den Dingen zu leben, die als wirklich unverzichtbar gelten. Woher kommt das? Ist das das Geheimnis des Glücks?

Einfachheit ist der Trend, der im Grunde auf jeden Bereich unseres Daseins anwendbar ist und immer mehr an Attraktivität gewinnt. Entgegen dem, was wir vielleicht denken, ist dieses Phänomen nicht neu, es gab es schon in alten Kulturen. Es gab Zeiten, in denen die Menschen sich für ein bescheidenes Leben entschieden, obwohl sie sich sehr viel leisten konnten. Die Tendenz zum Minimalismus rührt von der Tatsache her, dass alles, was wir uns anschaffen, uns kontrolliert. Wie unsere Weisen vor langer Zeit sagten: „Je mehr Besitz, desto mehr Sorgen.“

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Am Rande der Verzweiflung

Nach und nach macht sich die Erkenntnis breit: Nichts scheint die Lage zu verbessern: weder das neue Jahr, noch die neue Regierung, noch die Impfstoffe. Das Leben auf der Überholspur funktioniert einfach nicht mehr. Es hat im letzten Jahr nicht funktioniert, und es sieht nicht danach aus, als würde sich was in absehbarer Zeit ändern. Und je mehr wir das erkennen, desto verzweifelter werden wir.

Es gibt einen wichtigen Grund, warum es den Anschein hat, als ginge der Welt langsam der Kraftstoff aus. Seit Anbeginn der Menschheit ist unser Treibstoff stets die Jagd nach dem nächsten Vergnügen, dem nächsten Gewinn oder dem nächsten persönlichen Vorteil gegenüber anderen. Der Treibstoff kurbelte das Ego an, und wo das Ego keinen Nutzen sah, hatten wir keine Antriebskraft mehr, um zu arbeiten.

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Wir können den Ansturm mildern

Dr. Martin Luther King Jr. sagte: „Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit.“ Das Jahr 2020, das vom Time-Magazin als das „schlimmste Jahr aller Zeiten“ bezeichnet wurde, ist kaum zu Ende und es scheint bereits so, als ob 2021 sein Vorheriges in Bezug auf Unglück „übertreffen“ wird. Es scheint, als ob die Natur einen umfassenden Angriff auf die Menschheit gestartet hat und nicht nachlassen wird, bis sie uns alle tötet oder wir kapitulieren. Doch wie das immer so ist mit der Wissenschaft und der Menschheit, wenn wir den Zusammenhang von Ursache und Wirkung nicht verstehen, nennen wir es ein Wunder oder einen Zufall. Das ist Unfug. Wenn Sie gegen den Verkehr fahren, wird es zu einem Unfall kommen. Der Unfall wird kein Zufall sein; er ist eine direkte Folge Ihrer Dummheit, wie MLK schon gesagt hat.

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Massenmedien

Medien haben schon immer eine wichtige Rolle bei der Bildung der öffentlichen Meinung und der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Realität gespielt, aber in den letzten Jahren haben sie sich zu einer problematischen, kontroversen Kraft entwickelt.

Das Beispiel USA zeigt – und wenn wir ehrlich sind, dies ist die vorherrschende Tendenz auf der ganzen Welt – wie Medien ihrer Aufgabe, objektiv über aktuelle Ereignisse zu berichten, nicht nachkommen. Dies ist aber eigentlich ihre Aufgabe. Eine freie, moderne Welt sollte sich durch starke, unabhängige Medien auszeichnen, die als Hüter der Interessen der Menschen agieren, anstatt ein Sprachrohr für eine bestimmte Partei oder Gruppierung mit einer bestimmten finanziellen oder politischen Agenda zu sein.

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Es gibt nichts Falsches am Egoismus (wenn er richtig genutzt wird)

Wenn wir davon sprechen, dass der Egoismus der Fluch unserer Generation ist, müssen wir verstehen, was er bedeutet. Denn was wären wir ohne ihn? Wir hätten keine Industrie, keine moderne Medizin, keine Kommunikation. Wir wären nicht in der Lage, zu reisen, zu forschen oder ein im Vergleich zu unseren Vorvätern angenehmes und einfaches Leben zu führen. Darüber hinaus ist das Ego nicht die Schöpfung des Menschen; es liegt in unserer Natur. Wenn wir also die Natur preisen, wie können wir dann das Ego, die eigene Schöpfung der Natur, verdammen?

Das Problem liegt nicht beim Ego; es geht darum, wie, wie viel und wann wir es benutzen. In gewisser Weise ist das Ego überall. Es ist das, was die Form der Atome erhält und sie nicht zerfallen lässt. Damit sich Atome entwickeln können, „verzichten“ sie jedoch auf die Exklusivität eines oder mehrerer ihrer Elektronen und „teilen“ sie mit anderen Atomen, um Moleküle zu bilden, was die nächste Stufe ihrer eigenen Entwicklung darstellt. Wenn Moleküle einen Teil ihrer Exklusivität „aufgeben“ und Teile von sich selbst mit anderen Molekülen „teilen“, schaffen sie molekulare Strukturen, die am Ende zu Zellen werden, die sich zu teilen und zu vermehren beginnen, und ehe man sich versieht, entsteht Leben.

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Wie verlängert man das Leben?

Frage: In einem der Länder des amerikanischen Kontinents wurde ein Experiment durchgeführt, das alle Erwartungen übertraf: Pflegeheime wurden an Waisenhäusern angeschlossen.

Als Folge davon haben ältere Menschen liebevolle Enkelkinder gefunden, ihre Lebensfunktionen haben sich verbessert und die Kinder haben ihre Eifersucht, Angst und Unsicherheit verloren und sind zu normalen, lauten, lebensfrohen Kinder geworden.

Warum geschieht so etwas?

Antwort: Weil sie sich gegenseitig ergänzen. Die Älteren brauchen genau solche rastlosen Kinder und die Kinder benötigen ein Gefühl, dass es gute und liebevolle Erwachsene gibt.  Das ist die gegenseitige Ergänzung des Lebens in ihrer besten Form.

Waisenkinder werden ein klares Gefühl des Vertrauens und der Freundlichkeit gegenüber der Welt, dem Leben finden. Für die alten Menschen wird sich die Wahrnehmung der Welt in vielerlei Hinsicht mildern.

Auch wenn sie keine besondere Beziehung zueinander entwickeln, so findet dennoch die Übertragung von Energie, eine gewisse Verbindung statt. Nur der Anschein, dass so etwas existiert, ergibt ein anderes Bild, eine andere Atmosphäre.

Wir sind so eingerichtet, dass wir unserer Natur entsprechend in drei Generationen leben sollten: Kinder, Eltern und Großeltern. Zwei Generationen sind nicht genug.

Das Kind muss sehen, dass es von seinen Eltern abstammt und diese von ihren Eltern.

So sieht es die Kontinuität, den Fluss und die Evolution. Es beobachtet, wie seine Eltern ihre Eltern behandeln und das wird zu einem Beispiel wie seine Eltern behandelt werden sollten.

Es hat viel von seinen Vorfahren zu lernen, denn wie wir wissen, ist „Israel Saba we twuna“ – ein ganzes System in unserer spirituellen Verbindung. Es ist wichtig. In diesem Beispiel, bei dem es um Waisenkinder geht, ist das Ergebnis einfach erstaunlich.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 27.11.2018

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Die Evolution der Erwerbstätigkeit

Welchen Beruf sollte man wählen, um die Zukunft in einer Post-Coronavirus-Welt zu sichern?

Die weltweiten Beschäftigungszahlen befinden sich im freien Fall. Die durch die COVID-19-Pandemie verursachten Entlassungen haben verheerende Folgen für die ohnehin schon gefährdeten Arbeitsplätze in Gebieten, die ohnehin früher oder später durch die KI “Künstliche Intelligenz” ersetzt worden wären. Sowie auch für Unternehmen und Branchen, die nicht mehr relevant sind. Auch wenn die US-Arbeitslosenquote im Mai auf 13,3% gesunken ist, ist sie immer noch die höchste seit der Großen Krise. Diese jetzige Krise könnte jedoch zu einem positiven Wendepunkt werden, wenn die Menschen die Möglichkeiten, welche die Pandemie bietet nutzen, um ihre Sicht auf die Gesellschaft zu verändern.

Die Menschheit wird die Kunst der Verbindung studieren müssen, und Experten auf diesem Gebiet werden sehr gefragt sein. In der Welt nach dem Coronavirus werden Investitionen in Verbindungen eine gute Zukunft haben. Für die, welche sich um ihre Lieben und die Welt kümmern, wird sich eine grenzenlose Perspektive einer hellen, neuen Realität öffnen.

Als Folge des Coronavirus könnten nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen, fast die Hälfte der weltweit Beschäftigten, „massive Einbrüche“ in ihrer Existenz erleben. Die Arbeitswelt entwickelt sich ständig weiter, und nicht alle Berufe von heute werden morgen noch vorhanden sein. Werden wir in einem Jahr unsere Arbeitsplätze von heute noch haben? Welche Berufe können uns eine gesicherte Zukunft garantieren?

Schon vor dem Ausbruch der Pandemie schätzte die Universität Oxford, dass etwa die Hälfte der Arbeitsplätze in den USA in naher Zukunft durch die Einführung neuer Technologien gefährdet sein wird. Das Tempo des wirtschaftlichen Wandels wird sich nun schneller als erwartet beschleunigen, weil die Pandemie in weiter anhaltenden Wellen Schaden anrichten wird. Nicht lebensnotwendige Unternehmen werden schnell von der Landkarte verschwinden und mit ihnen viele Berufe. 

Die Bereiche, in denen die größte Nachfrage bestehen wird, sind jene, der zwischenmenschlichen Beziehungen. Experten für die Schaffung von Verbindungen zwischen Menschen, werden auf dem Arbeitsmarkt am meisten gefragt sein. [Rest des Beitrags lesen →]