Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zum Gedenken an Baal HaSulam

Wir sind von der Welt der Unendlichkeit durch 125 Stufen der Verringerung des Lichtes, von Verhüllungen, getrennt und von der wahren Realität vollkommen abgeschnitten, als ob wir bewusstlos wären und nicht verstehen würden, wer und wo wir sind.Aus diesem Zustand müssen wir erwachen, das Bewusstsein erlangen und über die 125 Stufen an den Ort zurückkehren, von dem wir herabgestiegen sind, zu unserer Wurzel. Indem wir auf diesem Wege von unten nach oben Verhüllungen überwinden, erreichen wir die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, werden genauso wie Er.

In Wirklichkeit hat der Mensch in dieser Welt gar keine Möglichkeit, selbst aus der Bewusstlosigkeit zu erwachen und aus dem tiefsten Punkt, der unter den 125 Stufen der Verhüllung begraben ist, aufzusteigen. Wie geschrieben steht: „Der Gefangene kann sich selbst nicht aus den Gefängnis befreien“ – er braucht eine äußere Kraft dazu.   

Wir nehmen die höhere Welt nicht wahr und stellen uns selbst in einer falschen Wirklichkeit vor. Wir träumen in unserem bewusstlosen Zustand, als ob wir leben würden und um uns herum die Welt voller Menschen, die Erde und das Universum existieren würden. Solche Gestalten entstehen in unserem bewusstlosen Zustand und erscheinen uns als das wahre Leben.

Und wenn wir wie im Schlaf Stimmen hören, die uns sagen: „Du bist doch bewusstlos, abgeschnitten vom wahren Leben, von der spirituellen Welt!“, glauben wir ihnen nicht. Und nur Menschen, die uns von der Seite betrachten, verstehen, dass wir bewusstlos sind.

Deshalb müssen wir dankbar für die Erweckung des „Punktes im Herzen“ in uns sein. Durch diesen Punkt fange ich an, etwas, das zu mir aus einer anderen Welt durchdringt, zu erkennen – und zwar, dass es eine andere Realität gibt. Und die großen Kabbalisten versuchen uns wiederzubeleben, zum wahren Leben zu erwecken.

Von Adam, der als erster das Bewusstsein wiedererlangt hat, bis heute zieht sich eine lange Kette von Kabbalisten hin, die das wahre Leben erlangt haben. Doch heute müssen wir alle aus der Bewusstlosigkeit erwachen.

Und unser Arzt Baal HaSulam zusammen mit seinem Assistenten Rabash bieten alle ihre Kräfte auf, um uns wiederzubeleben. Sie sind diejenigen, die den Lichtstrahl erwecken, der aus der wahren Realität in unser ausgeschaltetes Bewusstsein durchdringt.

Aus dem Unterricht zu Ehren von Baal haSulam vom 16.09.2010

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Schnellstraße zur spirituellen Welt

Das Licht kommt zu uns von oben und erweckt bestimmte Teile der Gesamtseele, um sie entsprechend ihrem Programm voranzubringen. Dieses Programm ist sehr kompliziert und sieht die Erweckung der Seelen in einer bestimmten Reihenfolge und Kombination miteinander wie bei den Teilen eines Körpers vor. Für unser Auge ist es unsichtbar, doch entsprechend dem inneren Aufbau der Seele sind sie miteinander verbunden, deshalb werden sie durch das Licht zum Zwecke einer gemeinsamen Arbeit auf der Suche nach der Eigenschaft des Gebens vereint. Das sind absolut fremde Menschen, verschieden und sehr weit voneinander in ihren materiellen Eigenschaften entfernt. Doch wir müssen glauben, dass es von oben so in die Wege geleitet wurde, alles vergessen, was uns daran hindert, uns zu vereinen, und danach suchen, was uns dabei helfen könnte. Während dieser Suche werden wir begreifen, dass die einzige Grundlage für die Vereinigung das Geben ist, das über dem Empfangen steht. Es gibt nichts anderes, was die Menschen verbinden könnte. Dieser Weg ist so unbeständig, als ob wir durch eine sehr unebene Straße fahren würden und unser Auto ständig bei jedem Schlagloch und jeder Unebenheit hoch und runter stuckern würde, doch trotz alledem muss es weiterfahren. Und je weiter wir vorankommen, desto öfter kommen diese Schwingungen und desto empfindlicher werden wir ihnen gegenüber, d.h., die Veränderungen, die sich in uns vollziehen, werden immer schlagartiger und bedeutender. Obwohl sie auch früher genauso gewesen sind, haben wir sie doch nicht besonders wahrgenommen und gespürt.

Deshalb ist es unmöglich, auf dieser Straße weiterzukommen, wenn man sie nicht ebnet, erst dann wird das Auto schneller und leichter rollen! Dieses Ebnen, das wir bei jedem Schlagloch und jeder Unebenheit auf diesem Weg durchführen müssen, ist nur unter der Voraussetzung einer gemeinsamen Meinung in der Gruppe und der Verbindung zwischen uns möglich. Sie allein füllt alle Schlaglöcher und fügt sie zusammen, wodurch der Weg geebnet wird.

Es gibt keine andere Möglichkeit zur spirituellen Weiterentwicklung, wenn er nicht geebnet wird. Störungen und Hindernisse, die vor denen auftauchen, die den Weg alleine bestreiten oder, was noch schlimmer ist, vor der Gruppe solcher Einzelgänger gehen wollen, sind dermaßen groß, dass sie nicht überwunden werden können.

Das Auto wird unweigerlich so steckenbleiben, dass es unmöglich sein wird, es herauszuziehen, und der Mensch wird dort bleiben, wo er ist – das Leben wird vorbei sein, doch er wird diesen Weg nicht zu Ende gehen und das Ziel nicht erreichen.

Aus diesem Grund muss die Arbeit vor allem auf die Vereinigung ausgerichtet sein. Dann werden wir erkennen, dass wir genau dadurch alles erreichen!

Nur davon hängt unser spirituelles Vorankommen auf diesem Weg ab, alle Anstrengungen und Enthüllungen geschehen nur in eine Richtung – ins Innere dieser Verbindung, die uns alle vereint.

Und hier hängt alles nur davon ab, wie sehr der Mensch die Verbindung unter den Freunden, über allen entstehenden Problemen, schätzt und nur eins versteht: „Es gibt niemanden außer Ihm“ – alle Hindernisse kommen vom Schöpfer, der diese inneren Schlaglöcher und Unebenheiten in uns entstehen lässt und uns auf tausendfache Weise verwirrt.

Und wir müssen uns vorstellen, dass alle Hindernisse von Ihm und nur zum Zweck, uns zu vereinen, kommen.

Darin besteht das ganze Erfolgsgeheimnis! Das ist die Basis, mit der alles beginnt und auf der alles andere aufgebaut wird.

 

Kabbala Akademie

 

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 11.10.11

Gruppe

*Erfolg auf dem Weg hat der, der weitermacht. Im Endeffekt ist hier die Kontinuität ausschlaggebend.

*Die Verzweiflung über den Mangel an umgebenden Lichtern und nicht vorhandener Zukunft ist wie ein Virus, der die Welt durchdringt, da es bereits ein Mangel in der menschlichen Stufe ist. Wir müssen der gesamten Menschheit die Augen öffnen, weil die Entwicklungskraft nur darüber zu ihnen kommen kann. Und wir müssen uns so schnell wie möglich darum kümmern.

Vorbereitung auf den Morgenunterricht

*Die gesamte Korrektur der Kelim liegt in ihrer Verbindung zueinander.

*Im Gesamten spricht der Sohar über die korrigierte Verbindung, über das korrigierte menschliche System. Und deshalb wird die Zeit kommen, an dem ein großer Teil der Menschheit den ,Sohar für alle‘verwenden und lesen wird, denn das ist die Quelle, um alle Stufen und das Licht, das zum Guten führt, anzuziehen.

*Die Erweckung von Seiten des Höheren, bringt uns zu nichts. Wir müssen unsere Erweckung hinzufügen, und gerade mit dem Wunsch, sich mit dem Niederen zu verbinden, beginnt man in Malchut der Welt Azilut einzutreten und sie zu erwecken.

* Je mehr sich ein Mensch zur Spiritualität hin entwickelt und bei jedem Mal, wo er vor einem neuen Eingang steht, beginnt er seine Arbeit aus einer größeren Entfernung, aus einem noch mehr vernebelten Platz. Deshalb muss man sich daran gewöhnen und nicht verzweifeln – „siebzigmal fällt ein Gerechter und steht auf“.

*Weil Malchut der Welt Azilut im Nachhinein Schuld am Zerbrechen Adam Ha Rishons hat, kehrt sie nach dem Zerbrechen in den Zustand Katnut zurück, und wird niemals mehr in den Zustand Gadlut eintreten, sondern erst, wenn die Seelen MaN an sie erheben.

*Im Gegensatz zum Sohar, dessen Studium nicht im Geschriebenen liegt, ist die Lehre der zehn Sefirot eine zu studierende Wissenschaft. Das Studium über die Verbindungssysteme in einer für uns klar verständlichen Form, und deshalb können wir über unser Gefühl das gelernte Material verstehen.

Frieden auf der Welt

*Bis zum heutigen Tag, war der Einsatz anderer Eigenschaften – Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Frieden, als Lösung für die Probleme in der Welt möglich, weil es keine Möglichkeit gegeben hat, das Wahrheitsprinzip zu erreichen. Aber heutzutage kann man diese nicht mehr verwenden, da die von der Menschheit geforderte Korrektur heute von der Erreichung der Wahrheit abhängt, das heißt nach der Verbindung, nach einer Gemeinschaft. Und deshalb ist das Experiment, die jetzige Krise mittels der Verwendung anderer Attribute und Prinzipien zu lösen, zum Scheitern verurteilt und wird eine noch größere Zerstörung nach sich ziehen.

*Ich möchte morgens früh aufstehen, und gemeinsam mit den Menschen ein generelles Verständnis darüber besitzen, in was für einer Welt wir leben. Ich möchte in einer Welt leben, in der Menschen sich zum Thema äußern und nicht überall Problempunkte im System suchen – Wirtschaftler erwecken im Bewusstsein des Publikums Angst vor Hunger, Ärzte erschrecken die Massen mit dem Aufzeigen einer wachsenden Todesrate, zu der wir ohne Behandlung gelangen werden usw. Lasst uns doch sehen, in was für einer Welt wir leben und wie wir uns in ihr verhalten. Was heute passiert, hat keine Nebenwirkung die vorübergehen wird oder nur die Erscheinung von einer Nation ist – diese Erscheinung tritt in der gesamten Zivilisation auf, welche in einen neuen Zustand eintritt. Also warum klären wir diesen Zustand nicht auf logische und erwachsene Weise? Kommt, klären wir, in welchem Zustand wir uns befinden und hören wir für einen Moment auf, individuelle Lösungen zu suchen.

*Das Wirtschaftsystem von heute ist darauf aufgebaut, wieviel jeder auf Kosten des Anderen Erfolg hat, und als Ergebnis davon wächst die Wirtschaftsbombe, welche kurz vor ihrer Explosion steht. Was mit der Wirtschaft passiert, ist keine Wirtschaft mehr, sondern einfach eine große Lüge. Und jetzt, wenn diese explodiert, müssen wir die Richtung ändern, in welcher uns die wirtschaftlichen Verbindungen dabei helfen können, die Verbindung zwischen uns, auszugleichen. Sprich: die wahre Wirtschaftkraft, welche in der Welt existiert, dem Ausgleich in der Welt auf optimale Weise gegenüberzustellen.

*Die Korrektur der Wirtschaft ist die Korrektur der Verbindung zwischen uns – vom amerikanischen Traum zum wahrhaftigen Traum. Die gute Zukunft der neuen Menschheit liegt in der Verbindung zwischen allen.

*Zuerst einmal müssen wir uns alle über das Existenzminimum erheben, und danach müssen wir ein Programm erstellen, wie wir einen stufenweisen Übergang schaffen, von allen Wirtschaftsystemen in ein integrales System.

*Verständnis über das Geben in der Menschheit, muss als Resultat des Studiums und den Einfluss der organisierten Gesellschaft stattfinden, so dass jeder sich am Aufbau beteiligt.

Für die Welt, dem Schöpfer zur Freude

Frage: Öffnet sich die Welt nun für die Wissenschaft der Kabbala?

Meine Antwort: Ja, unter der Bedingung, dass wir uns verbinden und in uns einen Ort für die Eigenschaft des Gebens, für das Licht, erschaffen, damit es durch uns auf die ganze Welt einwirken kann. Wir müssen zu einem Zwischenglied, einem „Adapter“ werden, der das Licht an die anderen Völker leitet.

Wenn wir das tun, wird es keine Probleme mehr geben, und die Welle der weltweiten Erweckung wir uns zur spirituellen Welt aufsteigen lassen; jedoch nur unter der Bedingung, dass wir uns verbinden, um diese Vereinigung an die gesamte Menschheit weiterzugeben und dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Auf diese Weise werden Er, wir und die ganze Welt zu einem System verschmelzen.

Auszug aus dem Unterricht über die Zeitung „Die Nation“, 14.08.2011

Nur jetzt! Spiritueller Vorschuss zu günstigen Konditionen!

Mit Hoffnung und Zuversicht kann ich sagen, dass wir an der Schwelle zu realen spirituellen Handlungen stehen. Wenn wir es schaffen, uns selbst zu überzeugen, dass sie sich in der gegenseitigen Beziehung zwischen uns enthüllen und dass sich der Schöpfer ebenfalls dort enthüllt, wenn wir das wollen, dann stehen uns alle Möglichkeiten offen.

Von oben wurde uns der Eintritt gewährt, und nun sind wir an der Reihe, ein paar Schritte hineinzugehen. Wobei diese Schritte relativ leicht sind, weil sie durch die Vereinigung gewährleistet werden. Jeder geht nicht für sich allein vorwärts, sondern in die Tiefe, zu unserem gemeinsamen Zentrum, wo wir durch die gemeinsame Druckausübung in Liebe, Teilnahme und gegenseitigem Geben den Schöpfer enthüllen werden.

Die Zeit ist tatsächlich gekommen. Ich vergleiche mich nicht mit Abraham oder Moses, doch die Zustände, die sich enthüllen, sehen genauso wie damals aus. Lasst uns Anstrengungen unternehmen, und ihr werdet es in der Tat sehen.

Wir treten an die gemeinsamen spirituellen Handlungen heran, die die Enthüllung der Tora mit sich bringen, sprich die Enthüllung des Lichts, das den bösen Trieb korrigiert und den Schöpfer in uns enthüllt.

Ich spreche darüber in vollem Ernst. Noch vor 9-12 Monaten schien das gar nicht real oder praktisch realisierbar zu sein, doch heute sehe ich, dass wir zweifelsohne dazu in der Lage sind. Wir haben die Erlaubnis von oben bekommen, und jetzt hängt es von uns ab, ob wir das auf uns nehmen oder nicht. Die Nichtachtung wäre ein sehr bitterer Fehler und würde ein großes Unheil anrichten.

Ich hoffe sehr, dass das Pessachfest, meine Besuche bei den Gruppen im Ausland, der Moskauer Kongress und andere Ereignisse eine gute Vorbereitung darauf sein werden. Das ist möglich. Vor uns steht alles offen, und die ganze Welt hilft uns dabei. Alles, was in der Welt geschieht, ist nur Hilfe, die uns nach vorne treibt.

Wir sollten uns jedoch vorsehen. In einem der Briefe schreibt Baal HaSulam an einen seiner Schüler: „Vor einem Jahr war dein Zustand wesentlich besser, und heute befindest du dich in einem Abstieg. Verzweifle jedoch nicht an der Barmherzigkeit. Vielleicht wird es dir wieder gelingen“.

Heute ist die Zeit der Erweckung von oben gekommen, und uns wird die Gelegenheit geboten. Daran muss jedoch auch die Erweckung von unten angeschlossen werden – dabei gibt es keine Nachsicht.

Die Erweckung von oben ist eine sehr große Hilfe. Denn du musst den Schöpfer nicht von deinem guten Willen überzeugen – Er bietet dir selbst die Gelegenheit dazu: „Wende dich an Mich, und Ich werde dich belohnen“. Du kannst die Ware haben, der Ladenherr schreibt deine Schulden ins Buch ein, und bezahlen kannst du später. Zuerst gehe in die Spiritualität hinaus, und danach kannst du deine Schulden begleichen.

Auf diese Weise kommen wir voran. Ohne die spirituelle Kraft kommen wir nicht aus – doch wenn sie da ist, können wir spirituelle Handlungen vollziehen, und die Schulden können wir später begleichen. Jetzt haben wir die Chance, einen Vorschuss zu bekommen und die spirituelle Welt zu erlangen. Und später bezahlen wir, kein Problem.

Dann lasst uns hoffen, dass wir begreifen, welche Gelegenheit sich uns bietet. Es wäre unverzeihlich, sie zu verpassen, ohne es zu schaffen, uns zu verbinden, wie es sein sollte.

Es hängt in vielerlei Hinsicht davon ab, wie wir die Zeit nutzen. Der laufende Moment ist sehr wichtig. Und wir dürfen nicht auf die Außenwelt zurückblicken in Erwartung, dass sie sich wenn nicht heute, dann morgen vorwärts bewegt. Das haben nicht wir zu entscheiden.

Aus dem Gespräch während des Mahls, 08.04.2011

Globale Abhängigkeit… von sich selbst

Frage: Wie sehr hängen wir in unseren Gedanken und Absichten, in der Fähigkeit, uns während des Unterrichts zu konzentrieren, von allen, die zusammen mit uns weltweit studieren, ab? Existiert eine solche globale gegenseitige Abhängigkeit?

Meine Antwort: Was bedeutet die gegenseitige Abhängigkeit? Wenn ich die gesamte Realität als Teile meiner Seele betrachte, dann hänge ich von niemandem ab. Nur in dem Maße meiner Einstellung ihnen gegenüber mit dem Wunsch, sie zu erwecken, erwachen diese Teile von mir.

Ich achte nicht auf ihr äußeres Verhalten, sondern erwecke sie von innen und bekomme von der gleichen Stufe der inneren Verbindung ihrerseits ebenfalls die Erweckung. Alles hängt von meiner Sicht auf die Welt ab – entweder als auf eine materielle Realität mit einer Vielzahl an Körpern oder als auf die irdischen Eigenschaften von Menschen oder aber als auf den Körper meiner Seele, ihres Parzuf/ihres Aufbaus.

Dann sehe ich keine äußeren Gestalten, die angeblich hier existieren, sondern Teile meiner Seele, die ich korrigieren muss. Ich bin jener Punkt, in dem der Gedanke, die Absicht konzentriert ist. Ich bin die Absicht, die ich all diesen Verlangen und Eigenschaften verleihen muss, um ihnen die richtige Ausrichtung zu geben.

Und was bedeutet, dass ich von ihnen abhänge und mit ihrer Hilfe erweckt werde? Ich erwecke sie – und werde dadurch selbst erweckt. Dieser Reiz kommt scheinbar durch das äußere System, doch dieses ganze System ist meins.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, Das Vorwort, 08.03.2011

Jeder ist verantwortlich

Frage: Was bedeutet eine Gruppenvorbereitung auf den Unterricht und erweckt sie das umgebende Licht in einem größeren Maße?

Meine Antwort: Eine Gruppenvorbereitung verlangt von jedem, die Verantwortung für die ganze Gruppe zu übernehmen.

Was bedeutet das Prinzip „wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann“? Es bedeutet, dass ich für die Erweckung der Gruppe verantwortlich bin und somit mich selbst und die ganze Welt zur Seite der Rechtfertigung neige.

Ich sorge dafür, dass die Freunde das Ziel nicht einmal für einen Augenblick vergessen: Wozu sind wir hier? Welche Stufe müssen wir erreichen? Die Stufe des „Menschen“ (Adam), dem Schöpfer ähnlich. Das muss äußerst wichtig für uns sein – dann werden wir während des Unterrichts das Wichtigste nicht vergessen, und die unwesentlichen Gedanken werden uns noch nicht einmal für eine Sekunde aufsuchen.

Ich sorge dafür, dass es bei allen Freunden so ist. Durch meine Fürsorge für alle helfe ich jedem, diesen Kurs zu halten. Wenn die ganze Gruppe auf diese Weise aufgebaut ist, erwartet uns ein ziemlich kurzer Weg zum Erfolg.

Einer alleine kann erfolgreich sein, nur wenn er ein Auserwählter, eine besondere Seele ist. Uns aber wird nur die Vereinigung retten. Ich sehe hier keine Auserwählten. Jeder glaubt, dass ihm der individuelle Weg offen steht, doch das ist sicherlich nicht der Fall. Und besonders heutzutage, wenn keine Notwendigkeit an den Auserwählten besteht.

Im Gegenteil: heute müssen sich die Massen dem Korrekturprozess anschließen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 01.03.2011

Der richtige Blick auf die Realität

Der Mensch beginnt mit dem Punkt im Herzen, mit einem spirituellen Samentropfen. Er hat nichts anderes von der höheren Welt.

Der Mensch befindet sich in einer Umgebung, ist aber zugleich von ihr getrennt, getrennt durch das Gefühl der Abstoßung und später des Hasses. Alle möglichen Gefühle, die darauf hinauslaufen, dass „es mich und die Umgebung gibt“, bilden im Grunde genommen den Ort des Zerbrechens.

Der ganze Widerstand und die ganze Abstoßung, alle Zusammenstöße, Reibungen und Hindernisse werden durch die Enthüllung einer Distanz zwischen dem Menschen und den Anderen, durch die Enthüllung einer zerbrochenen Stelle zwischen ihm und der Umgebung hervorgerufen. Wenn der Mensch diese Stelle richtig ermittelt, findet er dort den Schöpfer, das Licht, welches seine korrigierte Haltung gegenüber dem Nächsten ausfüllt.

Also liegt mein unkorrigiertes Verlangen zwischen mir und der Umgebung. Sobald ich es korrigiert habe, enthülle ich dort den Schöpfer. Und mein Ich ist lediglich der Punkt des Aufstiegs, der Bestrebung, den ich mitten im Leben bekommen habe und mit dem mein spiritueller Nullpunkt, meine spirituelle Entwicklung beginnt.

Alles kommt unter der Bedingung zum Vorschein, dass ich mir das Bild der Realität, in der ich mich befinde, richtig vorstelle. Wo befindet sich jene Umgebung, die mir die Unterstützung zukommen lassen kann? Denn jedes Mal wird mir die Ablehnung der Umgebung, des Ziels, des Schöpfers offenbart. Jeden Augenblick muss ich mich selbst prüfen: ist in meinen Augen die Höhere Kraft, die Kraft des Gebens, der Schöpfer wichtig? Erhebt sie sich über allen Dingen?

Der Aufstieg, die Erweckung, die Sorge um diese ständige Analyse kann nur unter Einwirkung einer richtigen Umgebung stattfinden.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 16.02.2011

Wer sucht die Freunde aus?

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Mensch die äußere Form der Gruppe, wie er sie sieht, nicht akzeptieren kann, wird er eine solche Haltung aufbauen können, bei der die Gruppe ihn aufsteigen lässt?

Meine Antwort: Es ist falsch, zu glauben, dass ich nicht von der Gruppe die Erweckung verlangen kann, weil sie mir als unkorrigiert vorkommt. Die Rede ist von unterschiedlichen Ebenen der Schöpfung.

Meinem Egoismus können die Freunde als Verbrecher vorkommen, die sich nicht verbinden wollen und allem gegenüber gleichgültig sind.

Doch andererseits, warum sind sie hier? Denn der Schöpfer ist derjenige, der sie von oben hält, selbst wenn sie selbst zu gar nichts fähig sind. Er hat sie ausgesucht und in die Gruppe geführt. Er weiß, dass sie so weit sind. In Seinen Augen sind sie des Vorankommens würdig.

Und wenn der Schöpfer genau sie vorgezogen hat, dann muss ich das akzeptieren. Ich schätze die Freunde dafür, dass sie vom Schöpfer ausgesucht wurden, und nicht für ihre persönlichen Eigenschaften.

Wie wertvoll können sie für mich werden? Genauso wie meine eigenen Kinder. Den Kindern gegenüber verspüre ich eine natürliche, „tierische“ Liebe, ohne jeglichen Bezug zu ihren Tugenden. Das Gleiche ist mit den Freunden: Wenn der Schöpfer sie schon ausgesucht hat, dann kann ich eine solche Haltung ihnen gegenüber aufbauen.

Und dann kommt der nächste Schritt. Die Gruppe wird stärker, ich beginne, den Freunden Bedeutung beizumessen – und dann können wir zusammen, in Bürgschaft, an der gemeinsamen Erkenntnis unserer gegenseitigen Wichtigkeit arbeiten.

Jetzt verstehe ich: die Freunde üben Einfluss auf mich aus, und deswegen sind sie hundertprozentig wichtig für mein spirituelles Schicksal. Ich messe ihnen die höchste Wichtigkeit bei, wie einem Richter, der mich zu lebenslanger Haft verurteilen kann.

Ich verachte und verfluche die Freunde nicht mehr. Vielleicht sind sie unansehnlich in meinen Augen, aber wichtig – das ist bereits eine vollkommen andere Haltung.

Denn ich habe keine andere Wahl. Der Schöpfer hat die Gruppe vor mich gestellt. Wenn ich mich mit ihr arrangiere, wird sich mir die höhere Welt eröffnen, und wenn nicht, erwartet mich die lebenslange Haft in dieser Welt.

Nun entscheide dich, welche Haltung du gegenüber dem Richter einnimmst. Es kann sein, dass sich unter der Richterrobe der größte Mafioso verbirgt, der gegen dich eingestellt ist. Doch soll man die Hände etwa in den Schoss sinken lassen?

Indem ich im Glauben über dem Verstand gehe, muss ich meine Freunde, die vom Schöpfer ausgesucht wurden, rechtfertigen. Außerdem, wer weiß, vielleicht sind sie gar nicht so, wie sie sich meinem Egoismus präsentieren?

Wenn ich Anstrengungen unternehme und bereit bin, mich selbstlos in die Gruppe einzuordnen, dann spüre ich, dass ich ein besonderes Kli erlange, das mich nach der Bürgschaft verlangen lässt.

Und nun, indem ich mich mit einer Forderung an die Freunde richte, sehe ich plötzlich, dass ich mich im Grunde genommen an die eigenen Verlangen richte, die mir als fremd vorgekommen sind. Meine gesamte Arbeit wird sich ins Innere verlagern, bis wir mit den Freunden zu einem Ganzen geworden sind.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 13.10.2010

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Der Schatten für die Verhüllung des Egoismus

Eine Frage, die ich erhielt: In der Nacht von Hoschana Rabba ist es üblich, seinen „Schatten“, d.h. den Schirm, durch den man später das Licht empfangen kann, zu überprüfen. Wie entsteht er?

Meine Antwort: Jeder von uns ist ein egoistisches Verlangen. Wenn wir Spiritualität erreichen wollen, vereinen wir uns zu einer Gruppe.

Natürlich möchte niemand das „Geben“ üben, doch jeder von uns hat über seinen egoistischen Verlangen einen „Funken“, der ihn ins Unbekannte zieht.

Die Kabbalisten erklären, dass wir uns in einem „Lichtfeld“ befinden. Dieses Feld umfasst die gesamte Realität und wirkt so auf uns ein, dass die „Funken“ in jedem erwachen.

In dem Ausmaß ihrer Erweckung interagieren sie mit dem Lichtfeld, welches sie ausrichtet – und die Menschen kommen an einem physischen und/oder virtuellen Ort zusammen und wollen sich letztendlich verbinden.

Das nennt sich Gruppe, die Verbindung von Menschen durch ihre spirituellen Verlangen: der Egoismus bleibt hinter jedem von ihnen zurück, und sie verbinden sich mit Hilfe ihrer Bestrebungen nach Spiritualität.

Wenn wir anfangen, nach dem gegenseitigen Geben zu streben, rufen wir durch gemeinsame Anstrengungen die Einwirkung des Lichts hervor und fangen an, uns zu verändern.

Nach und nach spüren wir immer größere egoistische Verlangen, doch zugleich fällt ihr Wert in unseren Augen. Und das spirituelle Verlangen steigt in der Werteskala.

Die Errichtung einer Sukka (Laubhütte) bedeutet die Erhebung der Eigenschaft des Gebens (das Dach) über das Verlangen zu empfangen. Wir wollen das Geben vom Empfangen trennen, damit das Licht durch die Abdeckung der Sukka nicht in das egoistische Verlangen gelangt.

Das Licht korrigiert uns so, dass unsere ganzen spirituellen Verlangen sich über dem Dach der Sukka und das egoistische in ihrem Inneren befindet. Das heißt, wir haben es im Schatten versteckt.

Wir haben eine Abdeckung für jedes Verlangen gebaut – wir wollen diese Verlangen nicht egoistisch nutzen.

Durch die Erschaffung eines „Schattens“ erlangen wir die spirituelle Empfindung, in der wir die spirituelle Realität – die Welt, die sich in der Eigenschaft des Gebens wahrnehmen lässt – erkennen.

Aus dem Unterricht nach dem Shamati-Artikel 8 vom 06.09.2010